Zwischensparrendämmung bei bestehender 80mm PUR Aufsparrendämmung sinvoll?

Diskutiere Zwischensparrendämmung bei bestehender 80mm PUR Aufsparrendämmung sinvoll? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo Kollegen, meine Frage bezieht sich auf einen anstehenden Dachausbau. Vorab Daten zum Haus: Baujahr: 1987 Dachaufbau: (innen =>...

  1. leon99

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    Hallo Kollegen,

    meine Frage bezieht sich auf einen anstehenden Dachausbau.
    Vorab Daten zum Haus:

    Baujahr: 1987
    Dachaufbau: (innen => außen)
    Sparren
    Aufsparrendämmung 80 mm Bauder Thermotekt AK WS030 beidseitig Alukaschiert
    Dichtfolie
    Dachaufbau mit Lattung und Konterlattung mit Tonziegeln

    Im Zuge des anstehenden Dachgeschossausbaus möchte ich ggf. die Dämmung verbessern ohne die Bestehende aufsparrendämmung zu verändern.
    Was wäre hier eine sinnvolle möglichkeit:

    1.) eine zusätzliche Zwischensparrendämmung mit Naturbaustoff z.B. Hanf ohne Dampfsperre/Dampfbremse
    2.) eine Zwischensparrendämmung z.B. mit Mineralwolle/Glaswolle
    Dann muss aber eine Dampfsperre auf der Innenseite (waremn Seite) eingebaut werden, oder?

    Wir haben noch einige Platten der Bauder Aufsparrendämmung (beidseitig Alukaschiert) im Dachboden liegen, kann man diese als Zwischensparrung verwenden?
    Dann müsste man wieder eine durchgehende Dampfbremse auf der Innenseite verkleben, oder?

    Habt ihr Tipps was das beste wäre?

    Vielen Dank im Voraus.

    Grüße
    Leon
     
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  3. drsos2

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    Ich würde mir erst einmal ausrechnen lassen, was mir eine zusätzliche Dämmung bringt.
    Auf der einen Seite Kosten und auf der anderen Seite Energieersparnis.
     
  4. #3 Alfons Fischer, 2. September 2014
    Alfons Fischer

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    ja, und das ist wirklich ernst gemeint: zwingend jemanden drüberschauen lassen, der sich mit sowas auskennt. Und eine fachgerechte Dampfdiffusionsberechnung durchführen lassen.
    weil:
    ist das momentan ein Sichtdachstuhl und Sie möchten die sichtbaren Sparren später wirklich nicht mehr sehen?

    Der U-Wert im Bestand dürfte so um 0,35 liegen.
    Und: so lange man nicht das ganze Dach runterreißt, kann maximal eine geringfügige Verbesserung der Situation bei Eingehen einer Reihe von Kompromissen erreicht werden.
    Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass früher Aufsparrendämmungen an den Anschlüssen nicht luftdicht ausgeführt wurden. Da pfeift es bei jedem Lufthauch durch. Darum ist oberste Priorität die Verbesserung der Luftdichtheit. Aber dafür reicht es nicht, pfuschmäßig die Fugen mit Silikon auszuspritzen (wie ich es öfters sehe). Auf der anderen Seite ist sowas fachgerecht unter Erhalt des Dachaufbaus quasi nicht umsetzbar.
    Man muss fast sagen: entweder leben Sie mit der Situation oder Sie reißen das ganze Dach (Eindeckung, Lattung, Dämmung) runter.

    ich schätze nämlich, man wird von innen maximal 20 oder 30mm zudämmen können, ohne Tauwasser in der Konstruktion zu riskieren. Sicher keine 60mm oder mehr.
     
  5. leon99

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    Erstmal vielen Dank für die Tipps.

    @drosos2: Es geht mir auch um die Wärmedämmung im Sommer, die ist mit 80mm ja eher bescheiden, oder?

    @Alfons Fischer: ja dessen bin ich mir bewusst. Möchte zum einen einen Verkaufberater der Baywa zu einem Vor Ort Termin bestellen des weiteren habe ich schon einen Termin bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale vereinbart. Könnt ihr spezielle Ernergieberater etc. empfehlen?

    Ja aktuell sieh es so aus. Gaube4.jpg Gaube5.jpg Gaube6.jpg

    Die Sparren möchte ich im Zuge des Ausbaus mit Gipskarton verkleiden.

    Ich habe bei Bauder angefragt, Diese meinten man könne mit Mineralwolle eine Zwischensparrendämmung ausführen und dann nach Innen Luftdicht abdichten.
    Dampfsperre/bremse etc.
    Wäre das aus eurer Sicht eine Option?

    Grüße
     
  6. leon99

    leon99

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    Nochetwas, wie auf den Bilder zu sehen wurden bereits nachträglich Gauben aufgesetzt.
    Diese sind mit einer 160mm PUR ebenfalls Alukaschiert gedämmt.

    Im Bereich der Gauben liegt die alte Aufsparrendämmung noch auf den ursprünglichen Sparren.

    Muss hier beim verkleiden mit Gipskarton etwas beachtet werden?
     
  7. H.PF

    H.PF

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    Dann sollen die dir mal die Detailplanungen vorlegen wie das hinzubekommen sein soll... Ich weiß das das theoretisch hinzubekommen ist aber praktisch? Sehe ich wenig Chancen...
     
  8. drsos2

    drsos2

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    Bei den ganzen Sparren und Balken... viel Spass beim Verlegen der Dampfbremse.
    Dein Weg sollte zu einem Bauingenieur, Architekten oder/und Energieberater führen.
    Der soll dein Vorhaben ausrechnen, planen und die Ausführung überwachen.
    Das kostet zwar etwas Geld, aber das ist sehr gut investiert. Nicht wenige schlagen hier im Forum nach der (falschen) Ausführung auf und brauchen Hilfe. Die Fehler nachher zu korrigieren wird immer teurer sein als das Geld in eine gute Planung vorher zu stecken.
    Das lässt sich online, ohne vor Ort Termin nicht bewerkstelligen.
     
  9. AnneSC

    AnneSC

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    Mich würde bei einer solchen Sanierung etwas ganz anderes interessieren: wenn man die möglichen energietechnischen Aspekte außer acht lässt, was bringt eine Verbesserung der Luftdichtigkeit und Dämmung eines bereits gedämmten Daches? Beispielsweise eine Verbesserung des U-Werts von 0,35 auf 0,14. Merkt man das am Wohngefühl, sprich ist dieses besser, weil z.B. spürbar weniger kalt, weniger Luftzug? Oder merkt man eher nichts, außer den Ausgaben für die Maßnahmen?
     
  10. mls

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    wo ist die luftdichte (ggfs. dampfbremsende o.ä.)
    ebene vor/nach "verbesserung"?
    wo fällt kondensat aus?
    an der antwort erkennt man den fachmann ..
     
  11. tgaeb01

    tgaeb01

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    Kann man das? Wird Energie gespart, werden begrenzt vorhandene Ressourcen geschont. Das sollte doch Anliegen eines Jeden sein, der Verantwortung nicht nur für seine Enkel übernimmt. Energie ist derzeit einfach viel zu billig!
    Korrekt, z.B. werden bei guter Dämmung die inneren Oberflächentemperaturen höher. ;-)
     
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  13. Kalle88

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    Die Frage ist doch, was muss ich ausgeben um Energie zu sparen? Im hiesigen Fall unter aktuellen Kriterien ist der Kostenfaktor einer sinnvollen Maßnahme garnicht so irrelevant. Stichwort Wirschaftlichkeit. Gerde bei bestehenden Systemen (Altbau) ist ein integrieren einer besseren WD garnicht so günstig. Als das sich das Ganze am Ende rechnet.
     
  14. tgaeb01

    tgaeb01

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    Das ist korrekt, nur als Wohltäter für die Umwelt zu wirken, kann sich nicht Jeder leisten.
    Völlig korrekt, sinnfreies Dämmen kann auch zum Groschengrab führen.
    Beim Neubau stehen nahezu alle Freiheitsgrade offen, Gebäude, Anlagentechnik, Klimastandort und Nutzerverhalten optimal aufeinander abzustimmen, sofern entsprechende Dimensionierungen durchgeführt werden.
    Im Bestand/ Sanierung sieht das völlig anders aus. Einfach sinnfrei Dämmen auf Anraten eines Formularausfüllers, kann wirtschaftlich kräftig in die Hose gehen. Siehe #3 von A. Fischer!
    Das kommt wie stets auf den Einzelfall an, Pauschalierungen sind auch hier, wie stets, wenig sinnvoll.
    Es lohnt immer auch die Anlage zu betrachten. Lässt sich durch geeignete Maßnahmen die Anlagenaufwandszahl von 2 auf 1,5 reduzieren, sind 25% Energieeinsparung möglich, was man mit einer ergänzenden Dachdämmung wohl kaum erreichen wird.
    Völlig sinnfreies bzw. wahlloses Dämmen führt bei energetischen Sanierungen häufig zum wirtschaftlichen Groschengrab.
    Planloses "Viel hilft viel" geht auch hier i.d.R. in die Hose. Vom beabsichtigten, theoretischen Dämmerfolg auf dem Papier, bleibt oftmals nur wenig übrig, so dass eine Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist. Der Dämmstoffverkäufer sieht das allerdings anders ;-)
     
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