Zwischensparrendämmung Altbau - welches Material

Diskutiere Zwischensparrendämmung Altbau - welches Material im Dach Forum im Bereich Neubau; Habe jetzt hier so ca. 2- 3 Tage recherchiert und viel Tipps zur nachträglichen Dachdämmung erhalten. Trotzdem möchte ich meine spezielle Frage...

  1. sebop

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    Habe jetzt hier so ca. 2- 3 Tage recherchiert und viel Tipps zur nachträglichen Dachdämmung erhalten. Trotzdem möchte ich meine spezielle Frage posten:
    Habe ein 1,5 geschossiges 50er Jahre Siedlungshaus mit zweischaligem Mauerwerk und sehr steilem Dach (50%?) gekauft. Eine Fachfirma bläst nächste Woche Perlite ein - die Dachdämmung möchte ich selber machen, zumal der Spitzboden derzeit noch nicht ausgebaut wird. Das Dach hat ca. 12 Jahre alte Braas Frankfurter Pfanne ohne Dämmung. Habe alle Decken und Wandschrägen zum Dach / Dachboden (Lehmbutzdecke) rausgekloppt und möchte nun Dämmen. Eine Folie zwischen Pfanne und Dämmung kann ich also nicht anbringen, aber für hinterlüftung ist gesorgt.
    Welches Dämmmaterial würdet ihr jetzt nehmen?
    Von Isover gibt es ja Glaswolle die beidseitig Alukaschiert ist. Mein Freund empfiehlt Klemmrock, aber die sind ja nicht kaschiert.
    Brauche ich überhaupt die Kaschierung?
    Gruß
    Sebastian
     
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  3. #2 Jürgen Jung, 2. Oktober 2006
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    Wie ist denn für Hinterlüftung gesorgt?

    Wie stark sind die Sparren?

    Wie willst Du die Dämmung gegen eindringende Feuchtigkeit (z.B. Flugschnee) schützen?
     
  4. sebop

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    Die Sparren sind ca. 15cm tief.
    Gegen Flugschnee und Feuchtigkeit von außen kann ich nicht viel tun, aber die Dachneigung ist sehr stark und die Braas Betonpfanne ist zusätzlich mit Hanf oder so einem Stoffähnlichen Zeug abgedichtet. Zur Zeit ist die Lehmputzdecke (Dachschräge) Furztrocken, aber da lag auch nur Papier dazwischen.
    Gruß
    Sebastian
     
  5. #4 Jürgen Jung, 2. Oktober 2006
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    ok, aber die Hinterlüftung ist nicht erklärt ;)

    Du benötigst mindestens 4 cm durchgehende freie Luftschicht, die Du z.B. durch eine zwischen die Sparren gesetzte Hartfaserplatten gewährleisten kannst (Dachlatte links und rechts an die Sparren genagelt, die Hartfaserplatte darunter befestigt), dann verbleiben Dir noch ca. 10 cm Dämmung. Das reicht nicht aus!
    Also lass Dir eine Wärmebedarfsberechnung machen.
     
  6. sebop

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    Also die 4 cm hätte ich knapp, wenn man die Konterlattung für die Ziegel und den Abstand zu den Ziegeln selbst mitrechnet.
    Es wäre kein Problem die Dachsparren aufzudoppeln, um mehr Dämmraum nach Innen zu bekommen. Eine Bedarfsrechnung habe ich schon machen lassen - 15 cm Dämmmaterial sollten reichen, aber auf die Hartfaserplatten würde ich gerne verzichten, wenn es denn geht.
    Der Bedarfsberechner (Ingenieur) hat von der Hartfaserplatte auch nichts gesagt, er meint nur, dass kein Dämmmaterial an die Ziegel gedrückt werden darf.
    Bringt es die Kaschierung, oder ist die Hartfaserplatte sinnvoller?
    Gruß
    Sebastian
     
  7. #6 Jürgen Jung, 3. Oktober 2006
    Jürgen Jung

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    Die von Dir genannten 4 cm sind zwar theoretisch vorhanden, in der Praxis aber nicht ausführbar. Stelle Dir vor, Du baust die Steinwolleplatten oder Mineralwollematten zwischen die Sparren. Diese müssen stramm zwischen den Sparren sitzen, damit sie halten. Allein hierdurch entsteht eine nach innen gewölbte Oberfläche der Dämmung, die zwangsweise Deinen Lüftungsquerschnitt verringert. Und diese Dämmung wird sich auch noch geringfügig in der Dicke verändern, was auch zu einer Verringerung des Lüftungsquerschnittes führen wird.
    Ich rate Dir dringend davon ab so vorzugehen.



    Gruß aus Hannover
     
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