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Dämmung+Gas gegen Standard+Erdwärme? Eure Tipps:

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  1. #1

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    Dämmung+Gas gegen Standard+Erdwärme? Eure Tipps:

    Hallo Liebes Forum,

    ich möchte noch mal auf eure Hilfe bezüglich der Heiztechnik in Verbindung mit der Außenwand und der Fenster zurückgreifen. Bitte immer auch aus Sicht von einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Das Beste wäre sicherlich sehr gute Dämmung. Solar, Erdwärme und einen Kreuzwärmetauscher für die Luft, aber wer soll das bezahlen?


    Folgende Fragestellung:

    Ich habe von meiner Hausfirma ein überraschend niedrigen Aufpreis für eine Tiefenwärmepumpe erhalten (13.200€ inkl. Bohrung). Nun bin ich doch am überlegen Erdwärme zu nehmen, denn ich denke wie folgt:

    Wenn ich Erdwärme nehme, kann ich mir den Aufpreis für bessere Dämmung sparen,d.h. kann einen Standard 36,5 Porenbetonstein nehmen, denn ich kann ja mit Erdwärme günstig heizen. Muss also nicht so sehr auf die Dämmung achten wie bei Gas. Ist das prinzipiell richtig gedacht? Ich als absoluter Laie denke, wenn ich bei einem gut gedämmten Haus Erdwärmestromkosten von 30EUR habe, dann bei einen normal gedämmten Haus 35EUR, könnte das richtig sein?

    Denn dann, würde ich die Rechnung wie folgt machen:



    Standardstein ist 36,5 Porenbeton U-Wert 0,26, mit o.g. 24'er Stein und 12CM WD reduziert man den Wert auf 0,16. (Werte laut U-Wert Rechner Internet).

    Wie sieht’s mit den Fenstern aus? Standardfenster (2-fach) haben einen U-Wert von 1,2, der Aufpreis auf 0,9 (2-fach) beträgt ca. 1.500EUR fürs Haus. Wäre es u.U. auch drin die Standardfenster zu belassen? Ich sage mal wenn die Wärmepumpe für 3€ mehr Strom im Monat verbraucht weil nur 2-fach Glas mit U1,2 statt 3-fach mit U 0,9 wären die 1.500€ ja nicht wirtschaftlich sinnvoll investiert.

    Als Wärmepumpe wurde mir die Junkers TM-60 angeboten. Taugt die was? Hier technische Daten:


    Das soll gebaut werden:
    http://www.cardriversworld.com/haus.jpg

    Ich freue mich über eure Kommentare.

    Grüße
    Florian
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  2. Dämmung+Gas gegen Standard+Erdwärme? Eure Tipps:

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    planfix
    Gast
    Die Heizleistung mit 5,7 KW kommt mir sehr niedrig vor.
    BITTE unbedingt NACHFRAGEN, ob elektrisch zugeheizt wird!!!
    Abhängig von der Heizleistung ist die Bohrtiefe,
    >>> geringe Leistung = geringe Bohrtife = geringe Anschaffungskosten = el. Zuheizung = höhere Betriebskosten
    oder:
    >>> ausreichende Heizleistung = mehr Bohrtiefe = mehr Anschaffungskosten = niedrige Betriebskosten

    Mal abgesehen davon 36,5cm Porenbeton sind ganz ordentlich. Dies würde ich bevorzugen.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von FlorianB Beitrag anzeigen
    Ist das prinzipiell richtig gedacht? Ich als absoluter Laie denke, wenn ich bei einem gut gedämmten Haus Erdwärmestromkosten von 30EUR habe, dann bei einen normal gedämmten Haus 35EUR, könnte das richtig sein?
    Prinzipiell richtig gedacht. Bitte daran denken, daß die Preisentwicklung für Energie nicht vorhersehbar ist. Dann werden aus 5,- € schnell mal 10, 20, 30, xx,- €.

    Ob und wie sich eine Dämmung rechnet, kann man über die Flächen und U-Werte ermitteln. Dazu dann den Preis für Stein+Putz bzw. Stein+Dämmung+Putz, sowie die Lohnkosten, und schon sieht man klarer. Bei einem hochdämmenden Stein rechnet sich eine zusätzliche Wärmedämmung kaum.

    Die Frage ist, in wieweit kann ich die Heizlast durch eine zusätzliche Dämmung reduzieren, da diese auch einen erheblichen Einfluß auf die Anlagenkosten und Bohrkosten hat.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Irgendwie deucht mich die Fragestellung sei wohl falsch.
    Strom (egal, ob als Pumpenarbeitsleistung oder als Heizstab) ist tie teuerste aller Energieformen.
    Also sollte erstmal der Energieverlust verringert werden, BEVOR über Strom als Hilfs- oder Hauptenergie zum Heizen nachgedacht wird!!!

    MfG
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  6. #5
    planfix
    Gast
    @ Ralf's

    Bei einer richtig ausgelegten WP betragen die Jahresheizkosten bei einem Haus dieser Größe heute wahrscheinlich nicht mal 400€ im Jahr.
    Das selbe Haus hat bei Gas einen Verbrauch von ca. 1200€ jährlich + Schornsteinfeger + Wartung + Grundkosten Gas (Summe >1500€).

    Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass die Energiepreise steigen, dann sicherlich bei allen Energieträgern. Das bringt die Marktwirtschaft so mit sich.
    Von daher rechnet sich die WP eigentlich immer.
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  7. #6
    planfix
    Gast
    eben noch aufgefallen:
    COP 4,5 ist ein Prüfstandwert der WP, der Stromverbrauch für Förder- und Umwälzpumpen ist da nicht drinne.
    Wenn Du Kosten rechnest, dann berücksichtige die Umwälzpumpen bitte auch. Das Ergebnis, die JAZ, liegt bei ca. 3,8, Heizkosten wie von mir genannt ca. 400€/a.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    @ Ralf's

    Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass die Energiepreise steigen, dann sicherlich bei allen Energieträgern. Das bringt die Marktwirtschaft so mit sich.
    Von daher rechnet sich die WP eigentlich immer.
    Mein Antwort bezog sich nicht auf den Vergleich mit Gas, sondern auf die "Einsparung" beim 36,5er PB gegenüber 24+WDVS, sprich die Einsparung durch die paar Hundertstel beim U-Wert.

    Die 2.070,- € für die Dämmung kommen mir verdammt günstig vor, dazu noch WLG035..

    Die Bilder hatte mein Browser zuerst nicht angezeigt. Jetzt nach einem Neustart des Rechners bin ich wieder völlig im Bilde..

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Hallo,

    vielen Dank an alle. Ich denke die Antwort für mich ist dann klar.
    Ich werde mich noch mal nach der elektrischen Zuheizung erkundigen, Ergebnis poste ich dann.

    Schön ist das ich nochmal die 400EUR Stromkosten für die Wärmepumpe bestätigt bekommen habe. Das habe ich auch schon von einen Heizungsmenschen erfahren, war aber nicht sicher.

    Ich werde dann wohl die Variante 36,5 Porenbetonstein (0,26 U-Wert) ohne Dämmung und mit Wärmepumpe nehmen.

    Da der gute Ralf dankenswerter Weise auch meine Denke mit den Zusatzkosten bestätigt hat, werde ich mir wohl die 1500€ für 3-fach Wärmeisolierte Fenster mit U Wert 0,9 sparen und statt dessen die 2-fach Standardfenster mit 1,2 nehmen. Lieber Monatlich 5EUR mehr Strom bezahlen, als auf Anhieb 1.500EUR finanzieren zu müssen.

    Denn folgendes kommt bei raus.


    Und eine zehnprozentige Strompreiserhöhung Jahr für Jahr erhoffe ich mir eigentlich nicht.

    Zum Thema Strom:
    Mein regionaler Anbieter Vattenfall schreibt folgendes:


    Der Nachsatz ist ja interessant, kann ich dann in der Zeit kein Warmwasser produzieren? Oder ist das so gemeint das zu der Zeit dann der normale Strom für 20cent KW/h genommen wird?

    Nicht heizen in der Zeit ist ja okay, aber kein Warmwasser wäre ja nen unding!
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  10. #9

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    Die WP darf dann nicht betrieben werden. Auch nicht mit Normalpreisstrom!

    Das ist aber nicht so wichtig, da das Warmwasser ja nicht "im Durchlauf" produziert wird (dafür wäre die Leistung der WP selbst mit Zusatzheizstrab viel zu gering), sondern ein Vorratsbehälter langsam aufgeheizt wird. es steht also auch während der Sperrzeiten problemlos genügend Warmwasser zur Verfügung.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    Bei einer richtig ausgelegten WP betragen die Jahresheizkosten bei einem Haus dieser Größe heute wahrscheinlich nicht mal 400€ im Jahr.
    Das selbe Haus hat bei Gas einen Verbrauch von ca. 1200€ jährlich + Schornsteinfeger + Wartung + Grundkosten Gas (Summe >1500€).
    Ich kann immer nur davor warnen, sich seine WP mit einem WP-Tarif schönzurechnen. Wer garantiert den Nutzern diesen "schönen" Tarif.

    Nehme ich einmal zur Veranschaulichung die Tarife unseres Versorgers (und auch der Versorger im Umland ist nicht besser)

    Basis sind die von planfix in den Raum gestellten 1.200€ Gaskosten

    bei einem Gaspreis von 8,2 ct/kWh: 14.600 kWh Gas (oberer Heizwert)
    bereitgestellte Wärmemenge bei Jahresnutzungsgrad von 95% (BW-Gerät und optimistisch): 15.400 kWh Wärme

    jetzt kommt die achso günstige WP (Arbeitszahl nach planfix 3,8; realistisch und i.O.): 4.000 kWh Strom
    WP-Tarif bei 19,5 ct/kWh: 790 €

    Und nun sieht das Ganze nicht mehr so rosig aus.
    Nebenbei bemerkt, hatten wir bis vor 5 Jahren auch so "schöne" WP-Tarife, wie im Rest der Republik. Aber wer garantiert einem diese Preise bis zum Ende einer jeden persönlichen Armortisationszeit?

    Irgendwann schröpfen die Stromversorger dann auch die WP Besitzer, in dem gaaaaanz langsam der Vorteil der WP-Tarife schwindet. Aslo erst viele Neubau-Leute zu einer WP animieren, die dann später wie eine Kuh gemolken werden kann.

    Nur einmal so zum Überdenken, bevor hier die WP als Allerheilmittel gegen steigende Gaspreise herbeigezaubert wird.

    Gruß
    muelleto
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  12. #11

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    Zitat Zitat von muelleto Beitrag anzeigen
    bei einem Gaspreis von 8,2 ct/kWh: 14.600 kWh Gas (oberer Heizwert)
    bereitgestellte Wärmemenge bei Jahresnutzungsgrad von 95% (BW-Gerät und optimistisch): 15.400 kWh Wärme
    Hab´ ich in Mathe nicht richtig aufgepaßt?

    14.600kWh Gas, 95%, da komme ich auf 13.870 kWh Wärme.
    Aber die Gasheizung die eine Jahresnutzungsgrad von 95% erreicht mußt Du mir zeigen. 90% wären schon verdammt gut, 80% mehr als wahrscheinlich. Dann hätten wir nur 12.000kWh "Wärme".

    13.870kWh JAZ 3,8 -> 3.650kWh Strom, bei 19,5Ct./kWh -> 711,- €
    12.000kWh JAZ 3,8 -> 3.157kWh Strom, bei 19,5Ct./kwh -> 615,- €

    Aber für mich bleibt das Rechnung á la Milmädchen pur.

    Strom ist problemlos verfügbar, zur Not gibt´s noch ein paar AKWs, und wenn nicht bei uns, dann bei unseren Nachbarn.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    War das nicht so, dass der Heizwert unterhalb des eigentlichen Energiegehaltes ist und damit die Brennwerttherme mehr als Energie in Wärme umwandeln kann als der Heizwert des Gases angibt?

    Holger
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen

    Strom ist problemlos verfügbar, zur Not gibt´s noch ein paar AKWs, und wenn nicht bei uns, dann bei unseren Nachbarn.
    problemlos verfügbar, na klar...

    aber Atomstrom is nur so lange billich
    bis irgendwann mal die Entsorgungskosten für den Atommüll auf den Verbraucher umgelegt werden,
    bis das knappe Uran noch knapper wird,
    oder bis mal wieder ein AKW hoch geht und man sich der Gefahren aufs neue bewußt wird...

    R.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ja, problemlos vergfügbar.
    Strom können wir IN Deutschland produzieren, und dafür gibt es viele Möglichkeiten. Wind, Sonne, Wasserkraft, aber auch die Nutzung von Atomkraft. Und sollte das Uran zu Neige gehen, dann wird eben Thorium genutzt. Bei steigenden Preisen wird auch die Urangewinnung aus Meerwasser wieder interessant. Man kann auch "verbrauchte" Brennstäbe reaktivieren, auch hier laufen genügend Forschungen die bereits die ersten Ergebnisse liefern. Kernfusion ist ja auch noch ein Thema.

    Wieviel Öl oder Gas können wir in DE fördern? Wie sicher ist unsere Gas-/Ölversorgung?

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Ach ja, Kohle hatte ich ganz vergessen. Dürfte auch noch ein paar Tage reichen.
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