Windkraft fürs EFH?

Diskutiere Windkraft fürs EFH? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich bin nur mal neugierig, ob jemand mal über ein kleines Windkraftwerk für zu Hause nachgedacht hat, bzw. ob es auch jemanden gibt der...

  1. #1 abrosda, 02.01.2008
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    Hallo,

    ich bin nur mal neugierig, ob jemand mal über ein kleines Windkraftwerk für zu Hause nachgedacht hat, bzw. ob es auch jemanden gibt der so etwas im praktischen Einsatz hat. Anbieter gibt es ja genug, aber die angegebenen Erträge sehen für mich geschönt aus...

    Außerdem: Angenommen, ich kaufe ein Windrad mit einer Leistung von 500W im Schnitt, was mache ich in der Zeit, in der kein Wind weht? Was mache ich wenn die Frau kochen will...Dicke Backen???
     
  2. Julius

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    Windräder nenneswerter Größe wird man in Wohngebieten erst gar nicht genehmigt bekommen.

    Ansonsten:
    Den Strom subventioniert einspeisen und den Eigenverbrauch ganz normal aus dem Netz beziehen.
     
  3. #3 Hendrik42, 02.01.2008
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    Hätte ich gern, gibt aber nix richtiges

    Hi abrosda,

    ich wäre auch einigermaßen scharf auf ein eigenes kleines Windrad. Den Strom würde man natürlich einspeisen, die Vergütung kassieren und das Stromnetz quasi als Speicher verwenden. Eigene Batterien/Akkus hinstellen lohnt nicht, wenn das Haus einen Netzanschluss hat.

    Ich habe irgendwo ein ganz tolles Buch zu dem Thema, das erklärt die Physik hinter Windrädern und damit auch welche Bauformen nix taugen (Hinweis: die dreiblättrigen Windräder sind noch am besten) und sogar, wie man sich Windräder selber baut (allerdings dann mehr zum experimentieren). Das Buch heißt "Wind bewegt, kleine Windräder selber bauen" von G. Hacker, kann man auf seiner Homepage bestellen.

    Im Moment warte ich darauf, dass die Windräder billiger werden und der Strom teurer -- es ist nur eine Frage der Zeit bis sich das aufstellen von so einem Gerät lohnt, kann aber noch ein paar Jahre dauern. Einen "fetten" Beitrag wird so ein Windrad im Garten aber nicht liefern, dazu wird es immer zu klein bleiben.

    Die Masten für ein "ordentliches" Windrad muss man dann leider auch anmelden und ich werde wohl auch ein OK von den Nachbarn brauchen. Es muss also nicht nur günstig sein, sondern auch leise :-)

    Gruß, Hendrik
     
  4. #4 abrosda, 02.01.2008
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    Also bis zum Thema "Einspeisung" bin ich schon gekommen, für Windräder gibt es "magere" 8,x ct / KW/h also ist eigenverbrauch hier besser, den Überschuß sollte man einspeisen...

    Die Genehmigungsfrage, etc. interessiert mich (erstmal) nicht, ich will und werde mir keinen 200Meter Mast in den Garten stellen... evtl. geht ja eine "Aufdachmontage", wenn das Windrad keine riesige Windlast darstellt.

    Außerdem interessiert mich, ob sich das bei irgendwem rechnet....
     
  5. Julius

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    Solange es ein Stromnetz gibt, wird sich das wohl nicht rentieren.
    Die denkbaren Erträge in diesem Puppenstuben-Maßstab sind doch lächerlich gering.
    Was soll sowas?

    Mit dem Geld kann man sinnvoller die Effizienz der Energieanwendung im Haus steigern!
     
  6. R.B.

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    Die Nachbarn interessiert das vielleicht schon..:eek:

    Auf jeden Fall in die Landesbauordnung schauen. Dort sind, je nach Bundesland, bereits Masten ab 8m genehmigungspflichtig. In BaWü sind es 10m, müßte ich aber nachschauen.

    Die Aufdachmontage erfordert eine sehr stabile Konstruktion, denn die Windlast ist nicht zu unterschätzen. Auch da gilt die LBO.

    Die Leistung ist ziemlich mager solange man keine wirklich großen Windräder aufbauen kann. Die kleinen Dinger mit einem Durchmesser von 1m reichen kaum für eine Taschenlampe. Da wird dann oft von 400W Leistung geredet, aber man vergißt, daß hierfür Windgeschwindigkeit von gut 12m/s erforderlich sind. Man sollte sich also auf jeden Fall die Leistungskurven anschauen und die Windverhältnisse vor Ort genau einschätzen.

    Ein Bekannter hat hierzu vor 2 Jahren ein paar Untersuchungen gemacht. Er kam für ein 1,50m Windrad auf einen Jahreserträg von etwa 200kWh, und das trotz Höhenlage (550m ü. NN).

    Gruß
    Ralf
     
  7. Jonny

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    x 8,5c/KWh Einspeisevergütung = 17€ im Jahr :fleen

    Also ich kenne da bessere Anlageformen.

    Grüsse
    Jonny
     
  8. #8 abrosda, 03.01.2008
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    Mir geht es ja eben nicht um die Erträge, sonst würde ich mir jemanden suchen der ein Windrad für >1Mio baut mich dran beteiligen und zusehen, wie mein Geld weniger wird....ok wenn er es selber baut kann ich wohl drauf hoffen, daß das Teil irgendwann Gewinn abwirft.

    Die Überlegung war/ist folgende: Ein Windrad mit sagen wir 1KW Leistung bei 5,5m/s, wenn das im Jahr 1000KW/h Strom erzeugt, den ich nicht "einkaufen" muss, dann würde sich das in 5 bis 10 Jahren rechnen, na ja wohl eher in 10...

    Einspeisen lohnt bei der kleinen Menge nicht, aber wenn ich den Strom nicht für teure 20ct/Kw/h kaufen muss, dann...

    Klar, meine Nachbarn interessiert das schon, wobei wir

    a) die A1 in 300m Entfernung haben
    b) ein Spanwerk in 50m Entfernung haben - während das läuft kannst Du problemlos Flexen, hört sowieso keiner..... und das läuft von 5h20-23Uhr....außer Sonntags.
     
  9. R.B.

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    Wie gesagt, die Erträge sind stark von den Windverhältnissen vor Ort abhängig. Bei uns wäre, trotz Höhenlage, mit einer 1kW Anlage ein Ertrag von schätzungsweise 500kWh p.a. denkbar.

    Die Investitionskosten belaufen sich auf grob geschätzt 5.000,- € bis 10.000,- €. Der Ertrag auf etwa 50,- € p.a., da braucht man keine Rentabiitäsbetrachtung mehr anstellen. Die Sache kommt selbst bei Großanlagen und optimalem Standort nur schwer in die Gewinnzone...;)

    Als Bastelprojekt oder Zeitvertreib sicherlich eine lehrreiche Sache, aber von Rentabilität darf man dann nicht sprechen.

    Gruß
    Ralf
     
  10. #10 abrosda, 03.01.2008
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    ...ne, bei "Erträgen" von 500Kw/h /jahr braucht man sicherliich nicht von Ertrag zu reden..... 500*0,2Eur=100Euro/Jahr, Investition von 5000Euro...zuzüglich Ärger, Lebensdauer Anlage=max 20Jahre; Wartungskosten sehr optimitstisch=>1%/Jahr=50Euro, hmmmm rechnet sich......eher nie.
     
  11. #11 Hendrik42, 03.01.2008
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    abrosda, in dem genannten Buch stehen alle möglichen Fallstricke drin, auch mit welchen Erträgen man rechnen kann.

    Aber leider sieht es bei uns etwas mau aus. Interessanterweise wird in diesem Bereich in D auch nicht wirklich gefördert -- in Schottland (und ich glaube England) sieht das ganz anders aus, dort werden auch Kleinanlagen gefördert, oder sollen gefördert werden.

    Ne Anlage aufs Haus ist so eine Sache, nicht nur wegen der Windlast, sondern auch weil man die Vibration u.U. im ganzen Haus hört.

    Mein Fazit ist jedenfalls fürs erste: PV lohnt sich eher und ist total stressfrei. So gern ich hier im Norden ein Windrad hätte.

    Gruß, Hendrik
     
  12. Julius

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    Es reift die Erkenntnis...

     
  13. #13 abrosda, 03.01.2008
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    Mich hat halt mal interessiert wie genau denn die Angaben von Windkraftwerksbauern für 8KW Anlagen sind, damit soll man ja angeblich >20000 kw/h pro Jahr schaffen. Allein mir fehlt der Glaube :lock
    Werde mich nächstes Jahr um die Genehmigung eines Gittermastes kümmern - bin als Hobby Funkamateur - mal sehen was die Gemeinde so von sich gibt. Und irgendwo an dem Mast werde ich einen Windmesser unterbringen :-).
     
  14. #14 pfuscher, 03.01.2008
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    In irgendeiner Bauernzeitung wurde mal vor 2-3JAhren ein Windrat gezeigt, sah aus wie ein Faß mit Lamellen und war auf einem 10m Masten montiert. Ob was daraus geworden ist k.a.
     
  15. #15 abrosda, 04.01.2008
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    Ein Faß mit Lamellen? das klingt nach einem Savonius Generator...läuft sehr langsam, dafür hohes drehmoment, Wirkungsgrad max <40%, dafür aber einfach selbst zu bauen.
     
  16. Arni

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    Hi, in der Zeitschrift "Haus und Energie" wurden im letzten Jahr viele gängige Kleinwindräder bis ca. 3 Meter Durchmesser auf Leistung geprüft. Ergebnis war, dass kein Windrad brauchbare Leistung abgab. Eine Einspeisung ins Netz ist ebenso uninteressant. Schnelllaufende Windräder sind desweiteren mit entsprechenden Geräuschen verbunden, die natürlich auch die Nachbarn hören müssen! Also, als Bastelobjekt für die Gartenlaube am nicht elektrisch versorgten Freizeitgrundstück anweden. Grüße Arni
     
  17. Angelo

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    Ich hol mal das Thema hoch, meine Frau hat einen Bericht gesehen über Windräder die für EFH geeignet sind. Man darf sie sogar ohne Baugenehmigung anbauen, da werde ich aber noch nachfragen und ob man es über die KFW laufen lassen kann.
    Hier mal ein Link zum Windrad www.enflo-windtec.ch
     
  18. Angelo

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    Bevor ich mir so einen Eumel kaufe, würde ich erst mal ein Jahr lang schauen, wieviel Wind bei uns überhaupt ist....
     
  20. R.B.

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    So isses.
    Unter 4m/s liefert das Ding fast gar keinen Strom. Und für die angegebene Nennleistung braucht´s annähernd 13m/s...da reden wir von fast 50km/h !!!
    Bei > 25m/s schaltet das Ding dann wieder ab.

    Ach ja, ich habe nirgendwo Angaben zum Geräuschpegel gefunden. Bei 1.200 U/Min sollte sich so ein Ding aber lautstark bemerkbar machen.

    Fazit: Wer Spaß an der Technik hat, kann sich so ein Ding jederzeit kaufen. Wer wirtschaftlich rechnen möchte (oder muß) der sollte mit spitzer Feder kalkulieren und zuerst einmal die Standortdaten sammeln und genauer untersuchen.

    Gruß
    Ralf
     
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