Wirtschaftlicher (Un)Sinn von 24mm - 50mm Zusatzuntersparrendämmung?

Diskutiere Wirtschaftlicher (Un)Sinn von 24mm - 50mm Zusatzuntersparrendämmung? im Dach Forum im Bereich Neubau; Beim Innenausbau eines Dachgeschosses wird oft empfohlen beim Beplanken eine Zusatzuntersparrendämmung anzubringen. Neben besserem Wärme- und...

  1. #1 quickquack, 7. August 2012
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    Beim Innenausbau eines Dachgeschosses wird oft empfohlen beim Beplanken eine Zusatzuntersparrendämmung anzubringen. Neben besserem Wärme- und Hitzeschutz werden so vor allem Kältebrücken minimiert. (Zumindest so Dämmstoffhersteller und ein Händler bei dem ich nachgefragt habe)

    BT, der nur 180mm Zwischensparrendämmung eingesetzt hat, sagt "alles quatsch": Wärmeschutz ist erfüllt. Von den Kältebrücken will er nichts wissen, da "Konstruktion fachgerecht ausgeführt ist".

    Bei u-wert.net stelle ich nun für eine mögliche 24mm WLG035 Zusatzdämmung einen Unterschied von gerade mal U(Delta)=0,01 W/m2K fest. Bei 50mm sind es insgesamt 0,02 W/m2K weniger gegenüber der ungedämmten Variante. Bei der Sommerhitze wird das Dach mit Unterdämmung 20-30min mehr Zeit brauchen, um auf diesselbe Temperatur zu kommen.
    Und das sollte mir bei einem konkreten Dach etwa 300-500 Euro + Arbeit kosten?

    Wie ist die Ansicht der Bauexperten zum Thema beim Neubau?

    Grüße
    Bob der Informatiker ;-)
     
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  3. bernix

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    24mm ist Unsinn..
    50- 60mm sollten es mE schon sein. Dann hat es auch Auswirkungen auf den U-wert.

    Zusätzliche Maßnahmen (ohne Eigenleistungen) erscheinen/sind immer teuer. Vor allem wenn eine gute Grundvoraussetzung schon gegeben ist. Und wenn das Grundpaket günstig angeboten wurde....

    Sommerlicher Hitzeschutz: Zum einen ist das Dach selten das Problem, und wenn, dann ist es sinnvoller auch mal die Ziegelfarbe mit einzubeziehen.
     
  4. R.B.

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    Wenn durch die Zwischensparrendämmung schon ein ausreichender U-Wert erreicht wird, dann wüsste ich jetzt keinen Grund, warum man hier noch eine Untersparrendämmung machen sollte, schon gar nicht wenn es nur ein paar mm sind.

    Einfach mal den U-Wert für den Sparren selbst rechnen, und dann die paar mm MiWo darunter mit einbeziehen. Da macht sich das zwar schon bemerkbar, aber auf die komplette Dachfläche bezogen, sieht das wieder ganz anders aus.

    Hitzeschutz ist wieder ein anderes Thema. Da kann mir niemand erzählen, dass sich die paar mm MiWo unter den Sparren noch groß bemerkbar machen. Man könnte ja die Temperaturleitung durch den Sparren rechnen, doch auch hier müsste man dann das komplette Dach berücksichtigen, und somit auch der Zwischensparrenraum der einen deutlich größeren Anteil an der Fläche hat.

    Gruß
    Ralf
     
  5. floauso

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    Bei der von dir genannten Seite u-wert.net kann man auch die Sparren mit einberechnen. In der Regel bringt dass dann noch ein wenig mehr.

    Oft wird die Untersparrendämmung auch gemacht, wenn sowieso eine Installationsebene installiert wird (zugegebenermaßen ist das in der Dachschräge aber nicht so relevant).
     
  6. Tarunio

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    Du wirst den Uwert nicht viel verbessern können, es geht eigentlich nur darum die kältebrücken am Sparren zu minimieren.
    Du müsstest dann verweden 180 mm Dämmung WLS 0,32 und Untersparrendämmung 24 mm WLS 0,35 dann passt das auch mit der Tauwasserrechnung, das geht so ganz genau auf.
     
  7. mls

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    worum geht´s eigentlich?
    darum, das bauteil "dach" so schlecht (und billig) wie möglich zu
    machen um
    a) die finanzierung zu gesunden
    b) weil energie nix kostet
    c) weil sommerhitze toll ist?

    kann es sein, dass das dach
    . aussen: unterspannbahn
    . im gefach: leichtgewichtsdämmung
    . innen: 10 oder 12mm gk
    hat? dann ist antwort c) richtig.
     
  8. #7 quickquack, 7. August 2012
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    Vielen Dank an alle!

    @mls
    Es geht darum, dass im Zuge des Innenausbau eines fertigen Daches (Neubau) Raum zwischen Holzlatten (24mm) für Zusatzdämmung genutzt werden sollte oder nicht. Dachkonstruktion: Unterspannbahn, 180mm dämmung von einem gelb/schwarzen Hersteller, Dachbrembse, Lattung und 12 mm GK.

    Ist Kältebrückenproblematik bei Zwischensparrendämmung wirklich so groß? Oder wird hier nur Verkauf mit Ängsten angekurbelt?
     
  9. R.B.

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    Wenn der Platz sowieso vorhanden ist, dann würde ich den auch dämmen.

    Gruß
    Ralf
     
  10. Bolanger

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    Hallo,

    die Sache mit der Ziegelfarbe ist schon interessant. Ich hatte mir letztes jahr, als unser Dach gedeckt wurde, die Mühe gemacht, bei den namhaften Herstellern von Dachziegeln und Betondachsteinen anzurufen und explizit danach zu fragen, welche Eindeckung sie bzgl. des somerlichen Hitzeschutzes empfehlen würden. Gut, bzgl. der Farbe hatten wir uns auf etwas dunkelgraues, schwarz, anthrazit o.ä. festgelegt. Aber auch dort sollte es Unterschiede bei der Aufheizung gegen und auch Unterschiede zwischen den glasierten, rauhen etc.

    Vor meinem geistigen Auge hatte die die Blicke der Anwendungstechniker, die gar nicht wussten, was ich wollte. Die Frage nach der Aufheizung schein denen völlig fremd und Tests oder Untersuchungen gab es natürlich keine.
     
  11. bernix

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    ...des koscht abber dann 300-500 Euro plus Arbeit....
     
  12. #11 baudenkmal, 8. August 2012
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    Ist ja auch irgendwie überflüssig, darüber nachzudenken.
    Dachziegeleindeckungen werden hinterlüftet verlegt, das heißt sie sind von der Dämmhülle entkoppelt. Dacheindeckung und Dämmung sind zwei grundverschiedene Bauteile, die für sich gesehen funktionieren müssen.
    Für sommerlichen Wärmeschutz spielt Masse eine Rolle. Je mehr Masse ich der Hitze entgegenstelle, umso länger braucht das Bauteil, sich aufzuheizen. Das hat mit der Farbe wenig zutun.
    Merke ich übrigens immer wieder im Sommer, wenn ich mein Knie auf einem Ziegel ablegen muß.
    Auf schwarzen wie auf roten Ziegeln braten sich gleichermaßen gut Spiegeleier.
     
  13. mls

    mls Bauexpertenforum

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    du beschreibst genau den von mir in #6 genannten fall c)
    keine ahnung, welches temperaturempfinden du hast - für
    mich wäre die "wärmebrücke" (neben der besch... dämmung)
    das 2. oder 3-rangige thema.
     
  14. susannede

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    Frage:
    wird jetzt solange gefragt, bis die passende Antwort erscheint ?

    Faden-Recycling bringt wohl nichts -
    schon in "Untersparrendämmung..." wurde geäußert,
    dass eine jetzt druntergehauene Minimaldämmung das Problem
    der insgesamten Schlechtdämmung (18 cm) nicht wesentlich verbessert,
    vulgo: oben fehlt's, nicht unten
    (wie so oft im Leben).
     
  15. #14 quickquack, 8. August 2012
    quickquack

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    Danke!
     
  16. floauso

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    Guck dir mal an, wie schnell die Zwischensparrendämmung teilweise verarbeitet wird (bei Klemmfilz). Da gibt es bei vielen Handwerkern öfters mal kleine Lücken und Fugen. Auch die dadurch entstehenden Wärmebrücken vermeidest/verringerst du mit der Untersparrendämmung.
     
  17. Biber53

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    hallo flöauso,

    So eine pauschale Aussage finde ich eine Unverschämtheit von Dir.

    mfg
     
  18. floauso

    floauso

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    Hallo Biber53,

    die Aussage ist nicht pauschal gemeint. Daher habe ich auch geschrieben "wie schnell [...] TEILWEISE verarbeitet wird" und "bei VIELEN Handwerkern ÖFTERS mal". Ich weiss, dass es genug super Handwerker gibt. Aber manchmal ist der Zeitdruck bei der Verarbeitung auch nicht zu verachten.
     
  19. Biber53

    Biber53

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    Hallo Floauso,

    daß es so was geben kann und auch gibt will ich nicht negieren.

    Aber Formulierungen wie, ...bei vielen Handwerkern..., ...öfters mal kleine Lücken...
    sind nach m. M. vollkommen unangebracht.

    Stell doch mal, 10 Bilder von 5 verschiedenen Bauvorhaben, hier dazu ein.

    mfg
     
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  21. bernix

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    ....doch...es lohnt sich darüber nachzudenken.

    Versuch mal deine Gedankenfehler zu finden....
     
  22. floauso

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    Ich glaube nicht, dass ich jetzt wirklich 10 Bilder mit Fugen von 2 mm Breite (in der Dämmstoffdicke) zeigen muss. Die Begriffe viele und öfters sind relativ. Ich weiss, was du ausdrücken willst und glaube nicht dass es lohnt, das hier jetzt weiter zu diskutieren.
     
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