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Hat jemand Erfahrung mit Knauf Aquapanel outdoor

Diskutiere Hat jemand Erfahrung mit Knauf Aquapanel outdoor im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Hat jemand Erfahrung mit Knauf Aquapanel outdoor

    Hallo,

    ich muss eine einigermaßen intakte Fassade energetisch sanieren (24er Betonsteine verputzt).

    Leider habe ich da wenig Dachüberstand, es ist die Wetterseite und es ist eine feuchte Lage mit Baumbestand sehr nah am Gebäude. Ferner sollte die Fassade zumindest mittelmäßig gegen Fahrradlenker und Tretrollerattaken sicher sein.

    Aus diesen Gründen (Algen etc.) habe ich Bauchschmerzen dort ein klassisches WDV zu installieren.

    Auf der Suche nach verputzten hinterlüfteten Fassaden bin ich über Knauf Aquapanel outdoor Platten gestolpert. Drunter soll 16 bis 20 cm Mineralwolle.

    Hier im Forum gibt es einen Beitrag der über die Innenraumplatten massive Fertigungsungenauigkeiten berichtet (Link: http://hofmann.npage.de/get_file.php...175&vnr=944395).

    Spielen diese Toleranzen beim Outdoor-System eine Rolle, da dort ja sowieso verputzt wird?

    Was ist allgemein von diesem System zu halten?

    Gibt es bessere oder einfachere Alternativen?

    Viele Grüße

    HighEnergy
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  2. Hat jemand Erfahrung mit Knauf Aquapanel outdoor

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  3. #2

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    Zitat Zitat von HighEnergy Beitrag anzeigen
    Auf der Suche nach verputzten hinterlüfteten Fassaden bin ich über Knauf Aquapanel outdoor Platten gestolpert. Drunter soll 16 bis 20 cm Mineralwolle. Spielen ... Toleranzen beim Outdoor-System eine Rolle, da dort ja sowieso verputzt wird?
    Ja. Auch von "messerscharfen" Kanten darfst Du nicht ausgehen, denn die Platten sind ausdrücklich als Putzträgerplatten gedacht, werden entsprechend gefertigt und sind nach meiner Beobachtung auch genau dafür geeignet, nicht für anderes. Vergleichbare System anderer Hersteller habe ich schon gesehen, vielleicht auch dieses, steht ja an der fertigen Fassade nicht dran.

    Was ist die genaue Zielrichtung Deiner Frage?
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    Was ist die genaue Zielrichtung Deiner Frage?
    Man könnte es so zusammenfassen:

    Ist so ein hinterlüftes System für meine Situation sinnvoller als klassisches WDVS?

    Ist das Aquapanel tatsächlich tauglich zur Verwendung und bewährt?

    In dem verlinken Beitrag wurde geschildert dass gespachtelt werden mußte. Für die Fassade muss ohnehin drüber geputzt werden. Sind die Toleranzen so gravierend, dass der Putzer flucht oder spielen die letztendlich hierfür gar keine Rollen.

    Und ich habe noch eine Frage in meinem Ausgangsbeitrag vergessen:

    Ist es Rissgefährdeter (bei Holz- bzw. Aluunterbau) als ein klassisches WDVS?

    Gruß
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  5. #4
    Avatar von alex2008
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    Eine hinterlüftete Fassade hat einige Vorteile zu bieten. Die Sache muß aber sorgfältig geplant werden.
    Bspw. die Lastabtragung, Befestigung und Anschlußdetails an Fenstern

    Der Planer wird sich dann hoffentlich damit auskennen bzw. sich nicht scheuen sich bei den Plattenherstellern und den Putzherstellern schlau zu machen.

    Faserzementplatten hat die Fertighausbranche jahrelang als Putzträger verwendet da gibts also durchaus Langzeiterfahrungen.

    PS. bei dem im südbadischen Stühlingen ansässigen Putzhersteller mit 3 Buchstaben gibt es übrigens so ein System
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  6. #5

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    Zitat Zitat von alex2008 Beitrag anzeigen
    Faserzementplatten hat die Fertighausbranche jahrelang als Putzträger verwendet da gibts also durchaus Langzeiterfahrungen. bei dem im südbadischen Stühlingen ansässigen Putzhersteller mit 3 Buchstaben gibt es übrigens so ein System
    Faserzement? Blähglasgranulat!
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    früher war das asbestfaserzement.
    funktioniert natürlich auch ohne asbest, dafür gibts platten unterschiedlicher
    statischer und bauphysikalischer eigenschaften von verschiedenen herstellern.

    da eine verputzte vhf nicht unbedingt ein sonderangebot darstellt,
    eine vhf in den letzten jahren nicht unbedingt oft verputzt gewollt wird,
    reduziert sich die zahl der derart ausgeführten beispiele.
    meine älteste putz-vhf (mit bluclad auf holz-uk) funktioniert seit 10
    jahren ohne risse, ohne algen (nord- und südseite).

    mech. beanspruchungen bekommt man auch mit entspr. wdvs-lösungen
    in den griff; veralgung war durchaus auch bspw. bei hinterlüfteten (holz)fassaden
    ein thema.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Hat mir weitergeholfen.

    JA der Planer kennt sich prinzipiell damit aus. Auf die aufwändigeren Details hat er hingewiesen. Er hat Erfahrung mit VHF bei öffentlichen Gebäuden. Allerdings wurde keines dieser Gebäude verputzt sondern mit Rockpanel und ähnlichem verkleidet.

    Wenn es noch weitere Hersteller (außer S*o, Kn*uf, E***nit) gibt so freue ich mich über diesbezügliche Hinweise.

    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    da eine verputzte vhf nicht unbedingt ein sonderangebot darstellt,
    eine vhf in den letzten jahren nicht unbedingt oft verputzt gewollt wird,
    reduziert sich die zahl der derart ausgeführten beispiele.
    Liegt das nur an den Mehrkosten bzw. der komplizierteren Ausführung oder weil es einfach weniger bekannt bzw. "chic" ist?

    Oder gibt es tatsächlich handfeste technische Gründe (außer komplizierteren Details) eine verputzte VHF nicht zu machen?

    Kann man die Mehrkosten (gegenüber "normal" WDVS mit MiWo) ungefähr prozentual taxieren. Ich hätte mit ca. 20% gerechnet?

    Ich denke eine Holzverschalung mit vernünftiger Qualität (z.B. Lärche) kommt noch viel teuerer?

    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    veralgung war durchaus auch bspw. bei hinterlüfteten (holz)fassaden
    ein thema.
    Eine Holzfassade bietet den Algen nach meiner Einschätzung auch wahrscheinlich bessere Lebensbedingungen als eine im Vergleich relativ ebene und durch einen Silikatanstrich geschlossene Putzschicht.

    Gruß
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  9. #8

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    in Tschechien gibt's noch einen (günstigeren) Anbieter, mehr Info's in dieser Diskussion:
    http://www.energiesparhaus.at/denkwe...p?Thread=18695
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  11. #9

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    Zitat Zitat von HighEnergy Beitrag anzeigen
    Liegt das nur an den Mehrkosten bzw. der komplizierteren Ausführung oder weil es einfach weniger bekannt bzw. "chic" ist?
    ersteres

    Zitat Zitat von HighEnergy Beitrag anzeigen
    Oder gibt es tatsächlich handfeste technische Gründe (außer komplizierteren Details) eine verputzte VHF nicht zu machen?
    Ich kenne keine. Alles spricht für hinterlüftete Vorhangfassaden - außer dem Preis.

    Zitat Zitat von HighEnergy Beitrag anzeigen
    Kann man die Mehrkosten (gegenüber "normal" WDVS mit MiWo) ungefähr prozentual taxieren. Ich hätte mit ca. 20% gerechnet?
    eher mehr, schätze 50 - 100 %, das letzte Angebot liegt aber schon einige Jahre zurück. Außerdem wird die Fassade auch min. 5 cm dicker.

    Zitat Zitat von HighEnergy Beitrag anzeigen
    Ich denke eine Holzverschalung mit vernünftiger Qualität (z.B. Lärche) kommt noch viel teuerer?
    nein, mit Holz-Unterkonstruktion deutlich billiger, aber entweder mit geringerer Lebenserwartung (unbehandelt) oder behandelt mit höherem Unterhaltsaufwand (regelmäßige Anstriche oder Lasuraufträge).

    Zitat Zitat von HighEnergy Beitrag anzeigen
    Eine Holzfassade bietet den Algen nach meiner Einschätzung auch wahrscheinlich bessere Lebensbedingungen als eine im Vergleich relativ ebene und durch einen Silikatanstrich geschlossene Putzschicht.
    Nein. Uunbehandeltes Holz altert primär durch UV-Licht, gefolgt mit weitem Abstand von ständigem Schlagregen.
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  12. #10
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    Vielen Dank für die bisherigen sehr konstruktiven Tipps bzw. Hinweise!!

    Da ich in meinem Leben zusammengerechnet schon wahrscheinlich Jahre Lasuren aufgeschliffen und angepinselt habe kommt was hölzernes an der Fassade nicht mehr ernsthaft in Frage.

    Auch wenn es (unerwartet) teurer kommt werde ich mich wohl für die verputzte VHF entscheiden (müssen). Mal sehen ob bei den einzelnen Herstellern preisliche Unterschiede sind. Die bei öffentlichen Bauten oft verwendeten Fassadenplatten (z.B. Verotec) sind unbezahlbar. Das weis man plötzlich wo die vielen Steuern hinkommen...

    Bei der Unterkonstruktion muss ich mich noch zwischen Alu und Kantholzern (da 16 bis 20 cm MiWo drunter sind) entscheiden.

    Alu sehe ich prinzipiell von unbegrenzter Lebensdauer, aber macht halt wahrscheinlich viel stärkere Kältebrücken als ein Kantholz 16x6. Beim Aquapanel werden einfach Blechschrauben in ein nach meiner Einschätzung schwachbrüstiges Aluprofilblech geschraubt. Schaut mich nicht wirklich rocksolid an.

    Andererseits wird das handfeste und solide Kantholz und die Konterlattung nicht für die Ewigkeit halten auch wenn die geamte Holzunterkonstruktion imprägniert ist.

    Was meint ihr?

    Viele Grüße
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