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  1. #1

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    Regenwassernutzung Sinn oder Unsinn

    Hallo alle zusammen,

    beschäftige mich gerade mit diesem Thema und mich würde wirklich interessiere, ob sich dies wirklich rentiert. Der eine sagt ja der andere nein - das rechnet sich erst nach 20 - 25 Jahren. Also ist es Unsinn oder macht es Sinn. Ökologisch gesehen ja, aber mich interessiert die Wirtschaftlichkeit. Vieleicht hat der eine oder andere direkte Erfahrungen gesammelt.

    Vielen Dank vorab - Gruß Gregor
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  2. Regenwassernutzung Sinn oder Unsinn

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  3. #2
    Avatar von JEST71
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    Hallo Gregor,

    genaue Berechnungen kann ich dir auch nicht bieten, zumindest aber eine Aussage von Bekannten, die jetzt seit ca. einem Jahr in ihrem Neubau wohnen - mit Zisterne.

    Deren Auskunft:
    Wasserverbrauch vorher, d.h. in der zuvor bewohnten Mietwohnung: ca. 55 Kubikmeter per annum.

    Wasserverbrauch jetzt, d.h. Zisternenwasser für
    - Klo
    - Waschmaschine
    - Außenanlagen

    ca. 17 Kubikmeter per annum.

    Das issn Wort - finde ich. Ich glaube da kann sich's dann auch irgendwann in absehbarer Zeit rentieren. Ich denke, je mehr dran hängt an der Zisterne, desto eher macht es sich bezahlt. Nur die Klos allein sind wahrscheinlich zu wenig, die Waschmaschine sollte schon mit rein ins System. Übrigens haben die Bekannten gerade mit dem Waschen über Zisternenwasser sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Also: Wir bekommen auch eine Zisterne, die Garten, Klo und Waschmaschine versorgen soll.
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  4. #3

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    Weiter gerechnet

    Ersparnis 38 m3 pro Jahr
    Kosten ca 4 Euro/m3 (Frisch- plus Abwasser)
    => Ersparnis ca 152 Euro/Jahr
    +
    Jetzt noch mit der Investionssumme gegenrechnen und Kreditlaufzeit berücksichtigen.
    +
    Mein Fazit: Rein wirtschaftlich lohnt sich das eher weniger. Aber es gibt Entscheidungen, die nicht nur von Euro und Cent abhängen. Muss jeder für sich entscheiden.
    +
    Grüße
    Oliver
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  5. #4

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    Zuschüsse

    In einzelnen Bundesländern gibt es Zuschüsse bis zu 1500,-- €. Ich denke, das sollte man nicht außer acht lassen.

    Zum weiteren wird der Wasserpreis der Kommunen mit Sicherheit in den nächsten Jahren weiter steigen.

    In vielen Kommunen bemessen sich auch die Abwassergebühren nach dem Trinkwasserverbrauch. Die Ersparnis ist somit die Summe aus Trinkwasser und Abwasserpreis.
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  6. #5

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    Zuschüsse

    In einzelnen Bundesländern gibt es Zuschüsse bis zu 1500,-- €. Ich denke, das sollte man nicht außer acht lassen.

    Zum weiteren wird der Wasserpreis der Kommunen mit Sicherheit in den nächsten Jahren weiter steigen.

    In vielen Kommunen bemessen sich auch die Abwassergebühren nach dem Trinkwasserverbrauch. Die Ersparnis ist somit die Summe aus Trinkwasser und Abwasserpreis.
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  7. #6
    Baufuchs
    Gast

    Auch in vielen Kommunen

    muss eine zweite Wasseruhr zwischen Zisterne und Verbraucher (Waschmaschine/WC) gesetzt werden, damit die Abwassergebühren anteilig ermittelt werdn können.
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  8. #7
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    Ja so ist das. Ersparniss "Eigentlich" nur der Frischwasserpresi.
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  9. #8

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    kann jemand was zu dem Gerücht sagen, dass es eine EU-Richtlinie geben soll, nach der es nicht mehr erlaubt ist eine Waschmaschine mit Regenwasser zu betreiben. Soll irgendwas mit Hygiene zu tun haben ?!

    Oder gilt das nur bei vermieteten Imobilien und nicht bei selbstgenutzen Häusern ?
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  10. #9

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    Nicht verboten

    solange die Möglichkeit besteht, auch Trinkwasser zum Wäschewaschen zu benutzen
    +
    Zitat."In der Gesetzesbegründung zur neuen TVO (Bundesrat Drucksache 721/00, Seite 53, Absatz 2) wird unmißverständlich erläutert:
    "... Daraus folgt, dass in jedem Haushalt die Möglichkeit bestehen muß, zum Waschen der Wäsche Wasser mit der Qualität von Wasser zum menschlichen Gebrauch (Red.Anm.: Trinkwasser) zu nutzen. Ob daneben ein Anschluß besteht und genutzt wird, der Wasser geringerer Qualität liefert, bleibt der eingenen Verantwortung und Entscheidung des Verbrauchers überlassen."
    +
    http://www.rewalux.de/ratgeber/index.htm?waschen.htm
    +
    Grüße
    Oliver
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  11. #10
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    Nachdenken kostet extra.
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    Das Thema Verkeimung tritt hauptsächlich bei von Vogelkot belasteten Dachflächen auf.

    Man sollte auf jeden Fall das Regenwasser etwas "kalken", d.h. Betonzisterne oder Einlauf über ein Kalksteinbecken. Das Wasser ist dann immer noch viel "weicher" als Leitungswasser. Die Waschmaschine wird es durch längere Lebensdauer danken. Und auch alle Rohrleitungen, Pumpen, Dichtungen.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Erst mal vielen Dank für Eure Antworten, aber wie ich schon vermutet habe ist es eher eine ideologische Sache und die Einstellung zur Ökologie. Ich werde mal nach ein paar Fördermöglichkeiten stöbern und es unabhängig von Euro mir durch den Kopf gehen lassen. Vieleicht find ich sogar noch einen Brunnen auf meinem Grundstück - dann lohnt es sich wirklich *g*

    viele Grüße Gregor
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  13. #12
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    Eine alternative

    ist evtl. die Toiletten und WaMa mit getrennten Kaltwasserrohren vom Keller aus zu versorgen, so daß bei späterem Umrüstungswunsch nur noch das Rohr im Keller umgeklemmt werden muß. So hätte man eine Sicherheit vor steigenden Wasserpreisen.

    Bei uns gab es übrigens 1500 EUR für Zisterne wenn diese mindestens eine Toilette und eine Wama versorgt. War eine Bundesweite Aktion aber leider auf 2004 Fertigstellung begrenzt.

    Übrigesn zahlen wir auch Abwasser nach verbrauch, durch die Zisterne sparen wir offizell nur Frischwasser. Ggf. kann man höchstens schwarz anklemmen, aber Vorsicht!
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  14. #13

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    aus ökologischer Sicht ...

    ... habe ich auch eine Abhandlung gelesen, die das eher negativ beleuchtet. Das Problem ist dabei, das "Fremdwasser" in die Wasseraufbereitung der Stadtwerke gelangt und somit aus umwelttechnischer Sicht Probleme auftreten können ...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Weitere Ersparnis: Regenwasserabgabe. Wird zwischenzeitlich in vielen Großstädten erhoben und richtet sich nach der versiegelten Fläche.
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  17. #15

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    Hallo, eine Frage zum Thema Regenwasser und CU-Rohre:

    ich hatte eigentlich geplant einen Brunnen zu bohren. Das klappt jetzt nicht, weil bei uns eine 15 Meter dicke Tonschicht unterm Haus liegt.
    Also, Plan "B" Regenwassertank...
    Nun habe ich aber die zusätzlichen Rohre zu den Toiletten-Spülkästen aus Kupfer gemacht, was bei Brunnenwasser unkritisch ist. Bei Regenwasser soll das aber nicht gut sein? Kann man das Wasser irgendwie behandeln, dass es dort keine Probleme gibt?


    Danke und Gruß,
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