Zusätzliche Dämmung oberste Geschossdecke

Diskutiere Zusätzliche Dämmung oberste Geschossdecke im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich habe in meinem DG folgen Aufbau von warm zu kalt (ausgebautes DG, darüber Spitzboden) - Gipskartonplatten an Sparren befestigt...

  1. #1 lafayette0815, 19. Oktober 2015
    lafayette0815

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    Hallo,

    ich habe in meinem DG folgen Aufbau von warm zu kalt (ausgebautes DG, darüber Spitzboden)

    - Gipskartonplatten an Sparren befestigt (gestrichen mit diffusionsoffener Mineralfarbe)
    - Darauf Einblasdämmung (Zellulose) auf Sparrentiefe (ca. 18cm) und nach unten hin in die Dachschräge und den Kniestock/Drempel; durch Fachbetrieb
    - Auf die die Sparren habe ich OSB-Platten (15mm) befestigt (Spitzboden wird nicht nicht genutzt, aber falls man mal hoch muss, Schornstein etc.) wollte ich - Trittfestigkeit haben

    Ich hatte mich vorher (so hoffe ich) gründlich informiert und den Aufbau diffusionsoffen gestaltet.

    Ich wollte jetzt gerne noch nachträglich mehr Dämmung auf die oberste Geschossdecke bringen und bin am überlegen, ob ich noch auf die OSB-Platten schwimmend Steinwolle lege (10mm dick). Diese sollen laut Hersteller diffusionsoffen und Schimmelresitent sein.

    Frage:Bekomme ich Probleme mit Schimmel/Feuchtiogkeit, wenn ich die steinwolle auflege?

    Danke und Gruss!
     
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  3. #2 lafayette0815, 19. Oktober 2015
    lafayette0815

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    Nachtrag: Die Dachschrägen nach oben hin (von der Geschossdecke aus) sind nicht gedämmt (nur Hartfaserplatten und danach kommem die Dachziegel).
    Eine Durchlüftung des Spitzbodes ist gewährleistet. ei Übernahme des Hauses (Bj 1973) haben wir keinen Hinweise auf Schimmel/Verrottung festgestelt (alte Glaswolle, Teppiche und alles mögliche an krams, was der Vorbesitzer wahllos zur "Dämmung" auf den Spitzboden geschafft hat).
     
  4. Endukt

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    Hallo,

    generell sollten Sie darauf achten, daß die Diffusionsoffenheit nach außen (Kaltseite) der Bauteile zunimmt. Ich habe mal anhand Ihrer Beschreibung ein Glaserdiagramm erstellt. Demnach bildet sich bei Ihrem Bauteileaufbau -selbst bei Annahme einer minimalen Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl von nur 30 für die OSB Platten - Tauwasser zwischen der Einblasdämmung und den OSB Platten und zwar nicht unerheblich. Dieser Tauwasserausfall wird durch Aufbringung von Steinwolle (10 cm) um ca. 75 % reduziert. Bei angenommener WLG von 040 für die Zellulose und die Steinwolle haben Sie aktuell bereits einen guten U-Wert von 0,203 W/m²K (ohne Berücksichtigung der Sparren-Wärmebrücken und der Reduzierung der Dämmeigenschaften durch das Tauwasser). Mit der zusätzlichen Steinwolle (10 cm) kämen Sie auf 0,135 W/m²K.
    Lange Rede - kurzer Sinn: Die OSB Platten an der Außenseite sollten entfernt werden, bzw. sofern möglich hinterlüftet werden.
     
  5. Endukt

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    Alternativ können Sie auch eine Dampfbremse zwischen Gipskarton und der Schüttung einbauen.
     
  6. #5 lafayette0815, 20. Oktober 2015
    lafayette0815

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    Hallo,

    besten Dank für die Antwort.

    Die OSB-Platten sind auf die Sparren aufgeschraubt, sie liegen aber nicht bündig an den Wänden (Reihenhaus bzw. an der Dachschräge), es sind also Lücken zur Schräge und den Seitenwänden (Reihenmittelhaus).
    ---) Das habe ich absichtlich gemacht um diese Hinterlüftung zugewährleisten. Ist das ausreichen?

    Die 10cm Steinwolle wollte ich gerne auf die OSB-Platten legen um etwas zusätzlich zu dämmen. Das Zeugs war im Baumarkt für 2,00/qm im Baumarkt einfach unwiderstehlich günstig.

    Bzgl. Dampfbremse:
    Ich hatte es an sich so verstanden, dass bei einem solchen diffusionsoffenen Dämmunngsaufbau gerade keine Folie eingebracht werden sollte, um die Diffusion nicht zu behindern und eben kein Tauwasser zu bilden....

    Was denken Sie?
    Danke für Ihre Hilfe.
     
  7. #6 lafayette0815, 20. Oktober 2015
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    Nachtrag und Frage:

    1. Eine Folie zwischen Gipskarton und Einblasdämmung einbringen ist schwer praktikabel, dazu müsste ich die Schüttung komplett aufnehmen...

    2. Welche Alternative gibt es zu OSB-Platten. Ich würde schon gerne die Einblasdämmung um die Steinwolle ergänzen.

    3. Ist die oben geschilderte Hinterlüftung ausreichend? Wasserdampf kann jeweils an den Dachschrägen und an den Seitenwänden entweichen, da die Platten nicht bündig mit den Seiten abschließen?

    Kompliziertes Feld....;-)

    Danke und Gruss!
     
  8. Endukt

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    Ob Ihre Hinterlüftung ausreichend ist, kann ich leider aus 500 KM Entfernung nicht beantworten. Sofern die OSB Platten bündig ohne Zwischenräume in der Fläche verlegt wurden und direkt auf die Sparren ohne z.B. Schallentkopplungsmatten verschraubt wurden, ist die Hinterlüftung tendenziell nicht ausreichend. Aber wie gesagt das kann ich nicht abschließend beurteilen. Am besten überprüfen Sie das einmal selbst im Februar, indem Sie in der Mitte Ihrer Fläche ein, zwei Löcher in die OSB bohren und schauen ob sich Kondensat angesammelt hat.

    Zur Dampfbremse: Prinzipiell haben Sie recht, entweder baut man komplett diffusionsoffen, oder aber von der Warmseite mit dem höheren Wasserdampfdruck difussions-dicht/hemmend. Bei Ihnen ist die Dampfbremse aber nun in Form der OSB Platten auf der Kaltseite eingebaut.
    Es gibt zwar diffusionsoffenere Platten als OSB wie z.B. ESB oder spezielle MDF, aber optimal sind diese auch nicht. Edelstahl- oder Zink-Lochstanzbleche in entsprechender Stärke würden natürlich funktionieren, sind aber teuer. Sofern Sie die Steinwolle noch aufbringen wird es mit der Begehbarkeit sowieso problematisch, sofern Sie keine -durch die Druckbelastung verursachten- sogenannten stoffliche Wärmebrücken in Kauf nehmen wollen.

    Wie gesagt, verlegen Sie ruhig Ihre zusätzliche Dämmung, dadurch wird der Tauwasseranfall um ca. 75 % gemindert und sollte angesichts der Tatsache dass es im Sommer auf Ihrem ungedämmten Spitzboden (hoffentlich) sehr heiß wird wieder nach innen abtrocknen können. Aber bitte halten Sie die mögliche Problematik im Auge.
     
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  10. #8 lafayette0815, 21. Oktober 2015
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    Ich war gestern Abend auf dem Spitzboden und habe eine mittige OSB-Platte hochgenommen. Keine Feuchtigkeit an der Platte, den Sparren, der Zellulose oder dem Gipskarton bemerkbar.
    Ich lege die Steinwolle aus und kontrolliere entsprechend. Sollte sich feuchtigkeit bilden, nehme ich das Zeugs wieder weg. Denke, dass sollte reichen.

    Besten Dank für Ihre kompetente Auskunft.

    Beste Grüße!
     
  11. #9 Alfons Fischer, 23. Oktober 2015
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    Endukt hat schon recht, es fehlt die Dampfsperre und eine definierte Luftdichtheitsebene.
    Und die Fuge um die OSB-Platten sind aus fachtechnischer Sicht nicht ausreichend. Für einen solchen Aufbau werden Sie vermutlich von keinem Fachmann , der dafür haften soll, eine Freigabe bekommen...
     
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