Zu überdimensioniert?

Diskutiere Zu überdimensioniert? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; hallo, ich habe gestern das angebot für die erdbohrung bekommen und bin fast vom stuhl gefallen. auf mein nachfragen habe ich dann erfahren,...

  1. time4web

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    hallo,

    ich habe gestern das angebot für die erdbohrung bekommen und bin fast vom stuhl gefallen.
    auf mein nachfragen habe ich dann erfahren, dass zum einen der boden nicht sonderlich ergiebig ist (ok, kann man nix machen) und zum anderen die kw-zahl wohl recht hoch sein soll (wurde vom heizungsmenschen errechnet - da ich keinen plan habe, habe ich die zahlen mal so angenommen)

    kann hier vielleicht jemand mal im groben sagen, wie hoch die kw-leistung sein müsste:

    efh 217m² wohnfläche, keinen keller
    komplette fbh
    genug reserve, um ggf mal 50m² aufzustocken
    warmwasser über wärmepumpe (2 personenhaushalt, jedoch genug reserve, damit 2 leute gleichzeitig baden oder duschen können)
    bis jetzt knapp unter kw60 standard
    als stein haben wir den schlagmann poroton t8 in 36,5
    zentrale wohnraumlüftung mit wärmerückgewinnung
    wahrscheinlich 2-fach verglasung (ziemlich viele fenster)

    fehlt noch was für eine grobe zahl?
    bevor ich die zahl nenne, die der heizungsspezi errechnet hat, möchte ich ein paar meinungen hören, ok?

    vielen dank :28:
     
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  3. R.B.

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    Wie soll man da schätzen?

    Ich würfle eine Heizlast von ca. 8kW, evtl. geht´s in Richtung 10kW. Genaueres weiß man nur nach einer Heizlastermittlung nach EN12831.....oder wurde die eingespart?

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

    Julius

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    Hängt wohl auch sehr von der Kubatur ab. Je nach Form des Baukörpers gibt es da erhebliche Unterschiede!
     
  5. R.B.

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    Aber Julius. Wir machen doch ein Ratespiel. Da mußt Du schon mitspielen, sonst macht´s keinen Spaß. :D

    Gruß
    Ralf
     
  6. time4web

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    muss ich nachsehen, allerdings würde ich bei dem preis des lv davon ausgehen.

    ich habe 17kw und bis jetzt hat jede firma, die ich für die erdbohrung gefragt habe, erstaunt geschaut
     
  7. R.B.

    R.B.

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    17kW ist verdammt viel. Ich habe bei 270qm Bj. 1974 eine Heizlast von etwa 15kW, und da ist noch nichts groß gedämmt. Sobald alle Maßnahmen abgeschlossen sind, sollte die Heizlast bei 9,6kW liegen.

    Ich würde mir mal die Heizlastermittlung genauer anschauen. Bei einem KfW60 Haus sollte das auch für 400qm reichen, und zwar problemlos.

    Kein Wunder also wenn die Bohrung teuer wird. Damit Du die 12kW Entzugsleistung zusammen bringst, kannst Du mehrere Bohrungen setzen, zumal der Boden anscheinend nicht besonders geeignet ist. Da kommen einige Hundert Meter zusammen. Das kostet ein kleines Vermögen. Wie willst Du diese Mehrkosten jemals wieder reinholen?

    Gruß
    Ralf
     
  8. Julius

    Julius

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    Und erzähle uns, ob es sich vielleicht um einen eingeschossigen, vielleicht sogar Flachbau handelt? Am besten noch winkelförmig oder anderweitig zergliedert.

    Sehr hoch klingt der Wert aber auf jeden Fall.
    Vielleicht doch eher eine Pi-über-Daumen-Schätzung...?
     
  9. time4web

    time4web

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    ja, die bohrung würde dann in etwa 4-5x70 meter ausmachen (100 geht bei uns nicht) und das kostet wirklich mehr als ein kleines vermögen :(

    von der dämmung her sollte das wirklich gut sein, der t8 von schlagmann ist nicht gerade der günstigste stein auf dem markt, aber ich hoffe, dass er es wert ist.

    die form des hauses ist allerdings nicht gerade 08/15, hab ich vergessen zu erwähnen :o
    man kann sich das ganze als ein "H" vorstellen, wobei der linke schenkel (flügel) 1 geschossig ist (alles flachdach, nicht unterkellert), der mittelsteg eingang und treppenhaus und der rechte schenkel 2-geschossig wird (und durch die garage etwas länger, als der linke)

    kann das jetzt sooo viel ausmachen?
    eine der bohrfirmen kam (ohne jetzt jedes detail zu kennen) auf ca 12kw

    eine pi-mal-daumen schätzung sollte das eher nicht sein - hab für das lv von heizung und lüftung nicht gerade wenig gelatzt :eek:
     
  10. SvenW

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    Er sagte doch KFW 60 was auf ca. 13kW hinausliefe. Um ehrlich zu sein: da würde ich erst mal schauen, was sich da noch zusätzlich dämmen ließe und dann mal die anderen Heizvarianten durchspielen.
    Deine Hausform ist so ungehfähr das energeisch ungünstigste was man sich einfallen lassen kann. Quaradisch praktisch gut ist zwar nicht extravagant, aber effektiv.

    z.B. eine Wasser/Wasser Wärmepumpe, wenn der Boden für Sole/Wasser ungeeignet ist. Oder wie sieht es mit einem Flächenkollektor aus? Wenn der Boden ungeeignet ist, ist eine Sole/Wasser Wärmepumpe nicht immer der Gelbe vom Ei.
     
  11. time4web

    time4web

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    was heißt, noch zusätzlich dämmen?
    ich habe mir diesen stein hier ausgesucht, das sollte für´s mauerwerk doch reichen, oder nicht?

    zusätzlich wollte ich fenster mit einem 1,1er gesamtwert verbauen (3-fach verglasung und unter 1,0 wird wohl preislich nicht passen) - zentrale lüftung mit wärmerückgewinnung ist geplant und irgendwann mal voltaik auf das dach - was denn noch?

    flächennutzung ist auf jeden fall ne option, wenn das vom grundstück her passt (hab 23*40 meter, jedoch ist die hütte ja auch nicht gerade klein, da ich den keller schon nach oben und zur seite verlagert habe)
    wie ist das mit der effektivität? hab mal gelesen, dass eine tiefenbohrung effektiver sein soll, als flächennutzung :(
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Ganz so einfach ist das nicht. Die KfW Einstufung hat mir dem realen Wärmebedarf nicht viel gemeinsam. So gerechnet hätte mein Haus eine Heizlast von grob 32kW.

    Die Wände kommen mit dem og. Stein auf einen U-Wert von 0,21. Dann stellt sich noch die Frage nach den Fensterflächen, und natürlich nach der Dachkonstruktion. Dämmung der Bopla noch hinzu, und schon hätte man zumindest mal einen Anhaltswert für die Heizlast, wenn auch nur grob über die Außenhülle gerechnet.

    Wie sieht´s aus mit einem Flächenkollektor? Was ist an freier Grundstücksfläche noch verfügbar? Meine Glaskugel sagt, daß man auch mit 400qm Flächenkollektor zum Ziel kommen könnte. Denkbar wäre auch ein Grabenkollektor, bzw. mehrere. Man könnte auch 8-10 Körbe versenken.
    Geht nicht, gibt´s nicht.

    Meine Glaskugel sagt auch, daß man mit einer LWP wohl Mehrkosten von etwa 350-500,- € p.a. hätte, im Vergleich zu einer Sole-WP. Dafür natürlich deutlich geringere Investitionskosten.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Julius

    Julius

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    Ja, so eine extravagante Form KANN nicht nur, sondern MACHT tatsächlich viel aus!
    Denn das Verhältnis von Nutzfläche/umbautem Raum zu Hüllflächen ist dabei wesentlich schlechter als bei einem "quadratisch, praktisch, gut!"-Würfel...
     
  14. time4web

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    grabenkollektor sagt mir jetzt gar nichts - fläche werde ich mir mal ausrechnen lassen, ob das passen könnte

    wäre das denn genauso effektiv? vor allem, da mein boden für bohrungen ja schon nicht so geeignet ist ...
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Der Flächenkollektor hat eine etwas geringere Entzugsleistung als die Tiefenbohrung. Aber wie wirkt sich das auf die JAZ aus? Vielleicht 1,2,3 oder 4 Zehntel, wenn überhaupt. Wir reden hier von ein paar Euro im Jahr.
    Vorteil, der Flächenkollektor ist viel leichter herzustellen. Baggerstunden sind günstig, meist wird ein Bagger sowieso benötigt. Das benötigte Rohr für den Flächenkollektor ist auch nicht so teuer. Lass Dir diese Option mal durchrechnen. Im Vergleich zu Deiner Bohrung ist der Flächenkollektor richtig "billig".

    Gruß
    Ralf
     
  16. time4web

    time4web

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    werde ich auf jeden fall machen, vielen dank :28:
    grabenkollektor werde ich auch mal anfragen ... dicke bäume oder so etwas in der art wollte ich eh nicht anpflanzen :)
     
  17. time4web

    time4web

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    gibt es einen unterschied zwischen einem flächenkollektor und einem grabenkollektor?
    ich habe jetzt beide begriffe hier gelesen, finde jedoch keine genaue beschreibung dazu :(
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Kurz gesagt, beim Flächenkollektor werden die Rohre in der Fläche ausgelegt, beispielsweise mit einem Abstand von 60cm in sagen wir mal 1,2m-1,5m Tiefe, während beim Grabenkollektor ein Graben ausgehoben wird und die Rohre als Spirale in den Graben gelegt werden, oder an den Außenwänden des Grabens.
    Es gibt viele Möglichkeiten wie man einen Kollektor gestalten kann. Eine weitere Variante wären die Erdwärmekörbe. Dabei werden beispielsweise 100m Rohr zu einer Spirale gedreht, und dann wird die komplette Spirale in einem Loch "versenkt".

    Die Physik kann man aber nicht überlisten. Je mehr Erdreich das Rohr umgibt, um so höher ist die mögliche Entzugsleistung. Ein kompakter Kollektor kann nicht die Leistungsfähigkeit eines Flächenkollektors erreichen. Trotzdem gibt es Anwendungsfälle wo diese Kompaktkollektoren eine interessante Alternative darstellen.

    Gruß
    Ralf
     
  19. time4web

    time4web

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    ok, danke für die antwort :28:

    sehe ich das richtig, dass der flächenkollektor dann noch die effektivste variante ist, wenn ich die bohrung ausschließen möchte?
    bohren wäre bei mir wirklich zu teuer. ich bin fast vom stuhl gekippt, als ich die angebote bekommen habe :yikes
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Ja.

    Kann ich mir gut vorstellen. Die Preise für Bohrungen sind jenseits von gut und Böse. Da muß man schon viel schönrechnen damit sich so etwas jemals amortisieren kann.

    Gruß
    Ralf
     
  22. #20 HolzhausWolli, 23. Februar 2009
    HolzhausWolli

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    Baustatus: Längst fertig
    Wir haben Mitte 2007 für 10,5 KW netto 700,-/ KW bezahlt. 3 Bohrungen je 60 m waren angefallen.

    Sind die heutzutage noch teurer geworden?
     
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Zu überdimensioniert?

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