XPS-Perimeterdämmung - welcher Kleber?

Diskutiere XPS-Perimeterdämmung - welcher Kleber? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Unser Keller nach WU-Richtlinie bekommt eine 12 cm starke Perimeterdämmung. Auf den unteren 100 cm haben wir aufstauendes Sickerwasser. Auf die...

  1. capslock

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    Unser Keller nach WU-Richtlinie bekommt eine 12 cm starke Perimeterdämmung. Auf den unteren 100 cm haben wir aufstauendes Sickerwasser.

    Auf die Frage nach der Verklebung bekommt man viele Antworten. Auf dem Nachbargrundstück (auch WW, mit örtlichem Architekten) haben sie die Platten einfach im Streifenverfahren mit PU-Schaum angeklebt. Unser Kellerbauer wollte im Punkt-Wulst-Verfahren mit Dickbeschichtung arbeiten.

    Bei BASF kann man sich einen alten Artikel von 1995 mit einer Langzeitstudie runterladen. Demnach ist auch ohne Stauwasser bei dauerhaft nassem Erdreich eine vollflächige Verklebung empfehlenswert, aber halt nicht mit Dispersionskleber. Der Mechanismus ist wohl, daß Dispersionskleber oder Betonwand die Feuchtigkeit aufnehmen und diese dann per Diffusion warm nach kalt viel effektiver in das XPS reindrücken als bei gelegentlicher Benetzung mit Wasser.

    Ich werde voraussichtlich die Perimeterdämmung selber vollfächig auf der ganzen Wandhöhe verkleben. Vor Diffusion durch die 24 cm Beton habe ich weniger Angst, aber bei vollflächiger Verklebung ist das Thema ja gleich miterschlagen.


    Es stellt sich dann die Frage nach dem Kleber.

    1. Voranstrich oder nicht? Im Baumarkt gäbe es "Voranstrich lösemittelhaltig" und "Isolieranstrich lösemittelhaltig".

    2. Im Baumarkt gäbe es 1K-lösemittelfreie Dickbeschichtung. Laut Dosenaufschrift ist keine Grundierung notwendig. Ich hätte auch keine Bedenken gegen Eindrücken der Platten in die frische Dickbeschichtung, da ja keine Dichtfunktion gefordert ist.

    3. Baustoffhändler bietet 2K-Dickbeschichtung an, Fabrikat kenne ich noch nicht. Hätte eventuell den Vorteil einer zuverlässigeren Durchhärtung, ist aber etwas teurer als 1K.

    4. BASF empfiehlt Fabrikat von Tochterfirma PCI, Pecimor DK. Das ist ein Dämmplattenkleber aus Bitumenemulsion und Zementpulver. Hier wird ein Voranstrich mit verdünntem Pecimor ausdrücklich vorgesehen. Das Pecimor ist übrigens gerade mal 20% teurer als o.g. 1K-Beschichtung im Baumarkt.


    Was meint Ihr?
     
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  3. Robby

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    Wenn man weiß wieviele verschiedene KMB "Produzenten" nicht MArkennamen es tatsächlich gibt stellt sich die Frage so gar nicht ;)
     
  4. capslock

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    Einen oder zwei? :)

    Trotzdem die Frage 1K-KMB, 2K-KMB oder 2K-Klebemasse? Voranstrich oder nicht?
     
  5. Robby

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    1 K Wird schlecht trocknen, wohin auch? und wenns vor der Trocknung hinterspült wird ist auch nicht prickelnd, 2 K = schneller fest, aber auch beim Verarbeiten, also zügiger sein.

    Voranstrich ist eher für Staubfreiheit und Verbesserung der Haftung auf der Oberfläche und schadet auf keinen FAll und geht auch flott

    Die Klebemasse hat meinen Informationen nach nur einen anderen AUfkleber zumindest in einem Werk das ich kenne ;)
     
  6. #5 Carden. Mark, 31. März 2009
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    Teilweise habe die auch eine andere oder weniger Füllung.
    Aber wie Robby schon schreibt - (fast) alles irgendwie das selbe.
     
  7. capslock

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    Habe mich jetzt mal durch einige Datenblätter gefressen.

    - wichtigster Unterschied ist mit Polystyrol gefüllt (ca. 0,7 kg/l) vs. ungefüllt (1 kg/l), wobei wohl beide für XPS-Verklebung geeignet sind, mir also der Vorteil der einen oder anderen Variante nicht klar ist

    - auch die 1K-KMBs sind angeblich zur XPS-Verklebung geeignet, wobei die Frage ist, wie lange die Abdiffusion des Wassers durch 12 cm XPS dauert

    - es gibt auch beschleunigte 1K-Kleber - falls die wirklich unter Perimeterdämmung flott abtrocknen (dazu sagt das Datenblatt nix), wäre der Vorteil das entfallende Gepansche beim Anmischen

    - die zweite Komponente ist bei den meisten Herstellern simpler Mörtel (Portlandzement und Quarzsand) bei Deitermann noch etwas Tonerde-Zement -> müßte man doch auch selber mischen können :shades

    - es gibt faserverstärkten Kleber (z.B. Eurolan), aber vom Anwendungsblatt her traue ich dem weniger zu als normaler KMB
     
  8. #7 pauline10, 31. März 2009
    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Ohne Haftemulsion werden da die Platten nicht halten. Auf jeden Fall ist ein Kleber auf Basis KMB mit 2 Komponenten der geeignetere.

    Schön ist es eben, wenn man den Kleber mit der Zahnspachtel auftragen kann und die Wand so eben ist, daß dann eine vollflächige Verklebung erfolgt.

    Die Fasern werden wohl eher für die Rissüberbrückung gebraucht. Das wird hier nichts nützen.

    pauline
     
  9. capslock

    capslock

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    Danke. Und polystyrolgefüllt oder nicht?
     
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  11. Robby

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    Sind die mittlerweilke alle mehr oder weniger im Anteil, aber die Farbe ist auf jedenFAll schwarz oder schwarz :D
     
  12. msssmm

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    Ich frage mich auch, nach dem geeigneten Kleber für die XPS-Perimeterplatten (10cm mit Stufenfalz).
    Die Dickschicht mit Reaktivabdichtung 2K wurde bereits gemacht.

    Mir wurde nun mehrfach gesagt, dass die Perimeterplatten im Grunde nur angelegt werden müssen, bis aufgefüllt wird. Hierfür heftet man die Platten nur. Bei großflächiger Verklebung wäre eher die Gefahr, dass bei Setzungen und Verdichtung der Anfüllung die Platten den Untergrund mitreißen und damit die Dickschicht beschädigen.
    Im Baustoffhandel wurde mir "Klebe- und Armierungsmörtel" empfohlen. Ich habe aber ein ungutes Gefühl, mit Mörtel auf der elastischen Dickschicht zu arbeiten. Mit der Reaktivabdichtung 2K kann man natürlich auch die Platten kleben, die wäre aber unnötig teuer. Die Haftung wäre wahrscheinlich so gut, dass hier auch die Unterschicht eher reissen würde, bevor sich die Platte löst.
    Was bietet sich hier an?

    Wenn die Platten wirklich nur bis zur Anfüllung halten sollen und im Notfall abgleiten müssen, käme mir noch günstiger Styroporkleber in den Sinn. Frage wäre auch, ob der Klebstoff sich mit der Dickschicht verträgt.
     
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