wieviel l/min bei Brunnen je Wohneinheit?

Diskutiere wieviel l/min bei Brunnen je Wohneinheit? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Ein Kumpel von mir laesst sich ausserhalb der Stadt auf seinem Berg einen Brunnen bohren, mittlerweile sind sie 520 Fuss (~158,6 m) tief und...

  1. Ryker

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    Ein Kumpel von mir laesst sich ausserhalb der Stadt auf seinem Berg einen Brunnen bohren,
    mittlerweile sind sie 520 Fuss (~158,6 m) tief und erkommt auf etwa 1,5 Gallonen
    (~fuenfkommanochwas l) pro Minute.
    Der Brunnenbohrer meint, 1 Gallone/min sei grade genug und wenn das Wasser in dem
    sechszoelligen Loch hoch genug stiege, sei genug Vorhalt da, um eine Wohneinheit bequem
    zu betreiben.
    Wie waeren in einem solchen Fall die deutschen Mindestanforderungen (um einen Vergleich
    ziehen zu koennen) und wie sieht Eure persoenliche Meinung aus?

    Ziel der Aktion war eigentlich, mindestens 2 Haeuser mit diesem Brunnen zu versorgen,
    gern auch mehr, Rasensprengen und dgl. muss er hingegen nicht unbedingt.
    Die Option, die er hat, ist deutlich tiefer zu bohren und mehr Vorhalt zu bekommen, nochmal
    bohren hingegen soll natuerlich vermieden werden, denn jeder Fuss kostet Geld.
     
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  3. R.B.

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    De Mindestanforderungen hier in DE habe ich jetzt nicht zur Hand, aber wenn ich richtig geschätzt habe, dann hat er einen Vorrat von etwa 2,5cbm.... mit einer Nachspeisung von 5l/min.
    d.h. er kann pro Tag locker 6cbm verbrauchen und die Nachspeisung ist immer noch gesichert.
    Eine kurzfristig höhere Entnahme wird über die 2,5cbm als Puffer möglich. Das reicht für so manche Badewanne.:D

    Gruß
    Ralf
     
  4. Ryker

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    Kern ist eben: Wie sieht's aus, wenn da Waschmaschine, Geschirrspueler, Dusche, Wasserhahn und Toilette gleichzeitig laufen?
    Irgendwie erwartet man von einem eigenen Brunnen eben Wasser ohne Ende...

    Ich stell nachher nochmal Fotos von dem Rinnsal ein, muss jetzt aber mit Schweissbahn spielen :konfusius
     
  5. KATMat

    KATMat

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    auf seinem Berg

    ist normalerweise kein guter Platz für Brunnen. Je nachdem, was da ansteht, gibt´s eben kein oder wenig Wasser. Knackpunkt ist da eigentlich weniger, ob jetzt genug aus dem Loch rauszuholen ist sondern eher, ob die jahreszeitlichen oder längerfristigen Schwankungen im Grundwasserniveau den Brunnen ggf. mal ganz trockenfallen lassen. Generell ist jetzt hier und in Kanada die Jahreszeit, wo der Grundwasserstand am niedrigsten ist. Das kann aber lokal auch abweichen. Bei Kluftgrundwasserleitern (Festgestein) kann das Wasser ggf. auch abhauen, wenn man eine nicht wasserführende Kluft in größerer Tiefe anbohrt. Ich würde mich da auf den örtlichen Brunnenbauer verlassen und lieber etwas Sicherheit einplanen.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    So lange das ganze Zeug nicht monatelang 24/7 läuft, sehe ich kein Problem.
    Wie gesagt, der Puffer macht´s. Die 5l/min reichen nie und nimmer, aber da liegen 2.500 Liter im Bohrloch, und damit kommt man schon weit.

    Also gut. Anstatt schätzen eben Taschenrechner. Nehmen wir mal 24Stunden mit 5l/min, dann komme ich auf 7.200 Liter. Die können nur nachfließen, wenn das Bohrloch zumindest teilweise leer ist.

    Jetzt kommt es darauf an wie modern die Geräte sind. Eine Waschmaschine benötigt typ. so um die 50 Liter (sehr alte Modelle auch > 100 Liter). Eine Spülmaschine vielleicht so um die 20 Liter. (sparsame Geräte auch < 10 Liter). Dusche sagen wir mal 15 Liter/min, Spülkasten WC so 8 Liter, Handwaschbecken rechnen wir mal mit 10 Liter/min.
    Trinken, Kochen fällt kaum mehr in´s Gewicht.

    Da braucht´s schon eine größere Familie damit der Brunnen leer wird. Wir kommen mit 4 Personen im Durchschnitt auf typ. 220 Liter/Tag (max. 350 Liter/Tag als Durchschnitt während der letzten 10 Jahre). Maximum pro Tag waren etwa 1.500 Liter. Das kann ich aber morgen im Büro nachschauen.

    Fazit: Bei vernünftigem Umgang mit Wasser sollte das problemlos reichen. Möchte der Hausherr jedoch seinen Pool füllen, dann wird´s eng.:D

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 Achim Kaiser, 3. Oktober 2008
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    In meinen geerbten Feurich von 1972 steht als Wasserbedarf zur Wasserversorgung :

    Wohngebäude je Einwohner :

    Allgemeiner Wohnungsbau 100 bis 150 l/Tag
    Einfamilienhäuser 100 bis 200 l/Tag
    Landhäuser, Villen 200 bis 300 l/Tag

    wie verbrauchsintensiv die Damen und Herren in deiner Gegend damit umgehen ... keine Ahnung.
    Gleichzeitigkeitsfaktor wird mit ~0,2 pro Stunde angegeben, was bei 2 WE aber auch kräftig daneben gehen kann.

    Aber 5,5 l/min machen 330 l/h und am Tag fast 8 m³

    Wenn sich der Verbrauch etwas übern Tag verteilt und keine zu fette Spitzen auftreten könnte das schon passen .... je nachdem wie hoch der Wasserstand im Brunnen steht.

    Solange keine Dauerverbraucher angeschlossen werden und die Quelle das beständig bringt kann das funktionieren ... normaler Verbrauch vorausgesetzt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. KATMat

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    Wo bleibt denn

    der Roofer in der Wüste?
    Eins noch: wenn im verrohrten Bohrloch schon 5 l/min kommen, ist das im mit Filterrohr ausgebauten Brunnen normalerweise mehr. Allerdings bleibt die schon oben beschriebene Unsicherheit bzgl. Wasserstand. Bei sehr kleinem Einzugsgebiet (aufm Berg) besteht außerdem die Möglichkeit, dass man den Grundwasserleiter leerpumpt.
     
  9. Ryker

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    Hier isser. Ich musste gestern noch unerwarteter Weise auf einen Geburtstag. :konfusius


    Er hat halt "nur" den den Berg. Was Ihr noch nicht wisst:
    Die Wuenschelrutentanten hat gesagt "Bohr genau da und 300 Fuss tief ist Wasser"
    haette ich auch ohne Rute erwuenscheln koennen - soviel tiefer liegt der Fluss in etwa
    die Seite auf der gebohrt wurde zum nahen Fluss weisend.


    Er ist Schwabe :D
    Aber Danke fuer die Werte, damit kann man arbeiten.


    Auch die Werte sind sehr gut zum weiterarbeiten :konfusius
    Mein Nachbar meinte bspw., 3 Gallonen sei absolutes Minimum, aber der hat seine Werte
    aus Alaska und die haben vlt. nicht viel Vorhalt weil sie so dicht ueberm Wasser sitzen.


    Aber ich kann ohnehin Entwarnung geben: Die Duerreperiode in Schwaebisch-Kolumbien ist vorrueber!
    Die haben nochmal 80 Fuss tiefer gebohrt und sind jetzt bei 7 Gallonen (26 l) pro Minute,
    mit ca 500 Fuss Wasser im Bohrloch. Das langt dicke.
     
  10. Ryker

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    Hier einige Bilder:

    1) Das Rinnsal, wie es Freitag war
    2) & 3) Die zugehoerigen Maschinen beim Rohrdurchspuelen.
     
  11. R.B.

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    Jubel. Jetzt kann er auch einen Pool füllen. :bounce:
    (wenn auch nur einen Kleinen)

    Gruß
    Ralf
     
  12. Ryker

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    Ich werd's seinem Vater ausrichten, der hat sich ohnehin grad warmgegraben und hat noch bis Ende Januar Zeit :mega_lol:
     
  13. alex2008

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    was kostet da drüben so eine Bohrung ungefähr? 600ft ist ja ein ordentliches Loch
     
  14. Ryker

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    Wenn ich alles richtig behalten habe:
    $500.- fuer die Anreise
    $20.-/ft ( ~ $66/m) durch Fels
    $46.-/ft ( ~ $150/m) durch Dreck
    Alle Preise netto.

    War aber groesstenteils Fels, der graue Haufen ist Lavagestein.
     
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  16. alex2008

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    da sieht man wieder mal wie preiswert die Wasserversorgung hierzulande eigentlich ist
     
  17. Ryker

    Ryker

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    Das sind eben 2 Extreme:
    Hier in der Stadt kostet mich mein Wasser -erstmal- gar nichts, sondern wird spaeter ueber die Grundsteuer abgerechnet.
    Mittlerweile sind aber Wasserzaehler im Gespraech und werden wohl bald allgemeine Pflicht.
     
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