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Erfahrungen mit Lüftungsanlagen / LWP oder Brennwertheizung

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  1. #1

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    Frage Erfahrungen mit Lüftungsanlagen / LWP oder Brennwertheizung

    Hallo zusammen,

    wir lesen hier schon einige Zeit mit und haben bereits viele Hinweise im Forum gefunden.

    Wir planen ein EFH mit Satteldach bauen zu lassen. Das Haus wird 170qm Wohnfläche haben und ohne Keller gebaut werden.

    Momentan sind wir kurz vor der Baugenehmigung, und machen uns Gedanken um die Heizung und eine kontrollierte Wohnraumlüftung.

    OK, ich würde am liebsten eine Sole-Wasser Wärmepumpe und die Wohnraumlüftung einbauen und dann noch Solarkollektoren für Warmwasser und Heizungsunterstützung, aber da gibt es auch noch die Kostenseite

    OK, fest steht daß wir flächendeckend eine Fußbodenheizung bekommen.
    Aus Kostengründen überlegen wir halt ob eine Luft-Wasser Wärmepumpe mit Lüftungsanlage einbauen sollen, oder halt lediglich eine Gas-Brennwert Therme mit Lüftungsanlage.

    Wir haben halt nur 25000 EUR für die Heizung incl. Gasanschluß und noch 7000 für die Lüftungsanlage.

    Die Angebote für eine KWL liegen momentan nur für die Lüftungsanlage bei 6.500 EUR. Da ist dann aber noch kein Einbau dabei.

    Wobei, ich mich auch über Erfahrungswerte über KWL Anlagen auch als PN freuen.

    Gruß
    Martin Schrod
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  2. Erfahrungen mit Lüftungsanlagen / LWP oder Brennwertheizung

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  3. #2

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    Was wird denn Gebaut?

    Ein Fertighaus oder ein Haus Stein-auf-Stein?

    Warum wollt ihr denn eine Sole-Wasser-Wärmepumpe UND Solarzellen auf dem Dach? Jetzt werden gleich viele schreiben, wie toll das ist, allerdings wird die Heizung/WP auch um ca. 5 bis 6 kEUR billiger, da diese nun anders ausgelegt werden kann. Allerdings würde ich persönlich nie darauf verzichten, die Anschlussleitungen für die Solarzellen im Haus zu verlegen.

    So, und wenn man noch mehr sparen will, dann kann man auch die KWL sparen und drei oder viermal am Tag anständig lüften, also Stosslüften und nicht nur die Fenster kippen.

    Und zum guten Schluss solltest du das (Sole-WP mit FBH) dann auch für 25 kEUR bekommen.
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  4. #3

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    Steckst Du die 7000 in die Dämmung und kaufst Dir für den Rest eine Tecalor THZ 403 oder eine Alpha Innotec KHZ Luft WP, die neben Heizung und WW auch noch KWL mitmacht.

    FBH schön auf 30°C max. Vorlauf auslegen und alles gut. In die Dinger kann man auch noch prima Solarkollektoren integrieren, das lohnt sich nicht, macht aber gute Laune.

    Wie gesagt, statt Geld für Sole-Bohrung oder Verlegung auszugeben würde ich immer Dämmen und eine Luft WP nehmen. Es sei denn, bei Euch wird es im Winter über richtig lange Zeit richtig bitter kalt. Und selbst dann könnte man noch über eine direktkondensierende Luft WP nachdenken.

    Aber dämmen, dämmen, dämmen. Nur die Energie, die man nicht braucht, spart man wirklich. An unserem Haus würde ich nur sehr wenig anders machen, eine Sache ist aber: KfW40 Standard statt KfW60 Standard.

    Gruß, Hendrik
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  5. #4
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    Zitat Zitat von gerdk Beitrag anzeigen
    Ein Fertighaus oder ein Haus Stein-auf-Stein?
    Es wird ein Stein-auf-Stein Haus, bei Darmstadt (Kühlkopf)

    Zitat Zitat von gerdk Beitrag anzeigen
    Warum wollt ihr denn eine Sole-Wasser-Wärmepumpe UND Solarzellen auf dem Dach? Jetzt werden gleich viele schreiben, wie toll das ist, allerdings wird die Heizung/WP auch um ca. 5 bis 6 kEUR billiger, da diese nun anders ausgelegt werden kann. Allerdings würde ich persönlich nie darauf verzichten, die Anschlussleitungen für die Solarzellen im Haus zu verlegen.
    Naja, ich möchte schon eine sehr energieeffektive Heizung haben, und das sind momentan die Wasser-Wasser Wärmepumpen, gefolgt von den Sole-Wasser Wärmepumpen.
    Bei den Wasser-Wasser Wärmepumpen hätten wir aber das Problem, daß der Schluckbrunnen sich sehr schnell zusetzt, da sehr viel Eisen und noch ein Metall im Grundwasser ist.

    Für die Solarkollektoren wird wohl zunächst nur die Vorbereitung, das heißt die Leitungen auf's Dach gelegt werden. Momentan dürften sich die Kollektoren zu einer Wärmepumpe nicht rechnen.

    Zitat Zitat von gerdk Beitrag anzeigen
    So, und wenn man noch mehr sparen will, dann kann man auch die KWL sparen und drei oder viermal am Tag anständig lüften, also Stosslüften und nicht nur die Fenster kippen.
    Klar, im Sommer gar kein Thema, da hat meine Frau eh die Fenster offen stehen, aber im Winter wird's da eng, und die heutigen Häuser sind mir einfach zu dicht, um mich auf die doch recht komplizierten Lüftungsvorschriften einzulassen.

    Zitat Zitat von gerdk Beitrag anzeigen
    Und zum guten Schluss solltest du das (Sole-WP mit FBH) dann auch für 25 kEUR bekommen.
    Bisher habe ich Angebote für die FBH bei 10.000 EUR + die Heizung, wobei die Solebohrung auch bei 10.000 EUR liegen dürfte (ENEV sagt ca. 10kw)

    Ja ich weiß, daß man die ENEV-Berechnung nicht für die Heizungsauslegung nehmen darf. Aber das ist momentan der einzige Anhaltspunkt den ich habe.

    Heizungsbauer in der Gegend scheinen echt gut zu tun zu haben.

    Gruß
    Martin Schrod
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  6. #5

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    wir heizen mit Sole/ Wasser WP über Tiefenbohrungen und haben noch eine KWL mit WRG im KFW 60 Haus. Speziell auf die Lüftungsanlage würd ich nicht mehr verzichten wollen. Eine Photvoltaikanlage kann man später relativ einfach nachrüsten, bei ner Lüftungsanlage mit WRG wird das nachträglich sehr aufwendig.

    Ich würd mich erstmal beim Landratsamt erkundigen ob überhaupt Tiefenbohrungen auf dem Grundstück erlaubt sind. Alternativ käme noch Flächenkollektoren in Frage. Aber in Darmstadt hats doch zumeist wie generell im Rhein/ Main- Gebiet höhere Temperaturen, wo man über den Preisvorteil einer Luft- WP ernsthaft nachdenken sollte.
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  7. #6
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Wenn du eine kostengünstige Heizungs willst, brauchst du eine Brennwerttherme!
    Was willst du denn mit einer Wärmepumpe, wenn die Bohrung alleine schon 10000,- Euro kostet. Bis du das Geld wieder rein hast, brachst du eh wieder eine neue Heizung...versteh bis heute noch nicht warum es so viele Leute gibt, die darauf so abfahren. Schon mal darüber nachgedacht, welche Zinsen zusätzlich für die Anschaffung anfallen. Ich will gar nicht dran denken, wenn das Ding einen defekt hat, womöglich nach Ablauf der Gewährleistung.

    Meiner Meinung nach fährt man mit einer Brennwerttherme momentan am günstigsten, außerdem kann man sich in 15-20 Jahren das Teil schnell austauschen und auf den neusten Stand der Technik bringen.
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  8. #7

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    bei ner Luft- WP brauchst keine Tiefenbohrung und das Gerät kriegt man fast zum gleichen Preis wie die Gastherme. Dabei entfällt dann auch die Gas- Anschlussgebühr und der Schornsteinfeger.
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  9. #8
    planfix
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    welche Wärmepumpe sinn macht steht da!
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  10. #9
    Avatar von tiger
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    Wirtschaftlichkeitsberechnung

    Was haltet Ihr von dieser Rechnung ?
    Wir sind gerade in der Endphase der Planung unseres Hauses und unser Architekt hat einen Heizungsplaner mit ins Boot geholt der folgende Wirtschaftlichkeitsrechnung aufmachte (mit eine NIBE WP mit integrierter zentralen Entlüftung und Wärmerückgewinnung und Erdkollektor vs. einer Öl-Heizung) :

    Verbrauch laut Wärmeschutznachweis 30.000 KWh/a bei rund 350qm beheizter Fläche.

    WP
    Leistungszahl 4,2 7150KWh/a x 0,15€ 1075€
    Wartung 125€
    Betriebskosten WP pro Jahr 1200€

    ÖL Heizung
    Heizöl 3500 liter x 0,55€ 1925€
    Wartung 150€
    Schornsteinfeger 100€
    Betriebskosten Öl 2175€

    Investition WP, Kollektor, Lüftung 34.500€
    Investition Ölbrennwertheizung mit Tank, Kamin 16.600€

    Diff. Wärmeerzeuger 17900€
    Diff Betrieb pro Jahr 975€

    Armortisierung WP (erst) nach 18 Jahren !
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  11. #10

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    Rotes Gesicht Mehr Glaube als Hoffnung

    Na, dann laß Dir mal die Leistungszahl garantieren und bete, daß die WP ein so biblisches Alter überhaupt erreichen wird...

    Abgesehen davon ist ne Lüftungsanlage etwas sehr Feines!
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  12. #11

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    Also 20 Jahre für eine WP ist kein Alter... und eine Leistungszahl von über 4 für eine Sole WP ist keine Raketenwissenschaft, wenn man weiss, was man tut.

    Und bei der Öl-Heizung ist auch eine Lüftung dabei? Sonst musst Du die bei der WP rausrechnen.

    Gruß, Hendrik
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  13. #12
    Avatar von tiger
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    bei der NIBE WP ist ja dies Lüfungsanlage ein Modul zur Ergänzung, die Öl Anlage ist ohne Belüftungssystem.
    Der Erdkollektor soll durch entsprechende Drainage der Dachentwässerung feucht gehalten werden.
    Grundlegende Frage: kommen die Anlagenpreise in etwas hin ? Wenn die Differenz so groß ist, wie rechnen sich dann überhaupt WP Anlagen ? Oder woran liegt es dass es sich bei uns nicht rechnet ?
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  14. #13
    Avatar von drulli
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    Wie schon geschrieben, könntest Du die KWL bei der Öl-Heizung mit draufschlagen. Die würde ich in beiden Fällen nehmen. Nicht, weil sich das irgendwann mal rechnet, sondern weil der Wohnkomfort enorm steigt!
    Dann sieht Deine Rechnung sicher besser aus.
    Letztendlich muss Du entscheiden, zwischen welchen Alternativen Du entscheiden und rechnen willst.
    Grüße!
    Uli
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von hirma
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    Warum...

    wird eigentlich bei dieser Diskussion immer ausser acht gelassen, dass auch eine Öl- oder Pelletsheizung Mehrkosten verursacht? Beide benötigen nämlich Platz für ihre Lager oder Tanks - und der kostet auf jeden Fall eine Menge Geld. Im übrigen riecht man diese Lager auch (ja auch Pellets). Ich würde mir jederzeit wieder eine Luft-Wasser WP einbauen. Günstig in Anschaffung und Unterhalt, keine Brennstoffbestellungen nötig, geringer Platzbedarf und bei guter Dämmung und vernünftiger Auslegung der Heizung (FBH im gesamten Haus - niedrige Vor- bzw. Rücklauftemperatur) liegt auch der Stromverbauch und damit die Leistungszahl in einem vernünftigen Rahmen.
    Geändert von hirma (17.03.2007 um 15:05 Uhr)
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  17. #15
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    So, wir lassen uns jetzt fest ein Lüftungs/Wärmepumpenkombigerät S.E. LWZ 403 bzw. Telcolor THZ 403 anbieten.
    Angebote für eine Gastherme liegen vor, aber an eine Wärmepumpe hat sich noch kein Anbieter herangetraut.
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