Zu hohe Induktionsspannung beim Schaltvorgang durch Niedervolttrafo ?

Diskutiere Zu hohe Induktionsspannung beim Schaltvorgang durch Niedervolttrafo ? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, folgendes Problem: Es werden 2 Niedervolt-Beleuchtungssystheme betrieben (2x 600 VA konventioneller Spulentrafo von 230V auf 12V)....

  1. Peter1971

    Peter1971

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    Hallo,

    folgendes Problem:

    Es werden 2 Niedervolt-Beleuchtungssystheme betrieben (2x 600 VA konventioneller Spulentrafo von 230V auf 12V).

    Diese beiden Beleuchtungen werden zusammen über eine elektronische Zeitschaltuhr und über einen parallel dazu geschaltenen Schalter (zur Realisierung der Betriebsart "Dauerlicht") geschaltet.

    Nun fällt jedes mal nach ein paar Ein- bzw. Ausschaltzyklen, der Sicherungsautomat raus.
    Ausserdem ist mitlerweile die elektronische Zeitschaltuhr kaputt.

    Ich vermute nun, dass durch die 2 konventionellen Spulentrafos beim Ein- oder Ausschalten eine hohe Induktionsspannung bzw. Induktionsstrom entsteht, wodurch es zu dem Auslössen des Sicherungsautomaten kommt und ausserdem zu der Zerstörung der Zeitschaltuhr führte.

    Kann diese Theorie von mir stimmen ?

    Falls ja, wie kann ich diesen Induktionsspannungen bzw. -strömen zu leibe rücken ?

    Vielen Dank für die Infos.
    Gruß Peter
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Was für ein LS?
    Für welche Last ist die Schaltuhr ausgelegt?

    Gruß
    Ralf
     
  4. Jonny

    Jonny

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    auch in AC3 ? :shades

    'Anlaufstrom' der Trafos ist sicherlich nicht unerheblich.
    Ich würd sowas nur mit einem Relais/Schütz 'anlassen'.
    Aufteilung auf 2 LS möglich?

    und auch Ralfs Frage nochmal, welcher LS?
    10A fällt sicherlich.

    Grüsse
    Jonny
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Darauf wollte ich hinaus. :D

    2 x 600VA konventionelle Trafos, da kommt Freude auf. Für mich als alten HFler kommt das einem Kraftwerk gleich. :o
    Da sehe ich vor meinen Augen schon die Funken zwischen den Relaiskontakten fliegen (selbst wenn Halbleiter verbaut sind :mega_lol:. )

    Gruß
    Ralf
     
  6. Peter1971

    Peter1971

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    Als LS ist ein 16A Automat verbaut.

    Wie gesagt, das Problem tritt wie gesagt nur im Ein- bzw. Ausschaltmoment auf und aus diesem Grund kam mir eben der Gedanke von Induktionen oder auch die Tatsache des "Anlaufstromes" ist nicht von der Hand zu weisen.

    Die Schaltuhr hat einen 10A Schaltkontakt (soviel ich mich entsinnen kann, ist eine handelsübliche digitale Einbauschaltuhr für die Hutschiene).

    Das komische an der ganzen Sache ist, dass laut dem Besitzer der Anlage, diese Beleuchtungsanlage seit rund 8 Jahren so verbaut ist und keinerlei Probleme machte und nun erst seit ein paar Monaten fliegt immer öfters beim Schaltvorgang die Sicherung raus.

    Mittels Lastschütz hätte ich ja auch nur ein Problem gelöst, nämlich das der Schaltuhr, doch das Problem mit dem herausfliegenden Sicherungsautomat würde ja weiterhin bestehen.

    Ein weiteres Phänomen was auftritt, ist, dass eine zweite Schaltuhr, die jedoch eine andere Last schaltet jedoch vom selben Sicherungsautomat ihre Speisespannung bekommt, sich ständig "aufhängt" und neu programiert werden muss.

    Irgendwie treten hier wohl doch irgendwelche Induktionen auf, welche das ganze System stören !?

    Gibt es Alternativen, die ich statt den bestehenden 600 VA-Trafos verwenden kann ?

    Gibt es elektronische Trafos in dieser Leistungsgröße ?

    An den 2 Beleuchtungssystemen sind jeweils 8 x 50VA Niedervoltleuchtmittel (12V) angebracht (2-Schienensysthem).

    Vielen Dank für die Infos
    Peter
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Meine Glaskugel sagt:
    Entweder der Schaltereinsatz verabschiedet sich
    oder einer der Trafos (oder beide) gehen langsam in Richtung Nirwana

    Genaueres zeigt eine Messung.

    Nicht an den Folgen herumoperieren, sondern die Ursache suchen und beseitigen.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Jonny

    Jonny

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    Tja, trafos checken,
    neuerdings noch irgendeine Last hinzugekommen?

    Last und Uhrenstromkreise trennen.

    Ich geh dann mal Glaskugel polieren

    :winken
    Jonny
     
  9. Peter1971

    Peter1971

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    Uhren- und Laststromkreis sind getrennt, habe mich oben falsch ausgedrückt, jedoch liegen beide LS (der für die Last und der für die Steuerung) auf der gleichen Phase.

    Geändert wurde an der Anlage in den letzten Jahren nichts.

    Ich denke, es liegt an den Trafos, dass diese sich wohl langsam verabschieden.

    Ich habe nun einen Trafo mal vom Netz abgehängt und siehe da, Problem besteht nicht mehr !

    Ich würde nun gerne beide Trafos austauschen, doch wollte ich eigentlich keine Spulentrafos mehr verwenden sondern lieber elektronische.
    Gibt es in dieser Größenordnung elektronische Trafos ?
    Ich denke, ich könnte den Besitzer der Anlage davon überzeugen, notfalls ein paar Lampen weniger einzusetzen, sodass ich pro Trafo "nur" noch 350VA benötigen würde.
    Falls es in dieser Größenordnung keine elektronischen Trafos gibt, muss ich die jeweiligen Beleuchtungsschienensystheme wohl mittig auftrennen und dann jeweils über 2 Trafos anfahren.

    Danke für die Infos.
    Gruß Peter
     
  10. Julius

    Julius

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    Da Schienensystemen würde wahrscheinlich sowieso die (ziemlich kleine) höchstzulässige Leistungslänge von elektronischen Trafos überschritten.
    Außerdem haben die Mistdinger eine WESENTLICH geringere mittlere Lebensdauer als jeder Wickeltrafo!

    Wichtig und noch offen:
    Welche Auslösecharakteristik (Kennbuchstabe) hat der 16A-LS?

    Ich bin noch nicht davon überzeugt, daß ein Trafo die Ursache ist.
    Eher falsche Auslegung (sowas schaltet man NIE direkt mit der Uhr!) und evtl. Alterung des LS.
     
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  12. Peter1971

    Peter1971

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    @Julius

    was für eine Charakteristik der LS hat, weiß ich gerade nicht, muss ich kommende Woche mal nachsehen.

    Bezüglich der falschen Auslegung könntest du recht haben.
    Ich könnte versuchsweise den Stromkreis mal auf eine Neozed 16A Sicherung umklemmen um dann zu sehen, wie sich die Sache dann verhält.

    Ausserdem werde ich auf jeden Fall mit der Uhr ZUERST ein relais bzw. ein Schütz ansteuern und von diesem dann die Beleuchtung.

    Das Problem bei der ganzen Sache ist die Tatsache, dass die Anlage vor rund 10 Jahren gebaut wurde und damals wurden lediglich 3 Leuchtstofflampen damit angesteuert und für diese Beleuchtung war die Schaltung allemal großgenug ausgelegt.

    Dann hat der Besitzer irgendwann Jahre darauf, die Leuchtstofflampen demontiert und stattdessen in Eigenregie dieses Niedervoltschienensysthem installiert.
    Trotzdem hätte seiner Aussage nach, diese Niedervoltbeleuchtung gut 6-8 Jahre problemlos funktioniertund die Probleme traten erst vor einigen Wochen auf OHNE das an der Anlage was verändert wurde.



    Gruß
    Peter
     
  13. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    WEr sagt denn, daß der Automat sich nach den vielen Einschaltvorgängen nicht langsam ins Nirwana verabschiedet.
    Trafos dieser Art halten eigentlich (fast) ewig. Zumindest länger als das elektronische Zeug.

    IM übrigen ist es vermutlich keine Induktionsspannung sondern der Einschaltstrom der die Kontakte abbrennen lässt.

    pauline
     
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