WP/Kamin/FBH...und dann?

Diskutiere WP/Kamin/FBH...und dann? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Guten Abend die Damen und Herren, ich würde euch gerne mal meine Gedankengänge zu diesem Thema erläutern bzw. bei welchen Dingen ich wohl etwas...

  1. HDRM50

    HDRM50

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    Guten Abend die Damen und Herren,

    ich würde euch gerne mal meine Gedankengänge zu diesem Thema erläutern bzw. bei welchen Dingen ich wohl etwas übersehe oder anders machen sollte. Auch wenn mir "Gwen" schon tolle Infos gegeben habe (Danke!) würde ich gern das Thema mal ansprechen.

    Folgende Dinge stelle ich mir vor:

    WP mit Flächenkollektoren
    Da habe ich mich eigentlich schon sehr mit abgefunden, der Gedanke gefällt mir mit Erdwärme zu heizen, die Vorraussetzungen auf unserem 600m2 Grundstück sollten auch gegeben sein. Der Boden ist durchweg nass aber ein Bodengutachten kommt noch. Ausgrabung und Verlegung in Eigenregie, Anschluss dann vom Werk des Herstellers direkt. Ich hoffe, ich kann den Kontakt zum Werk mit dem Planungsstab nutzen.

    KFW 70 Haus
    Ja, brauch man nicht viel zu zu sagen. 1 1/2 geschossig, 166m2.

    Heizkamineinsatz
    Der Hintergrund ist folgender. Auf unserem Grundstück, was wir gerade aufbereiten, stand eine Menge Holz was wir in 5 Wochenenden entsprechend aufbereitet haben. Alles Esche und anderes Holz mit einem guten Heizwert. Ich weiß nicht wie viel Raummeter das sind aber das sollte für die nächsten 5 Winter reichen. Aus diesem und aus dem Grund der "Gemütlichkeit", soll das Holz natürlich für Wärme im Haus sorgen. Unterstützend.

    Fußbodenheizung
    Im ganzen Haus und in jedem Raum. Im Bad zzgl. einem Handtuchkörper.


    Ich habe mich ein wenig in das Thema eingelesen, bin allerdings auch nicht vom Fach und hoffe auch Richtigstellung von euch.

    Szenario a.)
    Erdgeschoss kann bei diesen Temperaturen (5°c) ja mit dem Heizkamin mit geheizt werden. Die Fußbodenheizung läuft bis zur gewünschten Temp. x mit und schaltet sich dann entsprechend ab. Dadurch das der Heizkamin aber schnell und deutlich Wärme produziert erkennt die Regelung eine dauerhaft zu hohe Raumluftemp. und schaltet die FBH im Erdgeschoss nicht mehr ein. Folge: Luft warm - Boden kalt. Könnte ich evtl. noch mit leben oder Kamin aus lassen und FBH normal im Erdgeschoß nutzen.

    Was ist mit dem Obergeschoß? Dort befinden sich Kinderzimmer, Arbeitszimmer und Bad. Schlafzimmer kann bis auf weiteres "kalt" bleiben. Eine Regelung sollte nicht mit Thermostaten durchgeführt werden. Kann das dann mit dem hydraulischen Abgleich und einem berechnetem Verlegeabstand bewerkstelligt werden, dass diese Räume eine etwas andere Raumtemp. haben können als die im Erdgeschoß?

    Szenario b.)
    Wie unter a.) jedoch kommt die Frau vielleicht auf die Idee, doch zusätzlich einen warmen Boden haben zu wollen. Würde dann aber heißen, dass das Erdgeschoss irgendwann mit über 26°c beheizt wird wenn beides kontinuierlich am Abend läuft. Wir haben jetzt momentan 21° Raumluft, 22°c wären ja auch noch i.O aber wenn nicht direkt vor dem Kamin, wäre es für das ganze Erdgeschoss zu viel. Was tun? Abschaltung der FBH im Erdgeschoss ab ca. 18:00 und darauf hoffen, dass die Restwärme im Boden ein paar Stunden hält? Auch hier wieder die Frage nach dem oberen Geschoss. Regelung Erdgeschoss/1.Geschoß getrennt? Wie? Hydraulischer Abgleich für ein ganzes Geschoß?

    Hintergrund ist eigentlich der: Kinderzimmer, Arbeitszimmer und Bad sollten unabhängig vom Erdgeschoss mit konstanter Wärme beheizt werden. Im Erdgeschoss ist es die Frage ob kalter oder warmer Boden wenn der Kamin AN ist. Ich möchte das Haus auch nicht überheizen und habe ein wenig Bedenken, dass aufgrund der Dämmung, dass alles ein wenig zu warm wird. Nudisten sind wir nicht ;-).

    Jedoch steht hier Holz für mehrere Jahre kostenlos zur Verfügung was wir natürlich gerne verbraten möchten. Wenn dadurch auch noch ein wenig die WP/der Boden entlastet werden kann, um so besser.

    Also, alles Banane oder wie seht ihr das? Vielleicht hat ja der Eine oder Andere eine ähnliche Konstellation.

    Gruß
    David
     
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  3. fmw6502

    fmw6502

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    Hallo David,

    ich machs mal kurz: der ganze Mehrinvest ist weit aus höher als das Holz vermutlich wert ist.

    In Langversion noch ein paar Gedanken: laß Dir erstmal die Heizlast (EN 12831) berechnen, dann siehst Du wieviel Energie die einzelnen Räume zB bei 5° benötigen. Dann vergleich mal die gesamte Heizlast der direkt beheizten Räume mit der Heizleistung Deines Ofens. Vermutlich wirst Du schnell die Fenster wg. Überhitzung aufmachen müssen.

    Naßer Boden ist ideal für einen Erdkollektor, egal ob Sole oder DV. Wofür benötigt Ihr dann noch den Ofen mit seinen erheblichen Mehrkosten (Ofen, Kamin...)? Das Holz kannst Du sicherlich gut verkaufen. Das einfache System wird auch ganz einfach seinen Dienst tun - KISS ;)

    Gruß
    Frank Martin
     
  4. HDRM50

    HDRM50

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    Hi Frank,

    sicherlich wird das Investment höher liegen als das was dort hinten gerade an Holz liegt. Keine Frage. Die Heizlast bekomme ich in Kürze da das Haus gerade noch reingezeichnet wird und die Befürchtung habe ich auch, dass die Temperatur nur durch die Holzhammermethode "Fenster offen" reguliert werden kann. Aber ist das wirklich die einzige Möglichkeit?

    Geht es nicht, wie ich oben angedeutet habe, über eine mehr oder weniger intelligente Steuerung der FBH? Es muss doch eine Möglichkeit geben das Holz in Eigenregie halbwegs sinnvoll selber zu verbrennen und als Gegenwert die Wärme zu nutzen und eine Entlastung für WP und Boden zu erreichen. Erreiche ich überhaupt eine Entlastung des Bodens weil hier möglicherweise weniger Wärmeentzug stattfindet?

    Das letzte Argument pro Kamin ist einfach der Wohlfühlfaktor.

    Besten Dank bis dahin,

    Gruß
    David
     
  5. fmw6502

    fmw6502

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    Hallo David,

    man kann sicherlich "irgendwas" mit der FBH Regelung oder anderen Maßnahmen versuchen auszugleichen, besser wäre es aber das Problem zu vermeiden.

    Dein ganzes Haus hat irgendwo zw. 5 und 8kW Heizlast - reine Bauchschätzung! - bei Normauslegungstemperatur d.h. an einem sehr kalten Wintertag. Jetzt dürfte grob geschätzt die Hälfte benötigt werden.

    Jetzt überlege mal wieviel Heizlast die vom Ofen beheizten Räume bräuchten und vergleich mal mit einem Ofen, der Euch gefällt...

    Ok, man kann auch einen Ofen mit Wassertasche und einem großen Puffer nehmen (noch mehr Invest), aber der große Puffer ist nicht so optimal für die WP...

    Wenn Du Dein Bodengutachten hast, kannst Du auch eine Aussage über die Entzugsfähigkeit treffen. Vermutlich wirst Du sehr gute Voraussetzungen für eine WP haben. Da brauchst Du keine Angst wg. der thermischen Belastung haben.

    Gruß
    Frank Martin
     
  6. kehd

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    Eine Heizung mit FBH schaltet man Mitte Oktober ein und Anfang Mai wieder aus. Da ist doch nichs mit viel regeln. Der Estrich besteht aus einigen Tonnen Estrich, die kann man nicht so schnell aufheizen und abkühlen. Im Schlafzimmer würde ich die dicken Daunendecken aus dem Mittelalter wegwerfen und dünne Decken nehmen. Dann sind auch 21°C im Schlafzimmer angenehm. Warum wird eigentlich immer so kalt geschlafen? Weil wir das im letzten Jahrhundert auch gemacht haben? Was macht man denn im Sommer? Klimaanlage an und das Schlafzimmer kühlen, damit man die Daunendecken ganzjährig benutzen kann?
     
  7. Bautine

    Bautine

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    Vielleicht wissen die Experten es besser, aber ich meine, Fußbodenheizung heizen den Boden in gute gedämmten Häusern nicht mehr spürbar auf. Warme Füße gibt es daher sowieso nicht, nur über den Bodenbelag. Aber ich lasse mich gerne belehren.
     
  8. HDRM50

    HDRM50

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    Das nennen wir "Komfort" und bringt mir/uns einen besseren und gesünderen Schlaf als wenn der Raum aufgeheizt ist. Wenn es nach mir gehen würde, würde ich die Heizung im Schlafzimmer komplett sparen. Im Sommer kommt in der Tat die dicke Daunendecke weg ;-). Ok, das ist aber ein anderes Thema.

    @Bautine,

    das ist meines Wissens nach unerheblich ob hochgedämmt oder nicht da über der FBH ja nur ein Estrich liegt und der nicht gedämmt wird. Von daher wird auch in einem Niedrigenergiehaus der Boden warm.

    @Frank,

    daraus resultiert sicherlich ein Kamineinsatz der so wenig Leistung wie möglich abgibt, eigentlich konträr zur gewünschten Eigenschaft eines Kamins.

    Ich sehe schon, dass wird nicht einfacher werden...

    Gruß
    David
     
  9. R.B.

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    Da liegst Du richtig. Bei einer Oberflächentemperatur die nur knapp über der Raumtemperatur liegt, wird man den Boden immer als "kühl" empfinden. Wärme empfindet man dann nur, wenn die Oberflächentemperatur über der Temperatur der Hautoberfläche liegen würde.

    Keine Ahnung wieviel Holz Du auf dem Grundstück hattest, aber man überschätzt das gerne.

    Was das Heizkonzept betrifft, so kann man einen Kaminofen einplanen. Das Konzept wird nur komplizierter, und die Anlage entsprechend teurer. Ob sich das wegen der paar Ster Holz rechnet, möchte ich mal bezweifeln. Aber es muss sich ja nicht alles rechnen.

    Wird ein Kaminofen mit eingebunden, dann steht und fällt das Konzept mit der Puffermöglichkeit. Die Energie muss gespeichert werden, weil die Räume das so schnell gar nicht aufnehmen können. Bei der geringen Heizlast moderner Häuser, funktioniert das nur, indem ein erheblicher Teil der Energie in einem Puffer gespeichert wird (also wasserführender Kaminofen erforderlich). So ein Puffer ist dann aber für die WP nachteilig.

    Bei der Verbrennung von Holz in einem Kaminofen ist die Effizienz ziemlich bescheiden (habe ich schon mehrfach vorgerechnet). Muss das Holz zum Straßenpreis gekauft werden, dann bewegt man sich auf vergleichbarem Niveau wie Gas oder Öl, und ist teurer als WP-Strom.

    Jetzt kannst Du natürlich sage, dass Dich das Holz nichts gekostet hat (außer Arbeit). Das ist richtig, aber ich unterstelle einfach mal, dass Du keinen kompletten Wald gerodet hast. Die paar Ster sind schnell verbrannt, und was dann?

    Ich habe nichts gegen einen Holzofen, man sollte sich nur darüber im Klaren sein, dass man sich das bischen Gemütlichkeit teuer erkauft. Ist die Entscheidung für einen Ofen gefallen, dann ist die technische Umsetzung kein Hinderungsgrund.

    Gruß
    Ralf
     
  10. OldBo

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    Moin Ralf,

    ich denke in diesem Zusammenhang auch immer wieder an die Nachbarn, die sich einen Aktivkohlefilter in die Außenluftansaugung ihrer KWL einbauen müssen, weil da einer mit einem abgwürgtem Kaminofen die Umgebungsluft verpestet und die Vorgärten mit Feinstaub füllt ;)

    Gruß

    Bruno
     
  11. Julius

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    Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. In Wahrheit liegt es in aller Regel nicht an der Temperatur, sondern an der mangelnden Frischluft (was in Neubauten durch die KWL behoben ist).

    Da hast Du ein falsches "Wissen".
    In neuzeitlich gedämmten Bauten fährt man die (korrekt ausgelegte) FBH mit Vorlauftemperaturen unter der menschlichen Körpertemperatur. Daher kann sich der Boden (im Gegensatz zu früher) nicht mehr warm anfühlen!
     
  12. HDRM50

    HDRM50

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    @Julius,

    alles klar, ich bin ja noch lernfähig, danke für die Richtigstellung.

    @OldBo,

    in dem vor 50 Jahren gewachsenem Gebiet ist das höchste der Gefühle eine Gasheizung und 50% der Leute dort heizt mit Holz. Von daher dürfte das Wort "Aktivkohlefilter" und "Feinstaub" schon als Fremdwort durchgehen.

    @Ralf,

    danke für die Klarstellung. Ich sehe ein, dass es eigentlich nur mit Einschränkungen der Kamin benutzt werden kann und als Heizunterstützung nicht gesehen werden sollte. Eine zusätzliche Pufferung kommt schon bei der WP nicht in Frage, dann selbstverständlich auch nicht bei dem Kamin.

    Dann mach ich halt an jedem Wochenende im Sommer eine Grillparty mit Lagerfeuer :bierchen:

    Gruß
    David
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Das ist nicht die schlechteste Lösung. ;)

    Also, einfach überlegen, ob Kaminofen gewünscht wird oder nicht, und dann ein Konzept planen lassen. Jeder setzt andere Prioritäten.

    Gruß
    Ralf
     
  14. Julius

    Julius

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    Wenn überhaupt, würde ich einen Ofen schlicht zusätzlich einplanen.
    Also OHNE Verbindung zur WP-FBH und mit möglichst kleiner Leistung. In den paar Fällen, wo man den dann rein für die Gemütlichkeit anmacht, kann man notfalls die Temperatur über Fenster regeln. Wenn es ganz knackig kalt ist (und zum Nachheizen laufend jemand zuhause ist!) kann der auch die Heizung entlasten.

    Viel wichtiger ist jedoch, eine KWL einzubauen!

    Das jetzt geschlagene Holz kann ja sowieso frühestens im Winter 2012/2013 genutzt werden.
     
  15. OldBo

    OldBo

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    Richtig. Das ist auch ein Punkt, der oft nicht bedacht wird. Entweder steht eine teure Investition jahrelang ungenutzt rum oder man muss die ersten Jahre Holz teuer zukaufen.

    Gruß

    Bruno
     
  16. HDRM50

    HDRM50

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    Jo, stimmt schon. Allerdings wird die Hütte - wenn alles gut geht, im März 2012 fertig sein. Von daher könnte ich den Winter 2012/2013 dann schon mitnehmen.

    Das wäre der Plan gewesen...

    Gruß
     
  17. Synthie

    Synthie Gast

    So, jetzt gebe ich mal meinen Senf dazu. Wir heizen Hybrid, sprich heizungsunterstützte Solaranlage, Gas und Kaminofen (Droof) mit Speichersteinen.

    Die Heizkurve meiner Gastherme habe ich so eingestellt, dass die Vorlauftermperatur ca. 30 - 32° (max. 36°) beträgt. Die Räume werden über die Durchlaufgeschwindigkeit manuel! auf die richtige Temperatur gebracht. D.h., Bad zw. 23,5 und 25,5°, Schlafzimmer zw. 19,5 und 21°, Wohnzimmer ca. 23,5 - 24°.
    So, jetzt mache ich morgens nach Lust und Laune ein schönes gemütliches Feuer in meinem Droof Kaminofen. Die Raumtemperatur steigt im Wohnzimmer auf 26 - 28°, die Doppeltüre zum Gang wird geöffnet. Der Luftbefeuchter läuft auf Hochturen. Angst, dass sich die warme feuchte Luft in kalten Räumen niederschlägt, hab ich keine, denn der Luftstrom wird von der KWL kontrolliert, die die Luft abzieht und mit Wärme- und Feuchtigkeitsrückgewinnung (Enthalpietauscher) frische Luft wieder einbläst..

    Am Abend, habe ich noch immer gemütliche 25 - 26° im Wohnzimmer und die Fußbodenheizung läuft noch immer mit einer Vorlauftemperatur zw. 30 und 32° - nur mit dem Vorteil, dass im Rücklauf weniger Energie verloren geht, aus dem Bufferspeicher weniger Energie abgezweigt wird -> Gas wird gespart.

    Da ein Kaminofen in der Regel nicht für einen Dauerbetrieb geeignet ist, macht es keine Sinn die Fußbodenheizung automatisch zu regeln bzw. auszuschalten. Die Abwärme eines Kaminofens beträgt ein Vielfaches von dem, was die Fußbodenheizung mit einer Vorlauftermperatur von 30-32° hergibt. Nur leider mit dem Nachteil, dass diese Wärmeabgabe punktuell ist.

    Für einen Kaminofen haben wir uns deshalb entschieden, weil wir von Strom und Gas in einem gewissen Grad unabhängig sein wollen. D.h., wenn der Strom im Winter ausfällt, oder im Gasnetz eine Störung vorliegt, muss ich nicht im Kalten sitzen. Ausserdem ist so ein Kaminfeuer schön anzusehen, romantisch und auch ein schönes Hobby.

    Synthie
     
  18. Julius

    Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Das ist ein nicht unwesentliches Argument. Allerdings eben auch dafür, solch einen Ofen nur OHNE Einbindung in die Warmwasserumlaufheizung zu errichten!
    Denn ein wasserführender Ofen kann ohne Strom auch nicht betrieben werden.

    P.S.
    Was ist eine "heizungsunterstützte Solaranlage"?
    Wenn man mit teuer bezahltem Gas im Winter den Schnee auf den Sonnenkollektoren abtaut, oder was...?
     
  19. salleD

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    der war gut :bef1010:
     
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  21. salleD

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  22. fmw6502

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    Gibt es bei Euch wirklich Stromausfälle über längere Zeit?

    Ein gut gedämmtes Haus mit Speichermasse kühlt sehr langsam aus. Ich hatte es mal exemplarisch nachgerechnet und kam auf rund 'ne Woche, die man mit Pullover ohne Probleme noch aushält. Bis es kritisch wurde bzgl. Einfrieren von Leitung wars rund 3 Wochen. Wohlgemerkt, bei -16° außen.

    Unser bisher längster Stromausfall war eine Nacht, da ein Bagger ca, 10km von uns weg ein Hauptstromerdkabel gekappt hat. Hauptproblem war dann, daß das BEF nicht erreichbar war ;)

    Gruß
    Frank Martin
     
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WP/Kamin/FBH...und dann?

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