Wohnriester JA/Nein?

Diskutiere Wohnriester JA/Nein? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, meine bessere Hälfte und ich möchten im Frühjahr anfangen unser Traumhäuschen (Pläne stehen, Baugesuch ist zur Genemigung) zu...

  1. Maxerl

    Maxerl

    Dabei seit:
    12. Dezember 2010
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Techniker
    Ort:
    Crailsheim
    Hallo zusammen,

    meine bessere Hälfte und ich möchten im Frühjahr anfangen unser Traumhäuschen (Pläne stehen, Baugesuch ist zur Genemigung) zu bauen.

    Momentan sind wir jetzt noch dabei die Finanzierung in trockene Tücher zu bringen. Folgende Situation ergibt sich.

    Herstellkosten: 280000€
    Eigenkapital: 50000€ + ca. 30000€ Eigenleistung

    So ergibt sich eine Restsumme von 200000€ die finanziert werden müssen.

    Wir waren jetzt schon bei mehreren Banken und es wurden uns verschiedenste Kombinationen vorgeschlagen. (Klar ist jede Bank mein, ihr Modell ist das beste!)

    50000€ sollen über ein Bank Darlehen abgedeckt werden. Hier haben wir auch schon ein brauchbares Angebot:

    • Auszahlung 100%
    • 3,75% Effektiv
    • Sollzinsbindung 10 Jahre
    • Sondertilgungen 10% pro Jahr

    Unser Ziel ist es dieses Darlehen nach 10 Jahren durch zusätzliche Sondertilgungen auf 0 zu haben.

    Über die Restlichen 150000€ (1xIch,1xbesser Hälfte 75000€) haben wir ein Angebot über ein kombiniertes Wohnriester Darlehen.

    Zinszahlungsdarlehen:
    • Darlehen 75000€
    • Sollzins 3,55%
    • Effektiv 3,67%
    • Sollzinsbindung über gesamte Laufzeit
    • Vorraussichtliche Laufzeit 13 Jahre 1 Monat
    • Sollzinsrate 221,88€

    Bausparvertrag in Sparphase:
    • Bausparsumme 75000€
    • Zins für Guthaben 1%
    • Zuteilung bei 42% Mindestgutghaben 32581,52€
    • Vorraussichtliche Zuteilung nach 13 Jahre 1 Monat
    • Sparrate 187,50€

    Bausparvertrag in Darlehensphase:
    • Restbetrag . 42418,48€
    • Sollzins 2,95%
    • Effektiv 3,23%
    • Tilgungsdauer 11 Jahre 3 Monate
    • Zins-/Tilgungsrate 357€

    Das macht eine gesamte Laufzeit von 24 Jahre 4 Monate.

    Was ist von diesem Wohnriester-Angebot zu halten, bzw. ist dies einem normalen Bankdarlehen mit 25 Jahre Sollzinsbindung vorzuziehen? Zins ???, Welche Zinsätze sind hier im Moment zu erreichen?

    Mit welcher Laufzeit müsste man hier rechnen wenn man für die ersten 13 Jahre und 1 Monat eine monatliche Belastung von 818€ und ab dann eine monatliche Belastung von 714€ und aktuelle Zinssätze vorraussetzt? So das es halt mit dem Wohnriester vergleichbar wird.

    Laut Wohnriester-Angebot gibt es ja noch das Wohnförderkonto, welches nachträglich besteuert wird. Summe ca. 80000€. Mit welchen Beträgen muss man hier im Rentenalter rechnen, bzw. ist es möglich die Summe die man durch so einen Wohnriester gespart hat (Zulagen+Steuervorteil+angebliche schnellere Rückzahlung gegenüber Bankdarlehen), der Summe welche man nachträglich als Steuern zahlen muss gegenüber zu stellen?

    Ich hoffe das mir der eine oder andere von euch vielleicht auf die Sprünge helfen kann. Danke schon mal.
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. BRINVEST

    BRINVEST

    Dabei seit:
    31. Dezember 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Investmenberater
    Ort:
    Kleve
    Hallo,

    Steht die Laufzeit von 24 Jahren definitiv fest?

    Kombinierte Finanzierungen sind i.d.R. nicht zu empfehlen, weil dadurch die Konditionen verwässert werden.

    Alle obigen Angaben sagen nichts aus über die Vorteilhaftigkeit
    wegen der Verwässerung der Konditionen;
    da hilft nur ein konkreter Rückzahlungsplan mit Entwicklung der
    Restschuld bei der konkreten monatl. Belastung.

    Wenn man noch Wohnriester dazu nimmt, wird es außerordentlich kompliziert;
    u.a. hier:
    http://www.focus.de/immobilien/fina...auskauf-mit-der-riester-rente_aid_263377.html

    BR
     
  4. musiker

    musiker

    Dabei seit:
    13. November 2009
    Beiträge:
    197
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Rhein-Neckar-Raum
    Ich kenne mich mit Riester nicht aus, wäre bei diesem Angebot aber vorsichtig.

    Zum einen garantiert Dir niemand die Zuteilung des BSVs.
    Zum anderen zahlst Du 13 Jahre (in meiner Rechnung komme ich sogar auf etwas länger, aber das ist eher nebensächlich, da der Zuteilungszeitpunkt eh nicht garantiert ist) in einen mies verzinsten Sparvertrag ein, ohne auch nur einen Cent des Zinszahlungsdarlehens zu tilgen! Dort zahlst Du in der gesamten Zeit die vollen 3,55 % auf den gesamten Betrag. Ist klar (Euch und dem Anbieter), dass beide Bausparverträge nachrangig ins Grundbuch müssen?
    Wie sieht's mit Gebühren für die Bausparer aus?

    Ich würde Dir empfehlen, einen Gesamtplan zu machen, was Ihr im günstigsten (und für die Bausparer auch im ungünstigeren Fall -> Zuteilung später) wann zahlen müsst. Außerdem brauchst Du, das es Dir offenbar wichtig ist, kein Zinsrisiko zu haben, ein konkretes Annuitätendarlehensangebot mit 20 oder 25 Jahren Zinsbindung. Man kann (wie ich hier aus dem Forum gelernt habe), auch ein Annuitätendarlehen mit Riester kombinieren, also auch danach mal fragen. Oder halt Riester völlig unabhängig von der Baufininanzierung betrachten.

    Bzgl. des Zahlplans: Natürlich muss man die monatlichen Raten im Blick haben, auch wenn es schwierig ist, eine Zukunftsprognose für die nächsten 25 Jahre zu treffen (deshalb finde ich Sondertilgungsmöglichkeiten wichtig, nach 10 Jahren hast Du ohnehin ein Sonderkündigungsrecht). Ich vergleiche aber auch gerne, was ich unterm Strich insgesamt nach Ablauf der Darlehenszeit absolut bezahlt habe.
     
  5. korkie

    korkie

    Dabei seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    87
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Köln
    Hallo,

    das ist zwar richtig, aber in der Praxis seit vielen Jahren zu vernachlässigen. Die - unverbindlich - prognostizierten Zuteilungstermine passen immer. Eine Verschlechterung ist nicht in Sicht. Insofern spricht dieser Punkt nicht gegen einen Bausparer.
     
  6. Huisje

    Huisje

    Dabei seit:
    27. Mai 2009
    Beiträge:
    402
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Sped.kaufmann
    Ort:
    Wipperfürth

    Was in der Vergangenheit war, und in der Gegenwart ist, garantiert nie was in der Zukunft sein wird.
     
  7. Maxerl

    Maxerl

    Dabei seit:
    12. Dezember 2010
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Techniker
    Ort:
    Crailsheim
    Hab mal en bisi rumgesucht und bin auf folgendes gestossen:
    • Bankdarlehen 75000€
    • Sollzinsbindung 25 Jahre
    • zu Effektiv 4,46% (beste Kondition die ich gefunden hab)

    Hab dann rumgerechnet (keine Ahnung ob es sich so überhaupt berechnen läßt) und bin auf folgendes Ergebnis gekommen

    Würde bei gleicher Belastung wie im Riesterangebot (13 Jahre 1 Monat 409€, anschließend 357€) ein Laufzeit von 29 Jahren machen (wenn ich mich nicht verrechnet hab). Bezahlter Zins wären 57137,74€.

    Beim Riesterangebot wären wir aber nach 24 Jahre 4 Monate fertig. Dank besserem Zins und Riesterförderung?

    Bezahlter Zins wären hier in der Ansparphase :
    221,88€ * 157 Monate = 34.834,38 €

    In der Tilgungsphase: 7481,68€

    Macht zusammen: 42316,06€

    Würde eine Zinsersparnis von 14821,68€ machen + Steuervorteil über 24 Jahre von ca. 400€ pro Jahr (keine Ahnung ob das mehr oder weniger ist, bzw. läßt sich das ausrechen?) Wären nochmals 9600€

    Würde eine Gesamtersparnis von 24421,68€ Euro machen. Sprich das wären die maximale Steuernachzahlung die anfallen darf, oder? Dann wäre das Riester weder teurer noch günstiger?

    Wieviel Steuern werden den bein nem Wohnförderkontobetrag von 80000€ fällig?

    mfg Danny
     
  8. #7 musiker, 2. Januar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 2. Januar 2011
    musiker

    musiker

    Dabei seit:
    13. November 2009
    Beiträge:
    197
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Rhein-Neckar-Raum
    Oh, die Zinsen scheinen sich seit meiner Finanzierung (August 2010) extrem verschlechtert zu haben.
    Da offenbar Sondertilgungen geleistet werden sollen, würde es sich bei diesem Zinssatz natürlich anbieten, diese auch für das teurere Darlehen zu vereinbaren (hat bei mir keinen Zinsaufschlag gekostet) und die Sondertilgungen da rein zu stecken.
    Und auch wenn Maxerls Rechnung objektiv stimmt (ich hab's nicht nachgerechnet, aber ich zweifle nicht daran), so beruht sie auf der Annahme, dass nicht mehr getiligt werden soll, als bei dem BSV-Angebot geplant ist. Ein Annuitätendarlehen sollte man aber natürlich bei den derzeitigen niedrigen Zinsen so abschließen, dass man möglichst hohe Tilgung schon am Anfang hat. Das bringt mehr, als die Sparrate des BSVs am Anfang zu erhöhen (was i. d. R. die Zuteilungszeit verkürzt).

    Wieviel der TE sich leisten kann, weiß er natürlich nur selbst, deshalb wäre es m. E. auf jeden Fall sinnvoll, sich ein konkretes Angebot für ein Annuitätendarlehen (vielleicht kann man auch nur eins statt drei nehmen, um dem Problem der Zweitrangigkeit zu entgehen - hängt von der Bonität ab) zu holen.

    Btw: 30000 Euro Eigenleistung sind viel Holz - das Material musst Du ja auf jeden Fall einkaufen, und i. d. R. teurer, als die Profis das tun.
     
  9. Maxerl

    Maxerl

    Dabei seit:
    12. Dezember 2010
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Techniker
    Ort:
    Crailsheim
    Laut Bänker sind zusätzliche Sondertilgungen auch in der Kombination möglich. Anfangs im 50000€ Bankdarlehen mit 10%, wo es unser Ziel ist, dieses nach spätestens 10 Jahren auf 0 zuhaben. Und anschließend beim Wohnriester, wenn diese in der Darlehensphase sind.
     
  10. korkie

    korkie

    Dabei seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    87
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Köln
    stimmt.

    Dennoch ist seit rund 30 Jahren die (prognostizierte) Zuteilung kein Thema mehr ... und ... so weit man dies überhaupt sagen kann ... auch für die nächsten 10, 20, ... nicht..


    Zum Thema WohnRiester:
    - Grundsätzlich würde ich diese einzige staatliche (Bau-/Kauf-) 'Förderung' immer mitnehmen.
    - Grundsätzlich ist der Steuersatz im Rentenalter immer niedriger als während des aktiven Berufslebens.

    Einen Saldo des Wohnförderkontos von ~80.000 Euro erreichen (fast) nur Ehepaare, die beide 'Riestern'. Bei einem angenommenen Steuersatz im Rentenalter von z.B. 25% und einem Renteneintrittsalter von 65 Jahren, ergibt sich rechnerisch eine jährliche Steuerschuld von 1.000 Euro (* 20 Jahre = 20.000 €).

    Zusätzlich ist es möglich einen Bonus von 30% mitzunehmen, wenn direkt bei Renteneintritt das Wohnförderkonto komplett versteuert wird. Ob dies sinnvoll ist, kann bei Renteneintritt entschieden werden.
     
  11. Maxerl

    Maxerl

    Dabei seit:
    12. Dezember 2010
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Techniker
    Ort:
    Crailsheim
    Sprich 24421,68€ - 20000€ = 4421,68€ gespart! nicht viel aber immerhin en bisi was.

    Aber halt alles nur nach meiner Rechnung, und ob die stimmt ???

    Gibts den hier kein Riester Spezialist, der meine Berechnung mal prüfen kann ?

    mfg Danny
     
  12. Maxerl

    Maxerl

    Dabei seit:
    12. Dezember 2010
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Techniker
    Ort:
    Crailsheim
    Sprich 24421,68€ - 20000€ = 4421,68€ gespart! nicht viel aber immerhin en bisi was.

    Wenn man aber die kürzere Laufzeit noch mit rein rechnet wirds sogar noch ne ganze Ecke mehr:

    > 29Jahre - 24Jahre 4Monate = 4Jahre 8Monate = 56 Monate.
    > 56 Monate mal 357€ = 19992€

    > 19992€ + 4421,68€ = 24413,68€

    Das ist schon ne Menge Holz, aber halt alles nur nach meiner Rechnung, und ob die stimmt ???

    Gibts den hier kein Riester Spezialist, der meine Berechnung mal prüfen kann ?

    mfg Danny
     
  13. BRINVEST

    BRINVEST

    Dabei seit:
    31. Dezember 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Investmenberater
    Ort:
    Kleve
    Ich bin kein Riester Spezialist,
    mich hat das Thema gerade deswegen interessiert.

    Aber:
    Man kann bei einer Zinsrechnung nicht einfach Zinsen oder Zahlungen
    addieren;
    sondern man muss die Restschuldentwicklung bei gegebenen Zahlungen
    betrachten.

    Wie gesagt, dazu fehlen hier die Daten.

    Beim ersten Darlehen fehlt ja schon der Sollzinssatz bzw. der gebundene
    Sollzinssatz.

    Der effektive Zinssatz hat nach der neuen Richtlinie überhaupt keinen
    Sinn mehr:
    http://www.fmh.de/finanz-themen-art...nnlose-angaben-verbraucherkredit-richtlinie-2

    Mit dem Rest ist es ähnlich.


    BR
     
  14. korkie

    korkie

    Dabei seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    87
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Köln
    um dies genau berechnen zu können, müßte u.a. klar sein, wie es nach dem Ablauf des Riester-Darlehens weitergeht. Wird weiter geriestert, welche Förderungen gibt es ggf danach? Erfolgen Sonderzahlungen/Sondertilungen? Wann ist der Rentenbeginn für die jeweilige Person? Wie ist das Renteneinkommen und damit der Steuersatz?

    Zu beachten ist, dass Darlehenszinsen nicht in das Wohnförderkonto fließen.


    - grundsätzlich ist es sinnvoll die Riesterförderung mitzunehmen.

    - grundsätzlich ist der Steuersatz in der Rentenzeit niedriger als in der Berufszeit.

    - grundsätzlich ergibt sich aufgrund der Zulagen und der steuerlichen Vorteile während der 'Riesterzeit' immer einen finanziellen Vorteil.
     
  15. Maxerl

    Maxerl

    Dabei seit:
    12. Dezember 2010
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Techniker
    Ort:
    Crailsheim
    Vollgende Info`hab ich noch:
    • nach Ablauf des Riester-Darlehen wird nicht weiter geriestert
    • Sonderzahlungen/Tilgungen sind nicht berücksichtigen. Kann aber kein muss!
    • Rentenbeginn ich in 37Jahren, sie in 41Jahren
    • Rente ? (bekommen wir sowas überhaupt noch? :-))
     
  16. korkie

    korkie

    Dabei seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    87
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Köln
    ...so klappt es nicht, klappt es überhaupt?


    Um zumindest etwas genauer rechnen zu können wäre das jetzige Einkommen, die zukünftige Einkommensentwicklung, der jetzige Familien-/Kinderstand, der zukünftige .... usw erforderlich. Zudem der voraussichtliche Steuersatz 'im Alter'. Alle Einkünfte werden dann (in der Rentenzeit) zu versteuern sein.


    Wer heute ohne die Einbindung von 'Riester' finanziert, verschenkt ...grundsätzlich... Geld. 'Riestert' man außerhalb der Finanzierung, was nur wenige sich leisten können, ist dies eine andere Sache.


    Vorausgesetzt die ermittelte Riester-Bausparsumme paßt zu eurem Einkommen (jetzt und später), könnten die von dir genannten 80.000 Euro als Saldo auf dem Wohnförderkonto hinkommen. Was dann bei einem ...angenommenen... Steuersatz im Rentenalter von 25% auf euch zukommt, steht weiter oben (= insgesamt 20.000 Euro, verteilt auf angenommene 20 Jahre). Dagegen müssen die 'Riestervorteile' (Zulagen + Steuervorteile + ggf ersparte Zinsen) gerechnet werden.

    Insgesamt bist du mit deiner persönlichen Rechnung auf dem richtigen Weg. Sofern euer Steuersatz 'im Alter' 25% beträgt, könnt ihr zufrieden sein. Sollte der Steuersatz höher sein, könnt ihr noch mehr zufrieden sein, selbst dann, wenn dadurch die 'Riestersteuern' mehr werden.


    Solange der Staat 'Geschenke' verteilt, sollte man diese annehmen. Selbst dann, wenn er sich diese (teilweise) später zurückholt.
     
  17. Bau2010

    Bau2010

    Dabei seit:
    3. Dezember 2009
    Beiträge:
    20
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Papiermachermeister
    Ort:
    Eichenzell
    Hallo!


    Wir haben unsere Baufinanzierung ähnlich aufgebaut.
    Zu finanzieren waren 180 TE.
    Wir hatten einen großen Bausparvertrag und wollten KfW machen - alles über Bord geworfen!

    Nun haben wir bei einer Bank um die Ecke
    3,2 % eff. 10 J. fest, Rate 1000 Euro und Zahldauer 9 Jahre
    Bauparer mit Riester, monatl. Sparrate 350 Euro zzgl. Riester.

    Nach 10 Jahren wird das Darlehen durch den Bausparvertrag abgelöst.
    Rate ca. 700 Euro inkl. Riester bei 2,95 % eff.

    So ist die ganze Geschichte nach ca. 16 Jahren erledigt.
    Sicherlich gibt es auch, wie oben bereits erwähnt Nachteile.

    Wir haben uns die Zulagenunschädliche Ablösung des Darlehens, durch den Bausparer schriftlich bestätigen lassen.

    Riester ist ein sehr kompliziertes Thema, selbst bei der Riester-Hotline
    waren sie in Detailfragen überfordert.


    Grüße
     
  18. BRINVEST

    BRINVEST

    Dabei seit:
    31. Dezember 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Investmenberater
    Ort:
    Kleve
    Das ist ja sehr interessant mit der Hotline;
    sowas habe ich befürchtet, beim Einlesen in das Thema.

    BR
     
  19. korkie

    korkie

    Dabei seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    87
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Köln
    da bei einer 'WohnRiester-Finanzierung' die letztendlich erforderlichen jährlichen eigenen Einzahlungen zur Erlangung der maximalen Zulagen im Vorhinein über die gesamte Laufzeit nicht gesagt/berechnet werden können (z.B. Veränderungen FamStand, Einkommen), sollte der zugeteilte Bausparvertrag auch vor Ablauf der Zinsbindung, in diesem Beispiel 10 Jahre, das Darlehen ablösen können. Diese 'Bestätigung' ist wichtig!

    So wie ich dies allerdings deinen Angaben entnehme, zahlt ihr (= Eheleute) zusammen monatlich 350 Euro selbst ein. Der geförderte Höchstbetrag beträgt p.A. insgesamt aber nur 2.100 Euro pro Person. Ziehe ich bei einem kinderlosen Ehepaar pro Einzahler die Grundzulage von 154 Euro ab, verbleiben als geförderte Eigeneinzahlung = 1.946 Euro (pro Person/p.A.). Ausreichende Einzahlungen für die Gewährung der Zulage habt ihr also allemal. Falls die Zulagen sich zukünftig erhöhen, z.B. durch die Geburt von Kindern, sollte eine Reduzierung der eigenen Einzahlungen möglich sein. Ist eine Reduzierung nicht möglich oder gewünscht, erreicht der Bausparvertrag voraussichtlich wiederum vor Ablauf der Zinsbindung die Zuteilung und wir sind wieder bei dem ersten Punkt (vorzeitige Darlehensablösung durch den zugeteilten Bausparvertrag!).




    da es sich um sog. 'Kombiprodukte' handelt, ist dies bereits gesetzlich so geregelt und keine zusätzliche Bestätigung notwendig. Normalerweise wird heute bereits die Ablösung durch den zugeteilten WohnRiester-Bausparvertrag zugesagt. Wenn nicht, wäre ich sehr mißtrauisch.



    die Hotline ist keinesfalls in der Lage Fragen zu Finanzierungsbausteinen verbindlich zu beantworten. Das kann nur die 'Bank'. Die Hotline ist für 'allgemeine Anfragen' gedacht.
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. Bau2010

    Bau2010

    Dabei seit:
    3. Dezember 2009
    Beiträge:
    20
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Papiermachermeister
    Ort:
    Eichenzell
    Hallo!


    Es fließen auch die Zulagen der Kinder zusätzlich ein.
    Man kann auch den Zuteilungszeitpunkt durch zusätzliches Geld
    einschießen noch beeinflussen.
    Die Banken, Bausparkassen und Riester- Hotline waren
    gleichermaßen überfordert.
    Keiner wusste es wirklich genau.
    Da half nur das lesen und verstehen der Gesetztestexte.


    Grüße
     
  22. korkie

    korkie

    Dabei seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    87
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Köln
    Hallo,

    wenn du damit meinst 'zusätzlich zu den eigenen Einzahlungen', ist dies richtig. Natürlich fließen alle Zulagen ein, wobei jeder Berechtigte seinen eigenen Vertrag haben muss. Auf welchen Vertrag die Kinderzulagen fließen sollen ist bei verheirateten Eltern frei wählbar und kann jederzeit gewechselt werden. Bei mehreren Kindern ist eine Aufteilung möglich. Z.B. 2 Kinder auf den Vertrag der Mutter, 1 Kind auf den Vertrag des Vaters ... und im nächsten Jahr umgekehrt. ;)


    Zu beachten ist immer, dass der förderfähige Höchstbetrag 2.100 Euro p.A. pro Berechtigtem beträgt. Von diesen 2.100 Euro werden die Zulagen abgezogen um den notwendigen Eigenbeitrag zu berechnen. Insofern wird im allgemeinen 'Riestersprachgebrauch' nicht gesagt, dass die Zulagen 'zusätzlich' einfließen, sondern die Zulagen sind im 'förderfähigen Betrag' enthalten. Trotzdem ist deine Ausage natürlich verständlich!


    Grundsätzlich würde ich vermeiden auf einen (Wohn-)Riestervertrag (deutlich) mehr als 2.100 Euro p.A./pro Person einzuzahlen. Vor allem dann, wenn es sich um keinen Bauspar-Riester handelt! Die Zinsen auf 'nichtgeförderte Einzahlungen' (alles über 2.100 Euro inkl. Zulagen), sind nicht abgeltungssteuerfrei (die geförderten Ja) und unterliegen bei Auflösung der Sofortbesteuerung. Bei einem Bausparvertrag ist dies fast zu vernachlässigen (sehr niedrige GH-Zinsen) und gerade hier kann es sinnvoll sein durch 'Überzahlungen' eine Beschleunigung herbeizuführen. Trotzdem ist es grundsätzlich besser 'nur' zulagengerecht einzuzahlen und lieber - falls aufgrund der Finanzierungshöhe - erforderlich, daneben einen zweiten, 'normalen' Bausparvertrag abzuschließen. Nicht nur wegen der Zinsversteuerung (zu vernachlässigen), sondern auch wegen der klareren Trennung, Übersichlichkeit und im Ernstfall (Verkauf, Scheidung, Todesfall) einfacheren Abwicklung. Zwei Bausparverträge sind zudem flexibler zu händeln als einer.

    MfG
    Walter
     
Thema:

Wohnriester JA/Nein?

Die Seite wird geladen...

Wohnriester JA/Nein? - Ähnliche Themen

  1. Gartenhaus hinterlüftung ja/nein

    Gartenhaus hinterlüftung ja/nein: Hallo, ich möchte mein Gartenhaus mit Deckelschalung außen und Profilbrettern innen verkleiden. Dämmung soll auch rein. Jetzt die Frage, das...
  2. neue Fenster / Dichtungen klaffen / Mangel ja oder nein.

    neue Fenster / Dichtungen klaffen / Mangel ja oder nein.: Hallo zusammen, als Neuankömmling möchte ich zuerst alle hier im Forum begrüßen. ! Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen. Meine Frage bezieht...
  3. Badenplatte unter Haus und Dopppelgarage Thermisch trennen ja oder nein?

    Badenplatte unter Haus und Dopppelgarage Thermisch trennen ja oder nein?: Hallo, ich muss entscheiden, ob Haus und Garage eine Gemeinsame Bodenplatte bekommen oder ob sie Thermisch getrennt werden. Angedacht vom...
  4. Und noch mal: Außenwände Porenbeton, Innenwände Kalksandstein. Ja oder nein?

    Und noch mal: Außenwände Porenbeton, Innenwände Kalksandstein. Ja oder nein?: Hi, Im Internet gibt es ja zig unterschiedliche Meinungen, ich wollte hier aber noch mal speziell nachfragen. Unser Haus soll in 42,er...
  5. Klimamembrane unter Geschossdecke(Balkenlage)? Ja oder Nein?

    Klimamembrane unter Geschossdecke(Balkenlage)? Ja oder Nein?: Hallo Leute, Ich habe nun eine Frage: ich habe ein Haus das ich saniere. Die Geschossdecke über dem EG besteht aus 20er Balken die ich auch...