Zirkulationspumpe mit manuellem Tasterschalter zulässig?

Diskutiere Zirkulationspumpe mit manuellem Tasterschalter zulässig? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, habe eben durch einen anderen Thread im Forum mir die Frage gestellt ob eine manuell geschaltete Zirkularionspumpe im EFH...

  1. franz12

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    Hallo zusammen,

    habe eben durch einen anderen Thread im Forum mir die Frage gestellt ob eine manuell geschaltete Zirkularionspumpe im EFH zulässig ist? Bei mir ist es derzeit so das an jeder Warmwasserzapfstelle ein Tasterschalter angebracht ist. Sobald ich da draufdrücke springt die Zirkulationspumpe an und die läuft dann für 10 Minuten.
    Jetzt habe ich gelesen das eine Zirkulationspumpe 8 Stunden am Tag nicht laufen sollte heißt die Pumpe läuft 16 Stunden am Tag? Warum soll das so sein und ist das Vorschrift?
     
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  3. pgalios

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    Sorry ich verstehe die Frage nicht ganz?
    Du schreibst doch, dass die Zirkulation manuelle Schalter besitzt.
    D.h. doch, dass deine Zirkulation eben nicht 8h durchläuft und auch nicht 16h, sondern eben nur dann wenn sie betätigt wird.
    Die 8h durchlaufen beziehen sich ja auf einen Dauerlauf der Zirkulation.
    Die Lösung mit den manuellen Schaltern finde ich übrigens super!
    Hätte ich bei unserem BV auch machen sollen.
     
  4. #3 Achim Kaiser, 16. Juli 2014
    Achim Kaiser

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    Wie so oft ... die Lösung wurde früher häufig gebaut entspricht aber nicht mehr den heutigen Vorgaben.

    Eine Zirkulationsanlage hat grundsätzlich in Betrieb zu sein (das sorgt für kräftigen Verbrauch, insbesondere wenn die WW-Leitungen schlecht gedämmt sind). Das heisst sie läuft 24 h / Tag. Für Kleinanlagen gibts eine Erleichterung die besagt dass sie für max. 8h (Nachtabsenkbetrieb) abgeschaltet werden kann. Daneben gibts noch ne Temperaturvorgabe.

    Alle anderen Betriebsweisen und -arten entsprechen weder der hygienischen noch den legionellenprophylaktischen Vorgaben.

    Das ist die offizielle Vorgabe. Alle anderen Konstruktionen die weder die Betriebszeit noch die Temperaturvorgabe einhalten fallen in die Rubrik : Fachgerecht geht anders.

    Was jeder jedoch in seiner eigengenutzten Anlage veranstaltet steht auf nem anderen Blatt Papier.

    Die beste Zirkulationsanlage ist die die nicht vorhanden ist. In 80% der EFH ist die Zirkulationsanlage verzichtbar.
    Im Grunde stellt sich die Frage nach ner Zirkulationsanlage nur in Ausnahmefällen bei Kleinanlagen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. #4 ars vivendi, 16. Juli 2014
    ars vivendi

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    Einfacher wäre es zb einen Strömungswächter einzubauen welcher merkt das ein Wasserhahn geöffnet wird und zuschaltet. Alternativ gibt es auch Wasserhähne mit integr. Schalter. Die Wartezeit bis die Pumpe einmal durchgepumpt hat besteht aber bei allen Systemen
     
  6. #5 Achim Kaiser, 16. Juli 2014
    Achim Kaiser

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    Antwort der Fachwelt : Gesundheit vor Energiesparen !

    Die ganzen Entenklemmerschaltungen haben ein Prädikat : NICHT FACHGERECHT !

    Ergo VORHER gut überlegen ob man eine Zirkulationsanlage überhaupt braucht als sie nachher ausserhalb der Vorgaben zu betreiben. Das ist der Einbau eines Dauerverbrauchers wenn man sie richtig betreibt und treibt die WW-Bereitungskosten kräftig nach oben.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. franz12

    franz12

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    Hallo,

    ok dann habe ich das doch richtig gelesen das es so in meinem Fall nicht zulässig wäre. Bei mir wurden Rohrleitungen von Sanip... verlegt. Soweit ich das in Erinnerung habe ist der Steigstrang vom Haustechnikraum in das Dachgeschoss mit einem Durchmesser von 20mm verlegt. Die 20er Leitungen gehen dann jeweils bis zu den beiden Badezimmern und von dort geht es mit 16er Leitungen an die Wasserzapfstellen. Die Zirkulationsleitung hat einen Durchmesser von 12mm und geht ebenfalls bis kurz vor die Badezimmer. Im Gäste WC sowie in der Küche wurde auf eine Zirkulationsleitung verzichtet da die Rohrlänge max. 7 Meter betragen hat. Um die Warmwasserleitung sowie die Zirkulationsleitung wurde ein roter Isolierschlauch drumgezogen.

    Wie hört sich das für euch (Experten) an? Ist das von der Verlegung ok? Wäre ich gut Beraten noch eine Zeitschaltuhr an die Zirkulationspumpe zu hängen?

    Mir hatte der Heizungsbauer erklärt das durch das eingesetzte Material es nicht zu Legionellen etc. kommen könnte (Edelstahlpuffer, Kunststoffrohre etc.)?
     
  8. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Wie hat er das denn erklärt? Ich glaube, dass die Legionellen die Materialien nicht kennen und sich z. B. bei bestimmten Temperaturen gerne vermehren. Außerdem gibt es auch Biofilme, und die mögen gerne Kunststoffleitungen.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  9. franz12

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    Hi,

    also so genau bekomme ich das auch nicht mehr zusammen. Ich hatte für mich abgespeichert Trinkwasserspeicher aus Edelstahl da könnten sich keine Legionellen mehr bilden. Und in einem Einfamilienhaus würde die Leitungen sowieso Regelmäßig durchspült werden...daher würde eine Lösung mit Tasterschalter ausreichend sein.
     
  10. #9 Achim Kaiser, 16. Juli 2014
    Achim Kaiser

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    So hat man das früher gehandhabt ... und fast alle habens überlebt.

    Dann trieb man das Legionellenthema durchs Land und änderte zwischendurch noch die Trinkwasserverordnung zweimal ... und seither gehen die (Anforderungs-) Uhren anders.

    Zwischen offizieller Anforderung und dem was die Betreiber tun ... klafft manchmal nicht blos ein Grand Canyon.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Legionellen sind Lebewesen und die bilden sich nur dort nicht, wo lebensfeindliche Umgebungen bestehen.
    Wenn aus den Rohr- und Speicherwandungen lebensfeindliche Stoffe in das per se nicht lebensfeindliche Trinkwasser übergehen, würde ich den Sanilöter sofort wg. Körperverletzung anzeigen!

    Man muss ja kein Fachwissen haben, aber Denken ist erlaubt!

    Ich würde auch immer zu Vermeidung von Zirkulationsleitungen raten, weil alles Stagnationswasser nun mal idealer Brutplatz für gute wie neutrale wie böse Keime ist.
    Nur Bedarf das einer intelegenten Planung bei der Anordnung der Räume mit WW-Bedarf und dem Ort der WW-Erzeugung!
     
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  13. feelfree

    feelfree Gast

    Verständnisfrage:
    Geht's bei dem Legionellenthema dabei wirklich haupstächlich um Stagnationswasser?
    Davon habe ich 150l im Warmwasserspeicher. Das stagniert ja mehr oder weniger.
    Dann noch ein paar Liter in den Rohren, wenn ich KEINE Zirkulation habe.
    Oder ein paar Liter mehr, wenn ich eine Zirkulation habe aber die Pumpe aus ist.
    Oder eben ein paar Liter weniger, wenn die Pumpe an ist.

    Also so gesehen sehe ich da unterm Strich keinen großen Nachteil für die Zirkulation.
     
  14. #12 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich schon, denn den Speicher kann ich konstant warm halten, inden WW-Leitungen wird das Wasser durchs Zapfen regelmässig ausgetauscht, nur in der Zirkualtion steht das Wasser bei stehender Pumpe relativ lange und bewegt sich mit geringer Strömung.

    Hier ist die Gefahr am grössten (was ein relativer Wert ist.

    Wie Achim schrieb - früher war die Philosophie anders.
    Aber - das muss man auch sehen - auch die Lebensumstände. Immer mehr alte Menschen mit angegriffener Gesundheit leben immer länger alleine. Alte Menschen neigen aber auch zum Geiz (zumindest die Generation, die jetzt alt ist).
    Und solche Vorschriften werden eben nicht nur für imunstarke 25-jährige, sondern auch für 89-jährige mit stark geschwächtem Imunsystem geschrieben!
     
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