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Contracting Vertrag für Biomasse Heizkraftwerk

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  1. #1

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    Contracting Vertrag für Biomasse Heizkraftwerk

    Hallo,

    wir sind gerade dabei ein RMH zu kaufen. Es handelt sich um eine Anlage mit insgesamt 23 Reihenhäusern - Fertigstellung Ende diesen, Anfang nächsten Jahres. Beheizt werden diese durch ein Biomasse Heizkraftwerk, Befeuerung mit Pellets. Der BT befindet sich gerade mit dem Contractinggeber in Verhandlung - einer der größten im süddeutschen Raum, Name leider vergessen. Von daher ist im Moment keine Einsicht in den Vertrag möglich.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit diesen Verträgen, also wie hoch z.B. die Kosten pro kWh sind oder worauf man sonst noch achten sollte? Seht ihr eine große Gefahr bei Unterschrift des Kaufvertrages ohne vorher den Contractingvertrag eingesehen zu haben?

    Für allen Antworten schon mal vielen Dank.

    Viele Grüße

    Volker
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  2. Contracting Vertrag für Biomasse Heizkraftwerk

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  3. #2

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    Ist man bei der Wärmeversorgung nicht immer an einen Monopolisten gebunden? Glauben Sie, die Vertragsbedingungen werden sich während der Lebensdauer des Hauses nicht ändern?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hmm ja, aber das beantwortet meine Frage nicht. Bisher war das bei mir so - dank Brennwerttherme und Gasleitung der Stadtwerke. Hätte das neue Haus selbst eine Pelletsheizung könnte ich mir aber zumindest den Lieferanten aussuchen und ich wäre nicht von den Öl- und Gaspreisen abhängig. Ob sich die Preise für die Pellets mal am Ölpreis orientieren? Hoffe ich ja mal nicht

    Mir ging es ja darum, dass ich den Kaufvertrag unterschreiben soll ohne den Contractingvertrag gesehen zu haben. Von daher meine Frage wie so ein Vertrag aussehen kann und welche Gefahren da möglicherweise gegeben sind. Der Verkäufer hat auch irgendwas gesagt, dass die Anlage nach 15 Jahren in den Besitz der 23 Eigentümer übergeht!!?? Aber hier im Forum scheint ja leider niemand darüber Bescheid zu wissen, oder?

    Da werde ich wohl mal besser die Verhandlungen zwischen BT und dem Contractor abwarten, bevor ich den Kaufvertrag unterschreibe...aber falls von euch jemand, was zu dem Thema weiß ==> gerne

    Gruß

    Volker
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  5. #4
    Baufuchs
    Gast

    Mir ist

    nicht ganz klar, wie das aus Sicht des BT laufen soll. Sie unterschreiben den Kaufvertrag in dem auf den Corntracting-Vertrag Bezug genommen wird (muss), der aber nicht beigefügt ist?
    Was spricht dagegen, zu warten bis klar ist, wie dieser Vertrag gestaltet ist?

    Kommt mir so vor, als würden Sie ein Auto kaufen mit der Verpflichtung nur an einer bestimmten Tankstelle zu tanken. Welche das ist und zu welchen Konditionen Sie dort tanken können erfahren Sie später. Würden Sie unterschreiben?
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  6. #5
    Themenstarter

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    @Baufuchs:

    Ja, der BT sieht das wohl so wie Rolf das geschrieben hat. Mag ja auch sein, dass mit dem Vertrag alles in Ordnung ist. Du hast mich jedenfalls in meiner Meinung bestärkt mir den Vertrag erstmal vorlegen zu lassen.

    Gruß

    Volker
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  7. #6
    Baufuchs
    Gast

    Die

    Ansicht von Rolf ist nicht ganz falsch, aber der Vergleich hinkt. Vor der Entscheidung für ein bestimmtes Grundstück ist man in der Lage die Vertragsbedingungen der regionalen Versorger einzusehen. Und bei Strom und Gas hat man schon die Möglichkeit auf andere Anbieter auszuweichen.
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Der Contractingvertrag wird immer ein eigener Vertrag sein. In den Kosten pro kWh sind neben den Energiekosten alle Kosten des Contractinggebers drin, Kapitalkosten, Baukosten, Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn. Ein Teil des Hauspreises wird also "verdeckt" über den zusätzlichen Vertrag bezahlt. Der Contractinggeber wird nicht mit dem Bau beginnen, bevor alle Verträge unter Dach und Fach sind und sich die Sache rechnet.

    Ich finde es mutig vom Bauträger, Häuser ohne Wärmeerzeugung zu verkaufen und nicht zu wissen, ob die Käufer später auch die Contractingverträge unterzeichnen. Da könnten sich ja einige weigern. Dann hat der Bauträger entweder selbst irgendwelche Verträge mit dem Contractinggeber am Hals und muss zahlen oder dieser baut nicht und die kooperativen Käufer bekommen keine Heizung.

    Liegen die Contractingvertäge noch nicht vor, ist das m.E. vor allem für den Bauträger riskant.
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  9. #8
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Ich wäre da auch ...

    ... sehr sehr vorsichtig. Es gibt auch durchaus negative Erfahrungen, wenn z.B. größere Wohnungsgesellschaften ihr Energiemanagement einem Contractor übertragen, weil der ganz anders kalkuliert (siehe Bruno).

    Wenn in diesem Fall das Kraftwerk nach 15 Jahren in den Besitz von 23 Eigentümern (die sich heute noch gar nicht kennen) übergehen soll, hätte ich die allergrößten Bauchschmerzen.
    Nach 15 Jahren ist´s wohl steuerlich abgeschrieben. Ist´s dann auch abgewirtschaftet? Sind in den 15 Jahren immer auch die erforderlichen Erhaltungsinvestitionen vom Contractor getätigt worden ?
    Und stellt Euch ne Gesellschafterversammlung von 23(1) Eigentümern vor, wenn´s um Kapitalentscheidungen geht !
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von VolkerKugel
    Wenn in diesem Fall das Kraftwerk nach 15 Jahren in den Besitz von 23 Eigentümern (die sich heute noch gar nicht kennen) übergehen soll, hätte ich die allergrößten Bauchschmerzen.
    Nach 15 Jahren ist´s wohl steuerlich abgeschrieben. Ist´s dann auch abgewirtschaftet? Sind in den 15 Jahren immer auch die erforderlichen Erhaltungsinvestitionen vom Contractor getätigt worden ?
    Und stellt Euch ne Gesellschafterversammlung von 23(1) Eigentümern vor, wenn´s um Kapitalentscheidungen geht !
    Ja, solche Gedanken sind uns auch schon durch den Kopf gegangen - von daher ist es wohl das Mindeste, den Vertrag vorher einsehen zu können. In der Therorie hört es sich ja so schön an: Man hat mehr Platz im Keller, muss sich um nichts kümmern und hat es vertraglich zugesichert, dass man immer mit Warmwasser beliefert wird. So eine große Anlage müsste doch auch effizienter arbeiten wie 23 kleine, oder? Und es muss doch auch in diesem Bereich seriöse Anbieter geben, oder? Je mehr ich in diesem Forum lese umso mehr Angst bekomme ich vor dem Schritt in die eigenen vier Wände

    Gruß

    Volker
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Technisch und gesamtwirtschaftlich ist eine solche Nahversorgungsanlage sehr sinnvoll. Die Verträge müssen natürlich stimmen. Man muss sich auch im Klaren sein, dass man als Kunde einen Teil der Baukosten (Wärmeerzeugung, Kamin, zusammen >10.000 €) über die Energie bezahlt und das Haus entsprechend günstiger sein sollte. Auch verdient nochmal jemand mit, nämlich der Contractinggeber. Der sollte sich über die Gesamtbetrachtung aber rechnen, da eine große Anlage günstiger kommt als viele kleine.

    ein paar Links:

    Contracting:
    http://www.deutsche-energie-agentur....ex.php?id=1008
    dort unter "Ausschreibung / Vergabe" ein Mustervertrag:
    http://www.deutsche-energie-agentur....ngsvertrag.pdf
    Wirtschaftlichkeitsvergleich mit der Eigenbesorgung:
    http://www.deutsche-energie-agentur....gsprogramm.pdf
    Kostenvergleich verschiedener Heizsysteme:
    http://www.carmen-ev.de/dt/energie/pellets/pellets.html
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  12. #11
    Themenstarter

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    Herzlichen Dank!

    Werde mir die Links zu Gemüte führen.

    Gruß

    Volker
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  13. #12

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    Contracting

    Hallo,
    könnte es sein dass Dein künftiges RMH in Göggingen am Schiffmacherweg stehen soll?
    Dort ist m.E. ein Contracting mit der Fa. Südwärme, Unterschleißheim geplant. Es ergeben sich hier sicher mehrere Risiken, die man aber leider nicht vollständig in vornherein vollkommen ausschliessen kann. Letztendlich ist doch aber wichtig a) das die Wämeenergielieferung sichergestellt wird b) zu marktüblichen Preisen(ggf. geeignete Indizes vorschlagen) und c) der Contracting Partner solide ist. Das würde ich mir einfach vertraglich nochmal im Kaufvertrag durch den Bauträger zusichern lassen, vorausgesetzt der Rest ist für Dich ok.

    Viel Glück!
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Themenstarter

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    @thorsap:

    Ja richtig, es geht um die Anlage im Schiffmacherweg
    Punkt a) und b) lassen sich ja umgehen, wenn man vor Unterschrift des Kaufvertrages Einsicht in den Contractingvertrag erhält. Und wie kann ich Punkt c) rausfinden? Na immerhin habe ich jetzt ja den Namen - ich wusste es war was mit "Süd" im Namen

    Woher kennst du die Anlage im dort? Hast du dort gekauft? Bin über jede Erfahrung dankbar - vielleicht besser als PM/Mail?

    Besten Dank

    Volker
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  16. #14

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    Die Fa. Südwärme Ges.f.Energielieferung AG hat bereits Projekte mit der Stadt Unterhaching. Ausserdem ist es kein Problem eine Handelsregisterauskunft zu bekommen, Kosten ca. EUR25,-. Auch ein Jahresabschluss ist sicherlich über Auskunfteien zu bekommen. Das die Fa. aber für die nächsten 15 Jahre ein guter Betreiber sein wird, stellt das trotzdem nicht sicher.

    Wert und Form hat - so glaube ich - nur einen Entwurf eines Contractingvertrages...

    Wenn das Projekt erfolgreich ist, bin ich mit einem RH dabei. Ich suche gerade noch eine unabhängige Bauüberwachung, tendiere allerdings zu einem geeigneten Architekten. Die Leistungen vom TÜV-Süd, München finde ich relativ teuer(EFH ca. EUR2.960), zumindest wenn man bedenkt das Sie nur 4x die Baustelle begehen.

    thorsap
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