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Estrich und Fundament feucht - Was nun?

Diskutiere Estrich und Fundament feucht - Was nun? im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Estrich und Fundament feucht - Was nun?

    Moin liebe Forengemeinde.
    Ich will kurz vorab sagen/schreiben, dass ich mir das Forum schon seit gut einem Jahr gute Dienste leistet und ich anfänglich immer schön anonym mitgelesen habe. Es hat mir sehr viel geholfen, gute Beiträge von Leuten mit viel Know-How zu lesen.
    Eigentlich wollte ich immer bauen - nun habe ich mir ein Haus in einer Zwangsversteigerung gekauft.

    Das Haus ist BJ 99, voll unterkellert (Wohnkeller mit 2,60 m Deckenhöhe), FBH auch im Keller. Schwarze Wanne mit Drainage um's Haus. (stark lehmhaltiger Boden / recht hoher Grundwasserspiegel)

    Mein Problemkind ist der Keller. Das Haus hatte (mit den Vorbesitzern) zwei Wasserschäden. Die Drainagepumpe war einmal vor 3 Jahren und einmal vor 6 Monaten defekt, sodass das Wasser durch den Kellereingang in den Keller lief und dort recht lange stand (ca. 50 cm hoch). Beide Male wurde das Wasser einfach nur oberflächlich abgepumpt, aber nicht getrocknet (weder mittels Kondensattrockner im Raum, noch über Verdichtungstrocknung). Schimmelschaden inklusive. Die oberflächlichen Schimmelschäden wurden mittlerweile behoben (Putz entfernen, etc.).


    Problematisch ist, dass der Estrich (und was darunter liegt) feucht ist.

    Der Fussbodenaufbau ist wie folgt (von oben nach unten)
    1. Fliesen
    2. Fliesenkleber
    3. Estrich (6 cm) (handfeucht)
    4. Fussbodenheizungsschläuche
    5. PE-Folie (handfeucht)
    6. 5cm Styropor WLG 045 (außen handfeucht)
    7. 5cm Styropor WLG 045 (außen handfeucht)
    8. Fundament [oder zumindest irgendein Beton] (handfeucht)

    Über der ersten Reihe Poroton-Steine ist eine Mauersperrbahn (Bitumen) eingebracht. Die horizontale Sperrschicht habe ich bis dato nicht gefunden. (evtl. nicht vorhanden / nicht notwendig?)

    Ich habe mit vielen, vielen Fachleuten gesprochen und mir deren Meinungen angehört. Schlussendlich habe ich aber das Gefühl, dass mir jeder immer nur seine Methode verkaufen möchte. Die beiden Extreme...
    Der Wasserschadensbeseitiger: Verdichtertrocknung am Randdämmstreifen für ca. 3 Wochen.
    Der Estrichleger: Alten Estrich, FBH und Dämmung raus - alles neu machen.


    Mein Vater, der selbst schon einige Häuser gebaut hat und schon zwei Wasserschäden hatte, hat diese erfolgreich weg-geheizt (keine FBH, ca. 1-3 Tage Wasserstandzeit). Er meint es gut, und will das ich mein geringes Budget nicht überstrapaziere. Seiner Meinung nach kann man es hier auch durch die offen gelegten Randdämmstreifen wegheizen (in Verbindung mit Kondensattrocknern).

    Ich bin mittlerweile fertig mit den Nerven, muss auf's Geld schauen, will aber auch nicht die Gesundheit durch Feuchtigkeit und Schimmel auf's Spiel setzen.
    Ich will's pragmatisch sehen:

    - wegheizen und trocknen: 500- 1000 Euro
    - "Professionelle Trocknung": 1000 - 3000 Euro
    - Estrich, Dämmung und FBH neu: 2000 - 3000 Euro (incl. Eigenleistung und Kontakte)

    Im echten Leben will jeder nur verkaufen mein Geld haben.
    Meine Hoffnung liegt jetzt im Bauexpertenforum. Bitte helft mir.

    Vorab schonmal vielen Dank ;-)
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  2. Estrich und Fundament feucht - Was nun?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Offenbar hast Du bisher nicht sehr sorgfälig mitgelesen!
    Sonst wüßtest Du, daß die Verkäufer, mit welchen Du bisher sprachst, keine unabhängigen Fachleute sein können.
    Und einen unabhängigen Fachmann, der das vor Ort untersucht, brauchst Du!
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  4. #3
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    Der Gutachter, der vor Ort war, hat mir die Trocknung mit einer bestimmten Firma empfohlen.

    Wie ich vom Sohn des Nachbarn erfahren habe ist er irgendwie mit dem Firmeninhaber der Trocknungsfirma verwandt / verschwagert.
    Für mich ist das ein reiner Geldrausschmiss gewesen.

    Wie gesagt: ich hoffe auf Meinungen der Forengemeinde. ;-)
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  5. #4

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    Hmm, was mir da zuerst in den Sinn kommt: bist du denn *sicher*, dass die Feuchtigkeit wirklich ausschließlich von dem Wasserschaden herrührt? Falls dem nämlich nicht so ist, wären all deine Bemühungen für die Tonne...

    Da du vermutlich nicht dabei warst als der Schaden auftrat, kannst du ja nicht abschätzen, ob hier nicht eventuell ein ganz anderes Problem verschleiert wird. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man in so einem Fall früher oder später eh alles rausrupft.

    Baustopp
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  6. #5
    Themenstarter

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    Moin Baustopp,
    also Feuchtigkeitseintritt über die Außenwände kann ich ausschließen.
    Ich kenne das Haus bereits seit vielen Jahren (Haus aus der Nachbarschafft) und habe selbst gesehen, wie das Wasser außen stand und über den Kellereingang hineinlief.
    Oder meinst du Feuchtigkeit, die durch die Bodenplatte nach oben gedrückt wird?
    Also von oben habe ich wie gesagt, keine horizontale Sperre gesehen, aber evtl. ist ja eine im Fundament oder darunter eingebaut oder nicht notwendig?

    Um nochmal ein paar mehr Leute dazu zu bringen hier zu antworten.
    Wird man den Fussboden mit Wegheizen oder Verdichtertrocknen richtig und gut trocken bekommen oder ist alles neu machen die einizg richtige Variante?
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  7. #6

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    Wichtigste Frage - was für ein Estrich ist da verlegt?
    Anhydrit - dann ist keine Trocknung mehr möglich
    Zement - dann kann eine Trocknung Sinn machen.

    Eine Trocknung entfernt den Schimmel nicht, sie entzieht im nur die Lebensgrundlage Wasser. Da die Sporen aber im Fb-Aufbau bleiben, wird beim nächsten Feuchteproblem (nicht mal Wasserschaden) der Schimmel unterm Estrich wieder wachsen.
    Ob man das als tragisch oder harmlos einstuft, ist eine Philosophiefrage, so lange kein direkter medizinischer Befund in Sachen Schimmel besteht (Asthma, Allergie, ...)

    Eine Trocknung durch Heizen ist bei Fliesenaufbau eher theoretisch möglich, praktisch wirds Jahre dauern.

    Wenn es eine echte Schwarze Wanne ist, dann braucht es innerhalb des Bodenaufbaus keine weitere Abdichtung.
    Ist es eine Mischform (WU-Sohlplatte mit schwarzer Abdichtung der Wände), dann gehört auf den Beton eine Dampfsperre.

    Das Problem wird sein, die genaue Konstruktion des Bodens -SW oder WU+Wandabdichtung - festzustellen.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von derNeuBauer Beitrag anzeigen
    Der Gutachter......
    Für mich ist das ein reiner Geldrausschmiss gewesen.

    Wie gesagt: ich hoffe auf Meinungen der Forengemeinde. ;-)
    Guten Tag,

    hier werden Sie noch mehr Meinungen bekommen. Ob es weiterhilft?

    Mir erscheint die ganze "story" etwas merkwürdig. Über längere Zeit 50cm Wasser in einem (bewohnten?) Haus/Wohnkeller infolge defekter Drainagepumpe?

    Auch wenn Sie etwas Anderes lesen wollen:

    1. Ursache(n) ermitteln (lassen)
    2. Ursache(n) abstellen
    3. Ggf. Trocknungsmaßnahmen durchführen lassen.

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
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  9. #8
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    Also verbaut ist Zementheizestrich.
    Die Fliesen würde ich im Notfall runterkloppen, wenn ich dadurch die Gewissheit habe, dass alles trocken wird. Aber wenn auch da Zweifel bleiben... !?!?

    Zu der "merkwürdigen Story": Die Vorbesitzer hatten den ersten Wasserschaden vor 3 Jahren. Das Wasser stand da nicht allzu hoch und wurde kurz darauf oberflächlich abgepumpt. Der letzte Wasserschaden (bei dem das Wasser 50cm stand) wurde so lange nicht behoben, da das Haus bereits nicht mehr bewohnt war.

    Zum Bodenaufbau nochmal paar Infos, die ich vom ehem. Bauleiter nachgesandt bekommen habe:
    Der Fundamentansatz hat eine Hohlkehle.
    Die waagerechte Isolierung unter dem aufgehenden Mauerwerk ist nach Herstellerrichtlinien mit chemischer Dichtungsschlämme durchgeführt.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Habe nochmal mit dem ehem. Bauleiter gesprochen. Paar Infos im Nachgang.
    Die Bodenplatte (20cm) liegt auf 15cm Kies.
    Aufgrund der nicht als dichten Wanne geplanten Bodenkonstruktion sei es wohl normal, dass die Bodenplatte handfeucht sei.
    Er sagte zu mir, dass er an meiner Stelle den Estrich (etc.) komplett entfernen würde und dann V60 Schweißbahnen über die Bodenplatte montieren. Danach wieder Dämmung, Folie, FBH, Estrich, Fussbodenbelag.
    So werde es bei aktuellen Bauten seines Bauunternehmens gemacht und entspreche dem heutigen Qualitätsstandart.

    Eure Meinung dazu?

    Liebe Grüße
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  11. #10

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    Zitat Zitat von derNeuBauer Beitrag anzeigen
    So werde es bei aktuellen Bauten seines Bauunternehmens gemacht und entspreche dem heutigen Qualitätsstandart.

    Eure Meinung dazu?

    Das ist nicht nur heute Qualitätsstandard , das war auch schon 99 anerkannte Regel der Technik.
    Dem BL sollte man mal mit dem Brenner für die Bitumenbahn den Scheitel nachziehen!!!

    Ob allerdings eine V60 reicht, wage ich zu bezweifeln. Die wäre nur als Dampfsperre geeignet!!!
    Sollte da von unten Wasser anstehen, dann bräuchte es mehr.

    Sinnvoller Weise sollte das ganze vor Ausführung irgendwelcher Arbeiten erstmal beobachtet und geklärt werden.
    Sonst ist jedes Geld weggeworfen!!!
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ob allerdings eine V60 reicht, wage ich zu bezweifeln. Die wäre nur als Dampfsperre geeignet!!!
    Sollte da von unten Wasser anstehen, dann bräuchte es mehr.

    Sinnvoller Weise sollte das ganze vor Ausführung irgendwelcher Arbeiten erstmal beobachtet und geklärt werden.
    Sonst ist jedes Geld weggeworfen!!!
    Unterhalb der Sohle dürfte es nur feucht sein. Aufgrund der Drainage sollte es da nicht stehen.
    Also werde ich mit der Bodenkonstruktion auf Dauer nicht glücklich. Besser Dichtschlämme, PE-Folie andere Bitumenschweißbahn?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von derNeuBauer Beitrag anzeigen
    Unterhalb der Sohle dürfte es nur feucht sein.
    ... darf es nur feucht sein!!!

    Ob die Drainage es überhaupt und wenn, dann dauerhaft schafft, die Kiespackung von stehendem/drückendem Wasser frei zu halten - DAS ist die grosse Frage.

    Wenn ja - reicht eine Dampfsperre. Wenn nein, bräuchte es mehr. Aber das wird schwer, weil bestimmte Voraussetzungen für eine fachgerechte Ausführung gar nicht mehr zu schaffen sind.
    Vor allem die Aufstandsflächen den Wände.
    Dann bekommst Du nur eine halbherzige Lösung hin.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Gesetzt den Fall, die Drainage schafft es. Welche Lösung wäre grundsätzlich sinnvoll?
    Dichtschlämme? PE-Folie? Bitumenschweißbahn V60?

    Der andere Fall, die Drainage schafft es nicht: Was wäre hier in's Auge zu ziehen?

    Ich möchte mal die groben Alternativen vor Augen haben. Bzw. schonmal manche Vorschläge direkt vorab streichen können.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Vielleicht solltest du noch dazu schreiben, was du mit dem Keller vorhast. Kartoffeln und Bierkästen lagern, oder die Kinder drin großziehen?

    Baustopp
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  17. #15
    Themenstarter

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    Der Keller ist aufgrund seiner hohen Deckenhöhe, seiner großen Fensterflächen und seiner eigenen Küche als Wohnkeller gedacht.
    Ich selbst werde in diesem Keller zwar nie wohnen, es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass der Sohnemann dort mal seine eigene Wohnung haben wird...
    Sonst ist er für Parties, Fitnessraum, Heimwerkerraum gedacht.
    Evtl. auch mal für Messe-Gäste.
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