Wie zuverlässig sind Wärmemengenzähler

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  1. matze29

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    Hallo liebe Experten!

    Ich bin Besitzer von 2 aneinandergebauten Häusern (BJ 1968 und 2003) mit einer gemeinsamen Ölzentralheizung, die ich erneuern will. Jedes der Häuser hat einen eigenen Heizkreis (und jeweils auch getrennte WW-Bereitung in jedem Haus; Mischer im Neubau).

    Zu Abrechnungszwecken wurden 2 WMZ installiert, die einmal den gesamten Heizenergiebedarf messen und dann den Bedarf des Neubaus (Differenz ist Bedarf des Altbaus).

    Jetzt meine Frage:

    Kann ich diese Werte zur Auslegung einer neuen Anlage verwenden?
    Oder muss ich in jedem Fall eine Heizlastberechnung machen, damit ich eine vernünftige Dimensionierung der Neuanlage bekomme?

    Installiert derzeit eine 34kw Ölbrennerdüse für jeweils ca. 200 qm Wohn- und beheizte Nutzfläche. WW-Bereitung für 5 Erwachsene und 2 Kinder.

    P.S. Verbrauch insgesamt seit September 2003: 213.000 Kwh (kann das sein?)
     
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  3. Julius

    Julius

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    Der Wert kommt hin.

    Aber daraus kann man zwar den durchschnittlichen jährlichen Energieverbrauch ermitteln, nicht jedoch die nötige Heizlast und Vorlauftemperatur.

    Also berechnen!

    P.S.
    Was hat das ganze mit der Zuverlässigkeit der Meßgeräte zu tun?
    Mit der ist es wohl eh vorbei, die sind auszutauschen (Eichfrist abgelaufen).
    Oder meintest Du stattdessen die Meßgenauigkeit?
     
  4. matze29

    matze29

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    Hallo Julius!

    Ja, Sorry - ich meinte Meßgenauigkeit.

    Zu Vorlauf und Rücklauf habe ich Daten bei 0 Grad Außentemperatur (70 Grad im Altbau und 50 im Neubau (Heizkörper keine FBH).

    Gedacht hatte ich jetzt an eine Pelletsanlage und zentrale WW-Bereitung mit Frischwasserstation (Pufferspeicher ca. 1500 bis 2000 Liter).

    Dazu eine Solaranlage. Ölbrenner bleibt. D.h. ich hätte 3 unterschiedliche Wärmelieferanten.

    Luft-Wärmepumpe wird wahrscheinlich nicht effizient genug sein?

    Danke für die schnelle Antwort.
     
  5. Jonny

    Jonny

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    Eher zum abschätzen.

    Heizlastberechnung -> Ergebniss, die nötige Leistung in KW
    deine WMZ -> bisher 'verbrauchte' Arbeit in KWh

    natürlich könnte man jetzt über die Stunden (KWh/h = KW) zurückrechnen, aber wieviel Stunden setzt man an? Und wieviel Prozent der Stunden sind vom Nutzerverhalten abhängig?

    Oder als Autovergleich: Wir wissen wieviel Sprit du verbraucht hast, können aber trotzdem nicht sagen wieviel PS dein Auto hat.

    Grüsse
    Jonny
     
  6. Julius

    Julius

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    Drei Wärmeerzeuger.
    Ähm, was soll das bringen?

    Hast Du zuviel Geld???
    Oder nur die Angst vor dem Weltuntergang...?
     
  7. planfix

    planfix Gast

    mal den ölverbrauch mit brennwert öl gegenrechnen, dann weiß man zumindest ob die WMZ passen, wenn ja dann spart das eine neue berechnung.
     
  8. matze29

    matze29

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    Nee, zuviel Geld habe ich nicht, aber der Ölbrenner ist noch tadellos in Ordnung und ich erinnere mich an Pelletspreise, die höher als die von Öl waren - und das ist gar nicht lange her ...

    Wer weiss denn schon, in welche Richtung sich das ganze noch entwickeln wird. Außerdem habe ich erst vor kurzem die Öltanks erneuert.

    Ölverbrauch waren in der letzte Saison ca. 6.500 Liter.
    Ich erhoffe mir durch die Solarthermie eine Einsparung von 30% (Dach ist 43 Grad Neigung bei SSW-Ausrichtung (Dachfläche 130 Quadratmeter- d.h. da sollten ein paar Kollis draufgehen).

    Heizlastberechnung wird wahrscheinlich halt ein bisschen komplexer, da ich völlig unterschiedlichen Gebäudebestand habe. Oder sollte das keinen Einfluss haben?
     
  9. Julius

    Julius

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    Das ist ja genau, worauf ich hinauswill:

    Welchen Sinn soll dann ein zusätzlicher Pelletkessel haben? Treibt nur die Kosten in die Höhe, sonst gar nix!

    Und das mit der Solaranlage könnte auch ein Draufzahlgeschäft werden.
    Die 30% kannst Du sowieso vergessen...
    Der Wert stand wohl im Hochglanzprospekt?

    Besser wäre, Du würdest diese ganze Geld in die Hand nehmen, um den Wärmebedarf des Gebäudes zu senken (Dämmmaßnahmen). Und selbst da dauert die Amortisation schon lange genug.
     
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  11. R.B.

    R.B.

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    Der letzte Winter war nicht so gewaltig. Also mit Schweizer Formel geschätzt etwa 13kW Heizlast.

    Kann sehr wohl sein, zeigt aber im Vergleich zum o.g. Saisonverbrauch, daß irgendwo noch ganz gewaltige Verluste schlummern.
    Dabei sieht man auch, wie schnell man sich Pi*Daumen*Wetterlage verschätzen kann.

    Für eine WP absolut kontraproduktiv. Daher das Thema WP vorerst vergessen.

    Ja, ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Die magischen 30%. :mauer

    Was haben wir:

    a.) Heizlast grob 13kW,
    b.) Ölkessel 34kW, aber noch gut in Schuß
    c.) Einen Ölverbrauch jenseits von Gut und Böse

    Die nächsten Schritte hängen wohl davon ab, welches budget zur Verfügung steht. Immer daran denken, ein einfacher Austausch des Wärmeerzeugers löst NICHT das Grundproblem. Man kann damit zwar eine Einsparung erzielen, aber wie soll man die Anlage nun dimensionieren? Nach der "alten" Heizlast, oder nach einer "neuen Heizlast" unter Berücksichtigung von Dämmung usw.

    ICH würde jetzt zuerst eine Bestandsanalyse machen und untersuchen, wo das viele, gute, teure Öl versickert. Irgendwo hin müssen die 6.500 Liter ja verschwinden.
    Stichworte: Heizlast, und Wärmebedarfsermittlung

    Dann die einzelnen Maßnahmen (Dämmung Fenster, Dach, Heizungsaustausch) miteinander vergleichen. Danach zeigt sich auch, ob die aktuell noch sehr hohen Systemtemperaturen überhaupt notwendig sind.

    Erst wenn diese Zahlen vorliegen, kann man überlegen, wie das "zukünftige" Heizsystem aussehen kann. Evt. ein Pelletkessel, evtl. eine WP (vielleicht auch bivalent mit dem vorhandenen und noch zu optimierenden Ölkessel), das Ganze vielleicht auch ergänzt um Solarthermie.

    So wird ein Schuh daraus. Aktionismus war schon immer ein schlechter Ratgeber, also nichts überstürzen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. matze29

    matze29

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    Vielen Dank für die wertvollen Hinweise

    Also Aktionismus ist, wie auch weitere Geldvernichtung nicht geplant.

    Durch diverse Maßnahmen (wie Putz an den Neubau - geht noch nicht wegen Rechtsstreit mit BU, Dämmung der Kellerdecke, Einbau neuer Haustür und Entfernung Glasbausteine im unbeheizten Hausflur) wird sich der Energiebedarf bestimmt drosseln lassen.

    Zudem bin ich davon überzeugt, dass die gesamte Anlage "völlig verplant" ist, denn ich habe den Neubau heiztechnisch an den Altbau angebunden. (jeweils ca. 200 qm Wohn- und Nutzfläche). getrennte WW-Bereitung in beiden Häusern.

    ANgebot für ein WDVS beim Altbau liegt bei ca. 20.000 Euro (Putz ist tadellos und blütenweiß) Heizung ist zwar noch ok, aber dennoch schon paar schöne Jahre alt.

    Das WDVS bringt mir (schon wieder magische) 30% Ersparnis.

    Meine Überlegung war nun:

    Pelletsanlage mit Solarthermie und zentrale WW-bereitung über den Puffer. Dazu eine neue Steuerung.

    Kostet vielleicht 30.000 Euro
    Pelletspreise derzeit ein Drittel vom Öl. Können und werden sicherlich auch wieder anziehen - Hier herrscht aber mit Sicherheit mehr Wettbewerb und Marktwirtschaft als beim Öl. Zudem findet die Wertsch(r)öpfung im Inland statt.

    Außerdem dachte ich an einen Brenner von XYZ, der auch auf Miscanthus umgerüstet werden kann.

    Ich denke, dass ich da bei einer vergleichbaren Investition insgesamt besser fahre, denn egal wie toll ich dämme, mehr als die 30% komme ich ohnehin nicht runter.

    Außerdem ist zur Zeit das Geld noch einigermaßen günstig von der KFW zu bekommen. Wenn die erstmal alle IKB-Verluste verdaut haben, sieht das anders aus. Zudem sollen die Zinsen allgemein steigen.

    Wäre denn meine Anlage auch modulierend zu betreiben? Ginge das bei der angedachten Variante? Würde das mit einer speziellen Steuerung hinzubekommen sein, denn eigentlich ist doch der Puffer dann der eigentlich Heizkessel und woher der seine Wärme bekommt, sollte doch egal sein.
    Oder wäre hier eine Kombination von mehreren Puffern sinnvoll, also je nach Heizbedarf? (Ihr merkt, ich habe keine Ahnung).

    P.S. Von der Luft-WP bin ich eigentlich schon lange weg. Dazu wird auch bei allen Massnahmen mein VL zu hoch sein.

    Und eine Heizlastberechnung ist bei den vielen Unwägbarkeiten sicherlich nicht so einfach.

    Ich hoffe, ich werde jetzt nicht als unbelehrbar eingestuft und entsprechend (und auch folgerichtig) ignoriert.

    Wenn jemand einen echten und unabhängigen Fachmann für dieses Problem im PLZ-Bereich 61 kennt, dann bitte PN an mich. Danke.
     
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