Wohnhaus mit Sandwichplatteneindeckung?

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  1. Janick

    Janick

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    Hallo liebe Experten,

    ich bin neu hier im Forum, weil wir jetzt unseren Neubau planen und ich einige Fragen habe. Direkt im Voraus: Ich bin ein Laie, mein Schwiegervater der inoffizielle Bauherr:-) Wegen unseres Daches machen wir uns derzeit viele Gedanken und sind etwas ratlos..
    Wir möchten gerne ein Pultdach mit 7° Neigung bauen. Zu dieser Entscheidung kamen wir, da wir ein Hanghaus bauen und in der oberen Etage - wo auch der Eingang ist - den Wohnbereich unterbringen wollen. Die Dachform können wir frei wählen. Ein Flachdach erschien uns zu teuer, ein Walmdach ebenso, ein Satteldach wollen wir nicht, um tiefe Schrägen oder einen großen Dachboden zu vermeiden.
    Nun stellt sich bei dem Pultdach die Frage der Eindeckung. Herkömmliche Dachziegel entfallen wohl wegen der geringen Neigung. Uns spricht die Idee an, Sandwichplatten zu nutzen und das Dach von innen nicht mehr verkleiden/dämmen zu müssen. Nur haben wir da noch einige Bedenken bzw. Unklarheiten..
    1. Wie laut sind Wind-/Regengeräusche?
    2. Wie steht es um Hitzeentwicklung unter dem Dach?
    3. stimmt es, dass die Deckplatten aus Metall sich durch die Hitze und Kälte so stark bewegen, dass Verbindungen ausscheuern?
    4. Es gibt Sandwichpaneele, die von unten nur eine Bitumenkartonschicht besitzen. Kann man diese ggf. von unten tapezieren, um die Optik zu verbessern?
    5. Wie lange darf ich bei Sandwichplatten mit einem heilen und schönen Dach rechnen, bis es erneuert werden muss?

    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!!!
     
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  3. Kalle88

    Kalle88

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    1. Als alleinige Maßnahme werden Regengeräusche gut hörbar sein. Hier bedürfte es sicherlich einer gesonderten Planung um diesen Nachteil auszugleichen.
    2. Frage dich mal wo die Energie die auf das Paneel einwirkt hin will? In Luft wird sie sich nicht auflösen wollen - also ja.
    3. Passiert wenn man sich nicht an die Montagerichtlinen hält. Hier dürfte der IFBS Vorrang haben.
    4. Ich frage mich gerade ob es ein EFH oder doch ein Gewerbebau werden soll. Materialwahl passt wohl eher zu letzterem.
    5. Das kann die Glaskugel nicht beantworten. Kann nach 10 Jahren sein, weil bei der Montage was in die Hose ging, kann auch erst in 50 Jahren der Fall sein - wwi.

    Hast du dir zum Flachdach Angebote eingeholt? Weißt du was es für dich kosten würde? Oder ist das nur so eine Aussage, auf hören Sagen?
     
  4. H.PF

    H.PF

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    Die Probleme, die du dir damit einfängst sind so teuer in der Lösung das ein Foliendach günstig dagegen wird...
     
  5. planfix

    planfix Gast

    4. dürfte sowieso quatsch sein, da du dachbalken zur befestigung brauchst, an diesen kannst du von unten eine verkleidung anbringen. wenn du das gesärre dämmst, ist 1.& 2. abgehakt.
    3. ist die blödere nummer, dies hat nämlich auch eine geräuschentwichlung, die mehr stört als der regen. damit hat sich 1. erledigt.
    fazit:
    nicht empfehlenswert.
    außerdem gibt es auch andere punke zu berücksichtigen, z.b. belüftung, bei hallendächern ist das eher unproblematisch, da diese selten wie wohnraum beheizt werden.
     
  6. Janick

    Janick

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    Vielen Dank schon einmal für die Antworten. Es freut mich, hier vernünftige Antworten zu lesen und so langsam Licht ins Dunkel zu bringen. Die erste Tendenz geht also gegen eine Sandwicheindeckung. Das Problem Belüftung kann man mit einer Lüftungsanlage beheben oder? Die ist eh vorgesehen. Angebote zum Flachdach habe ich mir bis jetzt noch nicht eingeholt, es war einfach eine Vermutung/Meinung anderer.. Ist dem nicht so? Welche Möglichkeit besteht denn noch für mich, ein 7° Pultdach einzudecken? Was spricht dafür/was dagegen?
     
  7. #6 Onkel Dagobert, 8. April 2015
    Onkel Dagobert

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    Wie wäre es denn mit Zink-Stehfalz als Dacheindeckung? Passt mit der Dachneigung, sieht gut aus (was natürlich Geschmackssache ist) und hat sich auch im Wohnhausbau bewährt.
     
  8. planfix

    planfix Gast

    nein das problem nicht.
    ich meine die belüftung unter deinen sandwichplatten, also dort wo sich kondensat über außenluft bilden kann, weil du diese von oben her nicht luftdicht bekommst, kann sich dort kondensat bilden und das gehört auch wegbelüftet.
     
  9. reezer

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    oder, wenn es schon bescheiden (wie ein Nebengebäude) aussehen soll, normales (einschaliges) Trapezblech auf Schalung
     
  10. #9 Klaus Gross, 8. April 2015
    Klaus Gross

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    Hmm 7 ° dachneigung.....schonmal in Erwägung gezogen, ein Flachdach ausbilden zu lassen....Bituminös oder von mir auch aus mit Folie.....und dann ein extensives Gründach drüber....Sollte man überlegen....und der sommerliche Hitzeschutz wäre nicht zu verachten, auch die Kälte ist insoweit außen vor....Lassen Sie sich von einem Dachdeckerbetrieb der der Dachdeckerinnung angehört mal einen Kostenvoranschlag machen....
     
  11. Kalle88

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    Nein. Siehe Herr Gross, so hätte ich es auch vorgeschlagen. Bedenke bei einem Pultdach und Hanglage, das möglicherweise nicht viel vom Dach zu sehen ist. Ob es dann ein schickes Stehfalzdach oder ähnliches sein muss ist fraglich.
     
  12. Janick

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    Vielen Dank für die Antworten. Wir haben uns die Sache durch den Kopf gehen lassen und uns auch nochmal beraten lassen und sind jetzt entgültig von den Sandwichplatten weg. Das ist mir persönlich einfach zu bedenklich. Uns wurde zuletzt zu Alvitra-Folie geraten. Alternativen sind Zink-Stehfalz oder Bitumenschweißbahnen. Dazu habe ich dann wieder einige Fragen. Vorab:
    1. Das Hauptdach (12 x 14 m) ist nicht wirklich einsehbar - Optik also zweitrangig.
    2. Das Garagendach (7 x 7 m) ist gut einsehbar - Optik sollte also akzeptabel sein.
    3. Wenn ich nach Kosten frage, meine ich dabei die reinen Materialkosten. Der Arbeitslohn bleibt zunächst außenvor, da mein Onkel Dachdecker ist.

    Meine Fragen zu den drei Alternativen:
    1. Wie sind die Materialkosten im Vergleich?
    2. Wie ist in etwa die Lebensdauer?
    3. Sonstige Vor-/Nachteile.

    Kann ich bei der Planung der Statik erstmal diese drei Alternativen nennen? Oder ergeben sich da extreme Unterschiede die vorher eine genaue Festlegung fordern?

    Vielen Dank schonmal!
     
  13. Kalle88

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    Zu 1. Stehfalz dürfte die teuerste Variante sein. Schweißbahn und Kunststoffbahnen nehmen sich nicht soo viel.

    Zu 2. Stehfalz dürfte die höchste Lebenserwartung haben, wenn es denn richtig gemacht wird. Kunststoffbahnen können langlebiger als Schweißbahnen sein, sind in der Sanierung aber auch aufwendiger wie Schweißbahnen. Bei Folien kann bei einer Sanierung die EnEv X greifen, da es eine einlagige Abdichtung ist.

    Zu 3. Bestücke die Abdichtungswerkstoffe mit einem extensiven Gründach um die UV-Belastung zu minimieren. Falls du auf das Garagendach Stehfalz machen willst, dann erhöhe die Dachneigung. Bei allen Aufbauten ist die Bauphysik im besonderen Maße zu berücksichtigen. Statik kann ebenfalls relevant sein und sollte berücksichtig werden.
     
  14. Janick

    Janick

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    Wieso soll ich bei Stehfalz die Dachneigung erhöhen? Müsste ich das dann bei dem Hauptdach auch machen, wenn ich mich da für Stehfalz entscheide? Reichen 7° Dachneigung nicht aus?
     
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  16. planfix

    planfix Gast

    da würde ich die zu der folie raten, aber laß dir den aufbau ordenlich planen.

    hier dürfte trapezblech, ohne semmel, dafür mit kondenshemender beschichtung die günstigste lösung sein, wenn du dich mit der optik anfreunden kannst.
     
  17. Kalle88

    Kalle88

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    7° Grad sind die Mindestdachneigung von Stehfalz, also ausreichen tut es. Wenn du aber nicht gerade auf industriell vorgefertigte Scharen abzielst und die einzelnen Scharen handwerklich erstellen lässt, dann sind die zu erfolgenden Querstöße aufwendiger, als würdest du Querstöße bei über 10° Grad wählen (bei 7 musst du einen doppelten Querfalz erstellen, ab 10 Grad geht der einfache mit Zusatzfalz.)

    Bei deinem Haupthaus und gesamter Scharenlänge müsstest du eine Gefällestufe verbauen lassen oder aber auf Stahl zurückgreifen. So du es denn in Stehfalz ausführen lassen wolltest.
     
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