Zwischenparrendämmung bei vorhandener Aufsparrendämmung

Diskutiere Zwischenparrendämmung bei vorhandener Aufsparrendämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo allerseits, ich hatte mich schon vor ca. 1 Jahr mal hier im Forum umgesehn und viele Hilfreiche Tips bekommen. Mittlerweile wurde mein Dach...

  1. AndyW

    AndyW

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    Hallo allerseits,
    ich hatte mich schon vor ca. 1 Jahr mal hier im Forum umgesehn und viele Hilfreiche Tips bekommen. Mittlerweile wurde mein Dach mit Aufparrendämmung (12cm) von aussen neu eingedeckt. Soweit alles OK.

    Da ich jetzt nach der damaligen Endkernung des Dachgeschosses mit dem Innenausbau beginnen möchte und ich keine sichtbaren Sparren bekomme, weil ich das "alte" Gebälk weiterverwende, ist nun meine Frage, ob ich noch zusätzlich auch zwischen den Sparren mit Klemmfilz und anschliessender Dampfbremse arbeiten kann, damit ich auch keine unnötigen Hohlräume bekomme.

    Also ich beschreibe mal den jetzigen Aufbau von aussen nach Innen:

    -Tonziegel
    -Konterlattung
    -Lattung
    -Aufsparrendämmung von puren Datenblatt: http://www.puren.com/bau/datenblatt/steildach/alpe025.pdf
    -Sparren

    Ich hatte mich damals für die Aufsparrendämmung beraten lassen, weil die Sparren nur 10cm dickes Rockwoll zugelassen haben und ich somit hätte aufdoppeln lassen müssen (wg. EnV.) was den Mehrpreis der Puren-Dämmung stark relativiert hatte.

    Ich wollte hier nur auch sicher gehen, nicht dass es evtl. berechtigte Einwände von den Experten gibt, die ich doch gerne beherzigen würde.

    Schon mal vielen Dank für die Kommentare und ein gesegnetes Fest.

    Andy
     
  2. #2 NBasque, 26.12.2003
    NBasque

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    Möglich

    sie können eine zusätzliche Zwischensparrendämmung einbringen.

    Diese muß nach innen mit einer Dampfsperre (Sd-Wert deutlich größer als 85 m) luftdicht abgeschlossen werden. auf besonders gute Ausführung der Anschlußdetails ist zu achten.
     
  3. AndyW

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    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Denken Sie, dass sich der zusätzliche Aufwand lohnt oder handele ich mir hier vielmehr ein erhöhtes Risiko für Tauwasser-, und Schimmelbildung ein.

    Vielleicht ist hier ja auch weniger mehr?
     
  4. #4 Pinball Z, 27.12.2003
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    Verstehe ich das Richtig, dass die Sparrenquerschnitte sehr klein sind? Bitte Querschnitt und Sparrenabstand posten.
    Eventuell ist ein statischer Nachweis mit anschließenden Verstärkung der Sparren notwendig.
     
  5. Lebski

    Lebski Gast

    Ich halte das Ausführungsrisiko für hoch. Ohne BDT würde ich das überhaupt nicht Empfehlen.

    Die Aufdachdämmung hat einen sehr hohen Diffusionswiederstand, entsprechen perfeckt muss die raumseitige Abdichtung sein.

    Unbedingt eine Installationsebene einplanen! Ob es sich überhaupt lohn, bezweifle ich einfach mal.
     
  6. #6 Johannes, 27.12.2003
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    Hallo

    Wenn ihr Dach 120 mm (mit PUR) gedämmt ist, besitzt es ja bereits eine ausreichende Wärmedämmung, warum also noch mehr?

    Ich würde das, was Sie da vorhaben, nicht machen.

    Dem Tauwasserausfall (bei 100 mm Klemmfilz in Kombination mit 120 mm PUR-Hartschaum unvermeidlich, bei geringern Klemmfilzstärken grenzwertig) mit Folie entgegenzutreten, halte ich selbst bei "guter Ausführung der Anschlussdetails" für keine gute Idee, um so mehr, als dass ich diese Maßnahme überhaupt für überflüssig halte.

    Ich würde hier, wenn schon, dann zum Zwecke der Speichermasse , (als Feuchtigkeits-und Wärmepuffer) den Zwischenabstand auffüllen. Das wäre eine sinnvolle Maßnahme und käme dem Wohnklima, sicherlich weit mehr entgegen, als eine weitere Wärmedämmung.

    Die Frage nach der Statik sollte, wie schon erwähnt, natürlich vorher geklärt sein.
     
  7. AndyW

    AndyW

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    Schon mal vielen Dank an dieser Stelle für die Antworten.

    Meine Sparren sind 9,5 x 11,5 cm und haben einen Abstand von 60 cm zu einander bei ca. 40 Grad Dachneigung. Zuvor war das Dach mit Biberschwanz-Ziegeln eingedeckt und alle Fächer zwischen den Sparren in den Schrägen (bis auf den Spitzboden, hier stand man direkt unter den Ziegeln) waren mit Bims ausgeschüttet, wobei Raumseits die Ebene mit Sauerkraut-Matten ausgebildet war.

    Die Idee mit der Dämmung kam mir eigentlich nur, weil ich die Fächer nicht leer lassen will, da sich dieser Hohlraum bestimmt unangenehm auswirken kann.

    Sehen hier dann evtl. eine andere Alternative um das angesprochene Wohnklima zu verbessern?
     
  8. matzi

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    Aufsparrendämmung ist mein Hobby.Ist bei dir geschalt worden,oder liegt die Dämmung direkt auf den Sparren.
    Mein Vorschlag: Mache die Sparren sauber,male sie dunkel an,und schraube in die Felder Rigipsplatten.Wenn geschalt ist direkt an die Bretter ( Schrauben nicht länger als Bretter dick) oder ca 3 x 3 cm leisten seitlich an die Sparren nageln und daran die Rigipsplatten. Das ganze sieht gut aus und du hast noch Raumgewinn. Gruß Matzi
     
  9. #9 Johannes, 29.12.2003
    Johannes

    Johannes

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    Hallo AndyW

    Die Frage nach dem "Wohnklima", die sie da so leichthin stellen, (nachdem sie offensichtlich den Begriff Speichermasse überlesen haben) rührt ein komplexeres Thema an, als sie anzunehmen scheinen, und ich in Kürze zu erklären vermag.

    Sie können natürlich die Gipskartonvariante ausführen. Ob das gut wirklich gut aussieht, sei mal dahingestellt, ;-) bzgl. des Wohnklimas zeigt es nur wenig Wirkung.

    Wirksame Speichermassen, um noch einmal darauf zurück zu kommen, sind Baustoffe oder Bauteile, welche eine hohe Speicherkapazität (zumeist auf Wärme bezogen, aber auch auf Feuchte) besitzen. Das können Schüttungen, Putze, Mauerwerk etc, sein.

    Wärmespeichermassen z.B. führen zur Verzögerung der Anheiz- und Auskühlzeit eines Raumes, das heißt ihre Speicherkapazität wirkt regulierend, puffernd. Das ist bei stimmiger Planung sowohl im Winter, wie auch im Sommer, sehr vorteilhaft für das Raumklima.

    Adäquat verhält es sich mit der Luftfeuchtigkeit. Ungeschlagen ist da übrigens der Baustoff Lehm

    Meine Empfehlung an Sie war daher, doch besser solche Speichermassen ins Dachgeschoss (das ist nämlich dort stets der Schwachpunkt) einzubringen, als zusätzliche (und unnötige) Wärmedämmassnahmen auszuführen.

    Das könnte die Schüttung oder Füllung zwischen den Sparren sein, welche sie ja beabsichtigen, wobei man hier, wegen der für gewöhnlich höheren Rohdichte, die Statik keinesfalls vernachlässigen darf, und bezüglich Gewicht und Wärmespeicherfähigkeit mit Sicherheit einen Kompromiss eingeht (vorteilhafter wäre hier, nach meiner Einschätzung ein feuchtigkeitsregulierender Baustoff)

    Das können und würden im Regelfalle aber auch andere Maßnahmen sein (welche sich für gewöhnlich ergänzen), z.B. Zwischenwände, Böden aus entsprechenden Materialien usw.
    Im übrigen ist Holz selbst auch, ein für solche Zwecke gar nicht ungeigneter Baustoff, auch würde ich mich mal über Blähton und Perlite schlau machen.

    Ein solches Vorhaben muss in Berücksichtigung der ganzen eingreifenden Randbedingungen erfolgen. (Ausrichtung des Gebäudes, Grundrisse, solare Einstrahlung, beabsichtigte Nutzung, Statik u.v.m), und kann (zumindest kann ich das nicht) hier jetzt nicht geklärt werden.

    Hier habe ich zwei Links gefunden

    http://www.ecocasa.de/ecocasa/bauratgeber_minbaustoffe.asp
    http://www.gesundbauen.at/

    Ganz allgemein wäre sicher eine Einarbeitung in die Grundlagen der Baustoffkunde sinnvoll.

    ein amtliches Buch zum Thema Baupysik, dessen Anschaffung sich lohnt:
    Pistohl "Handbuch der Gebäudetechnik" Band2 vom Werner-Verlag
    Und zur Baustoffkunde: Baustoffkenntnis von Wolfgang Scholz ISBN 3804133746

    Die Frage, ob sich denn ein so intensives Einarbeiten lohnt, würde ich immer mit Ja beantworten. Denn, nachdem ich vor kurzem im Forum die heißen Diskussionen zum Thema pro/contra Architekt (was subversiv auch eine pro/contra Architektur Diskussion darstellt) entdeckt habe, fällt mir dazu nur ein:

    Gute Architektur kostet kein Geld, sondern erst einmal Gedanken

    Gruß
     
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Zwischenparrendämmung bei vorhandener Aufsparrendämmung

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