WP mit Frequenzregelung sinnvoll ?

Diskutiere WP mit Frequenzregelung sinnvoll ? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Guten Morgen, wir bauen gerade ein Effihaus 70. Die Heizlastberechnung gibt irgendwas mit 6 KW vor. Es soll eine Sole-WP mit Kollektor werden,...

  1. #1 Mister Bean, 29. Dezember 2010
    Mister Bean

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    Guten Morgen,

    wir bauen gerade ein Effihaus 70.

    Die Heizlastberechnung gibt irgendwas mit 6 KW vor.

    Es soll eine Sole-WP mit Kollektor werden, da (1600m²) Platz vorhanden.

    Nun stellen sich ein paar Fragen:

    1. Die Größe des Kollektors ist ja maßgeblich vom Wärmebedarfs des Hauses und der Entzugsleistung des Erdreichs abhängig. Nur wie soll ich die denn genau bestimmen um das Optimum zu erreichen ? Ich habe Berechnungen von 250m² bis 700m² gesehen. Ein Heizi hat vorgeschlagen den Kollektor zu tunen. Also in eine Folie zu legen um ihn immer schön feucht zu halten. Fördert ja die Effizienz, aber hält das dauerhaft ?

    2. Die WP selber steht auch zur Debatte....
    Klassisch, also wie bekannt "sportliche" Auslegung.
    oder mit Frequenzregelung z.B. Nibe Fighter 1250. Lt Aussage des Heizis hätte das den Vorteil, dass ich den Heizungsspeicher weglassen kann. Was mir natürlich aus Platzgründen gefallen würde.

    3. Die WP und das leidige Thema ERR. Tun oder nicht tun ?
    Ich habe mir das immer so vorgestellt......
    - Festlegung der Raumtemparauren mit dem Heizi (erledigt)
    - FB (5-10cm) mit 1-2 Grad nach oben auslegen, damit ich den "Angstzuschlag" für meine Frau vorhalten kann, ohne dass ich die Vorlauftemp verändern muss. Die Raumtemp dann eben über ERR halten.
    ODER keine ERR sondern nur über die Ventile am Verteiler über den hydr. Abgleich die "Temp einstellen"

    Leider greifen alle Punkte ineinander....
    keine ERR (alle Kreise offen) und Frequenzregelung wäre so mein pers. Favorit.

    Was meint Ihr ?

    Einen habe ich noch:
    Passiv kühlen möchte ich auch mit diesem System...

    Gruß Torsten
    (der schon gefühlte 500 Std. hier gelesen hat)
     
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  3. R.B.

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    Bei einer Sole-WP ist eine Leistungsregelung nicht zwingend erforderlich, zumal wenn, wie in Deinem Fall, ausreichend Fläche für den Kollektor und eine FBH als Heizfläche zur Verfügung steht.
    Bei einer Sole-WP kann man mit relativ konstanter Quellentemperatur rechnen, d.h. die Leistungsunterschiede die man puffern müsste, sind nicht so gewaltig.

    Es muss natürlich sichergestellt sein, dass die WP immer ausreichend Wasser kriegt, sprich, es dürfen nicht alle Heizkreise über ERR abgewürgt werden.

    Der Vorteil einer Leistungsregelung ist hier also nicht so gewaltig. Möchte man noch die letzen Nachkommastellen "tunen", dann kann man über eine leistungsgeregelte Sole-WP nachdenken.

    Was den Kollektor betrifft, so würde ich diesen möglichst üppig dimensionieren. Platz steht ja ausreichend zur Verfügung. Einen echten Vorteil der "Folie" kann ich noch nicht erkennen.

    Eine FBH mit 5-10cm ist schon sportlich. Ich kenne Handwerker die sind bei 10cm bereits verzweifelt, aber 5cm? Das auszuführen dürfte praktisch so gut wie unmöglich sein. Abgesehen davon ist der Vorteil zu 10cm nicht mehr so gewaltig.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Mister Bean, 29. Dezember 2010
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    Hallo Ralf,

    es stellen sich immer mehrere Fragen...

    1. Kosten: Investision im Verhältnis zu laufende Kosten
    teuere WP vs. Entfall Speicher und laufende Kosten
    ggf. Entfall ERR

    Mit KWL ist die ERR sowieso etwas fraglich... da gibts ja viele Meinungen...!

    2. Komfort:
    Warm und bitte nicht jeden Tag an der Anlage rumfummeln müssen.

    Was hälst du von der Grundidee die FB etwas höher auszulegen und über die Ventile oder ERR einzudrosseln?

    Bin mir über die richtige Regelung noch etwas unklar. :(

    Gruß
     
  5. R.B.

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    Da es sich in beiden Fällen um LWP handelt, ist der Unterschied bei den Verbrauchskosten nicht so gewaltig.

    Für´s Optimieren braucht man schon etwas Zeit, aber danach sollte sich die Fummelei an der Regelung in Grenzen halten.

    Die FBH würde ich immer bestmöglich optimieren, den Rest dann über die Heizkurve. Ob man dann die Heizkurve etwas höher einstellt und über die ERR begrenzt, ist Geschmackssache. Höhere Heizkurve kostet etwas Effizienz, dafür kriegt man die Räume schneller auf Temperatur. Kann evtl. NT Zeiten besser nutzen.

    Jeder hat etwas andere Ansprüche an seine Heizung. Ich habe es nicht geschafft alle Räume so abzugleichen, dass ich sie ungeregelt beheizen könnte, und das Ergebnis auch unserer Nutzung entspricht. Deswegen ist weiterhin eine ERR aktiv, auch wenn sie selten eingreifen muss.

    Ob deswegen gleich ein Pufferspeicher verbaut werden muss, ist ein anderes Thema. Dann reden wir über´s Anlagenkonzept. Ein Pufferspeicher kann sinnvoll sein, und richtig eingebunden und gedämmt, sind auch die zusätzlicen Verluste moderat. Dafür bekomme ich Betriebssicherheit, egal was meine Heizung gerade so anstellt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2010
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    FBH ist systembedingt ein träges System. ERR als Temp.-Steuerung macht nur Sinn, wenn ich abends sicher bin, Raum X am nächsten Morgen zu brauchen.
    Wenn es also keine Räume gibt, die nur gelegentlich geheizt werden sollen, macht eine ERR eher keinen Sinn. Die Temperaturen lassen sich auch über Durchflußmengen regeln.
     
  7. R.B.

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    Man kann die ERR auch als Notbremse einsetzen, und wenn man dann mit einer etwas höheren Temperaturwelligkeit zufrieden ist, und anstatt der einfachen Klick-Klack auch Thermostate verwendet die mit geringerer Hysterese arbeiten, kann man auch mit der ERR die RT einigermaßen konstant halten.

    Die Trägheit einer FBH macht sich vor allen Dingen dann negativ bemerkbar, wenn Räume deutlich abgesenkt werden sollen, was in einem gedämmten EFH sowieso nicht ganz so einfach ist.

    Man muss also unterscheiden zwischen der Regelung um eine einmal erreichte RT herum, und Aufheizen nach einer Absenkung.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Mister Bean, 29. Dezember 2010
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    Tja,

    da habt ihr wohl wie recht.........

    Nachtabsenkung ist kein Thema, dachte eher an "Nachanhebung" wegen den
    NT des Stromversorgers. Vielleicht kann ich mir da noch ein paar Promille an
    Effizienz heraus hohlen.

    Das ganze Haus wird wird 24h gleich und in allen Räumen geheizt und genutzt.

    Deshalb auch die Frage nach dem Sinn der ERR. ? Eigentlich nur der Gedanke, "dass ich könnte, wenn wollte" treibt mich da an. Also wärmer wenn Frau meckert oder kälter (= Heizung aus über Thermostat) bei Überhitzung des Raumes durch die Sonne.

    Wenn aber ERR dann habe ich ja das Problem mit dem hydraulischen Gegebenheiten im System. Also weniger Effizienz, ggf den Speicher für die WP.

    Welchen Tod soll ich sterben ? :think
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Im Zweifelsfall zugunsten der Frau?

    Ein paar Euro mehr auf der Jahresabrechnung sind nicht so schlimm als eine meckernde Ehefrau. :mega_lol:

    Ich würde eine ERR verbauen und dann siehst Du beim Optimieren ob man diese deaktivieren kann. Der Kostenmehraufwand ist überschaubar, und besser ein paar Leitungen verlegt, als später mit aller Gewalt eine Raumregelung gebastelt.

    Gruß
    Ralf
     
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  11. OldBo

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    nach meinen neuesten Informationen werden die Ausnahmegenehmigungen nur noch "ungerne" bzw. mit viel Murren erteilt. Auch muss die Begründung stichhaltig sein. Also wird man um eine ERR nicht herumkommen. Ob man sie dann braucht, werden die Heizgewohnheiten ergeben.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  12. alex2008

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    passiv kühlen mit Erdkollektor kannst nahezu vergessen.

    Leistungsgeregelte Erdwärmepumpe kostet erst mal mehr Geld.
    Möglichst tiefe Vorlauftemperatur anstreben auch.

    Dann mal genügend Angebote einholen, auch mit auf dem Papier ineffizienter erscheinenden Geräten und dann mal in Ruhe rechnen ob sich der Mehrinvest für höhere Effizienz überhaupt lohnt.
     
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