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  1. #1

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    Brennstoffzelle mit Erdgas? Macht es Sinn?

    Hallo,

    wir sind noch in der Planungsphase unseres EFH. Wir klappern eine Menge "Experten" ab, um für uns das Beste zu finden.
    Zuletzt hat uns ein Berater erzählt, dass Ende des Jahres die ersten serienreifen Brennstoffzellen für den Haushalt auf den Markt kommen. Wenn es so sein sollte und mal ganz abgesehen von den "Babykrankheiten", macht sowas Sinn?

    Prinzipiell klingt für mich das System logisch, mit Wasserstoff aus dem Erdgas wird in der Brennstoffzelle sowohl Strom direkt im Haus produziert (effektiver als im Kraftwerk), sowie fällt dabei Wärme an, die für Heizung und Warmwasser genutzt werden kann.

    Kennt sich jemand mit sowas aus? Kommen tatsächlich schon dieses Jahr Geräte auf den Markt?
    Macht so eine Kombination Brennstoffzelle mit Erdgas und der komplizierten Umwandlung zu Wasserstoff überhaupt Sinn? Und dies vorallem in den heute gut gedämmten Häusern? Fällt da nicht zu viel Wärme an?

    Weiß jemand, was so ein Gerät grob kosten wird? Sind wir da eher in der Richtung Gasbrennwertherme oder eher in der Preisregion von Wärmepumpen?

    Viele Grüße
    master
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  2. Brennstoffzelle mit Erdgas? Macht es Sinn?

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  3. #2
    Avatar von OldBo
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    Moin master,

    ich verfolge die Sache mit der Brennstoffzelle schon einige Jahre. Jedes Jahr heißt es aufs neue, kommt Ende des Jahren. Auch Preise sind nirgens zu finden. Hier eine Zusammenstellung über neue Techniken.

    Gruß

    Bruno
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  4. #3

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    Zitat Zitat von master1980 Beitrag anzeigen
    Weiß jemand, was so ein Gerät grob kosten wird? Sind wir da eher in der Richtung Gasbrennwertherme oder eher in der Preisregion von Wärmepumpen?
    Wohl eher in der Preisregion Gasbrennwertherme UND Wärmepumpe (vermutlich zuzüglich des Preises für einen modernenn Kleinwagen...)!
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  5. #4
    Themenstarter

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    Vaillant soll es wohl geschafft haben, dass das Teil marktreif ist!?

    Naja man wird sehen, da unser Baubeginn erst 2010 ist, haben wir ja noch Zeit. Mal sehen was das Jahr noch bringt.

    Sollte das Teil aber einige Tausender kosten, dann macht es im PH-Bau wohl eh keinen Sinn!?
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  6. #5

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    wirklich kommerzielle Angebote gibt es .W. erst für den Betrieb abseits eines Stromnetzes - netzfern und autark, und wo es nicht ganz so sehr auf den Preis ankommt.

    Die Amis haben/wollen doch die Stromversorgung an kompletten Mexikogrenze durch Brennstoffzellen alle paar km sicherstellen. Die kann man tief vergraben (d.h.man kann die Stromzufuhr nicht zentral sabotieren) und braucht nur alle 1-2 Jahre nachfüllen....) Dazu gibt es kommerzielle Angebote für Yachten und Campingmobile für Leute, die lange Abseits vom Stromnetz unterwegs sind.

    Alles Weitere ist entweder noch sehr stark subventioniert (Demoanlagen für die Presse) oder hat das Versuchsstadium noch nicht verlassen (Auto/ Haus) Nicht umsonst verfolgen die Autohersteller die Brennstoffzelle nicht als "erste Lösung" für das Energieproblem, sondern eher langfristig. Wobei die Technik funktionstüchtig ist.
    Die Frage ist nur, wann zu konkurrenzfähigen Kosten produziert werden kann!
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  7. #6

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    Zitat Zitat von master1980 Beitrag anzeigen
    Vaillant soll es wohl geschafft haben, dass das Teil marktreif ist!?

    Naja man wird sehen, da unser Baubeginn erst 2010 ist, haben wir ja noch Zeit. Mal sehen was das Jahr noch bringt.

    Sollte das Teil aber einige Tausender kosten, dann macht es im PH-Bau wohl eh keinen Sinn!?
    Die erste "Brennstoffzelle" von Vaillant habe ich vor ca. 20 Jahren auf einer Messe gesehen... war damals wie heute ein hohler Dummy. Aber da hieß es auch das die Marktreife kurz bevor steht.
    Mal abwarten im Moment versuchen alle eher auf den Wärmepumpenzug aufzuspringen.
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    ... auch die neuen deutschen U-Boot werden mit Brennstoffzellen betrieben und deswegen können sie lange Tauchfahrten durchführen. Es geht also, nur die Ölmultis und Stromverorger wollen das nicht in der Haustechnik

    Gruß

    Bruno
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  9. #8

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    Das sind doch Sche..hausparolen!
    Was soll das mit Ölkonzernen und Stromversorgern zu tun haben???

    Du kannst Dir ja sowas gerne in den Keller stellen.
    Aber mir fehlt dazu einfach der nötige (Rüstungs)etat!
    Die Sache ist schlicht dermaßen zu teuer, daß es auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich wird sein können.
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  10. #9

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    Vergessen:

    Die U-Boot-Brennstoffzellen werden übrigens ganz klassisch mit reinem Sauerstoff (aus Drucktank) und Wasserstoff (aus Metallhydridspeicher) betrieben.
    Das ist simpel, bewährt und problemlos machbar.
    Hilft im Haushalt nur überhaupt nix!

    In der Fragestellung geht es hingegen um Betrieb mit Luft und Erdgas.
    Das sind völlig andere Anforderungen.

    Wie war das noch gleich mit dem Obstsalat...?
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  11. #10
    Avatar von OldBo
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    Tja, wenn man aber so viel Geld in die Entwicklung, wie bei den U-Booten und bei den AKW's, investieren würde, dann hätten wir schon lange die Techniken auf dem Markt, die im Moment nur halbherzig entwickelt werden. Oder sehe ich das etwa falsch?

    Übrigens, schön gekühlter Obstsalat mit einem Schuss Sahne schmeckt richtig lecker

    Gruß

    Bruno
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  12. #11

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    Die japaner sollen das, auch für ihre kleinstwohnungen, schon auf dem markt haben ?
    Nur leider kann ich die sprache nicht.
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  13. #12
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    Macht die von Vaillant entwickelte Technik mit Erdgas überhaupt Sinn? Damit ist man wieder abhängig von fossilen Energieträgern und von fremden Ländern.
    Da wird eine reine Gasbrennwerttherme doch im modernen sparsammen EFH ökonomischer sein!?
    Und wenn es dann mal die Technik gibt, bei der man tatsächlich unabhängig von fossilen Energieträgern, dann macht sowas Sinn. Die Wärmepumpe ist mit Hinblick auf fossile Energieträger ja auch nicht frei. Außer man denk der Strom kommt aus der Steckdose.
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  14. #13

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    Volkswirtschaftlich - nein!

    Betriebswirtschaftlich - möglich
    Denn es ist eine weitere Möglichkeit, staatlich erlaubt in die Taschen der übrigen Verbraucher (hier: Stromkunden) zu fassen!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
    Tja, wenn man aber so viel Geld in die Entwicklung, wie bei den U-Booten und bei den AKW's, investieren würde, dann hätten wir schon lange die Techniken auf dem Markt, die im Moment nur halbherzig entwickelt werden. Oder sehe ich das etwa falsch?
    ich denke das siehst Du falsch!

    Bei U-booten ist es egal, ob der Antrieb 50% teurer wird, weil die meist vom Militär geordert werden...wenn dann durch die Technik eine unabhängige Energieversorgung gewährleistet ist, wäre auch ein noch vieeel höherer Preis akzeptabel.
    Beim Häusle hat ein 20% teuerer "Antrieb" kaum Markchancen!

    Mangelnde Forschung/Entwicklung kann man auch nicht vorwerfen. Besonders in Deutschland gibt es wenig Technologien an denen so intenv geforscht wurde wie an der Brennstoffzelle - mit Erfolg. Es ist einfach derzeit noch zu teuer!
    Richtig billig wird die Brennstoffzelle erst mit Massenproduktion, Massenproduktion lohnt sich erst bei entsprechender Nachfrage, die langsam aber sicher steigen wird....wenn....

    Wenn, ja wenn ein weiteres Problem gelöst ist....
    Wo kommt der Wasserstoff in der benötigten Menge her, wie/wo kann man ihn kaufen bzw. wie wird der produziert, ohne den ganzen "Energievorteil" der Brennstoffzelle für die Wasserstoffherstellung durch Öl oder Gas wieder zu verbrauchen???

    Aber vielleicht gibts ja bald ne weitere Ökoprämie damit man sich das auch schönrechnen kann.
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  17. #15
    Avatar von OldBo
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    Unglücklich

    Tja, meine Meinung scheint ja nicht so gut anzukommen. Das ist dann wohl mein Problem.

    Zitat:
    Mangelnde Forschung/Entwicklung kann man auch nicht vorwerfen. Besonders in Deutschland gibt es wenig Technologien an denen so intenv geforscht wurde wie an der Brennstoffzelle - mit Erfolg. Es ist einfach derzeit noch zu teuer!
    Richtig billig wird die Brennstoffzelle erst mit Massenproduktion, Massenproduktion lohnt sich erst bei entsprechender Nachfrage, die langsam aber sicher steigen wird....wenn....


    Zu teuer? Ja, warum denn? Ich sehe das so, wie bei den Öko-Autos, wenn die nicht richtig angeboten werden und keine Nachfrage geschaffen wird, dann sind auch die nicht zu verkaufen.

    In der Haustechnik sehe ich das genauso. Auch muss man trotz Nachfrage immer noch Firmen finden, die das dann einbauen. Und da ist der nächste Knackpunkt.

    Wat de Bur nich kennt, dat freet he nich

    Gruß

    Bruno
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