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  1. #1

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    Hilfe bei Hauskauf Holzmassivhaus

    Hallo,

    wir sind schon seit längerem auf der Suche nach einem Haus und haben uns jetzt in ein dänisches Massivholzhaus verliebt. Die harten Fakten:

    - Baujahr 1981
    - Dänisches Massivholzhaus
    - 130m² Wohnfläche + 55m² Nutzfläche
    - gemauerter Keller
    - Heizung Ölzentralheizung (Schichtspeicher) mit gekoppelten Solaranlage (8Jahre alt)
    - offener Kamin
    - aufgrund hervorragender Dämmung nur 1500,-€ Ölkosten pro Jahr
    - nach außen öffnende Fenster, daher lt. Besitzer kein Zug da Fenster bei Wind angedrückt werden (klingt logisch aber stimmt das???)

    Das ist leider schon alles was ich weiß. Das Haus macht nach Besichtigung trotz des hohen Alters von 27Jahren ein soliden und gut gepflegten Eindruck. Da ich keine Ahnung von Holzhäusern habe stellen sich für mich einige Fragen:
    - Wurde in den 80ern schon bei Holz so "solide" und "beständig" gebaut wie heute?
    - Sind 130.000€ nur für das Haus/Keller/Doppelgarage zu viel oder angemessen (Grundstück kostet noch extra)
    - Kennt jemand einen Gutachter für Holzbauten im Raum Landshut/München?

    Schreibt mir bitte alles was euch ein- oder auffällt. Danke!

    Gruß
    Richard
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  2. Hilfe bei Hauskauf Holzmassivhaus

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    "Wurde in den 80ern schon bei Holz so "solide" und "beständig" gebaut wie heute?"

    Ich denke, es ist ein skandinavisches Haus? Dann erübrigt sich die Frage doch wohl!
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  4. #3
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von Richard32 Beitrag anzeigen
    aufgrund hervorragender Dämmung nur 1500,-€ Ölkosten pro Jahr
    Bei den Heizkosten mit Solaranlage ist wohl nur wenig von der hervorragenden Dämmung verbaut worden... :Roll

    Holzschutzmittel?
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  5. #4

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    Was bedeutet "Massivholzhaus"?

    Welcher Wandaufbau?
    Einschalig Holz?
    Wie dick ist das Holz?
    Wie wurde es behandelt? Innen und außen?
    Oder doch mehrschalig mit Dämmung?

    Und noch eine kleine Aufälligkeit am Rande, die mir ins Auge viel als ich den Beitrag las, ohne daß es jetzt speziell auf dieses Problem bezogen wäre:

    Da ist ein Haus mit 27Jahren bereits "betagt" !
    Und da ist eine Frage wie:
    "Wurde in den 80ern schon bei Holz so "solide" und "beständig" gebaut wie heute?"

    Da kräuseln sich mir die Nackenhaare. Ein Haus, noch nicht einmal 30 Jahre alt wird schon technisch und moralisch in Frage gestellt.
    Ich wohne in einem 300 jahre altem Haus und baue jeden Tag. Ich finde jeden Tag Probleme und behebe sie. Aber wenn man schon bei einem so jungen Haus fragt, ob es überhaupt wert sei es zu bewohnen oder zu "sanieren", weiß ich nicht mehr was heutzutage gebaut und verkauft wird.

    Meine Meinung!

    Grüße
    Chritsian
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ich finde es legitim, die qualität eines unbekannten hauses zu hinterfragen - zumal
    "nur" 1500 ois für öl alles andere als eine "hervorragende dämmung"
    (ziemliche frechheit!!) erwarten lassen.
    fenster/verglasung aus der bauzeit und erfahrungen mit sehr begrenzter luft- u.
    winddichtigkeit machen mich auch nicht gerade zum bedenkenlosen
    ja-sager.
    allerdings wird man bei dem aufgerufenem preis, erst recht in der
    genannten region, zu zugeständnissen bereit sein müssen.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Danke erst mal für eure Meinungen. Um ein paar Sachen noch zu präzisieren: Die Solaranlage dient der Brauchwassererwärmung und in Form eines Schichtenspeichers nur zur Heizungsunterstützung. Daher finde ich 1500€ Öl im Jahr gar nicht soviel. Der jetzige Besitzer ist der 2.Eigentümer des Hauses und konnte mir nur recht wenig über den Wandaufbau sagen. Nur soviel: Wanddicke ca. 20cm, außen und innen mit Holzlatten beplankt; dazwischen Dämmstoff; außen mit OSMO Holzfarbe gestrichen, innen Holz eingelassen (nur mit was keine Ahnung). Holzlasur schätzt er.

    @ Shai Hulud: Die Frage ob Holzschutzmittel verwendet wurden konnte er nicht beantworten, die wird wahrscheinlich nur ein Gutachter herausfinden können

    @ Daiku: Das "hohe" Alter ist bei mir nur in Verbindung mit dem doch relativ hohen Preis gemeint. Wenn ich wie du ein 300Jahre altes Haus habe, dann weiß ich, dass ich ständig daran arbeiten muss. Daür ist der Verkaufspreis vielleicht nicht so hoch. Ich kann es mir aber nicht leisten, dass Haus zu kaufen und evtl. nach 2Jahren z.B. das Dach neu machen zu lassen. Daher bin ich einfach vorsichtig.

    Aber wie mls richtig sagt, muss man in unserer Gegend zu Zugeständnissen bereit sein.
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  8. #7

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    Moin Richard,

    Meine Meinung zu diesem Thema war auch eher auf die heutige Zeit und das heutige Bauen allgemein gehalten. Nicht speziell auf dich oder dein zukünftiges Haus.

    Ich finde es nur schade, daß heutzutage ein Haus bereits fast ein Wegwerfprodukt ist. Gerade auch wenn ich sehe wie teuer so ein Ding ist und man es aber nach bereits einem Menschenalter schon wieder "entsorgen" muss, weil es nix mehr taugt, kann ich nur mit den Schultern zucken.

    Die Alten haben Häuser gebaut für Generationen. An unserem Haus habe ich jetzt eine Schwelle gewechselt die verfault war. Dafür hat sie aber vorher 300 Jahre gehalten!

    Ich wünsche dir viel Glück beim Hauskauf und halt die Augen offen.
    Das is 'ne Stange Geld. Wenn du Zweifel hast hol dir einen Fachmann der sich das anguckt und schätzt.

    Grüße
    Christian
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  9. #8

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    Die Solaranlage dient der Brauchwassererwärmung und in Form eines Schichtenspeichers nur zur Heizungsunterstützung. Daher finde ich 1500€ Öl im Jahr gar nicht soviel.
    Na ja ... Bei solarer Brauchwassererwärmung UND Heizungsunterstützung ist das aber auch nicht gerade wenig.
    Hast du mal gefragt, wie oft die ihren Kamin anwerfen? Kommt ja als extra Heizung auch noch dazu (und Holz gibt's meistens auch nicht umsonst).
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  10. #9

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    Die Beschreibung der Wand (Holzverkleidungen außen und innen, Gesamtstärke ca. 20 cm) sowie auch das Baujahr lassen mich vermuten, dass es sich um eine Holztafelkonstruktion mit 120 mm Mineralwolldämmung zwischen den Ständern handelt. Das wäre nach heutigen Maßstäben wenig, im Vergleich mit den meisten sonstigen Altbauten aber immer noch gut.

    Die Fenster werden Zweifachverglasung mit bestenfalls einem U-Wert von ca. 1,6 haben (wenn überhaupt).

    Ich frage mich aber ebenfalls, wie es um die Luftdichtigkeit (von innen) und die Winddichtigkeit (von außen) bestellt ist. Denn die beste Dämmung funktioniert nicht, wenn durch Lecks Luft hindurchziehen kann (Konvektion). Das muss nicht so sein, aber es könnte.

    Wenn die Behandlung der Innenhölzer noch vom dänischen Hersteller stammt, dann sehe ich das eher unproblematisch, denn in Skandinavien war man schon sensibel für die Schadstoffproblematik, als die Deutschen sich noch hemmungslos mit gefährlichsten Giften eingenebelt haben (die starke Chemielobby lässt grüßen!). Die betr. Stoffe (auch u.a. Asbest) sind z.B. in Schweden seit ca. 40 Jahren (!) verboten.

    Insgesamt dürfte klar sein, dass auch ein modernes skandinavisches Holzhaus im Zweifel "für die Ewigkeit" gebaut ist. Die Jungs haben 1000 Jahre Erfahrung damit (nicht die einzelnen Jungs!). In Schweden (dort kenne ich die Verhältnisse) stehen noch hunderte bis tausende von Holzhäusern in Ständerbauweise, also in der Grundkonstruktion wie unsere modernen Fertighäuser, die bis zu mehr als 400 Jahre alt sind. Viele Blockhäuser (die ältere Bauart) sind noch wesentlich älter. Mit Fotobeweisen kann ich jederzeit dienen. Und in Deutschland gibt es die Fachwerkhäuser, ebenfalls oft hunderte von Jahren alt.

    Ich hoffe, ich konnte etwas zur Klärung der grundsätzlichen Sachverhalte beitragen. Wie es aber konkret um das zur Rede stehende Objekt bestellt ist, kann nur ein Holzbausachverständiger vor Ort zu klären versuchen. Erwähnen möchte ich noch, dass man mit einer Steinwand leben muss, wie sie ist. Man kann lediglich drumherum ein bisschen basteln, z.B. eine Wärmedämmung anbringen. Aber eine Holzständerwand ist ein richtiger Baukasten. Man kann, wenn man möchte, fast alles separat erneuern und aufrüsten. Das liegt an dem genialen Grundprinzip, dass alle Funktionen weitestgehend getrennt sind. Das Tragegerüst ist das Ständerwerk mit seinen statisch wirksamen Beplankungen (Scheibenwirkung). 4 Wände als Scheiben plus die Decke als Scheibe ergeben das Haus, das noch durch das Dach komplettiert wird. Die zweite Hauptfunktion, die Wärmedämmung, ist hier puppenleicht zu realisieren, nämlich einfach als Ausfüllung der Holzgefache mit Dämmmaterial. Reicht das nicht, dann kann man innen (meist als Installationsebene) oder außen (dann i.d.R. als wärmedämmende Putzträgerplatte) leicht ergänzen, bis die gewünschte Dämmung erreicht ist. Hinzu kommen noch die Dampfbremse oder -sperre innen und die winddichte Bekleidung der Konstruktion außen sowie natürlich die Fassade als Wetterschutz der Wandkonstruktion und als optisches Element des Hauses.

    So, jetzt gehe ich Schlafen. Aber nicht wirklich.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo,

    @ Ilis: Stimmt, hab nochmal nachgefragt es sind nicht 1500€ sondern 1500l. Da hab ich mich anscheinend vertan. Da relativiert sich das ganze wieder. Den Kamin schmeißen Sie so ab und zu an, weil der anscheinend glecih so warm macht, dass man es nur schwer aushält. Naja, meiner Frau kann es nie warm genug sein und ich mag ja auch Saunen.

    @ Torsten: Danke für die genauen Ausführungen. Haben mir schon weitergeholfen und die vielfältigen Möglichkeiten die ein Holzhaus bietet stimmen sicher auch.

    Wir werden auf alle Fälle jetzt erst mal schauen, ob man sich mit Preis zumindest soweit annähern kann, dass es sich lohnt einen Gutachter zu beauftragen der das Haus mal genauer unter die Lupe nimmt.
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  12. #11
    Avatar von Drevodom
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    Ausrufezeichen Massivholzhaus ?????????????????????

    Zitat Zitat von Richard32 Beitrag anzeigen
    Der jetzige Besitzer ist der 2.Eigentümer des Hauses und konnte mir nur recht wenig über den Wandaufbau sagen. Nur soviel: Wanddicke ca. 20cm, außen und innen mit Holzlatten beplankt; dazwischen Dämmstoff; außen mit OSMO Holzfarbe gestrichen, innen Holz eingelassen (nur mit was keine Ahnung).
    Und was hat diese Wandkonstruktion bitteschön mit einem Massivholzhaus zu tun

    Die Tatsache, dass es ein Holzständerbau mit Holzlatten beplankt und 20 cm - Dämmung ist, sicherlich nicht................

    Gruss
    Drevodom, der sich immer wieder wundert, was alles unter dem Begriff "Massivholzhaus" unter das Volk gebracht wird....
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  13. #12
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von Richard32 Beitrag anzeigen
    Stimmt, hab nochmal nachgefragt es sind nicht 1500€ sondern 1500l. Da hab ich mich anscheinend vertan. Da relativiert sich das ganze wieder.
    Der Heizölpreis war im Mai knapp an 97 Cent, da relativiert sich leider garnix.
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  14. #13

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    Hallo,
    bin also auch eher Neuling und weiss auch nicht wie die Preis in eurer Region sind.
    Aber ich würde mich einfach mal grob informieren was mich ein "neues" Fertighaus in Holzständerbauweise kostet.
    Und die 1500 Liter (im Moment fast 1500 euro) stimmen mich auch nicht gerade gut.
    Also ich ! würde, sofern es sich um ein Haus in eben dieser Holzständerbauweise handelt auf jeden weiter informieren,
    da man eben Neue Häuser mit erheblich besserer Dämmung (kaum) teurer
    findet.

    Viel Glück

    PS: Wenn das Grunstück dabei wäre ok aber so ...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von archinedo
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    Ok, geb ich meinen Senf auch noch dazu.

    Also Holzschutzmittel ... find ich auch nicht so problematisch, da waren die Skandinavier wirklich bewusster als wir Mitteleuropäer ... ob das allerdings auch gilt wenn das "dänische Holzhaus" bei München steht ?
    Jedenfalls klingt das nicht nach Massivholzhaus sondern nach Blockbohlenbauweise ... von aussen nach innen ( 4cm Blockbohle, 12 cm Mineralwolle, 4cm Blockbohle) = (na, wer rechnet nach ... richtig 20cm ....
    winddicht ist da erfahrungsgemäß garnichts, denn Blower-Door, Konvektionswärmeverlust etc. waren in den 80ern auch bei den Nordlandbewohnern noch kein Thema ... sprich Dämmung eigentlich ok, aber es pfeift die Warmluft durch alle Ritzen undzwar im Sommer rein und im Winter raus
    Ich weiss zwar nicht wie die Baupreise um und bei in Bayern stehen, aber (meine Meinung ausm Norden) für das gleiche oder wenig mehr Geld bekommt man, Du und Ihr ein solides Holzrahmenhaus mit Iso-Floc und Haustechnik von heute wo man sogar noch an der Grundrissgestaltung mitreden darf.

    Und als Anhang @ Daiku : Ich denke ein Haus muss und kann heutzutage garnicht von Technik und Gestaltung für 300 Jahre funktionieren. Es reicht wenn es für ein Lebensalter (einen Bewohnzyklus) funktioniert. Meine Kinder und Enkel werden andere Bedürfnisse haben und wahrscheinlich sowieso woanders wohnen und das Haus würde niemals für sie optimal funktionieren also bauen sie sich besser ihr eigenes.
    Ein solches "Funktionsprodukt"-Haus von heute wird natürlich nie (oder zumindest selten) den Charme und das Charisma eines 300-Jahre alten Hausen erhalten oder erleben, aber damals waren Häuser auch noch als Wert gedacht die für mehrere Generationen das Leben sichern sollten (wer ein Haus gebaut hat, dessen Ur-Ur-Ur-Enkel müssen im Winter nicht draussen schlafen )

    MfG
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  17. #15

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    Nur kurz dazu:
    nach außen öffnende Fenster, daher lt. Besitzer kein Zug da Fenster bei Wind angedrückt werden (klingt logisch aber stimmt das???)
    Wenn die Fenster, die da eingebaut werden, so schlecht sind, dass sie es nötig haben.... Bei moderenen Fenstern zieht es auch nicht, wenn sie nach innen öffnen.
    Im übrigen gibt es neben der windzugewandten Seite eines Hauses immer noch eine windabgewandte Seite. Dort herrscht dann Windsog (Unterdruck). Da kehrt sich also alles um.
    Das ganze ist also ein ziemliches Scheinargument.
    Nach aussen öffnende Fenster müssen nicht schlechter sein, aber ob sie besser sind?
    In windstarken Gegenden geht der Schuss eh nach hinten los, denn ein nach aussen öffnendes Fenster wird in geöffneter Stellung auch von seitlichen Winden schneller zugeschlagen werden.

    Thomas
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