Zweiteilige Mittelpfette richtig verbunden?

Diskutiere Zweiteilige Mittelpfette richtig verbunden? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo an die Zimmererexperten, bei unserem Dachgebälk sind die Mittelpfetten zweigeteilt. Die Stöße sind so ausgeführt, wie auf der beigefügten...

  1. Karl

    Karl

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    Hallo an die Zimmererexperten,

    bei unserem Dachgebälk sind die Mittelpfetten zweigeteilt. Die Stöße sind so ausgeführt, wie auf der beigefügten Zeichnung dargestellt. Schon kurz nach Errichten des Dachstuhls trat an einer der Pfetten ein etwa 5-8 mm starker Riss auf. Das scheint mir zwangsläufig zu sein, weil an dieser Stelle das Holz ja statisch halbiert ist. Der Zimmermann hat das nachgebessert, indem er die beiden 20er Schrauben eindrehte.

    Meine Fragen:
    Ist der Stoß mit der Verschraubung nun fachgerecht ausgeführt?
    Hätte der Stoß nicht besser über dem Pfosten angeordnet sein müssen?



    [ JDB hat die zip Datei entfernt ! ]
     
  2. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Hallo Karl

    die Zip Datei ist leider leer ... liegt es an meinen Compi oder sehe ich nur Sonderzeichen im Beitrag ? *grüübel*

    MfG
     
  3. JDB

    JDB

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    is nich leer...

    höchstens deswegen leer, weil ich vorher da war ! :D

    hier das Bild:
     
  4. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    bei mir iss sie immer noch leer

    *tztztz*

    "nur" so damit ich des auch verstehe ... die Verschraubung dient dazu damit der Balken nicht aufreisst ? ... "sorry" aber des iss nun wirklich nicht meine Fachgebiet ... die Sonderzeichen sind plötzlich auch verschwunden ... hoffentlich wird bald Weihnachten ich glaub ich seh scho weisse mäus :D
     
  5. JDB

    JDB

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    Diese Pfette mußte reißen !
    Querzug kann Holz nicht ab.
    Daher "hängt" man die nichtunterstützte Pfette unter die andere und legt sie nicht auf.
    Stichwort : "Gerbergelenk"
    (Aber da gehört noch ein bißchen mehr dazu...)

    Ein guter Zimmermann weiß das. natürlich.
    Der Stoß an dieser Stelle ist schon etwas ungewöhnlich.
     
  6. Karl

    Karl

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    Nachgefragt

    Ihre Antwort JDB bestätigt meine Vermutung. Doch kann ich den Pfettenzuschnitt ja nun nicht mehr ändern. Kann ich Ihrer Meinung nach mit dem "verschraubten Zustand" leben?
     
  7. JDB

    JDB

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    Ich glaube nicht, daß das nachweisbar ist.
    Die Stütze bekommt sicherlich > 5 to Last.
    Der SToß ist an der falschen Stelle.
    Selbst wenn die rechte Pfette jetzt funzt, wer zieht in einem Jahr die Schraube nach ? (Trocknung)
    Die linke Pfette dürfte auch nicht funzen. (Schubnachweis)

    Verlange einen statischen Nachweis.
     
  8. Karl

    Karl

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    Danke JDB, das ging schnell heute Abend.

    Mir würde jetzt noch eine Abhilfemöglichkeit dazu einfallen:
    Man könnte den Pfosten um etwa 10 cm kürzen und oben ein Querholz von eben diesen 10 cm Dicke so einschieben, daß es einerseits vom Pfosten getragen wird und andererseits unter die nichtunterstützte Pfette ragt und diese somit unterfängt.
    Vielleicht könnte man statt des Querholzes auch eine starke Stahlplatte (2,5 cm) verwenden.
    Was meinen Sie dazu?
     
  9. JDB

    JDB

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    Wie gesagt: Auch die unterstützte sieht nicht "gesund" aus.
    Das mit dem Querholz (ggf. Hartholz) ist sicherlich machbar, stört jedoch oft beim Innenausbau. Kein Problem ?

    Aber bitte nicht nach gutdünken.
    Ein Fachmann sollte sich schon mit dem Gesamtsystem beschäftigen. Gab's denn keinen Statiker ?
     
  10. Karl

    Karl

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    Doch, der Innenausbau wird schon gestört.
    Einen Statiker gab es natürlich auch. Und den werde ich morgen aufsuchen. Ich danke Ihnen, JDB.
     
  11. #11 NBasque, 27.11.2003
    NBasque

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    Da muß

    mit Sicherheit etwas unternommen werden.

    Wäre es ein gerader Stoß könnte man einen handelüblichen Gerberverbinder (z.B. BMF Gerberverbinder W) einsetzen; so muß es ein beiderseitig angebrachtes, statisch nachgewiesenes Lochblech sein.

    Den entsprechenden Nachweis muß auf jeden Fall der Statiker führen.
     
  12. Karl

    Karl

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    Mit dem Statiker abgeklärt

    Ich habe die Sache heute an den Statiker herangetragen. ER schlug zunächst eine ähnliche Lösung wie NBasque vor. Da aber seitlich die Kehlbalken und die Fußpfetten der Gaube angelascht sind, ist dafür zu wenig Platz.

    Wir haben folgende Lösung abgesprochen:
    Pfosten 20 mm kürzen; dann darüber eine 20 mm dicke Stahlplatte 500 x 200 mm legen und diese links und rechts vom Pfosten mit den durchgehenden 20er Gewindeschrauben in die Pfette verankern. Der nichtunterstützte Pfettenteil erhält damit eine nachträgliche Unterfangung.

    Ich bedanke mich für die kritischen und sachlichen Stellungnahmen in diesem Forum.
     
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