Wohin mit dem Regenwasser?

Diskutiere Wohin mit dem Regenwasser? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben - nun wo das Haus fast fertig ist - gestutz, wo denn das Regenwasser hin soll. Die vier Rohre an jeder Ecke enden ca 10cm über...

  1. #1 Ahnungslos, 19. August 2008
    Ahnungslos

    Ahnungslos Gast

    Hallo,

    wir haben - nun wo das Haus fast fertig ist - gestutz, wo denn das Regenwasser hin soll. Die vier Rohre an jeder Ecke enden ca 10cm über dem Boden.

    Der Bauträger teilte uns mit, dass dies keine Vertragsleistung sei.
    Super. Wenn wir das gewusst hätten, hätte man das zusammen mit dem Abwasser regeln können, wenn die schonmal buddeln....

    Der Grundwasserspiegel ist in ca. 18m tiefe. Die Nachbarn bekommen über ne Pumpe tw. gar kein Wasser. Nun fragen wir uns, was tun?

    Das Problem ist, dass unsere finanziellen Mittel sehr begrenzt sind (war ja so nicht mit eingeplant).

    Ich denke, ein Erdtank wäre das Beste, was die Bewässerungsmöglichkeit angeht, aber sicher auch sehr teuer. Einen oberirdischen Tank möchten wir uns nicht hinstellen.

    Was ist kostengünstig (bitte mit ca.Preisen, brauchen nur ne Hausnummer) und trotzdem gut? Ist der Aufwand später einen Erdtank einzugraben höher, als wenn man es sofort machen würde?

    Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
    Viele Grüße
    Andreas
     
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  3. #2 Shai Hulud, 19. August 2008
    Shai Hulud

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    Am Anfang am billigsten

    ... wird es so wie hier.
     
  4. #3 Ahnungslos, 19. August 2008
    Ahnungslos

    Ahnungslos Gast

    Hu, da hab ich aber gelacht....so mach ich das.....

    Wollte eigentlich ernstgemeinte Vorschläge...sagen wir also nicht "gut und billig" sondern
    "vernünftig und günstig". Besser?
     
  5. #4 meisterLars, 20. August 2008
    meisterLars

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    Regenwassertank undnicht zu vergessen: der passende Filter
    Je nach Grundstücksgröße richtet sich die zu empfehlende Tankgröße. Ich hab bei meinen ca.250m² Gartenfläche den 3350l Tank und komme damit im Hochsommer 10 Tage aus, inklusive Rasenbewässerung.
    Allerdings frage ich mich, was mit dem Überlauf des Tanks passiert? Dürft ihrin den Kanal einleiten? Müßt ihr ne Versickerung bauen?
     
  6. #5 Manfred Abt, 20. August 2008
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    nur mal so zur Klarstellung: das Sammeln von Regenwasser stellt keine Entwässerung des Grundstückes dar. Und gesammeltes Regenwasser ist rechtlich auch Abwasser.

    Als Entwässerung zählen nur:
    • ableiten in öffentlichen Misch- oder Regenwasserkanal
    • versickern auf eigenem Grundstück (Einleitung ins Grundwasser)
    • einleiten in ein Oberflächengewässer
    und für alle 3 Möglichkeiten sind mehr oder weniger umfangreiche Abstimmungen mit den zuständigen Behörden notwendig.

    Wirklich Bauträger?
     
  7. #6 barbara, 20. August 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. August 2008
    barbara

    barbara Gast

    [Ich würde mal auf die Website xxxx schauen, die Fa. hat alles an Produkten und Informationen, was man in diesem Fall braucht.
     
  8. OliS

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    wenn das Geld knapp ist und das Regenwasser nicht für WC etc. eingeplant ist und kein großer Garten mit durstigen Pflanzen geplant ist -> ab in die Kanalisation damit. Ich habe hier die letzten beiden Sommer ( inkl. kompletter Neusaat von ca 35m² Rasen keine 2m³ Wasser benötigt ( kam ja genug von oben...) das sind grobe 10€ ( großzügig gerechnet.. ).

    Den Anschluss ans Abwasser benötigt man auch mit Zisterne/Tank ( ausser man hat einer Versickernde Lösung )
     
  9. Dingo

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    Ich würde auf Herrn Abt hören!
    Entwässerung gehört umfangreich geplant und genehmigt und zwar im Rahmen der gültigen Vorschriften und Auflagen für diesen Fachbereich.
    Ansprechpartner ist stets der ortsansässige Ver- und Entsorger sowie Bauamt und untere Wasserbehörde.
    Alles andere ist Unfug
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    Mach es richtig oder ...

    Genau - wenn du nicht an den Kanal willst oder kannst und kein Oberflächengewässer zur Hand hast, bleibt die Versickerung. Die ist zu beantragen - dafür brauchst du ein hydrogeologisches Gutachten mit Wasserdurchlässigkeitsbestimmung des Bodens, Dimensionierung der Anlage, rechnerischer Nachweis nach ATV etc.

    Bekommst du beim ansässigen Bodengutachter - ist kein Hexenwerk und kostet nicht die Welt.
     
  11. gast3

    gast3 Gast

    Nachtrag:

    wenn deine Rohre jetzt 10 cm über dem Boden entwässern, hoffe ich, dass sie das nicht in den Arbeitsraum tun - könnte "nasse Füße" im Keller geben. Wenn nicht schon geschehen, unbedingt Schutzmaßnahmen ergreifen - Rohre vom Haus wegführen etc..

    Und überlege dir mal, wie du die 4 Rohre (2 vorne, 2 hinten ??) an einen Erdtank angeschlossen bekommst (frostsicher, Gefälle beachten).

    Gibt es schon Oberflächenversiegelungen ?

    Fotos ?
     
  12. Ahnungslos

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    Danke erstmal für die vielen Antworten. Das hört sich noch nach sehr viel Recherche-Arbeit an.

    Das Grundstück hat eine Fläche von 670qm. Bislang gibt es weder Pflasterung, noch Garten.
    Nur eine "Baustraße" an der Carportseite.

    Morgen treffen wir uns mit einem "Erdbauer". Mal sehen, was der so sagt. Werde dann berichten. Ist so einer überhaupt fachlich qualifiziert für sowas? Bin ja Ahnungslos....

    Wie groß müsste denn ein Erdtank sein? Das durch das Gefälle würde wahrscheinlich der Erdtank sehr tief eingesetzt werden müssen, oder?

    Nach Aussage von Nachbarn ist der Boden sehr lehmhaltig. Man hat uns geraten einfach nur Rohre zu verlegen und diese im äüßersten Winkel des Gartens enden und damit das Wasser versickern zu lassen. Wie sinnvoll ist das?

    Muss - egal für welche Variante man sich entscheidet - ein Bauantrag gestellt werden?

    LG
    Andreas
     
  13. Quelle

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    die entwässerungsplanung ist teil des bauantrags. RW und AW werden idR auf einem plan gemacht.
     
  14. #13 Manfred Abt, 21. August 2008
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    Und ich würd mir mal die Frage stellen, warum ich neben der abschließenden Klärung der fachlichen Frage angefragt habe, ob es wirklich ein Bauträger ist.

    Von einem Bauträger kaufe ich ein fertiges Haus, was -wenn ohne Einschränkungen verkauft - zumindest den öffentlichen Anforderungen entsprechen soll. Im Kaufvertrag müsste dann in diesem Fall z.B. gestanden haben: verkauft wird ein Haus ohne fachgerechte Entsorgung des Niederschlagswassers. Oder ähnlich!

    @OliS: "ab in die Kanalisation" geht halt nicht überall.
     
  15. Ahnungslos

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    So, der gute Mann hatte heute folgenden Vorschlag.

    Zwei Rohre an den Ecken links sollen zusammen mit einem weiteren Rohr (dort, wo das Carport mal stehen wird) zusammen in einen großen (3,5m tief, 1m Durchmesser) versickern.
    Eine weitere Sickergrube soll rechts vorn am Haus eingebaut werden, allerdings kleiner, weil nur ein Rohr dort mündet.

    Es sind nur 3, nicht 4 Rohre, die vom Dach kommen.

    Inklusive Schmutzwasseranschluß soll der Spaß 2800 EUR kosten. Die Wege sind recht kurz. Ist das so einigermaßen okay? Ich weiß, dass man genaue Zahlen bräuchte, aber die Hab ich einfach nicht.
     
  16. Landbub

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    Die Kosten klingen okay, aber wirklich so tief nötig? Bei uns im Isarkies versickern 100qm Garagendach in einem Ring d0,8m. Es wurde also auf 1,80 gebaggert (1m Ring, 80cm unter der Erde wegen Frost).

    Oder gibts bei euch Vorschriften? Für den Sickerschacht der Klärgrube mussten wir auf 5,8m runter (!!). Und wehe, man fragt, ob man da auch das Dach rein entwässern darf :irre
     
  17. Ahnungslos

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    Also, wir haben sehr lehmigen Boden. Mit 3,5m meinte ich aber die Tiefe des Sickerschachtes....
     
  18. Quelle

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    wieso schmutzwasserabschluss? den gibt es doch schon?
     
  19. Landbub

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    schon klar, das mit der Tiefe. Wenn bei euch Wasser schlecht versickert, dann wirds wohl so tief sein müssen. Frag doch mal die Nachbarschaft, ob einer einen "Sickertest" gemacht hat. Nur so bekommt man Zahlen, mit denen man arbeiten kann.
     
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  21. Bughandle

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    @Ahnungslos
    Vielleicht antwortest Du auch mal auf Gegenfragen von Leuten, die Dir helfen könnten/wollen?
     
  22. #20 Manfred Abt, 22. August 2008
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