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Thema: Fragen zur Herstellung von ZE30 als Verbundestrich

  1. #1

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    Fragen zur Herstellung von ZE30 als Verbundestrich

    Liebe Experten,

    ich möchte in meiner Garage (ca. 70 m2) einen Verbundestrich ZE30 selber machen, aus Kostengründen. Dazu brauche ich noch ein paar Infos.

    Zur Vorbereitung des Untergrunds habe ich mich für Abfräsen mit Betonfräse und anschließendes Abspritzen mit dem Kärcher entschieden. Das sollte nicht so schwierig sein und so passen, oder?

    Den Estrich selber möchte ich mit Estrichsand (Körnung 0-8, die Sieblinen kenne ich nicht, kann ich aber nachfragen, wenn das so viele ausmacht) und Zement (der übliche Portlandkalksteinzement Endfestigkeit 32,5) mit der Betonmaschine herstellen (Sand und Zement liegen schon vor der Hütte) . Welches Mischungsverhältnis brauche ich da? Ein Estrichleger hat was von ca. 1RT Zement auf 3RT Sand gesagt. Das wären grob 750 kg pro m3 Estrich . Das erscheint mir etwas viel, da laut dem Merkblatt B19 der Zementindustrie 450 kg pro m3 Estrich nicht überschritten werden sollen. Das wären grob 1 zu 6, was mir wieder etwas mager vorkommt. Was also?

    Mit wurde geraten, den Estrich zu verdichten. Womit macht man das am besten? Flügelglätter? Rüttelflasche?

    Bitte raten Sie mir nicht, den Estich vom Fachmann machen zu lassen, das ist mir zu teuer. Ich habe bisher immer noch alles gut hinbekommen.

    Herzliche Grüße,
    MD
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  2. #2

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    Lassen Sie sich fertig gemischten Beton anliefern oder fahren Sie mit Behältern zum nächsten Mischwerk und lassen sich fertig gemischten Beton einfüllen. Ist vielleicht sogar billiger, als wenn Sie selber mischen (vielleicht Termin abstimmen, wegen Mindermengen wird oft das Mischwerk nicht angestellt).

    Aber die 3 bis 4 m³ dürften schon keine Mindermenge mehr sein.
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  3. #3
    Avatar von Lebski
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    Wenn Sie mir Ihre Faxnummer mitteilen, schick ich Ihnen einige Mischungsberechnungen, sowie Hinweise zu Haftbrücke, u.s.w.
    Kontakt über E-Mail oder PN.
    Veröffentlichen will ich es nicht, da:
    1. Ist das nix für Selbermacher. Wenn Sie sich das zutrauen, Ihre Sache.
    2. Ist das doch sehr Umfangreich.
    3. Bin ich erst Montag im Büro.

    Was soll auf den Estrich drauf???

    Generell: Herr Ebel hat vollkommen recht. Mach ich auch immer so.
    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.
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  4. #4
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    Auf den Estrich soll eine Industriebodenbeschichtung drauf. Bei mir in der Nähe ist eine Niederlassung der Voss-Chemie, mit deren Produkten habe ich bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Außerdem haben die sehr kompetente Berater.

    Ursprünglich wollte ich Fliesen nehmen (Feinsteinzeug), aber bei guter deutscher Markenware, im Fließbett verlegt, kommt der Quadratmeter schnell auf 30 - 40 Euro. Ich denke, von Billigfliesen für 4,50 Euro aus dem Baumarkt sollte man in der Garage lieber die Finger lassen.

    Thema Transportbeton: Klar, beim Betonieren der Bodenplatte hab ich das Betonauto kommen lassen. Aber wie soll ich denn das bei 70 m2 Estrich zeitlich gehen (wir sind zu zweit und keine Profis)? Da wird mir garantiert ein guter Teil hart!

    Herzliche Grüße,
    MD
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  5. #5
    Avatar von Lebski
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    Na, hoffentlich haben Sie ein diffusionsoffenes Beschichtungssystem gewählt. Bei Wasserdichten Systemen sehe Probleme mit der aufsteigenden Feuchtigkeit. Der Verbundestrich sollte (Vorschrift gibts keine, viel Spass beim Kratztspachteln ohne) Flügelgeglättet werden. Dafür brauchts einen Profie und Maschine. Schon sind Sie zu dritt, dann klappts auch mit dem Betonauto. Fliessmittel mitbestellen! 5 Wochen Trockenzeit einhalten, 14 Tage ordertlich Nachbehandeln. Vor dem Beschichten mit einer Zopfdrahtbürste (Flex) drübergehen (Augenschutz!).
    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.
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  6. #6
    Avatar von Lebski
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    Alledings könnte man dann auch gleich eine Hartstoffeinstreuung vornehmen. Bei Bedarf kann diese Farbig versiegelt werden.
    Ist natürlich Geschmackssache.
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  7. #7
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    Zunächst vielen Dank an Herrn Lebski für das Fax mit der Anleitung. Ich muß zugeben, daß man da eine Menge Dinge beachten muß, um den Estrich fachgerecht auszuführen. Ich denke nochmal darüber nach ob ich es nicht doch an einen Profi vergebe. Aber auch dann hat mir die Lektüre sehr viel geholfen, weil ich jetzt zumindest die richtigen Fragen zur Ausführung stellen und den Jungs auf die Finger gucken kann.

    Herzliche Grüße,
    MD
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  8. #8
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    Interessante Antworten vom Estrichprofi

    So, ich hab von einer Estrichfirma ein Angebot für den Verbundestrich angefordert. Des Schriebsteht noch aus, aber es war schon jemand da und den hab ich gleich ein paar Fragen zur Ausführung gestellt.

    Natürlich hat er betont, daß Selbermachen auf keinen Fall geht. Hätte ich auch nicht anders erwartet, schließlich will er ein Geschäft machen und kann meine Fähigkeiten nicht einschätzen. Das ist schon ok. Aber was er sonst noch so gesagt hat, finde ich wenig überzeugend:

    1. Er will (nach einer gründlichen Reinigung) lediglich mit einer Haftbrücke arbeiten. Fräsen oder Kugelstrahlen sei bei meiner Betondecke unnötig. Ich sehe das anders. Zwar blättert keine Schlemmhaut, aber die oberste Schicht ist recht weich, man kann sie mit dem Stahlnagel schön anritzen.

    2. Er will einen hochverschleißfesten Estrich machen, der keine Oberflächenbeschichtung benötigt. Nach der Zusammensetzung gefragt, sprach er von ca. 600 kg Zement pro m3. Auf meine Frage, ob der B25 des Betonbodens nicht eine Übergangsschicht verlangen würde, meine er, es ginge auch ohne. In den Unterlagen von Herrn Lebski steht jedenfalls was anderes ...

    Ich habe nach dem Gespräch so meine Zweifen an der Firma. Sind diese berechtigt?

    Herzliche Grüße,
    MD
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  9. #9
    Avatar von Lebski
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    Kann man pauschal nicht sagen. 600 kg/m³ laßt auf einen Hartstoffestrich ZE 65 A-20 VF auf Haftbrücke schliessen. Der ist für die Belastung (Garage) auf jeden Fall geeignet.
    Fraglich ist, ob der Verbund klappt. Wenn Ritzspuren sichtbar bleiben, wäre ich allamiert, d.h. Fräsen oder Kugelstrahlen. Letztendlich haftet die Firma, blöd ist, wenn der Vertrag geschickt gemacht ist, stellt der nen Nachtrag.
    Die Übergangsschichten werden heute noch ausgeführt, aber fast nur noch bei Hartstoffeinstreuunge, welche aber nicht genormt sind.
    Dabei wird Hartstoff der Gruppe A in die Estrichoberfläche gestreut und eingeglättet. Langt für die Garage dicke, und ist günstiger, als den gesammten Estrich mit der Güte auszuführen.

    Vorschlag: Selber Fräsen und Hochdruckreinigen, Estrich auf Haftbrücke mit Hartstoffeinstreuung von einer Firma, die den Boden vorher abnimmt.
    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.
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  10. #10
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    Nachdem der erste Estrichleger abgesagt hat, weil er frühestens Ende November Zeit hat, habe ich nach langem hin und her einen anderen gefunden, der noch Mitte Oktober Zeit hat.
    Mit Preisvergleichen ist im Augenblick wenig drin, da alle gut zu tun haben. Daher wollte ich hier mal nachfragen, ob der genannte Preis im Rahmen liegt (ich habe noch kein Angebot, nur eine telefonische Aussage, da der Mann erst ausmessen will) .

    Fläche ca. 70 m2

    Verbundestrich ZE40 mit Hartstoffeinstreuung, mittlere Dicke 5cm, inkl. Boden fräsenund hochdruckreinigen 15 Euro pro m2 plus MwSt.

    Sonderwünsche wie Stahlfasern oder Einfärben kosten extra. Ebenso eine größere mittlere Dicke.

    Die Estrichoberfläche soll direkt zum Aufbringen einer difussionsoffenen Versiegelung geeignet sein (abschleifen sei nicht nötig).

    Ist der Preis (für Südbayern) ok? Muß ich noch auf irgendwas achten? Genügt ein ZE40? In einer Garage wird mein schweres Wohnmobil stehen und meine Hobbywerkstatt sein.

    Herzliche Grüße,
    MD

    P.S. Der Estrichleger hat den Ruf anständige Arbeit zu leisten.
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  11. #11
    Avatar von Lebski
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    Das erscheint mir sehr preisgünstig.
    Auf jeden Fall den Schleifverschleiß der Einstruung nachweisen lassen, da die Ausführung als solches nicht genormt ist:
    Material nach DIN 1100, Gruppe A (Allgemein, bzw. mineralische Hartstoffe), Schleifverschleiß nach Böhme kleiner 7 cm³/50 cm².
    Bei der Ausführung die Menge der tatsächlichen Einstreuung kontrolieren! Hier wir viel geschummelt. 3 kg/m² sollten mindestens drauf! Estrich ZE 40 ist ok.
    Auf eine sorgfältige Nachbehandlung achten! Am besten 10 Tage Folie drauf und feuchthalten.

    Ich würde für die Arbeiten eher 25,- €/m² ansetzen. Nur zur Info.
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