Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1

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    Krebserregende Parkettkleber??

    Hallo,

    wir sollen in einem Gebäude auf Betonboden verklebten Parkett entfernen. Der seinerzeit benutzte Kleber ist nach Aussagen des Bauherrn vermutlich krebserregend. (ca. Baujahr 1950). Da es sich um ein öffentliches Gebäude handelt stellen sich mir eineige Fragen:

    1. Woran erkennt man evtl. die gefährlichkeit des Klebers.
    2. Welchen rechtlichen Vorschriften kommen zum Tragen.
    3. Welche Schutzmaßnahmen ausser Masken und Anzüge sind gefordert?

    Besten Dank im vor raus.


    Gruß Jens
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  2. Krebserregende Parkettkleber??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    1. Probennahme und Analyse im Labor des Vertrauens
    2. Abhängig von den vorhandenen Stoffen
    3. siehe 2.
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  4. #3
    gast3
    Gast

    wenn ..

    im Parkettkleber Belastungen auftreten dann meist PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

    Probenahme kann mann ggf. selbst machen (Prüfen ob und in wie weit Schadstoffe in den Estrich eingezogen sind - also ggf. 2. Probe).

    Dann wie schon von R.J. erläutert - Probe in's Labor - alles weitere erst dann zu beurteilen (wenn du keins kennst, kann ich dir ein Labor empfehlen)


    Helge
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo,

    Probe wurde entnommen. Laut Angabe handelt es sich um PAK. :-( Wie und wo finde ich den Vorschriften und Vorgabe was Rückbau angeht.


    Gruß Jens
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  6. #5

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    Bei
    http://www.baua.de
    und
    http://www.gisbau.de
    solltest du fündig werden.

    Die Frage ist aber, darfst du das überhaupt? Kannst du nachweisen, das du dazu befähigt bist und über die entsprechende Ausrüstung verfügst?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    gut. Damit ist das Thema durch. Weitergabe an Fachfirma.

    Vielen Dank für die Info`s. Das schöne an diesen Dingen (wenn man das mal so sagen kann) ist das man wieder so einiges durch lesen und sich informieren gelernt hat.

    Gruß Jens
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  8. #7
    Avatar von drulli
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    Ist doch gut gelaufen .
    Ich frage mich, in wieviel vergleichbaren Fällen die Beteiligten nichts von den schlummernden Gefahren wissen und einfach drauflos werkeln.
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  9. #8
    gast3
    Gast

    Das ..

    willst du nicht wissen - glaub mir ...


    Helge
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  10. #9

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    ...die Beteiligten...
    und die Unbeteiligten erst.
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  11. #10

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    Ich hätte in meiner Ahnungslosigkeit gedacht, das PAK in den Lösungsmitteln enthalten sind, welche im Laufe der Jahre praktisch komplett ausgedünstet sind. Demnach hätte ich bei einem alten Belag keine Gefahr vermutet.
    Ist dem nicht so? (nur interessehalber)
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  12. #11

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    Jain. Das Problem dabei ist, dass die Beläge ein Ausgasen des PAK sehr be- bis verhindern.
    Mit dem "Erfolg", dass auch nach 50 Jahren beim Entfernen des Belags noch geringe, aber grenzwertüberschreitende Mengen in die Raumluft abgegeben werden.
    Die Stoffe sind sowieso versaut.
    Besonders "lustig" wirds, wenn der Kleber auch noch Asbest enthält. Entweder als Füllstoff (eher selten) oder als Anhaftung alter Beläge.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    gast3
    Gast

    Pak ..

    sind nur teils flüchtig (niedrig kernige z.B. Naphthalin) andere halten sich locker über Generationen

    Helge
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  15. #13

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    Das Problem

    ist nicht das Ausgasen. Das findet in nennenswertem Umfang nur bei Heissverarbeitung statt. Der Gefährdungspfad läuft praktisch ausschließlich über die Verlagerung als Staub. Deswegen ist auch P2-Filter und nicht A-Kohle-Filter vorgeschrieben. Es gibt deswegen auch keine Raumluftgrenzwerte für PAK, weil die sowieso nicht überschritten würden.
    Die verlinkte Handlungsanweisung gilt auch ausdrücklich erst ab Gehalten von 50 mg BaP/kg, das ist schon ziemlich viel und wird nicht generell bei Teerklebern erreicht.
    http://www.gisbau.de/service/brosch/pak.pdf
    Die Meldepflicht ist allerdings im Zuge der Angleichung an europäisches Recht mit der neuen GefStoffV weggefallen.
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