Wundersames Phänomen

Diskutiere Wundersames Phänomen im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, Houston, ich habe ein Problem: Für die Außenbeleuchtung unseres Hauses habe ich vor Jahren eine Funkanlage installiert. Der Empfänger...

  1. juerix

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    Hallo,

    Houston, ich habe ein Problem:

    Für die Außenbeleuchtung unseres Hauses habe ich vor Jahren eine Funkanlage installiert. Der Empfänger lässt sich zusätzlich mit einem einfachen Taster (Schließer) ein- und ausschalten.

    Im Zuge weiterer Renovierung habe ich an den bestehenden Schalter ein Kabel parallel angeklemmt, um einen weiteren Taster anzuschließen.

    Das Problem: Sobald dieses zusätzliche Kabel angeklemmt ist (auch ohne Taster, also mit blanken Aderenden) spinnt die Anlage. Die Lampen sind immer an und bei Betätigung des alten Tasters gehen sie aus und sofort wieder an.

    Ich habe das neue Kabel mit meinen Möglichkeiten (Ohmmeter) durchgemessen und konnte keine Beschädigung feststellen (zwischen beiden Adern unendlich KOhm bzw. 0 Ohm bei Kurzschluss).

    Wir haben sogar den Raum, indem dieses Kabel verlegt ist, komplett stromlos gemacht - das Phänomen bleibt.

    Was kann das sein?

    Viele Grüße
    Juerix
     
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  3. Bauwahn

    Bauwahn

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    Ich hab mit dem Funk-zeugs nicht so viel Erfahrung, aber war der alte Taster im Empfänger integriert oder direkt daneben montiert? Wird damit 230 V getastet oder eine interne Steuerspannung?

    Dann wäre das Gerät wahrscheinlich nicht geeignet mit einer nichtabgeschirmten Leitung verlängert zu werden, weil die unvermeidlichen Einstrahlungen zum Auslösen der Elektronik ausreichen.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Ist auch meine Vermutung. Eingang extrem hochohmig, keine Entprellschaltung, keine Entstörschaltung, und schon isses passiert.

    Lösungsansatz? Ohne Details zum Empfänger schwer zu sagen. Von einem zusätzlichen Lastwiderstand, über Parallel-C bis hin zur o.g. Entprell-/Entstörschaltung ist alles möglich.
    Vorher sollte man aber überprüfen ob man nicht die Leitungsführung ändern kann und ob dann das Problem weiterhin auftritt.

    Gruß
    Ralf
     
  5. nase

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    sind da 230V auf dem taster ?

    Wenn nicht versuch mal einen keramischen Kondensator von etwa 100NF anzuklemmen. Der kommt parallel zum taster.
    Sinn ist, mögl. HF Einstreuung kurzzuschliessen.

    Wenn es nicht hilft versuch mal mehrere davon (1. taster; 2. taster, 3.empf. anschluss)

    Wenn da Netzspannung auf dem Taster ist, kann man im Prinzip das gleiche machen, nur muss man den Kondensator genauer auswählen. (Spannungsfestigkeit...etc) Das sollte dann unbedingt ein Fachmann machen.
     
  6. juerix

    juerix

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    Hallo,

    Danke für die Gedanken.

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die Höhe der Schaltspannung nicht weiß - ich bin von 230 v ausgegangen und habe es entsprechend verkabelt. Werde gleich mal messen.

    Der 1. Taster ist etwa 10 m vom Empfänger entfernt.

    Ich hatte gestern aber schon ein gleichlanges Kabel testweise angeschlossen - Keine Probleme. Nur halt bei dem schon installierten und (natürlich) unter Putz liegenden ...

    Darf man hier auf Produktseiten verlinken? (wenn nicht - sorry)
    Der Empfänger:
    http://www2.produktinfo.conrad.com/...3007-an-02-de-Funk-Aufputzschalter_FS20SA.pdf

    Viele Grüße
    juerix
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Da brauchst Du nicht zu messen. Der Taster wird direkt über 10k inSerie und 100nF gegen Masse an einen IO-Port des µC gelegt. Intern ist der µC so programmiert, daß er anscheinend einen Pull-Up aktiviert. Der Taster zieht dann den IO-Port nach Masse (mittlere Klemme). Der µC läuft mit 3Vdc.

    Vermutlich zieht irgendwas den IO-Port runter, so daß dieser immer wieder aktiviert wird.

    Verkabelung prüfen und Spannung an den Klemmen KL4 (gegen Masse/mittl. Klemme) messen.

    Dort müssten im Ruhezustand etwa 3V messbar sein.

    Gruß
    Ralf
     
  8. juerix

    juerix

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    Hallo Ralf,

    ja, es sind 3 V.

    Das Phänomen tritt auf, sobald ich das neu verlegte Kabel mit beiden Adern anschließe - auch wenn am Ende kein Taster angeschlossen ist.
    Ich habe probeweise den Schutzleiter genommen (es ist ein NYM), es ändert sich nichts.

    Neben dem Kabel liegen die normalen 230 V-Leitungen. Kann das die Ursache sein? Obwohl ich schon den ganzen Raum stromlos gemacht habe ...

    Grüße
    Jürgen
     
  9. R.B.

    R.B.

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    WIE stromlos gemacht? LSS aus?

    Es ist sehr gut möglich, daß Störsignale von den 230V Leitungen auf den Tastereingang koppeln. Die RC Beschaltung ist eher für höhere Frequenzen (o. kurze peaks) ausgelegt.

    Kannst Du die 3V auch am Ende der zusätzlichen (neuen) Leitung messen?

    Ist ein Verdrahtungsfehler definitiv ausgeschlossen?

    Gruß
    Ralf
     
  10. juerix

    juerix

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    Hallo Ralf,

    hatte die Sicherungen rausgemacht und dann x-mal den ersten Taster betätigt.

    Am neuen Kabel messe ich 1,9 V.

    Habe jetzt probeweise ein noch längeres Kabel angeklemmt - funktioniert einwandfrei. Dieses Probekabel habe ich um eine Kabeltrommel gewickelt - funktioniert einwandfrei.

    Das Problemkabel ist etwa 10 m. Davon liegen die ersten 6 auf Putz. Erst dann liegt es unter Putz und parallel zu den 230 V Leitungen. Wenn ich es vor dem "Verschwinden" unter Putz trenne, funktioniert alles einwandfrei.

    Merkwürdig: Mein Spannungsprüfer-Schraubenzieher leuchtet bei Kontakt mit dem Kabel wie verrückt.

    Grüße
    Jürgen
     
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  12. #10 Ralf Dühlmeyer, 20. März 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Tja - dann ist Deine Eltronik so empfindlich, dass sie auf Induktionsspannung reagiert :wow:

    Abgeschirmtes Kabel macht froh.
     
  13. juerix

    juerix

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    Hallo,

    Danke für die Antworten.
    Zur Info: Ich habe das Problem mit einem zusätzlichen Relais beheben können.

    MfG
    juerix
     
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