Wirkungsweite eines Entwässerungsschachtes

Diskutiere Wirkungsweite eines Entwässerungsschachtes im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Liebes Forum, ich bin Eigentümmer eines Endreihenhauses (Nr. 1 in der Reihe) in einer Reihe von 6 Häusern. Da unser Wohngebiet in der Nähe eines...

  1. Sekkoo

    Sekkoo

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    Liebes Forum,

    ich bin Eigentümmer eines Endreihenhauses (Nr. 1 in der Reihe) in einer Reihe von 6 Häusern. Da unser Wohngebiet in der Nähe eines Flusses liegt, haben einge Eigentümer mehr oder weniger Feuchtigkeitsprobleme im Keller. Vermutlich auf grund eines hohen Grundwasserstandes.

    Nach einer heftigen Regennacht vor 3 Monaten ist der Entwässerungsschacht beim Nachbarn im Haus Nr. 4 eingebrochen und musste neu aufgebaut werden. Hierbei wurde der Schacht auf eine Tiefe von ca. 2 Meter gesetzt, die Wände verstärkt und spontan vom Tiefbauer mit dem Eigentümer beschlossen die Ringdrainage zu durchtrennen und so einen "Kontrollschacht" zu erstellen und das Wasser aus der Drainage mitabzupumpen. Die Schmutzwasserpumpe pumpt das Grundwasser zurück in den Fluss in der Nähe (ca. 80 m) Der Pumpenschacht liegt zwischen dem 4. und 5. Haus in der Reihe, also ca. 30m von meinem Gebäude entfernt.

    Die Gebäude 4, 5 und 6 haben die feuchtesten Keller. Der Nachbar im Haus Nr. 3 hat selber eine Pumpe auf der Rückseite seines Hauses und pumpt selber ab. Mein Nachbar (Haus Nr. 2) und ich (Haus Nr. 1) haben keine spürbaren Probleme im Keller. Wir liegen auch insgesamt höher und am weitesten Weg vom Fluss, da dieser einen Knick macht.

    Nun zu meinem Anliegen:

    Der Nachbar im Haus Nr. 4 und Betreiber der Pumpe ist nun der Meinung, durch die aufgeschnitte Ringdrainage das Wasser aller Eigentümer mitabzupumpen und möchte, dass wir uns alle zu je 1/6 an den Stromkosten, Wartung und Ersatzteilen für die Pumpe beteiligen. Der Anlass er merkt nun, dass die Pumpe doppelt so oft angeht wie vor dem neuen Schacht. Ich muss aber auch erwähnen, dass der neue Schacht auch tiefer liegt.

    Nun stellt sich wir uns (Haus Nr. 1-3) die Frage, ob das gerechtfertigt ist? Ohne die durchgeschnittene Drainage (vor der Durchtrennung wurde keiner informiert, daher hat keiner diesem Vorhaben zugestimmt) hatten wir nicht mehr oder weniger Wasserprobleme.

    Ich bin der letzte Mensch, der gerechtfertigte Kosten scheuen würde, doch 1/6 von den Gesamtkosten für eine Pumpe zu tragen, die nach meiner Einschätzung die Hauptaufgabe hat Haus 4. und 5. zu entwässern, sehe ich nicht ein.

    Da meine Meinung eine Leienmeinung und subjektive Einschätzung ist, lasse ich mich gerne eines Besseren berlehren.

    Viele Grüße
     
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  3. mcfly26

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    Gerichtlich klären lassen:hammer:

    Ganz ehrlich? Planungsfehler! Wenn jedes Haus seine eigene Drainage hätte, wäre das kein Problem. Jetzt kommts, wie es kommen musste. Wenn mehrere Parteien zusammenkommen, sind unterschiedliche Meinungen zu einem Thema immer vorhanden. Ich bin kein Anwalt und kein Richter, allerdings könnte ich mir vorstellen, wenn es vor Gericht entschieden weden sollte, dass es dann soweit kommt, dass jeder seine Drainage selbst entwässert. Und ganz Unrecht hat Nachbar Nr. 4 ja nicht. Ich würde, ob gerechtfertigt oder nicht, versuchen, ob es nicht möglich ist, sich die Kosten zu teilen. Der Frieden ist gewahrt und es wird nicht einige 1T p.a. pro Partei ausmachen.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 12. September 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Ist denn eine Grunddienstbarkeit für alle 6 Häuser für die Drainage eingetragen?

    Wenn nein, dann ist die Frage - was passiert?
    Zahlt Ihr nicht, kann der nochmal buddeln, Euch von der Leitung trennen und ggf.noch verlangen, dass Ihr den Zufluß von Wasser auf sein Grundstück durch eigene Pumpen unterbindet - und das zu Recht!

    Wenn Ihr Zahlt, solltet Ihr auf einer Eintragung einer Grunddienstbarkeit mit allen damit zusammenhängenden Regelungen zu Wartung, Reparatur und lfd Kosten bestehen!
     
  5. RHM2012

    RHM2012

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    Wir 3 Familien teilen uns zu 3 eine Drainage und Entwässerungsschacht, welche von 2 Pumpen entwässert wird, wenn die Drainage bei Starkregen voll läuft und das Wasser in den Schacht leitet (Tiefe ca. 3,5m) von da aus wird das Nass in die Kanalisation gepumpt.

    Grunddienstbarkeit ist gegeben für die Drainage. Der Entwäassungsschacht wurde erst später installiert nach den starken Regenfällen im Juli hatten wir alle Wasser im Keller.

    Wie oft geht die Pumpe denn an?? Die Wartung unserer 2 Pumpen beträgt ca. 150€ im Jahr. Wahrscheinlich würde ich die Kosten mittragen. Hauptsache das Wasser ist weg von meinem Haus. Ich meine das ist eine Reihenhausanlage und ich wäre nicht begeistert, wenn man Nachbar mit einem feuchten Keller zu kämpfen hat. Auch wenn augenscheinlich bei mir nichts zu sehen ist. Ich kann davon ein Lied sagen als Geschädigter. Die Trocknungsgeräte wurden erst vor kurzem abgebaut.

    Wie mcfly erwäht hat: ich würde eine einvernehmliche Lösung finden um auch den Frieden zu bewahren. Die Kosten sind doch überschaubar oder?

    Grüsse
     
  6. Kellerbau

    Kellerbau

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    Erstmal vielen Dank für die Antworten!

    Nicht wundern über den anderen Benutzernamen. Ich hatte gestern Abend meinen alten Benutzernamen nicht mehr auf dem Kasten. Firmen PC sei dank nun wieder! ;-)

    Die Häuser wurden 1976 gebaut. Wir haben das Haus vor 1 Jahr gekauft. Eine Grunddienstbarkeit ist nicht eingetragen.

    Meine erste Frage an den Nachbarm war, ob man die durchgetrennte Drainage nicht wieder zusammenflicken kann. Könnte man...aber dafür müsste er den Grundwasserpegel erstmal wieder absenken lassen und das dauert und kostet. D.h. für mich, dass die Drainage im Grundwasser steht. Kann sie denn noch richtig entwässern? Ich dachte imme, dass eine Drainage für Sickerwasser gedacht ist und nicht für Grundwasser?!

    Die Pumpe springt laut Aussage immer nach einer Pause von 10-30 Minuten wieder an. Auch ohne Regen. Für wie lange weiß ich nicht. Zu den Kosten kann ich leider noch nicht viel sagen. Erstmal müsste ein eigener Stromzähler installiert werden für die Stromabrechnung. Der Nachbar meinte ausserdem, dass damals beim Aufgraben des alten Schachtes eine Quelle angestochen wurde aus der zusätzlich Wasser in den Schacht fließt.

    Auch weiß keiner so genau wie die Drainage vor 35 jahren verlegt wurde. Aber ein Test von einer Reinigungsfirma hat gezeigt, dass das Wasser von Haus 6. runter an unserem Haus vorbei um die Ecke und dann 80-100m weiter in den Fluss fließt.
     
  7. Kellerbau

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    Ups gar nicht gesehen, dass ich im Neubau-Bereich gelandet bin mit meiner Anfrage! :wow
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 12. September 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Ist denn die Drainage überhaupt genehmigt???

    Auch 1976 dürfte eine grundwasserfördernde Drainage eher nicht genehmigungsfähig gewesen sein!

    DA würde ich mal anfangen!
     
  9. Kellerbau

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    Interessante Frage! Ich vermute aber eher, dass die Drainage damals noch nicht im Grundwasser lag.

    Laut der "alten" Nachbarn ist der Grundwasserstand in den letzten 10 Jahren gestiegen und so an die Häuser rangekommen. Wir haben alle relative lange Gärten, wo der hintere Teil zeitweise so nass ist , so dass man mit den Füssen was einsinkt. Bei mit ist es nur die letzten 10m im Garten nass. Bei Haus 6. ist der ganze Garten nass.

    Ich werde mal beim Bauamt nachhaken. Der Bauträger hat sich leider längst aufgelöst! :(
     
  10. Julius

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    Vielleicht war er wasserlöslich...? :shades
     
  11. Kellerbau

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    good one! :mega_lol:
     
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  13. Kellerbau

    Kellerbau

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    Hat denn vielleicht jemand eine ungefähre Ahnung, ob ein reiner Entässerungsschacht mit Pumpe in 25m-30m irgendeine Wirkung auf mein Haus hätte unabhängig von der Drainage?
     
  14. Kellerbau

    Kellerbau

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    Moin,

    so wie es ausschaut, wurde die Drainage nie genehmigt, oder die Unterlagen sind alle spurlos verschwunden. Daher weiß auch niemand in welcher Form die Drainage verlegt wurde. In der Vorflut kommt zwar was an, aber laut Kanalreiniger müsste dort mehr Wasser durchlaufen.

    Wenn das Wasser nun sauber ablaufen würde, dann wäre die Pumpe doch hinfällig, oder?

    Müssen wir die Drainage nun genehmigen lassen?
     
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