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  1. #1

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    Heizungsneubau im alt EFH

    Ich möchte in meinem EFH eine neue Heizung einbauen lassen. Ich habe keine Fußbodenheizung, nur Heizkörper (Platte und Röhre) und Handtuchtrockner sollen verbaut werden. Die Heizungsanlage soll so ausgelegt werden, daß später evtl zusätzlich Wärmepumpentechnik installiert werden kann. Für welche Vorlauftemperatur sollten die Heizkörper dann dimensioniert werden? Wie entwickelt sich die Spreizung Vor/ Rücklauf dann? Weiterhin nervt mich das Pumpengeräusch in dünnen Leitungen, welchen Querschnitt würden Sie empfehlen, daß man möglichst wenig Fließgeräusche hat? Daß die Heizung durch dickere Rohre träge wird ist nicht so dramatisch. Welche rohrverlegungstechnik ist am souveränsten und am bewährtesten? Ich denke ja da an die gute alte Kupferleitung, ist das korrekt so?
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  2. Heizungsneubau im alt EFH

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zuerst mal Grundlagen schaffen, sprich Heizlastermittlung (nach EN12831).

    Dann muss für den Wärmeerzeuger geklärt werden, was vorhanden ist bzw. nachgerüstet werden muss (Bsp. Öltanks, Pelletlager, Gasanschluß, Schornstein usw.).

    Heizkörper sind für Wärmepumpenbetrieb nur bedingt tauglich. Das liegt daran, dass diese bei den niedrigen Heizkreistemperaturen kaum noch Wärme in den Raum liefern. Sie kommen an das Temperaturniveau einer Flächenheizung nicht heran.
    d.h. Man wird bei WP Betrieb immer mit einer schlechteren JAZ rechnen müssen im Vergleich zu einer FBH.

    Eine FBH kann man problemlos für eine VL Temp. von 35°C dimensionieren, Heizkörper geben bei dieser Temperatur aber kaum noch Wärme ab. Das hat damit zu tun, dass die Heizkörper eine geringere Fläche aufweisen und bei der geringen Temperatur auch kaum mehr Konvektion stattfindet.

    Deswegen haben Heizkörper für niedrige HK Temperaturen auch Gebläse integriert (sogenannte Gebläsekonvektoren).

    Für welche Vorlauftemperatur sollten die Heizkörper dann dimensioniert werden? Wie entwickelt sich die Spreizung Vor/ Rücklauf dann? Weiterhin nervt mich das Pumpengeräusch in dünnen Leitungen, welchen Querschnitt würden Sie empfehlen, daß man möglichst wenig Fließgeräusche hat?
    Ganz so einfach isses auch wieder nicht. Die Rohre werden berechnet, dazu braucht man mehr Details. Hält man die Grundregeln für die Berechnung ein, dann hört man auch nichts.
    Zum Thema Rohrnetzberechnung findet man auf Brunos Seite einige Infos.

    http://bosy-online.de/Bauteile_und_B...HK-Anlagen.htm

    Das sollte aber derjenige wissen der die Anlagen plant, denn mit ein bischen theoretischem Wissen ist es nicht getan.

    Welche rohrverlegungstechnik ist am souveränsten und am bewährtesten? Ich denke ja da an die gute alte Kupferleitung, ist das korrekt so?
    Darüber kann man streiten. Ich bin ein Freund von Verbundrohren, aber manchmal ist es tatsächlich sinnvoller (wirtschaftlicher) CU einzusetzen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von OldBo
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    Wie soll man hierzu etwas wirklich sinnvolles sagen? Hier wären einige Fakten zu klären. Z. B. > Warum kommt es zu Fließgeräuschen? Wie hoch ist die Systemtemperatur? Welches Rohrsystem ist verbaut? Wie groß ist die Anlage? Welche Pumpe ist eingebaut? Wurde die Anlage überhaupt irgendwann berechnet? usw. usw.

    Gruß

    Bruno Bosy
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  5. #4
    Avatar von OldBo
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    Moin Ralf,

    hier sieht man wieder einmal, wie unterschiedlich die Denkansätze sind

    ich wünsche Dir eine arbeitsreiche Woche

    Bruno
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  6. #5
    Themenstarter

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    erstmal vielen Dank für die ersten Antworten. Hier weitere Details. Momentan ist eine Schwerkraftheizung mit Gußheizkörpern installiert, an die später (vor etwa 13Jahren) eine Gastherme angeschlossen wurde. Die Heizung ist leider im ersten Jahr des Betriebes zerfrohren und steht seit dem. Ich will nun die Anlage komplett erneuern, wobei der damals ja neue Kessel erstmal wieder zum Einsatz kommen soll. die restliche Verrohrung ist teilweise stark zusammengestückelt und es ist zweifelhaft, ob sie wieder dicht zu bekommen ist. Deshalb neue Rohre und neue HK. Das mit dem Fließgeräusch habe ich bei anderen Anlagen als störend empfunden und wollte nicht denselben Fehler machen. Fußbodenheizung scheidet leider aus, da im ganzen Haus Dielenfußboden ist, der auch drin bleibt. Das mit dem Wärmepumpenbetrieb ist als Blick in die Zukunft gedacht, wenn man mit alternativen Wärmequellen zuheizen will/ muss. Ich würde das System darauf gern schon "Vorbereiten" hab gehört, daß es auch schon WP giebt, die mit 55°C Vorlauftemperatur arbeiten, das würde doch dann funktionieren oder?

    Viele Hrüße Hensel
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  7. #6

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    Zitat Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
    Moin Ralf,

    hier sieht man wieder einmal, wie unterschiedlich die Denkansätze sind

    ich wünsche Dir eine arbeitsreiche Woche

    Bruno
    Hallo Bruno,

    offiziell haben wir Urlaub. Die Hütte ist leer, ich spiele also Einzelkämpfer.

    daß es auch schon WP giebt, die mit 55°C Vorlauftemperatur arbeiten, das würde doch dann funktionieren oder?
    Ja, die gibt es, ABER die Effizienz leidet erheblich. Da darf man nicht auf Versprechungen der Hersteller hereinfallen, sondern man muss pingelig die technischen Daten studieren.

    Es gibt WP die erreichen 55°C, aber unter welchen Bedingungen? Auch bei heftigen Minusgraden? Gerade dann werden doch die hohen Temperaturen benötigt. Dann landest Du schnell bei einem COP von 1,5 anstatt 2,5 (um nur ein Beispiel zu nennen).

    Gruß
    Ralf
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Dann würde ich die "WP-freundliche" Auslegung schlicht vergessen.
    Das bringt nichts.

    Es wird auch zukünftig andere Energieträger geben, die höhere Temperaturen liefern können.
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  10. #8
    ErikIEU
    Gast
    Hallo Hensel,

    Wenn Du noch eine Schwerkraftanlage installiert hast, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Dein Haus ein Springbrunnen wird (sehr korrosionsanfällig). Daher ist die Verrohrung auf jedenfall zu erneuern, gleichzeitig leistest Du auch einen Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz der Wärmeverteilung. Die Leitungsführung kannst Du ggf. über Fußbodenleisten realisieren (kostengünstig, geringer Aufwand).
    Wie mein Spannmann bereits gesagt hat, ist das mit den Versprechungen der Wärmepumpenvertreter schwierig. Was, wenn es wirklich mal knackig kalt wird? Wenn ich das richtig verstanden habe, planst Du keine umfängliche energetische Sanierung, dann würde ich Dir raten bei der Gastherme zu bleiben. Da die Anlage 13 Jahre alt ist, ist auch über eine Erneuerung nachzudenken, zu mindestens würde diese - bei Annahme einer durchschnittlichen Anlagenlaufzeit - in den nächsten 2 – 7 Jahren anstehen (positiv: weitere Reduzierung des Energieverbrauchs durch moderne Anlage und Brennwerttechnik).

    Die Nachrüstung einer Wärmepumpe ist dann grundsätzlich immer noch möglich (Platz scheinst Du ja ausreichend zu haben), eine Sinnhaftigkeit ist aber dann noch mal zu prüfen.


    Viele Grüße

    Erik
    Geändert von R.B. (30.08.2010 um 10:59 Uhr) Grund: link entfernt
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