WP / Puffer / WW-Speicher, Welche Kombination bei mir sinnvoll?

Diskutiere WP / Puffer / WW-Speicher, Welche Kombination bei mir sinnvoll? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Guten Tag, zunächst hoffe ich erstmal, dass ich meine Frage hier im richtigen Forum poste. Ansonsten bitte ich kurzen Hinweis. Ich habe...

  1. votti

    votti

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    Guten Tag,

    zunächst hoffe ich erstmal, dass ich meine Frage hier im richtigen Forum poste. Ansonsten bitte ich kurzen Hinweis.

    Ich habe schon Einiges hier im Forum gelernt und weiß auch mittlerweile, dass ich mich schleunigst an die Erstellung einer Heizlastberechnung zur Auslegung meiner WP machen sollte. Ich werde mal meinen WP-Fachbetrieb fragen, evtl. haben die sowas schon gemacht. Die Daten aus meinem Wärmeschutznachweis gebe ich somit nur als Anhalt bekannt, evtl. helfen sie ja jemandem.

    Unser Bauvorhaben:
    - Freistehendes EFH ohne Keller, 2 Vollgeschosse mit Flachdach, 160 qm Wfl.
    - 4-Personen Haushalt, durchschnittlicher WW-Verbrauch
    - KfW 70
    - Der Wärmeschutznachweis liefert: Jahres-Heizwärmebedarf: 11.760 kWh/a, Jahres-Primärenergiebedarf: 12.670 kWh/a
    - Geplant: Sole-Wasser-Wärmepumpe (9 bis 10 kW) mit Flächenkollektor (280 qm)
    - Entzugsleistung gem. Geologischem Dienst NRW: 20 – 30 W/qm (bei 1.800 Betriebsstunden)

    Details zur WP:
    Unser WP-Fachbetrieb hat uns mehrere Alternativen (Einzelgeräte/Kompaktgerät, mit/ohne Pufferspeicher etc.) angeboten. Folgende Varianten haben wir in die engere Auswahl genommen:

    1. Kompaktgerät (Viessmann, 170 l), kein Pufferspeicher
    2. Einzelgerät (Waterkotte), 300 l WW-Speicher, kein Pufferspeicher
    3. Einzelgerät (Waterkotte), 500 l Brauchwasserladespeicher + Brauchwasserdurchlaufmodul 84 kW

    Nur zu meinen Fragen:
    Frage 1: Die Variante 1 ist eigentlich nur noch aus Kostengründen in der engeren Auswahl. Habe ich das bisher richtig aus dem Forum herausgelesen, dass 170 l Brauchwasser für 4 Personen knapp bemessen ist? Ich würde unseren Wasserverbrauch mal als durchschnittlich einstufen. Sollten wir daher eher zu Variante 2 tendieren?

    Frage 2: Die Variante 3 war mir bislang völlig unbekannt. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann wird der 500 l Speicher immer auf 50 °C gehalten und als Pufferspeicher genutzt (auch wenn der im Angebot als Brauchwasserspeicher betitelt ist). Dieser Puffer dient zusätzlich über das Durchlaufmodul (= Wärmetauscher) zur Brauchwassererwärmung. Auch wenn diese Variante von meinem Fachhändler als Deluxe-Variante angepriesen wird, ich habe da so meine Zweifel, hatte schließlich auch mal ein wenig Thermodynamik im Studium. Erstens habe ich Zweifel, weil ich ständig die 500 l auf 50 °C halten muss (vermutlich schlechter Wirkungsgrad der WP) und zweitens, weil ich aufgrund des Durchlaufmoduls sicherlich auch wieder Verluste erzeuge.
    Habt ihr schon mal von so einer Konstellation gehört und was ist eure Meinung dazu?

    Ansonsten bin ich natürlich über jeden Hinweis oder Gedanken zu meiner Gesamtkonstellation immer dankbar.

    Ich hoffe, dass die o.a. Daten zur Beantwortung meiner Fragen erstmal ausreichen, ich wollte den Umfang bewusst klein halten. Sofern ihr noch weitere Daten benötigt kann ich da sicher noch welche beisteuern.

    Vielen Dank schon mal.

    Grüße,
    Christian
     
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  3. fmw6502

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    1) zu kleiner Speicher --> hohe Temperatur muß vorgehalten werden --> WP Wirkungsgrad wird deutlich schlechter für Warmwasserbereitung
    2) 300l sind typischer Wert
    3) wozu brauchst Du einen Puffer für die FBH? Die WP muß dann auch für normale Heizung 50° o.ä. immer erzeugen, d.h. WP Wirkungsgrad ist immer schlecht :mauer

    Bist Du auf den Handwerker oder die Firmen angewiesen? Gibt es keine Alternativen, die sich mit WP auskennen (zB Kältebauer) und nicht nur 0815-Anlagen einbauen?

    Gruß
    Frank Martin
     
  4. bernix

    bernix

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    das steht nirgends...aber zugegeben, eine kleine Restchance besteht...

    Pufferspeicher mit aussenliegendem Wärmetauscher ist im solarbereich nicht unüblich....
    Das Brauchwassermodul und die Puffergrösse scheint wirklich auf gleichzeitiges Duschen mehrer Leute ausgelegt zu sein.

    Mir würde der einfache 300l Speicher reichen....
     
  5. Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Eine Anlage nach 2) dürfte mit Abstand die niedrigsten Betriebskosten ergeben.
     
  6. Michael 1

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    1) ist der speicher echt zu klein, zu hohe temperaturen erfordelich um die effektive menge am ww (als mischwasser) zu erhalten, oder die wp taktet in der ww-bereitung.

    2)würde ich evtl auch machen, großes volumen und kleine temperatur das mögen wärmepumpen.

    3)jetzt kommt es auf die genaue arbeitsweise des einzelnen markenprodukts an- er kann in verbindung mit einem überströmventil als hydraulische weiche dienen, die senkt die tantung der anlage, wenn nur 1 kleinner teil des hauses beheizt wird, das is oft in der übergangszeit nur das wohnzimmer.
    aber wie gesagt produktabhängig.

    mein tipp immer wenns ums anlagenvergleiche geht, die alleine von den arbeitsweisen shon abweichen können, lasst den hezungsbauer mit nem herstellervertreter aufschalgen.

    man kann nicht alles wissen, man muss nur wisse wo es steht
     
  7. bernix

    bernix

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    --was soll das bringen?

    Die beiden erzählen dir (ders nicht besser weis) mehr oder minder wortreich, was sie am liebsten verkaufen wollen....:biggthumpup:
     
  8. Michael 1

    Michael 1

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    man mus hier schon unterscheiden, es soll kein verkauf der heizungsanlage an der haustür sein.
    der hersteller soll hier legentlich alle relewanten daten aufnehmen und die anlage dann am werk auslegen lassen.
    ja leider gibt es hier immer wieder schwarze schafe, sicher macht es das nicht einfach, aber bei namenhaften herstellern, die sich durch gut laufende anlagen, mit niedrigem verbrauch ihren ruf verdient haben, sollte das schon klappen.
    auch diese wollen nicht, das ihr produkt von unerfahrenen handwerkern installiert wird. denn es spricht sich ja rum, welche marke die wp hat die nicht gut läuft (egal obs der handwerker verbockt hat)
    einige hersteller kann man auch als endkunde zur beratung heranziehen.
    selbst ich hohle mir regelmäßig einen von denen auf die baustelle um meine arbeiten auslegen zu lassen, so sehe ich ob ich im laufe der zeit noch alles richtig mache ober ob sich zunehmend fehler einschleichen.
    und wenn es der installateur drauf anlegt nur schnell anlagen zu verkaufen ohne sich weiter gedanken dazu zu machen, dann wird da auch sicher das ein oder andere mal was nicht so klappen wie die kunden es wollen und das hört man dann schon wenn man sich mal nach ihm, in der region, informiert.
     
  9. roro

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    Ich würde auch zu 2 tendieren.
    Noch etwas. Heizlastberechnung durchführen. 9-10 kW kommen mir recht hoch viel vor. Ich habe selbst einen ähnlichen Gesamtwärmebedarf aber nur eine Heizlast von 5,7 kW.
     
  10. votti

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    Hallo,

    vielen Dank schon mal für eure zahlreichen Postings. Auch dabei fällt mir wieder auf, wie kontrovers die ganze Sache diskutiert werden kann.

    @ fmw6502: Eine FBH ist tatsächlich im ganzen Haus geplant. Auf den Handwerker bin ich nicht angewiesen, er wurde mir jedoch bereits von mehreren Bauherren empfohlen und hat sich auf WP spezialisiert. Bisher fühlte ich mich bei ihm am besten beraten, ich habe mir ja auch noch Angebote bei Mitbewerbern eingeholt. Die grundsätzliche Frage, ob Pufferspeicher oder nicht, werde ich ihm beim nächsten Gespräch mal stellen. Wie ich bereits im Forum gelesen habe kann man darauf bei einer FBH auch ganz gut verzichten. :28:

    @ roro: Vielen Dank für den Referenzwert. Ein weiteres Argument für die Erstellung einer Heizlastberechnung.

    Frage: Wer macht in der Regel die Heizlastberechnung? Der Heizungs-Installateur meines Vertrauens oder eher eine unabhängige Person?

    Vielen Dank weiterhin für eure Meinungen.

    Gruß,
    Christian
     
  11. Michael 1

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    sollte der installateur hin bekommen,
    aber er kann auch den hersteller der wärmepumpen bzw der fbh damit beauftragen.
    meist fallen da erst kosten an, die aber später bei kauf der wp oder fbh verrechnet werden.
     
  12. fmw6502

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    Gruß
    Frank Martin
     
  13. R.B.

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    Vom Konzept her sollte man in Richtung Variante 2 denken. Da sind wir uns wohl alle einig.

    Die Frage ist nur, wie baut man die Variante 2 nun im Detail auf. Die FBH Kreise sollten so dimensioniert und betrieben werden, dass die WP auch wirklich auf den Puffer verzichten kann. Dazu sollte man die technischen Daten der WP genauer studieren, und dann auf FBH Seite sicherstellen, dass die WP immer ausreichend "Wasser" kriegt.

    Gruß
    Ralf
     
  14. votti

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    Hallo,

    Nachtrag zur Variante 3: nach Rücksprache mit dem Installateur handelt es sich um einen Brauchwasserladespeicher (500 l) mit einem Durchlaufmodul. Diese Variante wird ausschließlich zur Brauchwassererwärmung verwendet, also doch kein Pufferspeicher (was ja auch gem. der Kommentare hier tatsächlich sinnfrei wäre).

    Kurze Verständnisfrage:
    Mit dem großen Volumen von 500 l kann ich die Temperatur, die die Wärmepumpe erreichen muss, niederiger ansetzen, um die gleiche Zapfleistung wie mit einem kleineren Tank zu erzielen (ich hoffe, ich habe da jetzt nichts durcheinander gebracht).
    Mit dem Durchlaufmodul erkaufe ich mir allerdings einen zusätzlichen Wärmeübergang (von Tankinhalt zum Brauchwasser), der natürlich wieder mit Verlusten behaftet ist.

    Korrekt?

    Gruß,
    Christian
     
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  16. Hfrik

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    Nun, dass sollte sich die GaWaSch Fraktion bezüglich Legionellen auch noch mal anschauen. Warmwasser sollte ja mit einer gewissen Mindesttemperatur lagern, um dem aus dem Weg zu gehen, das könnte auch für die Leitung ab Durchlauferhitzer (gespeist aus dem Pufferspeicher, so wie ich das lese) zu den Endgeräten gelten.
    Hoffe halt mal, dass der Handwerker das richig macht.
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Richtig. Das "Durchlaufmodul" ist die Schwachstelle. Damit Du damit ausreichend Wasser mit entsprechender Temperatur zapfen kannst, musst Du den Speicher höher laden.

    Gruß
    Ralf
     
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