Winterbaustelle EFH - heizen/trocknen oder wie? (kein Stillstand gewollt)

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  1. #1 Projektante, 8. Oktober 2013
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    Hallo.

    Unser - kleiner - EFH- Neubau (Bungalow eingeschossig, knapp 100 qm) wird voraussichtlich Mitte November Dach, Fenster und Türen haben, also noch vor der Frostperiode (ich klopf mal hier bei Berlin auf Holz...).
    Mein Laienwunschdenken würde jetzt sagen "oh prima, dann kommt gleich danach der Sanitärhandwerker und baut die FBH ein, der Gasanschluß wird gelegt und die ganze Angelegenheit wird gleich mit der echten Heizung trockengeheizt....".... Aaaber mir ist schon klar, daß es so nicht geht. Die FBH kann ja ohne Estrich drauf nicht betreten werden - und vermutlich auch nicht beheizt - , außerdem müssen ja auch noch alle anderen Leitungen, Kabel etc. rein , bevor der Estrich kommt und somit auch andere GEwerke. Das wird seine Zeit brauchen.
    Wenn ich also für Bauwärme sorgen muß - und das muß ich leider laut Vertrag, da hab ich einfach mal gepennt - was ist denn da die eierlegende Wollmilchsau?
    Wir möchten möglichst wenig Stillstand, weil wir einen festen Einzugstermin haben (April), das Schimmelrisiko später möglichst gering halten, also vernünftig trocknen bzw. heizen, aber wir möchten uns auch nicht dämlich zahlen.
    So lange der Rohbau wirklich roh ist, kann er ja wohl am sinnvollsten kalt stehen, aber wenn Leitungen liegen nicht mehr, habe ich gelesen. Wie sollte dann i.S. obiger Anforderungen geheizt werden? Kontinuierlich oder stoßweise? Mit Diesel oder Strom oder Gas? Mit kleinen, später privat weiternutzbaren Geräten oder gemietetem Profiequipment (bezahlbar)?

    Danke.
     
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  3. riGo

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    Wenn der Bau dicht ist, würde ich stoßweise mit Gasöfen heizen. Große Flaschen kaufen und eventl. wenn am nächsten morgen schon jemand drinnen arbeiten soll und es sehr kalt ist über nach leicht laufen lassen. Immer laufen lassen würde ich die nicht, dafür braucht es zu viel Gas.

    Gruß
    rigo
     
  4. #3 Headhunter2, 9. Oktober 2013
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    Ich hab mir damals einen uralten kleinen Holzofen in den Keller gestellt, und im Laufe eines Winters ~2,5 Tonnen Kohle (welche so nach 30 Jahren Lagerung auch endlich mal weg kamen) sowie sämtliche Reste an Schalholz, Paletten usw durchgejagt. :D
     
  5. sarkas

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    Das ist ja wohl das größte Spässle überhaupt. :mega_lol:

    Pro liter Gas hast Du einen zusätzlichen Feuchtigkeitseintrag von 16 l Wasser.


    Entweder elektrisch beheizen, elektrische Luftentfeuchter (oder beides) oder wie Headhunter (arbeitsaufwändig)
     
  6. #5 Gast943916, 9. Oktober 2013
    Gast943916

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    Die Gasöfen, u. U. mit offener Flamme über Nacht laufen lassen, gehts noch?
     
  7. ralf9000

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    Wie kommst Du darauf?

    Propan hat die Formel C3H8 und ein Liter wiegt ungefähr 580 g. Mit einem Molgewicht von 44 g sind in einem Liter also 13,2 mol. Bei der Verbrennung enststehen aus jedem Propan-Molekül 4 Wassermoleküle, also insgesamt 52,8 mol Wasser was dann wiederum ca. 950 g Wasser entspricht.
     
  8. H.PF

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    Ohman... DIE Rechnung hab ich im Chemieunterricht schon nicht verstanden...
     
  9. Anda2012

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    Von der Bauleitung zum Formularausfüllen
    @H.Pf : Ich weiß es nicht mehr, aber es entsteht ne Menge H2O, die man da nicht brauchen kann.

    @Projektante: Gibts denn keinen Bauzeitenplan?
     
  10. ralf9000

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    Oja, aber wenn Dir einer sagt mit einer 11kg Flasche Propan, entspricht 19 Liter kannste 304 Liter Wasser (2 Badewannen voll) erzeugen, dann sollte man bei der drastischen Massenvermehrung doch stutzig werden oder?
     
  11. H.PF

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    Ich weiß, wenn einer eine 11 kg Gasflasche zum Heizen in einer Wohnung nimmt das danach alles klatschnass ist... DAS reicht mir ;)
     
  12. #11 Projektante, 9. Oktober 2013
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    Doch aber ich hab den noch nicht. Anda heißt das mit nem kleen Stickchen Glick klappts vielleicht doch noch mit FBH?
     
  13. ralf9000

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    Ob es was nutzt entscheidet die Wärmebilanz: Die Verbrennungsnethalpie von Propan beträgt 2220 kJ/mol also 50,3 MJ/Kg oder 29MJ pro Liter. Die Verdampfungsenthalpie von Wasser beträgt 40657 kJ/mol also 2,26 MJ/kg Wasser. D.h. mit einem Liter Propan kann ich 12,8 Liter Wasser verdampfen. Da spielt das eine Liter Wasserdampf, das bei der Verbrennung entsteht, keine Rolle.

    Wenn allerdings dieser eine Liter an kalten Wänden kondensiert und gleichzeitig meine Verbrennungswärme per Luftzirkulation aus dem Raum verschwindet, habe ich gar nichts gewonnen, ich mache es nur schlimmer und hier gebe ich Euch bei dieser Vorgehensart mit der Ablehnung von Propanöfen zur Gebäudetrockung recht.

    Nur wenn ich Luftzirkulation vermeide (Fenster zu), so die Verbrennungswärme in die Gebäudesubstanz bringe und alle 8 Stunden Stoßlüfte dann geht die Rechnung auch auf.

    Das muss man nur wissen, wenn man es falsch macht, hat man den gegenteiligen Effekt.
     
  14. csgiuk

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    damit ich keinen komplett neuen Thread starte. Gleiche Problemstellung bei uns. ABER der Baubeginn steht noch aus und man fragt sich bis wann lohnt es sich noch anzufangen? Wir bauen mit Keller ein EFH.

    Was sollte man beachten bei einem Baubeginn November..... Was sind die potentiellen Sorgen und Fallstricke? Wann sollte man es dann gleich auf 2014 schieben?
     
  15. sarkas

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    Soll natürlich heißen pro Liter Gas sind es 1,6 l Wasser.
    Was so ein blödes Komma alles verdrehen kann. (Genaugenommen 1,635 l)

    Trotzdem zuviel ....
     
  16. Neutal

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    Egal wie. Ein Bau sollte nicht mit Gas beheizt werden. Der Feuchteeintrag ist einfach zu hoch. Entweder Warmluftgebläse oder Elektrische Heizung, ansonsten grüßen noch vor Bauende Schimmel und Co.. Gas allerhöchstens mal kurz für die Pause.
     
  17. Julius

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    Man kann z.B. ein (heizölbetriebenes) Warmluftgebläse NEBEN das Gebäude stellen und trockene Warmluft mittels Schlauch einleiten.
     
  18. Baumal

    Baumal

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    bei baubeginn im november.

    ich verstehe diesen unsinn nicht, im winter mit ach und krach ein gebäude
    errichten zu wollen.?

    vorteile? sind mir noch keine untergekommen.
     
  19. Thomas B

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    Daß die Baufirma auch winters was zu tun hat?
     
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  21. #19 Thomas Traut, 15. Oktober 2013
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    Ich sehe einen Baubeginn im Winter entspannter. Im Dezember sind es oft über 10°C ohne größere Nachtfröste. Warum sollte man da nicht bauen (HRB ausgenommen)? Wenn das Mauerwerk abgedeckt wird, passiert dem nichts schlimmes. Dem Beton sowieso nicht. Den Baubeginn in den März schieben wollen, kann auch die Hose gehen, siehe März 2013.

    Zur Beheizung schließe ich mich Flocke in #15 an.
     
  22. #20 berlinerbauer, 15. Oktober 2013
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    So ein paar sinnvolle Gründe gibt es doch schon, zügig fertig zu werden und den Umzug dann zu machen.
    Ob sich der Trouble dafür lohnt, muss man abwägen
     
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