Woran merkt man ob der Architekt gut ist ?

Diskutiere Woran merkt man ob der Architekt gut ist ? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hi, da bin ich wieder - der Bauanfänger :winken War gestern beim Architekt. Jetzt habe ich mal ein paar ernstgemeinte Fragen an Euch (habe...

  1. #1 Bauanfänger, 24. Februar 2005
    Bauanfänger

    Bauanfänger

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    Hi,

    da bin ich wieder - der Bauanfänger :winken

    War gestern beim Architekt. Jetzt habe ich mal ein paar ernstgemeinte Fragen an Euch (habe die Suche schon benutzt - nix gefunden):

    1.) Woran merkt man, ob der Architekt mit dem Bau von Eigenheimen "Erfahrung" hat ? Hätte erwartet, dass er uns vergleichbare Objekte zu unserem Kostenrahmen zeigt. Anstatt dessen hat er 2 Stunden lang "rumgerechnet". Das einzige was er uns (an Eigenheimen) zeigen konnte war ein "Super-Duper-Luxus-Schnick-Schnack"-Haus für 800.000 Euro bei 200m² Wohnfläche :cry

    2.) Habe Ihn auf die "innovative Bezahlvariante" (fest ausgemachter Preis - eingespartes Differenz ist zum Teil dann dem Architekt) angesprochen - Mein Argument: Wie motiviere ich Ihn, sich um den Bau zu kümmern?
    So richtig begeistert war er nicht - was ich ehrlich gesagt nicht verstehe :confused: Ist er ein "fauler Sack" ?

    Er möchte uns bis nächste Woche einen Vorschlag gemäß unserer Wünsche vorstellen. Na - mal sehen was da raus kommt. Bin irgendwie skeptisch ob das dann "preisoptimiert" ist :Brille

    Gruß

    Andreas
     
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  3. ecco

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    zu1.

    Warum lasen Sie sich nicht eine Referenzliste geben. Einfach mit den Hausherren reden. Da erfährt man schon die Grobrichtung ob gut oder nicht. Die Höhe der Baukosten spielt m.E. dabei eine untergeordnete Rolle.

    zu 2.

    Unser Archi ist auch nicht darauf eingegangen. Ich möchte in nicht deswegen als als faulen Sack bezeichen. Er ist eben Architekt ( die Bedeutung dieser Worte werden Sie im Laufe der Zusammenarbeit mit ihrem Archi verstehen :) ).

    ecco
     
  4. toubr

    toubr

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    Wir hatten leider auch Probleme mit unserem Architekten, nachher ist man immer klüger :-), vier Tipps:

    1. Viele Architekten sprechen (hat bei uns nichts genützt :-)) evtl, gegen eine geringe Summe, von 2-3 erste Ideen einfordern, dann bekommt man schon ein Gefühl dafür wie es klappt.

    2. Beauftragung Stufenweise, die Honorarordnung ist in Leistungsphasen geteilt, Sie sollten darauf achten entweder teilweise zu beauftragen oder eine Ausstiegsklausel zu haben. Kündigen Sie einen kompletten Architektenvertrag müssen Sie auch einen Teil der nicht erbrachten Leistungen zahlen (entgangener Gewinn).

    3. Der Architekt schuldet Erfolg, also genau beschreiben (Im Vertrag!) was Sie wollen, unbedingt max. Kosten und Zeitplan!! In den meisten Verträgen steht nur Bauvorhaben ....., dann kann es schwer werden nachzuweisen, daß der Archi an Ihnen "vorbeigeplant" hat.

    4. Alle Leistungsphasen schriftlich abschließen und mit dem Archi detailiert durchsprechen. Hier haben wir große Fehler gemacht und sind so durch die Planung geschlittert, wodurch dann immer an den vorangegangenen Leistungsphasen noch Änderungen notwendig wurden. Das Raumprogramm hat dauernd gewechselt, obwohl es eigentlich mit als erstes Aufgestellt werden sollte.

    PS: Wir haben jetzt einen zweiten Archi. beauftragt, glauben also noch an das Konzept Architekt. Lehrgeld waren 2 Monate Planung und 2000 Euro, immerhin wurde natürlich nichts gebaut. Hoffentlich wird es jetzt besser.
     
  5. #4 Bauanfänger, 2. März 2005
    Bauanfänger

    Bauanfänger

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    Hi,

    2. Akt :winken - Neue Fragen :o

    Heute waren wir wieder beim Architekten. Die von Ihm ausgearbeiteten Entwürfe haben uns schon gefallen - Hier und da müsste noch was geändert werden - Ist aber eine gute Basis.

    Jetzt soll es aber ganz schön teuer werden: Er will die Pläne nur "rausrücken" wenn wir einen Vorvertrag unterzeichet haben :( . Das haben wir jetzt erstmal nicht gemacht... Haben uns unter einem Vorwand verkrümmelt ...

    Mir ist natürlich klar, dass er Arbeit hatte. Was aber, wenn wir nun zu einem Anderen gehen wollen weil uns ggfs. dessen Ideen besser gefallen ?

    Ich selbst bin im EDV-Dienstleistungegewerbe tätig - Kosten für Angebots- und Konzepterstellung sind mein Risiko - Wenn ich ein gutes Konzept erstelle, welches im Kostenrahmen des Kunden ist, bekomme ich den Auftrag.

    Der bisherige Planungsstand (eine grobe Kostenschätzung soll noch kommen) kostet 7% des Honorars - macht 1300 Euro :yikes Ich soll also 1300 Euro bezahlen nur um ein Angebot mit Konzept zu bekommen ? Wenn ich das bei 3 oder 4 Architekten mache bin ich pleite ....

    Ist das normal ? Habe ich was falsch verstanden ? :confused:

    Gruß

    Andreas
     
  6. nonprofi

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    Salve,

    ich kann Dir nicht sagen wie das nun üblich ist, aber ich will Dir gern mal schildern wie´s bei uns gelaufen ist.
    Wir sind zum Architekten und der hat in 2-3 Terminen versucht unsere Vorstellungen in ein machbares Haus umzusetzen. Ich hab auch immer fleißig Kopien der Entwürfe von Ihm bekommen. Von Vorvertrag und Kohle abdrücken war da nie die Rede. Er hat uns nur ein Honorarangebot erstellt und wir haben gewußt was des Spass kostet wenn wir`s mit Ihm durchziehen. Als es dann an die Eingabe des Plans zu Genehmigung ging und er die Mappen und alles fertig gemacht hatte hab ich eine Rechnung bekommen. Fertig.
    Ich würd sagen: Wenn Dir der Entwurf (und der Architekt) gefällt und Du das Haus ohnehin so bauen willst gehst Du ja kein Risiko ein, weil zahlen musst den Plan sowieso. Der will halt nicht, dass Du mit seinem Entwurf zu Deiner Nachbarin rennst, die in den 20iger ´Jahren mal Bauzeichnerin gelernt hat, und die schmiert Dir nen Eingabeplan hin und er hat gar nix davon.

    Ausserdem welche bahnbrechenden Ideen erwartest Du denn von einem anderen Architekten ? Beim EFH und vielleicht festem Bugdet gibt`s da wohl auch nicht soviel Spielraum, zumal Du ja schon konkrete Vorstellungen hast.

    Gruß

    NonProfi
     
  7. #6 Bauanfänger, 3. März 2005
    Bauanfänger

    Bauanfänger

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    Hmmm ...

    also bitte nicht falsch verstehen:

    Ich frage mich warum ich nun gerade diesen Architekten nehmen soll ?

    Der Architekt rückt also seinen Vorschlag nicht raus, weil er Angst hat, dass wir zu einem "billigerem" oder unserer Nachbarin gehen?

    Damit unterscheidet er sich ja nur durch den Entwurf von anderen Architekten ?

    Das würde ja bedeuten, dass das "Alleinstellungsmerkmal" bzw. der "Grund warum wir Ihn nehmen sollen" der Entwutf ist.

    Gerade dann sollten wir ja aber mehrere Architekten konsultieren ?!

    Irgendwie raff ich das jetzt nicht ...

    Wer kann Licht ins Dunkel bringen ?

    Gruß

    Andreas
     
  8. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Eigentlich

    kann Ihnen der Architekt bereits jetzt eine Rechnung stellen, es sei denn, Sie haben mit ihm ausdrücklich vereinbart, dass dieser erste Entwurf "kostenlose Akqusition" sein soll.

    Wie bei einem Rechtsanwalt muss Ihnen auch beim Besuch eines Architekten klar sein, dass dessen Leistungen grundsätzlich nicht umsonst zu haben sind.

    Ideen sind unter anderem das, wofür Architekten bezahlt werden. Mehrere A. aufsuchen und kostenlos Ideen sammeln geht also nicht. Spätestens beim Gespräch mit dem 2. Architekten nutzen Sie die Ideen des 1.

    Sie erstellen in Ihrem Beruf im Unterschied zum A. nur ein "Konzept" und nicht schon ein lauffähiges Programm.

    Der Grundriss den Sie kostenlos mitnehmen wollen ist aber sozusagen "lauffähiges Programm".
     
  9. #8 Bauanfänger, 3. März 2005
    Bauanfänger

    Bauanfänger

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    Hi,

    sorry - das sehe ich anders :boxing

    Bei einem Anwalt kaufe ich Beratungsleistungen. Den muss ich bezahlen egal ob der nur mit mir Kaffee trinkt oder mich vor dem Gefängnis bewahrt :shades

    Die Erstellung eines Programms ist ein Werk. Der Vertrag ist ein Werksvertrag. Ich schulde in diesem Fall eine Funktionalität. Wieviel Kaffee ich mit dem Kunden trinke ist mein "Bier" er zahlt deshalb keinen Cent mehr.

    Vom Architekten erwarte ich ein Werk (ein Haus). D.h. er schuldet mir ein Ergebnis - nämlich das gebaute Haus - zu einem definierten Preis. :deal

    Ihr argumentiert jetzt sicherlich: Das Werk ist die Erstellung eines Grundrisses - Aber genau das ist aber das Problem:

    Will mir der Architekt einen Grundriss oder ein Haus verkaufen ? :wow

    Wenn er mir "nur" einen Grundriss verkauft ist das nicht das, was ich will :confused:

    Was mich zur frage führt:

    Wie kann ich dann eigentlich zwischen der Leistung von Architekt1 und Architekt2 unterscheiden? Welcher ist dann "besser" ?

    Gruß

    Andreas
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    weiss ned, ob ich das in deinem post richtig verstanden habe:
    darin, dass sowohl RA als architekt beratungsleistungen "verkaufen", stimmen wir überein?
    oder nicht?
     
  11. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Falsche Erwartung

    die Leistungen, die ein Architekt in den einzelnen Leistungsphasen erbringt können Sie hier nachlesen:http://www.akbw.de/architektur/was-...tm?PHPSESSID=b7e96d6e4d46d435ed0306fd32f8358e

    Ein Haus zu einem definierten Preis kann Ihnen ein BU schulden, wenn Sie, nachdem die Planung vorab von einem Architekten erfolgte, dieser BU im Rahmen eines Festpreisvertrages die Erstellung dieses Werkes zusichert.

    Natürlich geht die Leistung des Architekten über "den Grundriss" hinaus, Stichwort Ausschreibung zur Vergabe der Gewerke/Bauleitung etc.
     
  12. #11 Bauanfänger, 3. März 2005
    Bauanfänger

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    Jetzt bin ich total verwirrt :confused:

    toubr schreibt:

    Welchen Erfolg (wenn nicht den Bau eines Hauses) schuldet denn der Architekt ?

    Wenn ich Euch richtig verstehe, ist der Architektenvertrag ein Dienstleistungsvertrag. Dann würde er aber keinen Erfolg schulden ....

    Wer kann mit helfen - blicke nix :D

    Gruß

    Andreas
     
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  14. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Der Architekt

    schuldet keinen Bau eines Hauses, da er nicht baut sondern plant.

    Natürlich können Sie einen Rahmen für diese Planung vorgeben:
    - Hausgröße/Wohnflächengröße
    - Raumprogramm
    - Technische Ausstattung
    - Kostenobergrenze u.ä.

    Die Planung des A. hat dann diese Vorgaben zu berücksichtigen.
     
  15. #13 toubr, 3. März 2005
    Zuletzt bearbeitet: 3. März 2005
    toubr

    toubr

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    BH
    Das habe ich nicht gut ausgedrückt, bin auch nur ein Bauherr :-)

    Natürlich bekommst Du vom Architekten kein Haus, sondern nur das Knowhow, sprich alle Unterlagen (Pläne, Berechnungen, Angebote, Vertragsvorschläge, Überwachung...) dafür. Da Menschen aber oft aneinander vorbei reden kann aber auch da schon einiges schief laufen:
    - Der Architekt denkt er hat ewig Zeit zum Planen und Euch eilt es
    - Der Architekt denkt Ihr habt Summe x + Steuer + Nebenkosten für den Bau zur Verfügung, Ihr habt aber geglaubt da ist alles drin .....
    Damit es keinen Streit gibt würde ich die Punkte, die mir wichtig sind in den Architektenvertrag einsetzen.

    Das Gute am Werkvertrag ist, dass der Archi für eine bestimmtes Honorar so viele Entwürfe macht bis alles passt (Alle Rahmenbedingungen im Vertrag erfüllt sind,falls möglich: Riesenvilla für 50 Euro geht natürlich nicht)

    Bei einem Dienstleistungsvertrag (Die HOAI erlaubt auch Beauftragung zum Stundensatz) zahlst Du für jede Planänderung neue Architektenstunden. Wenn Du Pech hast mußt Du z.B. nochmal zahlen wenn das Bauamt ne Änderung will, beim Werkvertrag ist das im Honorar mit drinnen.

    Cave: Bauherrenmeinung!

    Torsten


    PS: Was ich auch nicht verstehe sind die 7%, vielleicht kann einer der Profis was dazu sagen?
    LP1: Grundlagen 3%
    LP2: Vorplanung 7%
    Also entweder 3% oder 10% , LP2 ohne LP1 macht keinen Sinn?
     
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Woran merkt man ob der Architekt gut ist ?

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