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Verfüllung Sondenbohrung mit STÜWATHERM

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  1. #1

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    Verfüllung Sondenbohrung mit STÜWATHERM

    Hallo

    hat jemand Erfahrung, ob einer Verfüllung einer Sondenbohrung (für eine Sole/Wasser-WP) anstelle mit der normalen Betonit-Suspension mit STÜWATHERM vorteilhaft ist und sich rentiert?

    Beste Gruesse
    Thomas
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  2. Verfüllung Sondenbohrung mit STÜWATHERM

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Nö ...

    ... frag´ den Fachplaner Deines Vertrauens
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  4. #3
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    ok, d.h. den Geologen, korrekt?
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  5. #4
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    *Rentieren* ist immer so ne Sache...es gibt Anlagenkonfigurationen da empfiehlt es sich auf Thermo-Injektionen wie Stüwatherm öder ähnliche Produkte zurückzugreifen, ganz besonders wenn z.B. die passive Kühlung genutzt werden soll.

    Eine normale Betonit-Suspension hat einen Wärmeleitfähigkeit von ~0,6 - 1,0 W/mk, während sie bei Gesteinen zwischen 2,0 (Mergel) und 3,0 W/mK (Granit) liegt. Hier wirkt die Verpresssuspension also eher wie eine Isolierung. Die Wärme kann nur langsam vom umliegenden Gestein zur Erdwärmesonde fließen. Resultat ist ein hohes Temperaturgefälle zwischen Untergrund und Sonde.

    Sogenannte Thermo-Injektionen haben eine Wärmeleitfähigkeit von ~. 1.5 - 2,0 W/mK. Dadurch wird die notwendige Temperaturdifferenz zwischen Sonde und umliegendem Erdreich (Bohrlochwiderstand) deutlich verringert und kurzfristig auftretende Lasten können schneller umgesetzt werden.

    Das heisst der Wärmeübergang zwischen Sonde und Erdreich wird verbessert, der notwendige Temperaturunterschied wird minimiert *aber* die jährliche Entzugsleistung wird nach wie vor durch die physikalischen und thermischen Eigenschaften des umgebenden Gesteins definiert. Thermo-Injektionen können diese pysikalischen Eigenschaften nicht beeinflussen oder gar verändern.
    Die Thermo-Injektionen beschleunigen den Wärmeaustausch zwischen Sonde und Untergrund und vergrößern den Einflussbereich.

    Angesichts einer Laufzeit von 50 bis 100 Jahren für ne Erdsonde halte ich den Invest für sinnvoll. Gleiches gilt für eine großzügige Auslegung der Sondenlänge.

    Der allgemein übliche Verkaufssong, das mit verbessertem Hinterfüllmaterial Sondenmeter gespart werden ist allerdings mit Vorsicht zu geniesen ... denn die Jahresentzugsleistung wird von den vorhandenen Erd- und Gesteinsschichten bestimmt und nicht von der Sonde.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5
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    Allerbesten Dank!
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Dadurch wird die notwendige Temperaturdifferenz zwischen Sonde und umliegendem Erdreich (Bohrlochwiderstand) deutlich verringert und kurzfristig auftretende Lasten können schneller umgesetzt werden.
    Die Wärmepumpe dürfte auch ein wenig effizienter arbeiten, wenn der Wärmewiderstand vom Gestein in die Sonde kleiner ist. Aber wieviel das die Effizienz erhöht und Strom einspart, kann man sicher nur theoretisch durchrechnen, da einfach zu viele Parameter unbekannt sind (Gestein, transportierte Wärmemenge, Lasten und Lastspitzen, Laufzeiten...).
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  9. #7

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    Wir sind gerade auch in Kontakt mit unserem Bohrunternehmen bzgl. der Verpressung. Uns wurden folgende zwei Varianten angeboten:

    - Schwenk Füllbinder H
    - ThermoCem (Aufpreis Euro 3,25 pro m)

    Laut den Unterlagen die wir erhalten hatten ist nicht nur die Wärmeleitfähigkeit besser bei den Thermoinjektionen, sonder sie sollen auch besser mit den Frost-Tauzyklen zurechtkommen (nicht so leicht "zerbröseln"). Inwieweit das nur eine theoretische Sache ist, oder in der Praxis wirklich zu einem Unterschied führt, kann ich nicht sagen.

    Ich denke wir werden uns aber für ThermoCem entscheiden, da die Mehrkosten sich mit Euro 3,25 mal 140m = Euro 455,- in Grenzen halten.

    Der Geologe hat sich die Ergebnis von anderen Bohrungen aus unserem Dorf geholt und wir rechnen mit hauptsächlich "Kies,Sand wasserführend" und vereinzelt "Ton, Lehm feucht". Ich denke damit können wir recht zufrieden sein.

    Obs sich ThermoCem hinterher wirklich bemerkbar macht, werden wir wohl nie erfahren, es sein denn wir bohren nebendran noch ein Loch mit dem Schwenk Füllbinder :-P Aber da man später an der Bohrung nicht wirklich was mehr ändern kann, würde ich hier nicht sparen...
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