Wirtschaftlichkeit einer Zisterne

Diskutiere Wirtschaftlichkeit einer Zisterne im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, bis vor kurzem war ich fest entschlossen, im Rahmen meines Neubaus auch eine Zisterne für die Gartenbewässerung einbauen zu...

  1. #1 Koenigsufer, 7. August 2015
    Koenigsufer

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    Hallo zusammen,
    bis vor kurzem war ich fest entschlossen, im Rahmen meines Neubaus auch eine Zisterne für die Gartenbewässerung einbauen zu lassen. Nun habe ich ein erstes Angebot von unserem Gala-Bauer erhalten. Für eine 3 m³ große Flachtankzisterne verlangt er (inkl. Zubehör wie Filter / Pumpe sowie den Einbau) knapp 2.000 € - da ist dann aber auch alles enthalten. Darüber hinaus wird auch ein Bewässerungs-System (Hunter i20) installiert.

    Nun möchte ich wissen, ob die Zisterne unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten überhaupt sinn macht. Folgende Daten habe ich auf Anhieb erst einmal zusammengetragen:

    Rasenfläche - 300 m²
    Durchschnittliche Bedarfsmenge an Wasser pro m² Rasenfläche - 15-20 Liter pro Woche
    Gesamtbedarf pro Woche 4.500-6.000 Liter
    Ca. 20 Bewässerungsintervalle pro Jahr = 90.000-120.000 Liter pro Jahr
    Aktueller Wasserpreis pro m³ = 1,50 €
    Bewässerungskosten = 135-180 € pro Jahr
    Abwassergebühren fallen (soweit ich weiß) keine an, da ich das Wasser für die Rasenbewässerung über Gartenwasserzähle (Brandenburg) beziehe.

    Also nach dieser Kalkulation hat sich die Anlage erst nach 11-14 Jahre amortisiert. Hier ist sind allerdings (kostenseitig) noch nicht berücksichtigt, dass Teile der Zisterne kaputt gehen können (z.B. Pumpe) oder Ersatzteile (z.B. Filter) neu angeschafft werden müssen, was wiederum eine wirtschaftliche Nutzung erschwert.

    Ein weitere Aspekt (der gegen die Regenwassernutzung spricht) sehe ich in der Nutzung eines Rasenbewässerungs-Systems. Dieses (eventuell Hunter i20) soll das Wasser der Zisterne verwenden. Nun habe ich gehört, dass (trotz Einsatz von Filtern) teilweise noch kleine Partikel in der Wasseranlage sind. Diese könnten im Laufe der Zeit die Funktion der (Mikro) Düsen des Bewässerungs-System beeinträchten und zu einem zusätzlichen Wartungsaufwand führen. Ist das richtig?

    Es wäre nett, wenn ich hierzu eure Meinung hören könnte. Folgende Fragen sind hier für mich von Interesse:

    - Habe ich einen Denkfehler in der oben aufgeführten Kalkulation?
    - Stimmt es, dass trotz Filter immer noch kleine Restpartikel im Wasser sind und somit die Düsen des Bewässerungs-Systems verstopfen können?

    Im Voraus vielen Dank für euer Feedback.
    Grüße und einen schönen Tag wünscht euch
    Thomas
     
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  3. #2 wasweissich, 7. August 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    never ever

    eine zisterne kann sich nicht amortisieren

    ausserdem ist eine 3m³ zisterne eher zu klein , so das frischwasserkosten anfallen werden , wenn denn immer gewässert werden soll. warum eigentlich ?
    ???
     
  4. bauloehr

    bauloehr

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    D.h. es soll ein Tank mit 3000 Liter Inhalt installiert werden, damit ein maximaler Bedarf von 6000 Liter pro Woche bedient werden kann? Also muss es zweimal die Woche so regnen, dass der Tank wieder voll wird. Wenn dann drei Wochen Trockenzeit ist, ist nach drei Tagen die Zisterne leer. Stimmt der Gesamtbedarf von 120000 Litern im Jahr?

    Wir hatten es damals bei uns auch durchgerechnet und keine Betonzisterne eingraben lassen. Auch der zweite Wasserzähler, für den man das ganze Jahr Grundgebühren bezahlt, haben wir nicht genommen. Für die paar Wochen wird dann mit Leitungswasser gegossen oder der Rasen eben gelb.

    Gruß
    Hannes
     
  5. Julius

    Julius

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    Rein finanziell lohnt es sich nicht, wenn man nur den Wasserbezug gegenrechnen kann.
    Aber vielleicht kann man ja zusätzlich Einleitungskosten fürs Regenwasser sparen?
     
  6. Kater432

    Kater432

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    Wir durften bei uns das Regenwasser garnicht in die Kanalisation einleiten. Im B-Plan war vorgegeben, das das Regenwasser auf dem Grundstück versickert muss. Einleiten verboten. Das wir aber total undurchlässigen Boden haben, hat niemanden interssiert. Also blieb Zisterne als letzte Lösung.
     
  7. #6 Skeptiker, 8. August 2015
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    Ein bei ökologisch angehauchten B-Plänen häufiger anzutreffender Fall!



    mit skeptischen Grüßen!
     
  8. tomtom79

    tomtom79

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    Das hat mit ökologisch angehauchten bplänen nix zu tun sondern mit der Leistungsfähigkeit der Kläranlage.
     
  9. #8 Skeptiker, 8. August 2015
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    Nö, nach meiner Erfahrungen in B und Umgebung nicht, sondern vor allem mit den langfristigen Mehrheitsverhältnissen in den Bezirken bzw. Gemeinden, aber das mag andernorts anders sein.


    mit skeptischen Grüßen!
     
  10. #9 Alfons Fischer, 8. August 2015
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    die genannten Bedarfszahlen halte ich für recht hoch, wenn nicht für 99% der Häuslebauer für unrealistisch
    das kann für einen aus meiner Sicht hohen Anspruch an das "Grün" des Rasens gelten.

    Bei uns sieht das, bezogen auf den Rasen, so aus:
    wir gießen unseren Rasen gar nicht. Der sieht trotzdem nicht so schlecht aus, weil wir einen extrem schweren, lehmigen Boden haben.
    Bei Nachbarn, die das Grundstück mit sandigerem Material aufgefüllt haben, sieht der Rasen deutlich schlechter aus.

    Und trotzdem haben wir natürlich Bedarf an Gießwasser. Bei den Staudenbeeten und Kübelpflanzen haben wir halt einen höheren Anspruch, da tut es uns mehr weh, wenn diese nicht so schön aussehen. Momentan bekommen diese ca. 3-5, manchmal ein paar mehr, Gießkannen (á 10 Liter) pro Tag. Wenn's wieder mal regnet, werden die Staudenbeete gar nicht mehr gegossen, dann bekommen nur noch die Kübelpflanzen etwas Wasser...

    Was ich sagen will: Es hängt in erster Linie vom Anspruch an Rasen und Pflanzen ab, wieviel Wasser man braucht...
     
  11. Biotron

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    Nachbarn haben eine 6m^3 große Zisterne und die ist immer leer wenn der Rasen mal wirklich Wasser braucht. Ein Gartenzähler ist da besser.
    Gruß aus Teltow
     
  12. kehd

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    Wenn man einen Rasen wässert, sollte man 10l/m² ausbringen. Bei 300m² sind das also 3m³. Man braucht also eine viel größere Zisterne. 100m³? Die bekommt man aber nur voll, wenn es viel regnet. Wenn es regnet, braucht man den Rasen aber nicht zu bewässern. Eine Zisterne ist also nie sinnvoll.
     
  13. Skeptiker

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    Eben so interessant wie die regelmäßige Verbrauchsmenge ist natürlich auch die regelmäßige Eintragsmenge, also Jahresregenmenge pro Fläche mal Einleitungsfläche.
     
  14. #13 Steinsetzer, 9. August 2015
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    Die Aussage ist evtl. fehlerbehaftet .

    Eine Zisterne rechnet sich sehr wohl .

    2x7000 Liter unter der Erde ( a 800€ inkl. setzen / Loch muss selber gemacht werden )
    Hauswasserwerk wisy 1800€ ( läuft bisher 16 Jahre lang störungsfrei )

    Testfrage : Frischwasserpreis a 1,55€/qbm ohne Entwässerungsgebühr für Rasenwässerung
    Frischwasserpreis +Abwasserpreis für Toilettenspülung ( ca. 5,30€ / qbm )

    Jahresertrag durch Dachfläche 90qbm


    Ihr alle die ihr hier schreibt wollt alles und vieles ganz genau wissen , auf die Ertragsfläche bzw. auf die Bodenverhältnisse ( Beitrag 9 ) ist kaum einer gekommen .

    Stone
     
  15. driver55

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  16. Diamand

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    Zunächst mal eine Frage an Koenigsufer

    Welche Fläche wird denn überhaupt an die Zisterne angeschlossen?

    Wenn man die Sache nur unter dem Gesichtspunkt Gartenbewässerung betrachtet lohnt sich eine Zisterne nicht. Es sei denn man hat eine große Zisterne und eine entsprechend große Fläche welche dort angeschlossen ist dann könnte es sich eventuell schon eher lohnen.

    Bei 10 Liter/m² Rasen benötigst du genau einen Tank voll um den Rasen einmal zu Tränken. Und was machst du in der darauffolgenden Woche oder Wochen wenn es nicht mehr oder nur gering Regnet? Ganz klar Wasser Kaufen oder den Rasen sich selbst überlassen.
    Zudem bin ich mir recht sicher das du irgendwann mal nur noch selten den Rasen tränken wirst. Sagen wir mal 4 mal pro Jahr mal 3 m³ und einem Wasserpreis einschließlich Abwasser von zusammen 5 € (nur um eine Hausnummer zu nennen) somit kommen da Kosten von gerade mal 60 €/Jahr auf dich zu. Wie lange es dauert bis sich die Anlage bezahlt macht wage ich nicht auszurechnen weil es wohl zu schockierend ist. Dazu kommen natürlich auch noch weitere Kosten (Strom, Reparatur usw.).

    Wie schon gesagt nur von Seiten der Gartenbewässerung kann man so was eigentlich vergessen.
    Wenn es aber bei dir möglich ist dich von den Regenwassergebühren befreien zu lassen indem du das Wasser zu 100% auf deinem Grundstück versickern lässt so sieht dieses sicherlich ganz anders aus. Wie anders muss du schon selber berechnen da weder die Größe der angeschlossenen Fläche noch die Gebühr/ m² bekannt ist.

    Unser Tank (einschließlich Entwässerungsrinne usw.) wurde auch nur wegen der Regenwassergebühr Installiert (Amortisation nach ca. 5 Jahren). Nebeneffekt Gartenbewässerung.

    Bei einem Flachtank bedenke bitte auch das dieser im Herbst womöglich entleert werden muss da es sonst sein kann das du auf einmal nur noch einen großen Eisklotz da drin hast.
     
  17. zille1976

    zille1976

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    Dann gibts zumindest keine Probleme bei der Silvester-Cocktail-Party :D

    Ob es sich rechnet steht und fällt eigentlich mit der Qualität des Wassserwerks. Geht dieses alle 3 Jahre kaputt und es müssen 100-200 Euro nachinvestiert werden, wird so eine Zisterne zum Groschengrab.

    Wenn die Anlage ohne Störungen läuft, rechnet es sich irgendwann schon. Ob es nun 10, 20 oder 30 Jahre dauert sei mal dahingestellt.

    Allerdings finde ich die Verhältnisse 3 Kubikmeter Speicher zu 6 Kubikmeter Wochenabnahme auch irgendwie unrealistisch.
     
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  19. user813

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    Hallo,
    Regenwassernutzung war bei unserem Neubau auch ein Thema. Die Investitionskosten + laufende Kosten standen einem Wasserpreis von 0,60 € incl. gegenüber. (Wassergenossenschaft) Der Wasserzähler für den Garten kostet nicht die Welt und muss noch nicht einmal geeicht sein hier in der Gemeinde, somit auch keine regelmäßigen Austauschkosten. Somit kam ich auf über 20 Jahre für die Amortisation. In der Zeit darf dann aber auch wirklich nichts kaputt gehen bei der Pumpe etc. Somit bleibt am Ende nur der ökologische Gedanke und das muss jeder selbst entscheiden.
    Für uns hat es sich nicht gelohnt.
    Gruß
     
  20. #18 wasweissich, 9. August 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wie du schreibst , evtl.

    aber nicht bei 3m³ und der geplanten nutzung und einer als normal einzustufenden installation , heisst : jemanden beauftragen , Aushub + entsorgen , verfüllmaterial ranschaffen , usw.
     
Thema: Wirtschaftlichkeit einer Zisterne
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