Zuerst Angebote einholen oder zuerst Baugenehmigung?

Diskutiere Zuerst Angebote einholen oder zuerst Baugenehmigung? im Baugesuch, Baugenehmigung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich habe von Bekannten unterschiedliche Aussagen dazu erhalten. Was kommt als erstes? Baugenehmigung oder Angebote einholen? Ich...

  1. #1 Peter Andre, 11. Dezember 2012
    Peter Andre

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    Hallo,
    ich habe von Bekannten unterschiedliche Aussagen dazu erhalten.

    Was kommt als erstes? Baugenehmigung oder Angebote einholen?

    Ich befürchte, wenn ich zuerst die Baugenehmigung einhole und dann erst Angebote einhole, dass ich dann ein Problem haben könnte, wenn die Angebote nicht in mein Budget passen und ich das Haus kleiner bauen muß. Dann kann ich aber mit der Genehmigung auch wieder ganz von Vorne anfangen...

    Wenn ich nun meinen fertigen Plan nehme und Angebote zuerst einhole, dann bei finanzieller Machbarkeit erst die Genehmigung einhole, hab ich das Problem umgangen.


    Ob der Plan so genehmigt werden kann, müsste mir doch der Architekt oder das Landratsamt vorab sagen können? Dann wäre ich auf der sicheren Seite. Ich möchte mich nicht auf die Kostenschätzung meines Architekten verlassen müssen, weil ich schon viele Horrorgeschichten gehört habe, wo diese Schätzung mit den tatsächlichen Angeboten nicht übereingestimmt hat.


    Bekannte von mir haben zuerst alles mit dem Bauunternehmen klargemacht und dann noch die Genehmigung abgewartet und daraufhin sofort losgebaut. Ist das so der richtige Weg?
     
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  3. Stoni

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    Wonach soll denn der Handwerker das Angebot erstellen?
    Dazu braucht's Werkpläne und Leistungsverzeichnis.
    Das kriegste aber normalerweise erst nach Genehmigung.

    Nur mal so als Beispiel: Du könntest von mir für billig Geld 'ne funktionierende Sanitäranlage bekommen - Stand WC mit hochhängendem Spülkasten plus Ausgussbecken mit Kaltwasserhahn.
    Du könntest aber auch einen Wellness Tempel kriegen - Wie soll ich wissen, was Du möchtest?

    Zuerst mal müsstest Du Deine finanziellen Grenzen dem Planer / Architekt nachweislich mitteilen, am besten mit dem Hinweis, dass diese Summe keinesfalls überschritten werden darf.
    (Wenn's dann im Verlauf des Bauvorhabens doch passiert, sollte bei Deinem Finanzierer schon noch Verhandlungsspielraum für eine möglich Nachfinanzierung vorhanden sein - also nicht bis völlig nackig finanzieren.)
    Der Planer schuldet Dir dann erstmal eine genehmigungsfähige Planung im vereinbarten Kostenrahmen.
    Wenn Du die dann in den Händen hältst und zur Genehmigung beim Amt liegen hast, erst dann ist der früheste Zeitpunkt um über Angebote überhaupt mal nachzudenken.
    Da hängt es dann von Deinem Planer ab , wie schnell er Unterlagen liefern kann.
    Hintergrund ist neben der Bearbeitungsdauer beim Amt auch die Befristung der Angebote, mal nur 6 Wochen, manchmal auch ein halbes Jahr.
    Angebote für irgendwelche Luftschlösser abzugeben da etliche Stunden Arbeitszeit zu investieren nur um hinterher zu hören: Upps, kann ich mir nicht leisten ??? - würde Dir sowas Spass machen?

    Schaff erstmal die Grundlagen.


    Gruss Stoni
     
  4. Thomas B

    Thomas B

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    Für ein Angebot benötigt man eine Planung. Diese muß aber nicht schon genehmigt sein. Das diese "genehmigungsfähig" ist, sollte der Planer schon auf der Latte haben. Gibt es einen Bebauungsplan ist das recht einfach.

    Auch die Größe des Hauses und dessen Ausstattung gilt es vorab zu definieren (siehe #2).

    UNd das sollte man durchaus vorher selber bzw. mit dem Planer definieren und festlegen. Sonst bietet Dir der eine GU das in #2 beschriebene Spar-WC an und der nächste eines mit Unterbodenbefönung und Musikberieselung während des Geschäfts.

    ..weil eine Kostenschätzung eben auch eine Scdhätzung ist. Ein Architekt kann nicht vorab wissen wie teuer zB der Rohbau wird. Er kann dies abschgätzen. Manche besser, manche schlechter. Ich erhalte regelmäßig bei Ausschriebungen eine Bandbreite von bis zu 30 % Abweichungen zw. Günstigstem und Teuerstem.

    Thomas
     
  5. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @Stoni

    Das soll doch ohne LV laufen.

    Da kriegen mehrere GU´s die Pläne "mach mal Angebot schlüsselfertig".
     
  6. Stoni

    Stoni

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    Dann hab ick dett ja alles falsch vastanden :mauer:mauer

    Denn nehm ick alles zurück und rate zur allergrößten Beeilung!
    Sonst vapassta ja den Weihnachtsrabatt.....:winken

    Gruß Stoni
     
  7. Gast036816

    Gast036816 Gast

    was machst du denn, wenn du erst den preis einholst, dann das baugesuch einreichst, eine ablehnung erhältst, weil der preis zwar passt, aber das haus nicht aufs grundstück?
     
  8. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Na ja, ob die Planung genehmigungsfähig ist, sollte sein Architekt schon vor Bauantragstellung beurteilen können.
     
  9. #8 Peter Andre, 11. Dezember 2012
    Peter Andre

    Peter Andre

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    Also ich gehe davon aus, dass der ausgearbeitete Plan auch genehmigungsfähig ist. Der zuständige Bearbeiter beim Landratsamt ist ein guter Bekannter und würde das vorab grob prüfen. Das Problem kann man also vernachlässigen.

    Der von uns favorisierte Bauunternehmer ist selbst Bau.Ing und zeichnet auch selbst Pläne. Von unserem Architekten käme also nur die Eingabeplanung. Werkpläne usw dann vom Bauunternehmer selbst.

    Mir gehts in erster Linie um den Rohbau und dessen Größe, weil das eben die größte Summe ausmacht.
     
  10. Stoni

    Stoni

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    Du führst Dich gerade selbst ad absurdum.
    Wofür dann noch mehrere Angebote?
    Oder hast Du die Absicht, die Werkplanung des Favoriten anderen Bewerbern zuzuspielen?
    Denn anders kommst Du sonst nicht zu vergleichbaren Angeboten.
    Wenn Baufavorit und dessen Planung, dann musst Du eben seine Preise schlucken - oder selbst planen lassen und anhand dessen gibt's auch echten Wettbewerb.

    Gruß Stoni
     
  11. Peter Andre

    Peter Andre

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    Der Bauunternehmer erstellt mir ein Angebot anhand der Eingabeplanung. Dann sind die Maße und der Grundriss des Hauses ja bekannt. Wenn das Angebot preislich nicht passt, kann ich immer noch zu anderen Bauunternehmen gehen und dann entscheiden, ob unser Architekt noch mehr planen muß/darf.

    Und wenn ich von keinem Bauunternehmen ein bezahlbares Angebot bekomme, dann müsste ich das Haus wahrscheinlich verkleinern.

    So zumindest habe ich mir den Werdegang in meiner laienhaften Naivität vorgestellt.
     
  12. ManfredH

    ManfredH Gast

    Für ein qualifiziertes Angebot, das
    a) spätere Nachforderungen aufgrund unberücksichtigter Einzelheiten ausschliesst, und
    b) ggf. auch mit Angeboten anderer Anbieter vergleichbar sein soll,
    ist aber schon ein bisschen mehr erforderlich als nur Eingabeplanung mit Maßen und Grundriss des Hauses.

    Sonst kann es dir passieren, dass du ein vermeintlich bezahlbares Angebot bekommst und zur Grundlage deiner Entscheidungen über die die Durchführbarkeit und Finanzierbarkeit nimmst, und später doch noch Nachträge und Mehrkosten auf dich zukommen.
     
  13. Gast036816

    Gast036816 Gast

    in der realität sieht das aber anders aus. da werden vor bauantragsstellung nicht mehrere bauunternehmer beschäftigt mit ausarbeiten von angeboten. da sollte eine kostenschätzung des architekten schon das richtige mittel in dem stadium sein.

    @ Baufuchs - ist ein beispiel gewesen, was bei seiner vorgehensweise schief gehen kann, der preis passt zuerst, dann setzt die baugenehmigung aber aus.
     
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  15. Havanadiver

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    Wir stecken gerade mitten drin in dieser Baugesuchgeschichte. Mittlerweile haben wir unsere Pläne zum dritten mal abgegeben. Allerdings gibt es für unser Grundstück keinen Bebauungsplan.
    Unser Planer hat das Haus gezeichnet und vorkalkuliert. Dazu hat Er seine Kontakte spielen lassen und sich ca. Angebote machen lassen. Als das finanzielle ungefähr passte, haben wir eine Bauvoranfrage gestellt und irgendwie hat die der Planer wieder rechtzeitig zurückgezogen, bevor uns Kosten entstanden sind. Bei dieser wurde die Position der Garage bemängelt.

    Das wurde geändert und ein richtiger Bauantrag gestellt. Bei diesem hat dann plötzlich eine Baulinie von 1937 gefehlt und es wurde bemängelt, das der Abstand zwischen Grundstücksgrenze und Garagentor statt 5,5M nur 4,9M beträgt. Also wurde dieser abgelehnt. Jetzt haben wir die Garage um 90° drehen müssen und haben den dritten Antrag gestellt und der lässt auf sich warten. Hoffentlich passt dieser jetzt.

    So wie du, habe auch Ich meinen Planer darauf angesprochen, schon mal echte Angebote einzuholen. Das wollte Er aber noch nicht, mit der Begründung, dass dies erst nach Baufreigabe Sinn macht, weil die Handwerker sonst unnötig zeit verschwenden würden, falls sich etwas ändern sollte und das hat es ja auch. Die Bodenplatte, der Rohbau, die Statik, alles hätte dreifach berechnet werden müssen und irgendwann zeigt dir jeder Handwerker den Vogel.
    Von daher muss Ich meinem Planer Recht geben. Abgesehen davon wirst du nie finanzielle Sicherheit haben, ich hab das schon lange aufgegeben und hab noch nicht mal angefangen zu bauen.
     
  16. Torian

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    "Unser" Architekt ist zum Bauamt gegangen und hat dort die Überschreitungen mündlich besprochen. Am Ende entscheidet der Bauausschuss/Gemeinderat, aber ein entscheidungsfreudiger Bauamtsleiter weiß wo die Reise hin geht!

    Wenn du Kostensicherheit möchtest, dann bau mit GÜ (plus externem von dir bezahltem Sachverstand VOR Unterschrift). Dann bleiben "nur" noch Baunebenkosten/Außenanlage/etc. als Unsicherheit. Und deine Frau - oder wart ihr schon im Küchenstudio und in der Badausstellung?!
     
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