Zistenenüberlauf mittels Hebeanlage in Mischwasserkanal. Aber wie?

Diskutiere Zistenenüberlauf mittels Hebeanlage in Mischwasserkanal. Aber wie? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, zur Kombination aus Hebeanlage und Zisternenüberlauf habe ich im Forum bisher nichts gefunden, daher mache ich einen neuen...

  1. abra

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    Hallo zusammen,

    zur Kombination aus Hebeanlage und Zisternenüberlauf habe ich im Forum bisher nichts gefunden, daher mache ich einen neuen Beitrag auf.

    Folgenden Lage:

    Wir beginnen demnächst mit dem Neubau unseres Einfamilienhauses. Gemäß Bebauungsplan ist eine Zisterne mit mind. 4 m³ Pflicht, deren Überlauf in einen Mischwasserkanal entwässert werden darf.

    Nun las ich in der DIN 1989-1, Kapitel 14, dass der Zisternenüberlauf in einen Mischwasserkanal aus Schutz vor Rückstau mit einer Hebeanlage ausgeführt werden muss. Ein Rückstauverschluss wäre nur bei Entwässerung in einen Regenwasserkanal zulässig. Das ist mir klar, ich möchte ja keine Fäkalien aus dem Kanal in meiner Zisterne.

    Nun die Frage:
    Wie lege ich die Hebeanlage mit ihrer Rückstauschleife außerhalb eines Gebäudes an? Muss ich den Zisternenüberlauf durch eine weitere Kernbohrung in meinen Keller (Weiße Wanne) führen, dort die Hebeanlage installieren und wieder nach draußen?

    Für die Entwässerung des KG (Waschmaschine, Kondensat Heizung) wäre schon eine kleine Hebeanlage vorhanden, die ich eventuell upgraden könnte.

    Der WAF für eine Rückstauschleife vor dem Haus wäre denkbar gering. ;)

    Armin
     
  2. #2 Wieland, 19.04.2011
    Wieland

    Wieland Gast

    Wenn der Untergrund für eine Rigole geeignet u. genügend Fläche vorhanden
    ist, würde ich diese vorziehen ( Einleitung des Überlauf in 5m³ Schotter / Sickerbett ).
    Die Sickerpackung wird durch Flies gegen zusetzen geschützt.

    Grüße
     
  3. #3 Manfred Abt, 26.04.2011
    Manfred Abt

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    Überlauf mittels Hebeanlage ist in der Tat recht aufwändig. Insofern ist der Überlauf in eine Rigole sicher die einfachere Lösung.
     
  4. abra

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    Anders gelöst

    Hallo Herr Abt,

    die Versickerung ist aufgrund des Bodens und des Grundwasserstandes nicht möglich. Allerdings werden wir die Lichtschächte an eine Sammelleitung anschließen, diese in den Keller führen und an die bereits geplante Hebeanlage für WaMa, Ausgussbecken und Heizungskondensat anschließen.

    Gibt es besondere Anforderungen an Hebeanlagen, die neben dem üblichen Kellerschmutzwasser (WaMa, Ausgussbecken, Heizungskondensat) auch Schmutzwasser aus einem Lichtschacht fördern (neben der Menge natürlich) ? Ich frage deshalb, weil die einschlägigen Hersteller (Kessel, ACO, Grundfos, Zehnder etc.) die Lichtschachtentwässerung nicht explizit als Anwedungsfall auflisten.

    Viele Grüße

    abra
     
  5. Doozer

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    Rückstauebene?

    Besteht die Möglichkeit, den Überlauf aus der Zisterne oberhalb der Rückstauebene zu installieren?
     
  6. abra

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    Klar...

    wenn die Zisterne oberhalb der Rückstauebene steht (was sehr unwahrscheinlich ist), das ist auch der Überlauf oberhalb.

    Was ich noch nirgends gesehen habe, ist eine Hebeanlage mit Rückstauschleife außerhalb eines Bebäudes. Dann müsste ja ein Rohrbogen 20 bis 30 cm aus dem Boden schauen (wenn Geländeoberkante gleich Rückstauebene wäre).
    Es gibt zwar Zeichnungen, dass diese Rohrschleife in einem Mülltonnenunterstand integriert wird, aber ehrlich, dass sieht doch nix aus...

    abra
     
  7. #7 Ralf Dühlmeyer, 27.04.2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Damit wäre ich vorsichtig.
    Zu einen musst Du Regenwasser getrennt ableiten, wenn Ihr irgendwann mal Trennsystem kriegt (und das kommt!).
    Zum anderen - wie willst Du die Hebeanlage dimensionieren?
    Auslegungskriterium müsste ja ein massiver Starkregen (Jahrhundertregen) sein. Das wird dann aber eine riesige Anlage.
    Oder kleiner auslegen und ab und an Keller auspumpen.

    Beides nicht wirklich sinnvoll.
     
  8. #8 Manfred Abt, 27.04.2011
    Manfred Abt

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    bzgl. Lichtschachtentwässerung dürften die anfallenden Mengen wegen der sehr kleinen Flächen eher ein untergeordnetes Thema sein.

    Ich bin bekanntermaßen sowieso gegen jede Art der Lichtschachtentwässerung sondern plädiere dazu, das RW aus dem Lichtschacht fernzuhalten (Dachüberstand, Fassadenwasser fernhalten, Oberflächengefälle vom LS weg, Lichtschachtabdeckung etc.).

    Überlauf der Zisterne ist da vom Volumenstrom her eine ganz andere Nummer, da wird es mit den Hebeanlagen richtig schwierig.
     
  9. #9 Wieland, 27.04.2011
    Wieland

    Wieland Gast

    Wenn Grundwasser in gringer Tiefe vorhanden ist, sollte die Versickerung keines Wegs
    ein Problem darstellen, da ergibt sich lediglich die Frage der Zulässigkeit !

    Grüße
     
  10. abra

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    Das ist nicht viel...

    Nach DIN ist die Niederschlagsmenge des hundertjährigen Fünfminutenregens in unserer Region etwa 600 L/ha s. Das ergibt bei einer Fläche der Lichtschächte von weniger als 2 m² maximal 7 L/min. Das packt jede Hebeanlage.

    Der Anschluss der Lichtschächte an die Hebeanlage steht alleine schon für diese geringe Menge zugegebenermaßen in keinem Verhältnis. Eine dauerhafte Abdeckung aus Glas etc. kommt aber für die Generalität im Hause nicht in Frage.

    Noch unsinniger wäre demnach eine zusätzliche Hebeanlage nur für die Lichtschächte.
     
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