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  1. #1

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    Vereiste Dachrinne

    Hallo,

    da ein Bild mehr sagt als tausend Worte hier erstmal ein Bild:




    Lässt sich so etwas konstruktiv verhindern?

    Das Problem ist vermutlich dadurch entstanden, dass auf dem Dach inkl. Rinne eine etwa 35cm dicke Schneeschicht lag, die dann immer mal teilweise an- oder weggetaut ist. Oder eben nicht weggetaut, sondern zusammengschmolzen zu einem schweren Matsch, der aber nicht weggetaut ist sondern dann nachts gefroren ist. Da ich in der fraglichen Zeit nicht zu Hause war, habe ich den Werdegang nicht gesehen, ich nehme aber an, dass das ein gängiges Problem von Regenrinnen ist.

    Oder?

    Im letzten Winter habe ich teilweise den Schnee vom Dach geschippt, deshalb war es nicht zu dieser Eisbildung gekommen, in diesem Winter habe ich das nicht mehr gemacht, daher jetzt erstmalig (wir wohnen hier erst 3 Jahren) dieses Problem.

    Gibt es Lösungen? Liegt hier ein konstruktiver Mangel vor? Oder kann man da schlicht nix machen? Habe mal was von Dachrinnenheizung gelesen, kommt mir aber etwas überkandidelt vor...

    Grüße aus Berlin von

    Wolfgang
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  2. Vereiste Dachrinne

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  3. #2
    Avatar von Vossi
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    Die Lösung hast Du selber vorgegeben. Schnee räumen, damit es darunter nicht zur Tauwasserbildung und der damit verbundenen zugefrorenen Rinne kommt.
    Mit dieser Erscheinung bist Du aber nicht alleine, das geht vielen so. Unbedingt prüfen lassen, ob es im Bereich des Einhangbleches zu Frostschäden gekommen ist...
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  4. #3
    Avatar von Dachi
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    Etwas mehr

    Anschlusshöhe dürfte es schon sein!!!!
    Das Gefälle dürfte recht wenig bis gar nichts sein. Da wird eine Dachrinnenheizung nicht viel bringen. Die ist eher dafür gedacht, den Bereich um den Ablauf und das Fallrohr bis in´s Erdreich freizuhalten.

    Oder verlegt wie ne Fussbodenheizung, nur noch enger

    EDIT: @Vossi: Wat fürn Einhangblech?
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  5. #4
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    Dat ging aber schnell...

    Das Einhangblech sieht man auf dem Bild nicht, ist im Eise verschwunden, aber es ist vorhanden, ich habs gesehen!

    Nun gut, ich dachte mir schon, dass das "normal" ist, aber es hätte ja sein können, dass jetzt irgendwas kommt wie "klar kann man da was machen hast du denn etwa kein xyz montiert? Das hat doch jeder..."

    Aber das Einhangblech werde ich mir gleich mal genauer anschauen..

    Gruß Wolfgang
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  6. #5
    Avatar von Dachi
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    Jetzt hab ich´s

    gesehen
    Das, was ich für ne Zinkabdeckung gehalten habe, ist eine Dachrinne! JaJa, das Augenlicht
    Da funktioniert das sicher mit einer Dachrinnenheizung!
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  7. #6

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    Hier kann man nicht viel machen, das Problem mit einer vereisten Dachrinne hatten dieses Jahr schon viele.
    Eine Dachrinnenheizung bringt in aller Regel nicht viel, da sie nur lokal, d.h. 2 - 3 cm um das Heizelement Eisfrei halten.
    Auf keinen Fall mit Gewalt oder offener Flamme die Dachrinne von dem Eis befreien. Titanzink ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und tieferen Temperaturen sehr brüchig.
    Solange das Eis das abfliesende Niederschlagswasser nicht behindert und nicht zu einem Rückstau in das Gebäude kommt, gibt es eigentlich keine Probleme.
    Die Dachrinne hält das bisschen Eis schon aus.

    Gruß Kay
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    noch 'ne andere Frage:

    Ursprünglich hatte die Rinne sowohl rechts als auch links einen Ablauf. Der rechte Ablauf störte uns allerdings, und so haben wir den DD gefragt, ob er ein Problem sähe, die neue Rinne mit nur einem Ablauf zu bauen. Er sah kein Problem, und dann haben wir beschlossen, es so machen zu lassen: Nur noch einen Ablauf.

    Während der Arbeiten an der Rinne teilte uns der Ausführende DD - das war nicht der Chef mit der Aussage, das ginge schon - mit, dass er evt. ein Problem mit dem Gefälle habe.

    Dann waren Dach nebst Rinne fertig, und ein paar Wochen später regnete es dann auch richtig. Ich gleich hoch und nachgeschaut, und richtig: Nur die eine Hälfte der Rinne läuft gut ab, in der vom Ablauf entfernten Hälfte bleiben immer ein paar Zentimeter stehen. Leider habe ich in dem Moment nicht nachgemessen, wieviel cm exakt stehen blaiben.

    Auf dieses Problem agesprochen sagte unser DD, dass
    "laut Regelwerk bedingt durch Konstruktion oder Rinnenlötnähte sowie Rinnendehnelemente Regenwasser bis 2 cm in der Dachrinne stehen darf".

    Stimmt das so?

    Gruß Wolfgang
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  10. #8

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    Hallo Wolfgang,

    die Fachregel für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk sagt unter Punkt 10.1.2.1/3 aus, „dass vorgehängte Dachrinnen mit oder ohne Gefälle zu den Abläufen verlegt werden kann“.

    Das heißt jedoch nicht im Gegengefälle!

    Weiterhin sagt sie unter Punkt 10.1.2.1/4 aus, „dass durch nicht zu verhindernde Veränderung in der Unterkonstruktion und auch durch den Einbau von Bewegungsausgleichern ist ein behinderter Wasserablauf und stehendes Wasser möglich“.

    Die Fachregel für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk sagt jedoch nicht aus, dass das Niederschlagswasser bis 2 cm in der Dachrinne stehen kann bzw. darf.

    Zu beachten wäre noch, ob die Dachrinne nach dem entfernen des linken Ablaufes/ Fallrohr noch die notwendige Entwässerungsleistung bringt.

    Gruß, Kay
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