zusätzliche Untersparrendämmung wirtschaftlich sinnvoll?

Diskutiere zusätzliche Untersparrendämmung wirtschaftlich sinnvoll? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir bauen zur Zeit ein EFH und stehen vor der Entscheidung ob eine zusätzliche Untersparrendämmung unter wirtschaftlichen und...

  1. #1 steppenwolf1977, 6. Juni 2011
    steppenwolf1977

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    Hallo,
    wir bauen zur Zeit ein EFH und stehen vor der Entscheidung ob eine zusätzliche Untersparrendämmung unter wirtschaftlichen und gebäudeklimatischen Gesichtspunkten sinnvoll wäre.
    Die Rahmenbedingungen sind:

    - EFH eineinhalb-geschossig mit Kniestockhöhe=1m und Dachwinkel 38 Grad
    - Aussenwände: 16cm Leichtbetonfertigwände inkl. 20cm Polysteroldämmung
    - Dach: Im Standard 20cm Zwischensparrendämmung enthalten

    Nun könnten wir für einen Aufpreis von ca. 2300 EUR eine zusätzliche 5cm dicke Innensparrendämmung dazubekommen und fragen uns ob sich das wohl eines Tages amortisiert (Annahme: derzeit ca. 400 EUR Heizkosten/Jahr (Gas-Brennwert)).

    Ich habe nun Excel ein bischen gequält und herausgefunden dass ich monatlich 15 EUR mehr tilgen müsste um langfristig den break-even zu erreichen. Bei angenommenen Heizkosten in Höhe von nur 40 EUR/Monat denke ich dass sich die Dämmung nur dann amortisieren würde wenn die Energiepreise extremst steigen. Oder sehe ich das falsch?

    Somit bleibt die Frage nach der Auswirkung auf das Wohnklima - und das kann ich leider überhaupt nicht einschätzen. Ich vermute aber dass im Sommer mit der zus. USD die Hitze noch etwas besser weg-gedämmt werden sollte, was sich ja eigentlich positiv aufs Wohn/Schlaf-Klima auswirken sollte?
     
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  3. mian

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    Statt über eine zusätzlich "Innensparrendämmung", würde ich evtl. über eine Aufdach- bzw. Aufsparrendämmung nachdenken. Diese Holzfaserplatten dienen vor allem im Sommer als sehr guter Hitzeschutz.
     
  4. Bautz

    Bautz

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    @ steppenwolf

    Du kannst hier mal die beiden Dachaufbauten eingegeben und prüfen, wie hoch der Unterschied bei den Transmissionswärmeverlusten ist. Hierüber lässt sich zumindest ungefähr abschätzen, wie hoch die Einsparung sein könnte.
     
  5. Dachi

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    auch erstmal die Antworten die Ihnen im Nachbarforum gegeben wurden beachten. Das ist viel gescheiter als über Innen- oder Aussendämmung nachzudenken!

    Oder passen Ihnen die anderen Antwortn nicht?;)
     
  6. #5 Gast943916, 6. Juni 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    über wieviele qm sprechen wir denn???


    Gipser
     
  7. #6 steppenwolf1977, 12. Juni 2011
    steppenwolf1977

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    Allen die geantwortet haben schon mal vielen Dank.

    @Gipser: Es handelt sich nach meiner Berechnung um ca 112 qm Dachfläche (9,4*9,4m, 38 Grad Dachwinkel).

    @Bautz: u-wert.net hatte ich auch schon zu Hilfe zu gezogen - mit dem Ergebniss dass sich der u-Wert des Dachs um ca 20% verbessern würde, wobei dann für das ganze Haus inkl Fenstern und Lüftungsverlusten wahrscheinlich max. 5-10% übrig bleiben würden. D.h. die Mehrkosten in der Finanzierung würden sich nicht amortisieren.

    Ich werd nochmal über das Thema schlafen denke ich, danke Euch!
     
  8. KPS.EF

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    Gehe ich recht in der Annahme, dass der Dachaufbau bislang nicht professionell durchgeplant ist?

    Wenn Du dann ausgeschlafen hast, könntest Du uns vielleicht auch ein paar Infos zur Ausbildung der geforderten luftdichten Gebäudehülle zu kommen lassen, gegebenenfalls auch in Verbindung mit einer angedachten Installationsebene im Bereich der Untersparrendämmung?

    Der Quadratmeterpreis für eine Feuchtesanierung im Dacbereich beziffert sich in Fachkreisen auf ca. 400 Euronen ... das könnte dann eine ganz andere Rechnung ergeben ... ! :28:

    KPS
     
  9. DIHA

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    Unwirtschaftlich?

    @steppenwolf,
    Ihre Frage nach der Rentabilität ist falsch!

    Sie bauen Ihr Haus, um sich darin wohl zu fühlen, im winter und im Smmer und nicht, um Geld zu verdienen.

    Wärmedämmung im Dach verbessert Ihre Wohnqualität und hat nicht die Aufgabem rentabel zu sein oder gar Geld zu verdienen.

    Wärmedämmung schütz Ihr Dach, Ihre Wohnung und Ihre Famile vor der Aussentemperatur..

    Die höchste Energieeinsparng erreichen sie, wenn Sie nicht bauen...

    Das meiste Geld sparen sie, wenn Sie nicht dämmen.

    Übrigens:
    Leute unter Dächern ohne diese Zusatzdämmung haben ein Problem im Sommer und benötigen dann Klimageräte zur Kühlung.
    Deren "Wirtschaftlichkeit" sollte hinterfragt werden.
     
  10. DIHA

    DIHA

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    Wer sagt das?

    @Mia:
    Ihre Aussage ist falsch!

    "Holzfaserplatten dienen vor allem im Sommer als sehr guter Hitzeschutz."

    Wer bitte sagt das?
    Das steht so in Prospekten der Hersteller -

    In Prospekten steht auch, ATOMKRAFTWERKE sind sicher!.

    Beides ist widerlegt und sollte nicht weiter behauptet werden.
     
  11. Fallnix

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    Hallo,

    ein analoges Thema diskutiere ich gerade ebenfalls mit unserem Architekten und wollte es hier ansprechen, nun hänge ich mich einfach an diesen Thread ran...

    Statt "normaler" Zwischensparrendämmung hat er uns nun reduzierte Zwischensparrendämmung und eine Untersparren-Dämm-Platte empfohlen (welche von oben auf das Gebälk aufgebracht werden soll, also eigentlich eine Aufsparrendämmung ist, wenn ich das richtig verstanden habe). Gibt es hierbei Vorteile gegenüber einer Zusätzlichen Untersparrendämmung (da scheint es ja geteilte Meinungen zu geben) im Bezug auf Dämmeigenschaft, sommerlichen Wärmeschutz und Schallschutz?
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Hat Dir Dein Architekt auch schon die Mehrkosten beziffert? ;)

    Gruß
    Ralf
     
  13. Fallnix

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    ...dann müsste ich hier ja nicht fragen. Nein, ich treffe ihn morgen wieder und das Thema Dachdämmung steht auf der Agenda. Daher hätte ich gerne ein paar Informationen zu seinem Vorschlag der zusätzlichen Aufsparrendämmung mit diesen Platten (ich kenne noch keine Details wie Material, dicke etc.) und deren Sinn/Unsinn.
    Ja, ich vertraue meinem Planer, würde aber nur sehr ungern unwissend eine Entscheidung fällen ohne Hintergrundinformationen aus "neutraler" Hand.
     
  14. R.B.

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    Dann warte mal ab, bis er Kosten nennt. Ich denke dann hat sich das Thema schnell erledigt.

    Aufsparrendämmung ist eine Alternative, aber in meinen Augen aus Kostengründen nur dann interessant, wenn Kosten keine Rolle spielen, oder wenn die Raumgestaltung unter dem Dach (Sichtbalken) eine Zwischensparrendämmung unmöglich macht.

    Gruß
    Ralf
     
  15. Fallnix

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    Wie gesagt, der Vorschlag lautet (reduzierte) Zwischensparrendämmung und oben auf die Sparren noch eine Dämmplatte.
    Wir erhoffen uns davon zusätzlichen sommerlichen wärmeschutz und, da wir in der Rhein-Main Region wohnen, wo ja bekanntermaßen das eine oder andere Flugzeug unterwegs ist, auch zusätzlichen Schallschutz von oben.
    Ist der vorgeschlagene Aufbau dafür sinnvoll oder gibt es gute Alternativen? Reine Aufdachdämmung war uns zu Teuer.
     
  16. #15 homerjaysimpson, 16. Juni 2011
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    Hallo,

    Kombination aus Zwischensparrendämmung und Aufdachdämmung ist bauphysikalisch nicht ohne, hier einen Profi ranlassen, sonst kann es böse enden.

    Zur Ausgangsfrage:
    2300€ für 112m² Untersparrendämmung ist gelinde gesagt, leicht überteuert.

    Bei korrekt ausgeführter Zwischensparrendämmung und noch viel wichtiger, korrekt ausgeführter luftdichter Ebene, kann man die Untersparrendämmung auch in Eigenleistung anbringen, ohne dass es schadensträchtig ist (bei Beachtung der 20% Regel und Vermeidung jeglicher Beschädigung der luftdichten Ebene).

    Eventuell mal darüber nachdenken, nur 3cm anzubringen, die könnte innerhalb der 3cm Traglattung der Dachschrägenbekleidung angebracht werden, ohne eine weitere Konterlattung zu benötigen.
    Dann hat man nur die Materialkosten von ca. 5€/m² für die Dämmung und ein Wochenende Arbeit und etwas Koordinationsaufwand mit dem Trockenbauer.

    Wir hatten das so gemacht und ich finde die Temperaturen bei der aktuellen schwül-warmen Wetterlage bei uns unter dem Dach sehr angenehm.
    Und der Aufwand war wirklich überschaubar, würde ich auf jeden Fall wieder machen
     
  17. KPS.EF

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  18. ecobauer

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    ...und die besagt was????
     
  19. #18 homerjaysimpson, 16. Juni 2011
    homerjaysimpson

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    Max. 20% der Gesamtdämmung darf raumseitig der Dampfsperre (hier wirklich Dampfsperre und nicht luftdichte Ebene, da in disem Fall Diffusion und nicht Konvektion das Problem ist) angeordnet werden ohne rechnerischen Nachweis von Tauwasserausfall in der Dämmung.

    Bsp: Zwischensparrendämmung 20cm WLG035 --> max. 5cm Untersparrendämmung unterhalb der Dampfbremse ebenfalls WLG035.
    Bei WLG032 entsprechend weniger, bei WLG040 entsprechend mehr
     
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  21. KPS.EF

    KPS.EF

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    Bzgl. der rechnerische Nachweispflicht zur Tauwasserfreiheit enthält die DIN 4108-3:2001-07 folgende Regelung:

    "4.3 Bauteile, für die kein rechnerischer Tauwasser-Nachweis erforderlich ist
    ....
    ....
    4.3.3.2 Nicht belüftete Dächer
    Der Wärmedurchlasswiderstand der Bauteilschichten unterhalb der diffusionshemmenden Schicht darf bei Dächern ohne rechnerischen Nachweis 20% des Gesamtwärmedurchlasswiderstandes betragen
    (bei Dächern mit nebeneinander liegenden Bereichen unterschiedlichen Wärmedurchlasswiderstandes ist der Gefachbereich zugrunde zu legen).

    Folgende nicht belüftete Dächer bedürfen keines rechnerischen Nachweises:
    ....
    ... nicht belüftete Dächer mit einer diffusionshemmenden Schicht mit
    sd, i >= 100m
    unterhalb der Wärmedämmschicht, wobei der Wärmedurchlasswiderstand der Bauteilschichten unterhalb der
    diffusionshemmenden Schicht höchstens 20% des Gesamtwärmedurchlasswiderstandes betragen darf."

    Diese "20%-Regel" wird mittlerweile gnadenlos und ohne Beachtung der flankierenden Restriktionen als unumstößliches Dogma angesehen ... :deal

    KPS
     
  22. rbrose

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    Kommt zwischen den Holzfaserdämmplatten und den Balken noch eine Folie hin? Laut Bauleiter kann ich die Holzfaserdämmplatten direkt auf die Balken schlagen und dann Latten drauf + Pfannen. Stimmt das?
     
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zusätzliche Untersparrendämmung wirtschaftlich sinnvoll?

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