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  1. #1
    Avatar von Waldamorbach
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    Relative Luftfeuchtigkeit

    Hallo!

    Wie ist das mit der relativen Luftfeuchtigkeit? Habe mir ja jetzt von Conr*d Hygrometer gekauft. Danach haben wir im Keller in dem einen Raum, in dem das Fenster dauerhaft offen ist eine Temperatur von ca. 10 C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70%, der andere Raum, in dem die Pilze wuchern, wo man auch durch bloßes Anfassen der Wand die Feuchtigkeit spürt, sind es bei zunem Fenster (da Trockengerät) gute 10 C und eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 80%.

    Wie hoch dürfte die Luftfeuchtigkeit überhaupt sein? Stimmen die Geräte, da ich dachte es wäre höher? Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit sein, so dass man davon ausgehen sollte, dass die Wände einigermaßen trocken sind? Eine Kondenswasserfeuchtigkeit sollte hierbei ausgeschlossen sein denke ich mal, sonst müsste die Luftfeuchtigkeit ja höher sein, nicht war?

    Gruss Andreas
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  2. Relative Luftfeuchtigkeit

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Fenster immer auf ist falsch...
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von Waldamorbach
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    Relative Luftfeuchtigkeit

    Hallo Robby!

    Problem, dass Fenster nicht mehr vorhanden, da nur eingesetztes Fenster das damals zugemauert war. Müsste wenn dann neue Konstruktion erstellen, so dass das Fenster hält.

    Gruss Andreas
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  5. #4

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    Zustopfen soll auch schon helfen...l
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  6. #5
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    mhhh und dann zum gezielten lüften wieder entstopfen...
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  7. #6
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    mhhh und dann zum gezielten lüften wieder entstopfen...
    lol
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  8. #7
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Bei deinen Temperaturen sind die Wände extrem ausgekühlt. Dadurch kondensiert die fechte Luft sofort an der Wand - was zur Schimmelbildung führt.

    Fenster einbauen und Räume auf Temperatur bringen; 2-3 mal am Tag 3-5 min querlüften. Mal beim Maler nachfragen wegen Behandlung des Schimmels an der Wand.
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  9. #8

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    Ob dieses lüften so richtig ist?

    Es soll doch nicht gelüftet werden, wenn es draußen warm und feucht ist. Da holt man sich doch erst die Feuchte ins Haus.
    Man sollte schon darauf achten, dass richtig gelüftet wird und zwar in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchte und zwar von innen und außen.
    Zum Thema lüften habe ich schon so oft geschrieben, deswegen verweise ich auf die Beiträge auf meiner Homepage www.denkmal-pflege.de bei Schriften.
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  10. #9
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Zitat Zitat von Bromm Edmund Beitrag anzeigen
    Es soll doch nicht gelüftet werden, wenn es draußen warm und feucht ist. www.denkmal-pflege.de bei Schriften.
    Bei mir zeigt das Thermometer momentan 6 Grad, tagsüber gehts kaum noch über 10 Grad. Bei mir im Süden lässt es sich zur Zeit sehr gut lüften.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Avatar von OliS
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    Test Hygrometer ->

    Handtuch nass machen -> Hygrometer drin einwickeln -> Anzeige sollte nach kurzer Zeit auf nahezug 100% gehen.


    Wenn ja -> gut
    Wenn nein -> blöd

    mfg Oliver
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  13. #11

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    Wie richtig lüften?

    Richtiges Lüften hilft Energiesparen, vermeidet Schimmel und feuchte Wände
    .
    Es gibt auf der ganzen Welt weit über 100.000 Schimmelpilzarten und keine schimmelfreie Zone. Sporen und Schimmelpilze sind auch in der Luft und lassen sich fast auf allen Flächen nachweisen.
    .
    Stellen Schimmelpilze ein Problem für unsere Gesundheit dar?
    Schimmelbefall ist immer auch ein hygienisches Problem, das umgehend beseitigt werden soll. Der menschliche Organismus kann normalerweise mit Schimmelpilzen gut fertig werden.
    Durch starken Schimmelbefall in Wohnungen können jedoch unzulässig hohe Konzentrationen entstehen. Nun gibt es Menschen mit geschwächtem Immunsystem und für diese kann eine Gesundheitsgefahr bestehen. Es kann zu Atemwegsleiden und Allergien führen.
    .
    Wie kann Schimmel entstehen?
    Da Schimmelpilzsporen überall vorkommen, kann theoretisch überall ein Schimmelwachstum ent-stehen. Meist sind Sporen oder/und Pollen beteiligt. Wenn ausreichend Feuchte vorhanden ist, fangen diese an zu keimen. Oft fehlt jedoch die Nährsubstanz und sie „gehen ein“ bzw. faulen. Aber auch alle anderen organischen Materialien (Hausstaub) können bei „idealen“ Bedingungen anfangen zu faulen.
    Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird hauptsächlich durch drei Faktoren bestimmt: Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur.
    Weitere Faktoren, die das Wachstum oder bestimmte Stoffwechselvorgänge beeinflussen können, sind der pH-Wert des Substrates, Licht (Sporenbildung), der Sauerstoffgehalt der Luft sowie chemische Substanzen.

    Woher kommt die Feuchtigkeit?
    Wasser ist immer in der Luft enthalten. Es kann auch durch Schäden am Gebäude eindringen, z.B. als „aufsteigende“ Feuchte oder durch Kondensation an schlecht gedämmten Bauteilen (Wärmebrücken) aber auch undichte Leitungen usw. Sehr oft sind auch die Fassaden ohne ausreichende wasserabweisende Anstriche. Es können Risse oder undichte Anschlüsse an Balkonen – Terrassen zu einer Wasseraufnahme führen.
    Aber auch durch Kochen, Waschen, Duschen und Blumengießen etc. entsteht Feuchtigkeit in der Raumluft. Besonders problematisch ist auch das Trocknen der Wäsche in der Wohnung. Aber auch wir Menschen geben ständig Wasser ab.

    Die Luftfeuchtigkeit muss niedrig gehalten werden.
    Um Schimmelbildung zu vermeiden, muss dringend die Ursache einer hohen Feuchte in der Wohnung beseitigt werden. Die ideale Feuchtigkeit soll zwischen 45 bis 60 % sein.
    Feuchtwerte, die über längere Zeit 65 -70% aufweisen, führen oft zu Schimmelbefall. Eine Kon-trolle soll mit einem Thermo-Hygrometer überwacht werden. Die Feuchte und auch die Temperatur kann mit Heizen und Lüften geregelt werden.
    .
    Richtig Lüften!
    Richtig lüften heißt, die Luft auszutauschen, jedoch immer abhängig von Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit.
    Oberstes Gebot, je kürzer umso besser, dafür noch mal wiederholen!
    Früher waren es Brand- oder Kachelöfen, die für einen schnellen Luftwechsel sorgten. Dafür sorgte der gute Abzug durch das Kaminrohr. Alle Luft, die durch den Kamin entwich, wurde durch un-dichte Fenster und Türen nachgesaugt. Als diese durch Heizkörper mit Warmwasser abgelöst wurden, konnte ein Luftwechsel nur noch mittels Lüften erreicht werden!
    Das richtige Lüften kann einfach kontrolliert werden!
    Man braucht dazu ein Thermometer und ein Hygrometer. Am Hygrometer kann man die relative Luftfeuchtigkeit ablesen, und man wird feststellen, dass diese, wenn es draußen kalt ist, nach dem Lüften absinkt und nach einer bestimmten Zeit wieder ansteigt. Dies liegt daran, dass die kalte Außenluft wenig Feuchtigkeit beinhaltet. Im Raum steigt bei kurzer Lüftung die Temperatur durch die Wärmeabgabe der Wände, Einbauteile und der gelagerten Gegenstände, schnell wieder an.

    Man soll daran denken dass:
    • es wichtig ist, dass richtig geheizt und gelüftet wird.
    • die Fenster zum Lüften nur kurz (in der Regel reichen 1-2 Minuten, am besten in der Frühe, wenn die Temperaturunterschiede zwischen außen und innen noch sehr groß sind), dafür zwei bis dreimal, im Abstand einer halben Stunde geöffnet werden sollen. Es sollen die Oberflächen der Möbel und der Wände nicht unnötig abkühlen.
    • es falsch ist, wenn tagsüber die Heizung abgedreht wird und abends schnell wieder aufgeheizt wird.
    • die Mindesttemperaturen in Wohnräumen dringend einzuhalten sind. (Schlafzimmer 16°, Wohnräume 19°).
    • dass die Temperatur relativ gering schwanken sollte. Wer also im Schlafzimmer kühl schla-fen möchte, muss darauf achten, dass die warme Luft aus der Wohnung nicht in die Schlaf-räume gelangt, sonst kühlt diese an der kalten Wand ab und es kann Kondenswasser entstehen.
    • durch das Kippen der Fenster kaum ein Luftaustausch stattfindet, jedoch die Fenster- oder Türlaibungen sowie die Deckenflächen stark abkühlen.
    • es nicht nötig ist im Treppenhaus den ganzen Tag das Fenster offen zu lassen, denn es ist nicht nur ihr Geld, wenn der Nachbar sein Wohn- oder Kinderzimmer neben dem kalten Treppenhaus oder Schlafzimmer hat und sie ihm diese Wärme durch eine nicht gedämmte Innenwand entziehen.
    • die Wäsche nicht in der Wohnung getrocknet werden darf, denn das Wasser verbleibt in der Wohnung.
    • der Wasserverbrauch (Blumengießen -Heizkörperbefeuchter -Duschen und /oder Baden bei geöffneter Türe etc.) in der Wohnung insbesondere im Frühling und Sommer stark eingeschränkt werden soll.
    .
    Wie soll der Schimmel bekämpft werden?
    Kleinere Flächen sind sehr einfach mit 70-80%igen Alkohol „umweltfreundlich“ zu bekämpfen.
    Es gibt eine Menge von fertig gemischten Substanzen in den Drogerien, bei Bautenschutzmittelherstellern oder in Baumärkten. Wenn diese „giftfrei“ und durch die Behörden (Blauer Engel) geprüft sind, sollten auch keine Probleme auftauchen.
    .
    Schimmelbefall in einer Mietwohnung gilt als Mietmangel!
    Der Vermieter muss die Mängelfreiheit der Bausubstanz belegen. Liegt eine bautechnische Ursache vor, muss er den Schaden beseitigen. Spielt nicht angepasstes Heizen und Lüften eine Rolle, muss ein Mieter für die Kosten aufkommen. Am besten lässt man es gar nicht zum Rechtsstreit kommen, denn selbst Gutachter sind sich oft nicht einig.
    Technische Schäden wie z. B. undichte Regenrinnen, schadhafte Fensterbankanschlüsse, undichte Fugen im Fassadenbereich, Geschossdeckenrisse, Fenster bzw. Türanschlussfugen u. ä. müssen schleunigst repariert bzw. abgedichtet werden.
    Anstrichsysteme - hauptsächlich auf organischer Basis - müssen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Ein Fassadenanstrich sollte grundsätzlich wasserabweisend sein. Ein Mineralfarben-anstrich allein weist noch keine hydrophobierende (wasserabweisende) Eigenschaft auf. Jeder gute Malerbetrieb und Farbenhersteller wird Ihnen diesbezüglich Auskunft erteilen.
    Die Wände müssen gegen aufsteigende Feuchtigkeit horizontal (im Querschnitt) abgedichtet werden (Trockenlegung). Denn eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme des Baustoffes verursacht schon eine ganz erhebliche Reduzierung der Wärmedämmung.
    In so genannten Nassbereichen - Küchen und Bäder - ist wichtig, dass die Oberflächen gekachelter Wände sowie Anstrich und Fugenabdichtungen von Zeit zu Zeit gereinigt bzw. desinfiziert werden. Nach dem Baden oder Duschen ist das Lüften besonders wichtig, dabei sollte die Tür zur Wohnung geschlossen bleiben. Für die Absaugung der feuchten Luft ist aber unbedingt Sorge zu tragen!
    Die Möbel, Betten sowie Schränke und Vorhänge müssen eine ausreichende Luftzirkulation gewährleisten. Der Abstand zur Wand sollte mindestens 5 cm (besser 10 cm) betragen. Bei großen Schränken und Einbauküchen ist auf gute Hinterlüftung zu achten, es müssen ausreichende Lüftungsöffnungen unten und oben vorhanden sein. Große Bilder oder Wandverkleidungen - in der Regel aus Holz oder Styropor wirken als innenliegende Wärmedämmung und verschlechtern häufig die Luftzirkulation und damit die Klimasituation, selbst wenn diese Konstruktionen auf Abstandleisten aufgebracht sind.
    Teppichböden in den am ehesten gefährdeten Räumen, z. B. im Badezimmer oder im Keller, sind ein idealer Untergrund für das Wachstum von Schimmelpilzen. Im Flor kann sich durch Ablagerungen von organischem Material (z.B. Staub, Milben, Hautreste etc.) ein guter Nährboden entwickeln. Es sollte daher in diesen Räumen auf Teppiche verzichtet werden.
    Die einfachen Hausmittel wie z. B. Essig oder Alkohol sind, wenn große Flächen mit Schimmel befallen sind, nicht immer ausreichend. Aber viele der am Markt angebotenen Mittel sind mehr oder weniger giftig, und daher sowohl für den Menschen als auch für Tiere, nicht immer unbedenklich.
    Das heißt, dass bei einer Sanierung unbedingt ein Fachmann hinzugezogen werden sollte. Diesen können Sie entweder über die Handwerkskammer; die Bau- oder Malerinnungen, den Verbraucherverbänden, sowie im Bauzentrum München anfordern bzw. erfragen.

    Edmund Bromm
    Sachverständiger für Feuchteschäden und Hausschwamm
    Ehrenamtlicher Berater im Bauzentrum München

    Weitere Informationen bei den Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen. Umfangreiche Informationen im Internet unter:


    "Hilfe! Schimmel im Haus" kostenlos beim:
    Umweltbundesamt
    Internet: www.uba.de

    "Gesund Wohnen durch richtiges Lüften und Heizen"
    Kostenlos im Internet unter: www.bmvbw.de
    Bestellungen per Email: buergerinfo@bmvbw.bund.de

    „Gesund wohnen in Altbauten“
    Edmund Bromm, Mit alten und kranken Häusern richtig umgehen.
    Verlag: pro literatur Robert Mayer –Scholz ISBN 978-3-86611320-6
    Bestellungen per Email: info@pro-literatur.de

    "Richtiges Heizen und Lüften", Helmut Künzel, Fraunhofer IRB Verlag
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