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  1. #1

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    Mineralische Farbe - Unterschied zum Standard?

    Hi,

    beim Baustoffhändler bin ich gestern über Farbe für den Innenanstrich gestolpert, die "mineralisch" ist (im Gegensatz zu "Standard"-Dispersionsfarbe).

    Welche Vor- oder Nachteile hat mineralische Farbe denn ggüber den Standard-(wohl Kunstharz-) Farben??
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  2. Mineralische Farbe - Unterschied zum Standard?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    daß mineralische Farbe auch Silikat-Farbe bzw. Silikatdispersionsfarbe genannt wird hab' ich mittlerweile rausgefunden (reine Silikatfarbe hält ja z. B. auf Putzen mit Gipsanteilen nicht) - ich hab' einen Kalk-Gips-Putz darauf kann ich Silikatdispersionsfarbe ja verwenden (lt. den Hasit-Infos für deren Silikatfarbe 760).

    Ist Silikatdispersionsfarbe auch kreidend wie reine Silikatfarbe?
    Welche Nachteile hat Silikatdispersionsfarbe ggüber normaler Dispersionsfarbe (außer dem Preis)?

    Wäre spitze wenn jemand vom Fach hierzu was sagen könnte...
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  4. #3

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    Wieso kreidend ?
    Reine Silikatfarbe, Wasserglas und Pigmente, kreidet doch nicht bei richtiger Verarbeitung!
    Silikatdispersion auch nicht,wenn du den Putz mit Silikatgrund grundierst und die Silikatdispersion mit Silikatgrund und nicht mit Wasser verdünnst.
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  5. #4

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    Silikatfarbe

    Reinmineralfarbe kreidet auch nicht, wahrscheinlich meinst du Kalkfarbe, die kann kreiden, wenn sie falsch verarbeitet ist.

    Vorteile von Silikatfarben:

    - Verkieselt auf dem Untergrund, dadurch kein abblättern
    - Diffusionsfähigkeit wird nicht eingeschränkt, gutes Raumklima durch Wasserdampfaufnahme
    - Durch Naturpigmente sehr natürliche Ausstrahlung
    - Kein Ausbleichen
    - Farbe ist hoch alkalisch, dadurch verringerte Gefahr der Schimmelbildung

    Nachteile von Silikatfarben:

    -Erfordert größere Sorgfalt bei der Verarbeitung
    - Einige wenige Farbtöne (hauptsächlich leuchtendes Rot) sind nicht als Silikatfarbe herstellbar


    Vorteile Dispersionsfarbe

    - Billig
    - Leicht zu verarbeiten


    Nachteile Dispersionsfarben
    - Neigt zu Verschmutzung durch Anteil von Weichmachern (sog. Fogging)
    - Untergrund wird stark abgedichtet, nur noch eingeschränkt diffusionsfähig,
    die Diffusionsfähigkeit nimmt von Anstrich zu Anstrich ab
    - Da hauptsächlich organische Pigmente eingesetzt werden nicht UV stabil,
    Farbe verblasst
    - Bei extrem billigen Dispersionsfarben gesundheitlich schädliche
    Inhaltsstoffe


    Auf welche Eigenschaften man wert legt muß also jeder für sich entscheiden, jede der beiden Farben hat sein Einsatzgebiet.
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  6. #5

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    Durch Naturpigmente sehr natürliche Ausstrahlung
    Strahlen? Igitt. Das wusste ich gar nicht. Werde die Farbe wohl wieder entfernen
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Strahlen? Igitt. Das wusste ich gar nicht. Werde die Farbe wohl wieder entfernen
    Ja, am besten, passt sowieso nicht zum REA Gips.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Danke für die Infos!

    Was heißt denn "schwerer zu verarbeiten"?

    Sollte eigentlich zwingend mit Silikatgrund vorgearbeitet werden oder reicht ein erster Anstrich mit Farbe die mit Silikatverdünner "gestreckt" wurde?
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    @gluehspiess

    Ja, am besten, passt sowieso nicht zum REA Gips.
    Falls Du darauf anspielst:
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...867#post276867
    Das war und ist eine ernsthafte Frage. Würdest Du mir darauf auch ein Antwort geben?

    Und eine weitere ernsthafte Frage hinterher:
    Was bedeutet dieser Satz:
    - Durch Naturpigmente sehr natürliche Ausstrahlung
    Wobei mir auch der Begriff "Naturpigmente" unbekannt ist. Gehört Titandioxid dazu?

    Im übrigen liegt mir fern, den Silikatfarben ihre Vorteile abzusprechen. Ich habe sie selbst im ganzen Keller (auf Kalk-Zement-Leichtputz mit MINERALISCHEM Leichtzuschlag, nicht Styrodings) verwendet.

    So, und jetzt bist Du dran.

    Gruß

    Thomas
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  11. #9

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    Naturpigmente ist definitiv kein Fachbegriff, besser wäre es gewesen ich hätte anorganisch oder Erdpigmente geschrieben.

    Also, Korrektur für alle, die die Worte mit der Goldwaage aufwiegen:

    Die Farbtöne wirken nicht so grell, da die Pigmente die in Silikatfarbe eingesetzt werden können alkalibeständig sein müssen, diese sind meist Erdpigmente.

    Im übrigen ist eine Silikatfarbe nicht in jeder Situation ideal, es ging bei der Frage ja nur um den Unterschied sogenannter Mineralfarbe zu Plastikdispersion (korrekte Bezeichnung "hochwertige Kunststoffdispersionsfarbe").
    Auf einem Gipsputz zum Beispiel sind dadurch daß ich nur eine einkomponenten Silikatfarbe einsetzen kann, die auch bis 5% Kunststoff enthalten kann und meistens auch noch eine Dispersionsgrundierung vorstreichen muß nicht ganz so groß aber immerhin vorhanden.

    Desweiteren gibt es als Alternativen noch:
    Kaseinfarben
    Kalkfarben
    Leimfarben (haben durchaus noch Ihre Berechtigung, auch wenn von den Farbherstellern erfolgreich vom Markt verdrängt)
    Lehmfarben
    .....

    Die jeweiligen Vorteile und Einsatzgebiete zu beschreiben würde jeden Forumsbeitrag sprengen aber es gibt im Internet auch zu diesem Thema jede Menge Informationen.
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