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Bodenplatte aus Holz

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  1. #1

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    Frage Bodenplatte aus Holz

    Moin, ich habe mal eine Frage an Euch, vielleicht weiß einer eine Antwort, oder hat Erfahrungen bei der Problematik.
    Bei unserem Haus handelt es sich um einen Altbau aus dem Jahre 1920. Damals war es üblich, da der Boden aus Sand besteht, Streifenfundamente in den Sand einzulassen, und darauf Holzlatten zu befestigen, die als Unterkonstruktion für den eigentlichen Holzboden dienten. Die Auusenwand besteht aus Klinkern, wobei Lüftungsschlitze in die Wand eingelassen wurden, die den Boden unterlüften, so das der Sand trocken bleibt. Bei der Sanierung wurde von unserem Vorgänger auf den Holzboden Isolierung ca. 10 cm aufgetragen, darauf wurde eine Dampfsperre aufgetragen ( Folie ), danach erfolgte eine Trittschalldämmung, sowie Laminat. Der Holzfussboden wurde quasi von oben erwärmt durch die Dämmung etc. Von unten strömt jedoch die kalten Luft durch die Lüftungsschlitze unter die Holzkonsruktion. Seit kurzem entstehen in dem Raum ( Küche ) unangenehme Gerüche, welche eindeutig nach feuchtem Sand riechen, der Sand ist auch feucht. Extrem wird dieses, sobald man die Dunstabzugshaube betätigt. Diese zieht wahrscheinlich die Luft von unten hoch, da die Wandanschlüsse nicht dicht sind. Hat jemand evtl. Erfahrung mit einem Altbau in der Form. Kann das Holz evtl. durch die aufgetragene Dämmung von oben her faulen ?Oder wie könnte ma Eurere Meinung nahc, dass Problem lösen ?
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  2. Bodenplatte aus Holz

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  3. #2

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    Einen guten Morgen in den Norden! Eine ähnliche Situation fanden wir auf unserem Neubaugrundstück in Form eines Gartenhauses aus der Kriegszeit vor: gemauerte Fundamente und Außenwände aus Ziegelstein, drinnen ein "wippender" Fußboden. Habe abgetragen: Bodenbelag aus Linoleum, Spanplatten (teilweise arg morsch); Holzdielen (noch morscher!!!), Zwischenboden zwischen den Lagerhölzern ziemlich verrottet; Hölzer, die den Zwischenboden hielten (morsch), Lagerhölzer bis auf Ausnahmen ziemlich angegangen zum morsch sein hin; darunter eine Luftschicht von 30 cm, die durch Luftgitter in der Außenwand sicher etwas belüftet war, aber wohl nicht genügend.
    Die Erde (kein Sand!) unter allem war trocken; sie dürfte aber bei anhaltendem Regen sicher auch feucht geworden sein, weil er Untergrund aus Löß besteht.
    Ich habe alles heraus genommen; neue Balkenlage, von unten gut belüftet, darüber nur Holzdielen. Es handelt sich um ein Gartengerätehaus! Wenn es die nächsten 20 Jahre so hält, dann sind wir zufrieden! Hoffen, es hält diese Zeit!
    papeFT
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  4. #3

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    Wenn die Dunstabzugshaube den Geruch verstärkt, gibts irgendwo (mindestens) ein Luftloch.
    Im alten Zustand war der Holzboden eine Wärmebrücke, der durch die "Verlustwärme" getrocknet wurde.
    Durch die Dämmung wird der Aufbau nun nicht mehr "zwangsgetrocknet".
    Also kann sich zum einen die Erdfeuchte besser im Sand anreichern, zum anderen kondensiert Luftfeuchte aus dem Raum, die durch das Luftloch einströmt evtl im Bauteilquerschnitt und erhöht die Feuchte zusätzlich.

    Solche Konstruktionen umzubauen ist ein heikles Thema. Hier sollte besser morgen als übermorgen mal genau hingeschaut werden, wie es in der alten Decke aussieht!
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  5. #4
    Themenstarter

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    Moin Ralf, vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Problematik habe ich mir so ähnlich vorgestellt. Bedingt durch das Anbringen einer Dämmung auf dem Holz, in der Kombination mit einer Dampfsperre, Trittschall, Laminat, kommt es meiner Meinung nach zu unterschiedlichen Temperaturen auf dem Holz, bzw. unter dem Holz zum Sand hin . Selbst wenn wir von unten für genügend Luftzirkulation sorgen würden, würde sich die kalte Luft von untem am Holz niederschlagen. Geht man davon aus, dass die Dämmung mit Sicherheit nicht verklebt worden ist, wird durch die " kleinen Fugen ", evtl. auch noch kältere Luft eindringen. Dieses würde das nächste Problem ergeben. Eigentlich kann es ja nur den Weg der absoluten Sanierung geben. Zurückbauen Laminat, Dämmung, entfernen des Holzbodens, danach Kontrolle der weiteren Bodenplatten, die an den Raum angrenzen, da die anderen Decken aus Beton gefertigt wurden, bzw. schon nachgearbeitet wurden. Wichtig ist in dem Fall, falls Baufeuchte vorhanden, dass dieses getrocknet wird. Danach Neuaufbau. Könntest Du Dir so auch den Weg vorstellen ?
    Mfg. Maxi2010
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  6. #5

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    Im Prinzip, ja.
    Dann aber doch gleich Neuaufbau in Beton?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Im Prinzip, ja.
    Dann aber doch gleich Neuaufbau in Beton?
    Moin, hast du evt. noch eine andere Lösung?
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