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Neue Heizungsanlage

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  1. #1

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    Neue Heizungsanlage

    Hallo Forum,

    ich habe heute die erste Gasrechnung bekommen, nach unserem Einzug vor einem Jahr. Für 230 m² Altbau (1970) und WW für vier Personen haben wir 50.000 kWh Gas verbraucht.

    Nebenbei: Natürlich kannte ich den Verbrauch unserer Vorbesitzer. Mit zwei Personen und 70 Grad Vorlauftemperatur (!) hatten die 40.000 kWh. Ich hatte eigentlich gehofft, durch Absenkung auf 45-55 Grad (das Haus wird immer noch warm genug) zumindest nicht mehr zu verbrauchen.

    Die Heizungsanlage ist von 1990 und hat ihre beste Zeit eindeutig hinter sich. Das Haus selbst ist mit KS, 4 cm Styropor und Klinker, Fenster isolierverglast, aber (noch) ohne Gummidichtung zwischen Rahmen und Fenster, dämmtechnisch zwar nicht auf dem neuesten Stand, aber ich denke mal, mit ner neuen Heizung liege ich Kosten-Nutzen-mäßig am besten.

    Ich will von euch kein Konzept, sondern Tipps, wie ich an die Sache rangehe. Wer kann sowas am besten planen? Energieberater, der lokale Installateur, oder ...? Woran erkenne ich, wie fachkundig die Planung ist? Was muss ich sonst noch beachten?

    Dank im voraus!
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  2. Neue Heizungsanlage

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Kanalpirat Beitrag anzeigen

    Nebenbei: Natürlich kannte ich den Verbrauch unserer Vorbesitzer. Mit zwei Personen und 70 Grad Vorlauftemperatur (!) hatten die 40.000 kWh. Ich hatte eigentlich gehofft, durch Absenkung auf 45-55 Grad (das Haus wird immer noch warm genug) zumindest nicht mehr zu verbrauchen.
    Es gibt viele Faktoren die den Gasverbrauch beeinflussen. Die Vorlauftemperatur ist nur ein Faktor. WW-Aufbereitung, Heizzeiten, Raumtemperturen usw. können den Gasverbrauch um xx% verändern.

    Zitat Zitat von Kanalpirat Beitrag anzeigen
    aber ich denke mal, mit ner neuen Heizung liege ich Kosten-Nutzen-mäßig am besten.
    Der Schuß kann auch nach hinten losgehen. Ich kenne so manche "neue" Heizungsanlage die zuerst einmal einen Mehrverbrauch produziert hat, bis die Bewohner gelernt hatten, wie man damit richtig "heizt".
    Man sollte aber die möglichen Einsparungen nicht überschätzen. So Sprüche wie "bis zu 30% Einsparung" oder "bis zu 50% Einsparung" sind für den Mülleimer.

    Wie hoch die Einsparungen sein werden hängt von der vorhandenen Anlage und deren Optimierungsgrad ab.

    Zitat Zitat von Kanalpirat Beitrag anzeigen
    Tipps wie ich an die Sache rangehe......
    Zuerst einmal den IST-Zustand aufnehmen. Ein Energieberater kann hier schon sehr hilfreich sein, aber auch der kann keine Wunder vollbringen. Es ist auch sehr schwierig einen "guten" Energieberater zu finden. Am besten wären Empfehlungen.
    Was die Haustechnik betrifft, so haben viele Energieberater nur begrenztes Wissen. Ist auch logisch, kein Mensch kann alles wissen.
    Ein Heizer wäre hier die bessere Lösung, doch auch hier gilt, "Es ist schwierig einen "guten" Heizer zu finden. Am besten wären Empfehlungen".

    ICH würde wie folgt vorgehen:

    1. IST-Zustand aufnehmen
    2. Optimierungspotenzial der vorhandenen Anlage ausschöpfen
    3. Neues Konzept planen

    zu 1. Hier kann ein Energieberater eine Bestandsaufnahme machen und die Schwachstellen aufdecken. Wichtig ist, daß man später weiß, mit welchem Aufwand (Kosten) welcher Erfolg erzielt werden kann.
    Das fängt bei der Dachdämmung an und hört bei der Dämmung der Heizungsrohre auf.

    zu 2. Das Handbuch zu Deiner Heizungsanlage ist Dein bester Freund. Damit lassen sich Heizzeiten, Temperaturen usw. optimieren. Was ist mit der WW Aufbereitung? Dauerzirkulation? usw. usw.
    Hier gibt´s noch Infos.
    http://www.bosy-online.de/Optimierun...ngsanlagen.htm

    zu 3. Nachdem bestmöglich optimiert wurde, kann man in aller Ruhe an eine Planung für ein neues Heizkonzept gehen. Dann stellen sich so Fragen wie,
    - Soll weiter mit Gas geheizt werden?
    - Muss der Schornstein saniert werden?
    - Kann man die Heizflächen optimieren?
    - Lohnt evtl.ein Umstieg auf Pellets
    - Wo kann ich am Gebäude noch kostengünstig weiter optimieren?
    - Lohnt ein Umstieg auf WP?
    - Was passiert mit der WW-Aufbereitung?
    - Kann man sinnvoll Solar mit einbinden?
    - usw. usw.

    Oberste Priorität hat die Verbesserung des Gebäudes, denn je niedriger der Wärmebedarf (und Heizlast) um so mehr Optionen hat man zur Verfügung.

    Von einer übereilten Aktion "Austauch der Heizung" würde ich im Moment abraten. Zuerst die Grundlagen schaffen, und dann die Heizung passend dimensionieren.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Hi,

    ausser den Punkten von Ralf fällt mir noch ein der Zählerstand wöchentlich im excel mitzuschreiben um nach Änderungen einen Trent zu sehen.

    Bei meinem Altbau wurde vor 20 Jahren beim Einbau der Gasheizung der Kamin nass, daraufhinn hat wohl jemand über Einstellung aus der 26 KW Heizung eine 38KW Heizung gemacht.
    Dies wurde vom Gasversorger festgestellt als ich die Heizung wg. der Grundgebühren auf unter 20KW einstellen lies.

    Leider wurde vor ca. 15 Jahren nach Einbau eines Edelstahlrohres vergessen das Tuning wieder Rückgängig zu machen, die Heizung lief also lange Zeit mit Vollast Richtung Schornstein

    Damals hatten meine Eltern auch so 40000KW Jahresverbrauch.

    Gruss

    Thomas
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  5. #4
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    Danke für eure hilfreichen Antworten!

    Der Punkt ist, dass die Steuerung der Heizung nicht so dolle ist. Ich habe Stunden mit dem Heftchen vor der Heizung gehockt. Und wenn ich die Vorlauftemperatur noch weiter absenke (was ich in der Übergangszeit gerne gemacht hätte), wird das Warmwasser nur noch lau.

    Wir werden wohl um eine neue Anlage nicht herum kommen, aber ihr habt völlig Recht, dass eine exakte Bestandsaufnahme und Auslotung weiter Optimierungen wichtig ist. Ich bin dabei, jemanden zu suchen, der mir unsere Heizlast ermittelt. Mit den Daten an der Hand werde ich dann weiter sehen.

    Also Danke für den Stups in die richtige Richtung!
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  6. #5

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    Was soll denn eine neue Anlage an Vorteilen bringen???
    Du hängst da ME einem verbreiteten Irrglauben an.

    Das ist ne Riesenhütte in mäßigem Dämmstandard. Und wird von 4 Leuten bewohnt.
    Die frißt dann eben eine bestimmte Menge Heizenergie!
    Punktum.

    Früher hat man sich sowas nur gekauft, wenn man sich auch den Betrieb leisten konnte...

    Will sagen:
    Was möchtest Du im Endeffekt überhaupt erreichen?
    Lediglich andere Ziffern auf dem Papier sicher nicht.
    Und wo der Vorteil liegen soll, das Geld zukünftig laufend dem Heizungsbauer bzw. der Bank zu überweisen, statt dem Gasversorger, mußt Du mir auch erst einmal erklären!
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  7. #6

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    dämmtechnisch zwar nicht auf dem neuesten Stand, aber ich denke mal, mit ner neuen Heizung liege ich Kosten-Nutzen-mäßig am besten.
    Ähh..hab ich ganz überlesen.. ich glaube mit Dämmung usw. Fenster scheinen ja auch nicht der Kracher zu sein ist am meisten zu machen, lass dir doch mal so ne Energiebedarfs.. XXL machen der rechnet dir aus mit was du anfangen solltest.

    Gruss

    Thomas
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  8. #7
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    @holzheizer:
    Ja, das ist auch eine gute Idee. Insofern hat Ralf völlig Recht, dass Fakten auf den Tisch müssen, bevor man was entscheiden kann. Danke.

    @Julius:
    Du hast völlig Recht. Ich bekomme diese "Riesenhütte" sicher nie auf einen modernen Dämmstandard, allein schon aus Kostengründen, von der energetisch ungünstigen Gebäudeform (langgestrecktes L) mal abgesehen. Also geht es darum, die benötigte Energie möglichst günstig bereit zu stellen.
    Und das gelingt doch nur mit einer modernen, effizienten Anlage unter möglicher Einbeziehung von Solaranlagen. Der Vorteil (absehen davon, dass das Geld vorhanden ist und dann halt für Anderes nicht zur Verfügung steht), an Banken zu zahlen ist die vorhersehbare Belastung, schließlich schwanken die Energiepreise wie sonst was.
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  9. #8
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    Wie wäre es mal mit einer Beschreibung des *ist* Zustands ?
    Fabrikat, Type, Leistung, Regelungstype ...

    Wenn du an der Regelung rumfummelst und das Warmwasser wird nicht mehr warm genug, dann fummelst an den falschen Knöpfen. Welche Parameter sind eingestellt ?

    Ansonsten wenn man mal Dämmmaßnahmen aussen vor lässt, sind nicht luftdichte Fenster der Größte Übeltäter was den Verbrauch angeht.

    Bei atmosphärischen Gaskesseln (=kamingekühltes Heizeisen) ist ein großer Kaminzug ein Garant für heftige Stillstandsverlusten ... 30% sind da keine Seltenheit.

    Kesselaustausch (mit Hirn) ist in der Regel die Investition mit dem besten Return of Invest.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9
    Themenstarter

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    So, ja, habe gestern nochmal meine Finanzen geprüft. Geld für was-auch-immer steht im Sommer zur Verfügung. Deutlich günstigeren Gasanbieter als den aktuellen gibt es auch nicht. Devise also: Ruhe bewahren.

    Wir haben einen Vaillant VKS 36 E mit einem 150l-Warmwassertank, die Regelung heißt VRC-CBW mit nem Außenfühler. Es gibt verschiedene Heizkurven, ich habe die Nummer 3 eingestellt. Dann kann man die Heizkurven noch "kippen", d.h. für höhere Außentemperaturen eine niedrigere oder höhere Vorlauftemperatur einstellen. Für tags habe ich die auf -1 stehen, für nachts auf -3. Habe das Handbuch grad nicht zur Hand, krame es aber raus, wenn ihr wollt.
    Vorlauf ist damit je nach Außentemperatur 40 - 50 Grad, heute abend 45 Grad bei ner Außentemperatur von etwa 5 Grad.

    Warmwasser ist auf 55 Grad eingestellt, das ist für die Bäder und die Küche. Zirkulation haben wir auch, die scheint aber gut isoliert, ich merke jedenfalls keine nennenswerte Erwärmung der Isolierung von außen.

    Unsere Heizkörper laufen oft nur auf 2, damit wird die Bude locker warm genug. Also würde ich die Vorlauftemperatur noch weiter absenken, habe auch letztens im Forum gelesen, dass die Rücklaufrohre am Heizkörper im Idealfall noch lauwarm sind, bei uns sind sie noch ziemlich warm.
    Weiter absenken (Kurve 1 oder Sonne auf -2) geht nicht, dann gibts kein Warmwasser mehr, nur noch 40-45 Grad. Dabei stelle ich an dem Regler sicher nix rum.

    Naja, so siehts aus. Könnt ihr damit was anfangen?
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Talya
    Gast
    Hm soweit ich weiß kann man die Heizkurven auch parallel verschieben und nicht nur die Steilheit ändern, oder?
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  13. #11

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    Macht nix - dann sind sie schon über ein Jahr verschoben.
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