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Finanzierung darstellbar?

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  1. #1

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    Finanzierung darstellbar?

    Guten Morgen zusammen,

    es würde mich sehr freuen, wenn ihr unsere Situation mal bewertet.

    Wir haben durch Zufall ein tolles Haus angeboten bekommen, wobei wir damit gar nicht gerechnet haben. Nun sind wir am überlegen, ob wir dies bezahlen können oder uns unser Grab schaufeln.

    Zum Haus:
    Altes Bauernhaus 1898, 220 Quadratmeter Wohnfläche, 9450 Quadratmeter Land. Bauphysiologisch Ende der Neunziger, Anfang 2000 saniert.
    Für uns die "top Lage". Für viele andere wahrscheinlich mitten in der Pampa.
    Also Fenster, Dämmung, alle Leitungen, Dach, Heizung usw. Für Photovoltaik soll alles vorbereitet sein.
    Wir könnten so einziehen, evtl. ein bißchen streichen. Mit einem Gutachter werden wir dies noch besichtigen.
    Verkaufspreis liegt bei 279.000€, es wird über Makler verkauft.

    Zu uns:
    Ich 30 Jahre, 2500€ netto; mein Freund 33 Jahre, 1500€ netto, gesamt also 4000€ netto, ohne Weihnachts- und Urlaubsgelder. Keine Kinder (werden auch keine kommen - gesundheitliche Gründe), allerdings viele Tiere, daher auch ein Haus auf dem Land. Wir haben zwei gute Autos, unbefristete Arbeitsplätze. Allerdings nur ein sehr geringes EK, eher wohl nur eine Reserve von ca. 10000€ flüssig. Ansonsten besteht ein BSV (ich habe hier gerlernt, dass dies eher Unfug war) mit einer Zielsumme von 100000€, in welchen 100€ monatlich gehen, eine Allianz Wohnriester auch mit 100€ montalich bespart und ein weiterer BSV mit 7000€, mit 60€ monatlich bespart.
    Warum kein EK? - Ich verdiene erst seit dem Sommer dieses recht hohe Netto und habe dann mein Auto gekauft und bezahlt. Damit war nahezu alles weg. Die o.g. 10.000 sind die Reste zzgl. dem seit Sommer neu gesparten Geld.
    Wir bewohnen bereits ein Bauernhaus zur Miete und kennen das Leben auf dem Land und haben auch eine Vorstellung der Nebenkosten.

    Nun habe ich also Fragen:
    1. Könnten wir diese doch recht hohe Summe von 279.000€ finanzieren, wenn wir von meinen Eltern die NK bekommen?
    2. Könnten wir diese Summe inkl. der Nebenkosten finanzieren?
    3. Könnt ihr mir einen Gutachter in dieser Gegend empfehlen?
    4. Gibt es evtl. Erfahrungswerte, um wieviel man bei einem Hauskauf noch den Preis verhandeln kann?

    Im Voraus vielen Dank für eure Antworten!

    Viele Grüße
    Layla
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  2. Finanzierung darstellbar?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das Einkommen hört sich schonmal gut an. Aber das ist ja immer relativ, wichtig ist eher die Frage: Wieviel könntet ihr denn monatlich gut als Rate stemmen? Dann kann man im Netz mit Baufinanzierungsrechnern durchrechnen, wie hoch die Finanzierungssumme in etwa sein darf. Und dann ab zur Bank!
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  4. #3

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    Zunächst zu Deinen Fragen:
    1+2: Bei Eurem netto werdet Ihr wahrscheinlich eine Bank finden, die das finanziert (evtl. könnte Ablauf der Probezeit eine Vorauissetzung sein).
    4: Das kann man nicht pauschal sagen. Hängt z.B. ganz einfach davon ab, ob jemand anders bereit ist, den vollen Preis zu zahlen. Wenn man das Haus will, würde ich erstmal ein schriftliches niedrigeres Angebot abgeben und schauen, wie der Verkäufer darauf reagiert. Verkäufer und Makler merken aber schnell, wenn man sich in ein Haus verliebt hat, dann wirds mit dem verhandeln schwer.

    Wichtiger scheinen mir aber andere Fragen zu sein:
    - Wie sicher ist Dein Job (wird die Bank schon fragen)? Die Finanzierung ist wohl in erster Linie von Deinem Job anhängig.
    - Wie sicher seid Ihr, dass Ihr in den nächsten 30 Jahren dort in der Pampa wohnen wollt?
    - Werden dort auch langfristig Eure Arbeitsplätze sein?
    - Wollt Ihr Euch als Paar für 30 Jahre binden (dafür gibt es die Ehe)?

    Ganz, ganz wichtig ist bei einem solchen Haus natürlich der Gutachter. Man sollte auch mal mit Bekannten durchgehen, die Euer Projekt kritisch sehen. Wenn man in ein Haus verliebt ist, sieht man oft nur die positiven Seiten. Und es sollte einem bewußt sein, dass ein solches Haus+Grundstück dauerhaft viel Arbeit macht. Es wird das zeitintensivste Hobby für die nächsten Jahrzehte werden.
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  5. #4

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    Vom Einkommen kann man das schon darstellen, die Frage ist, ob man den Kaufpreis darstellen kann. Bei einem Haus das 110 Jahre auf dem Buckel hat, kommt es entscheidend darauf an, was saniert bzw. modernisiert wurde, und WIE diese Arbeiten ausgeführt wurden. Ein bischen Farbe an der Wand ist noch lange keine Sanierung. Was ist mit Heizung, Elektrik? Oftmals werden da nur ein paar optische Veränderungen vorgenommen, die Substanz an sich ist aber weiterhin 100 Jahre alt. Sollten diese Arbeiten dann aber fällig werden, wird´s richtig teuer. Nachdem Ihr dann aber den Kredit an der Backe habt, ist vermutlich kein Geld mehr übrig für weitere Arbeiten.

    Erfahrungsgemäß sehen Banken solche Objekte als Sicherheit eher kritisch. Das liegt einfach daran, dass sich solche Objekte schwer verwerten lassen wenn mal der worst case eintritt. Wenn dann, wie in Eurem Fall, auch noch ohne EK zu rechnen ist, dann lehnen Viele gerne gleich ab, auch wenn die Einkommenssituation eine Finanzierung ermöglichen würde.

    Aber unterstellen wir mal, dass die Bank an einem engagement interessiert wäre.

    Bei Eurem Alter sollte dann der Planungshorizont für die Finanzierung maximal 30 Jahre betragen. Bei den aktuell niedrigen Zinssätzen sollte man eher noch kürzer planen und die Zinssätze für eine schnelle Entschuldung nutzen. Aufgrund des quasi nicht vorhandenen EK wird man Euch aber kaum die Super-Duper-Top-Zins Angebote machen die man überall zu lesen bekommt.
    Ihr solltet also zumindest so viel EK zusammenkratzen, dass die Nebenkosten komplett beglichen werden können. Die 10T€ reichen dafür nicht aus.

    Wichtig ist hier die Wertermittlung. Das geht in so einem Fall aber deutlich über eine einfache Wertermittlung hinaus, denn in Eurem Interesse müssen auch die durchgeführten Maßnahmen und evtl. noch anstehende Maßnahmen genau begutachtet und geplant werden. In so einem Objekt kann man sehr viel Geld versenken, Geld das ihr nicht habt.

    Damit die Bank nicht sofort ablehnt, würde ich zuerst einmal schauen, dass Ihr so viel EK zusammenkratzt, dass alle Nebenkosten für den Erwerb + dringend anstehende Arbeiten aus dem EK beglichen werden können. Wie hoch dieser Betrag sein muss ergibt sich aus der Begutachtung. Liegen diese Zahlen vor, dann kann man an die Details gehen. Man wird dann auch prüfen, ob die Möglichkeit besteht Fördermittel mit einzubinden, was dafür an Mehrkosten auf Euch zukommt, Sicherheiten usw. usw.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Vielen Dank für die ersten Beiträge, ich beantworte mal die Fragen, bzw. gebe die Infos weiter, die ich habe.

    @2012bauen: Eine Rate von 1200€ wäre toll, aber vermutlich illusorisch. 1500€ wären gut stemmbar. Da ich nicht weiß, welchen Zins ich veranschlagen kann, helfen mir die Onlinerechner nicht so richtig weiter.

    @Piet:
    Zunächst die Antworten auf die Fragen.
    Wichtiger scheinen mir aber andere Fragen zu sein:
    - Wie sicher ist Dein Job (wird die Bank schon fragen)? Die Finanzierung ist wohl in erster Linie von Deinem Job anhängig.
    So sicher er in der heutigen Zeit sein kann, wenn man nicht verbeamtet ist. Probezeit ist aber bereits rum.
    - Wie sicher seid Ihr, dass Ihr in den nächsten 30 Jahren dort in der Pampa wohnen wollt?
    Sehr sicher. Wir kommen hierher und wohnen nun bereits einige Jahre in der Pampa und wollen da nicht weg.
    - Werden dort auch langfristig Eure Arbeitsplätze sein?
    Kann man immer schlecht sagen. Die Wirtschaft hier und im Umkreis ist aber recht stabil. Meine Ausbildung ist auch durchaus gefragt auf dem Bewerbermarkt.
    - Wollt Ihr Euch als Paar für 30 Jahre binden (dafür gibt es die Ehe)?
    Jep, wollen wir. Irgendwann auch bestimmt in einer Ehe :-)

    Die Arbeit ist uns schon bewusst, haben wir ja bereits. Meine Eltern sehen das Ganze durchaus realistisch und eher kritisch. Mit den gleichen Argumenten wie du. Mit denen werden wir das Objekt auch noch mal besichtigen.

    @R.B.: lt. Makler wurde eigentlich alles renoviert. Angefangen vom Dach, Wetterseite neu gemacht, Heizung inkl. Rohre, Elektrik, Dämmung, Bäder.
    Was ich gesehen habe, sah gut aus, aber ich habe davon auch keine Ahnung. Ich würde behaupten, es wurde mit Geld und Liebe (erkennt man an einigen Details, z.B. alles neue "auf alt gemachte" Vollholztüren, Villeroy im Bad, Leerrohre quer über den Hof für die Werkstatt "wenn man da mal noch mehr braucht" ...) aber evtl. ist mein Blick verschleiert, daher möchte ich mit einem Gutachter ins Haus.
    Das Haus wird verkauft, da die Eigentümerin bereits den zweiten Herzinfarkt hatte und sich die beiden nun verkleinern möchten.

    Wer macht denn die Wertermittlung? Im Moment wird das Haus von der Sparkasse angeboten. Kann ich davon ausgehen, dass diese den Kaufpreis ermittelt hat? Wäre es in diesem Fall evtl. sinnvoll auch über die Sparkasse zu finanzieren, da diese das Haus auch vermitteln?
    Welche Fördermittel gäbe es denn für unverheiratete Paare ohne Kinder?
    Kann jemand mir eine ungefähre Hausnummer für einen möglichen Zins geben? Noch eine 3 vor dem Komma, oder definitv eine 4?

    Bitte entschuldigt evtl. dumme Fragen. Gerne nehme ich auch Verweise auf andere Infoquellen und "schlaue" mich da selber auf.

    Viele Grüße
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Layla Beitrag anzeigen
    @R.B.: lt. Makler wurde eigentlich alles renoviert. Angefangen vom Dach, Wetterseite neu gemacht, Heizung inkl. Rohre, Elektrik, Dämmung, Bäder.
    Was ich gesehen habe, sah gut aus, aber ich habe davon auch keine Ahnung. Ich würde behaupten, es wurde mit Geld und Liebe (erkennt man an einigen Details, z.B. alles neue "auf alt gemachte" Vollholztüren, Villeroy im Bad, Leerrohre quer über den Hof für die Werkstatt "wenn man da mal noch mehr braucht" ...) aber evtl. ist mein Blick verschleiert, daher möchte ich mit einem Gutachter ins Haus.
    Das Haus wird verkauft, da die Eigentümerin bereits den zweiten Herzinfarkt hatte und sich die beiden nun verkleinern möchten.

    Wer macht denn die Wertermittlung? Im Moment wird das Haus von der Sparkasse angeboten. Kann ich davon ausgehen, dass diese den Kaufpreis ermittelt hat? Wäre es in diesem Fall evtl. sinnvoll auch über die Sparkasse zu finanzieren, da diese das Haus auch vermitteln?
    Welche Fördermittel gäbe es denn für unverheiratete Paare ohne Kinder?
    Kann jemand mir eine ungefähre Hausnummer für einen möglichen Zins geben? Noch eine 3 vor dem Komma, oder definitv eine 4?

    Bitte entschuldigt evtl. dumme Fragen. Gerne nehme ich auch Verweise auf andere Infoquellen und "schlaue" mich da selber auf.

    Viele Grüße
    Vergiss das Gerede von Maklern, die müssen verkaufen. Es ist auch völlig egal ob da irgendwo ein "Leerrohr" liegt, sondern man muss sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. DU hast es richtig erkannt, was DU gesehen hast sah gut aus, aber gerade bei einem sanierten Gebäude haben selbst Fachleute Probleme alle Details zu erkennen. Vieles ist dann unter Putz und Farbe schon verschwunden, und man kann ja nicht bei einer Begutachtung alles aufklopfen.

    Was die Bank betrifft, so solltest Du zuerst einmal mit DEINER Hausbank sprechen. Die kennen Dich und Deine finanziellen Verhältnisse am besten (sollten sie zumindest). Du kannst natürlich auch bei der vermittelnden Spk. anfragen. Bist Du ein attraktiver Kunde, dann könnte die interessiert sein.

    Was die Fördermittel betrifft, so müsstest Du das bei einem Beratungsgespräch klären. Es gibt viele Möglichkeiten, aber nicht alle sind sinnvoll. Förderung energetischer Sanierung entfällt wohl wenn bereits alles modernisiert wurde, und Du keine weiteren Modernisierungsmaßnahmen durchführen kannst.

    Zum Zinssatz, hier spielt die Dauer der Zinsbindung eine Rolle. Im 10 Jahresbereich sollte eine 3 vor dem Komma möglich sein. Man sollte aber überlegen, ob man nicht längerfristig die Zinssätze festzurrt. Das gibt Planungssicherheit. So könntest Du beispielsweise bei 20 Jahren Zinsbindung und 3% anf. Tilgung sicherstellen, dass sich während der Finanzierungsdauer die Daten nicht ändern werden. Bis zum Ende der Zinsbindung sind die Schulden weitgehend bezahlt. Aber diese Planungssicherheit erkaufst Du Dir mit einem entsprechenden Aufschlag bei den Zinssätzen.

    Aber die Zinssätze sind momentan Dein geringstes Problem.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Hallo Ralf,

    okay, also zunächst mit einem Gutachter rein, der auch eine Wertermittlung macht. Dann ab zur Hausbank, und parallel mal bei der Sparkasse anfragen.

    Eine lange Zinsbindung ist natürlich sinnvoll. Allerdings wird uns vermutlich der Zinssatz mit 3% Tilgung die Luft abschnüren.
    Im Moment klingt es eher so, als würde ich ein Luftschloss bauen...und das Vorhaben ist eher unrealsitisch.

    Wenn die Zinssätze mein geringstes Problem sind, was sind denn meine drängenden Probleme? Kann den Satz nicht in einen Zusammenhang einsortieren.

    Viele Grüße
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Layla Beitrag anzeigen
    Eine lange Zinsbindung ist natürlich sinnvoll. Allerdings wird uns vermutlich der Zinssatz mit 3% Tilgung die Luft abschnüren.
    Im Moment klingt es eher so, als würde ich ein Luftschloss bauen...und das Vorhaben ist eher unrealsitisch.
    Na ja, unterstellen wir mal, dass Du die Nebenkosten irgendwie aus EK bezahlen kannst, und die zu finanzierende Summe bei 280T€ liegen wird, dann wären das bei 4% Zins und 3% anf. Tilgung gut 1.630,- € pro Monat. Bei 4.000,- € Nettoeinkommen wären das ca. 40% des verfügbaren Nettoeinkommens. Sonderzahlungen sind ja nicht berücksichtig, auf Jahressicht also vermutlich etwas weniger.

    Euch verbleiben gut 2.300,- € jeden Monat für die Lebenshaltung, bei 2 Personen reicht das aus. Genaueres müsstest Du anhand Deiner Lebenshaltungskosten ermitteln. Auch mal daran denken, dass so ein Haus höhere Kosten verursacht als eine Mietwohnung o.ä.

    Zitat Zitat von Layla Beitrag anzeigen
    Wenn die Zinssätze mein geringstes Problem sind, was sind denn meine drängenden Probleme? Kann den Satz nicht in einen Zusammenhang einsortieren.
    Na ja, zuerst einmal müssen die Grundlagen geklärt werden. So lange nicht klar ist wie hoch die Summe wird, was sonst noch dazu kommt, usw. usw. lohnt es nicht über Zinssätze zu spekulieren. Bei schlechten Rahmenbedingungen wird Dir die Bank auch bei besten Zinssätzen eine Finanzierung verweigern.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Euch verbleiben gut 2.300,- € jeden Monat für die Lebenshaltung, bei 2 Personen reicht das aus. Genaueres müsstest Du anhand Deiner Lebenshaltungskosten ermitteln. Auch mal daran denken, dass so ein Haus höhere Kosten verursacht als eine Mietwohnung o.ä.
    Naja, die Monatlichen Nebenkosten (bei so einem großen Haus wohl nicht wenig) kommen ja noch drauf. Dann lieber das was über bleibt im Jahr Sondertilgen. Das soll nicht heißen jetzt mit 1% zu tilgen uns alles schön zu rechnen. Eher so rechnen das am Ende eine vertretbare Restschuld raus kommt und man dennoch nicht zig einschränkungen machen muss.

    Wenn nämlich dann noch 2 Autos unterhalten werden müssen (wei man in der "Pampa" wohnt) und Rücklagen für irgendwann mal wieder eine Sanierung gebildet werden sollten, klingen die 2300€ schon nicht mehr so prickelnd.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von familieri Beitrag anzeigen
    Naja, die Monatlichen Nebenkosten (bei so einem großen Haus wohl nicht wenig) kommen ja noch drauf. Dann lieber das was über bleibt im Jahr Sondertilgen. Das soll nicht heißen jetzt mit 1% zu tilgen uns alles schön zu rechnen. Eher so rechnen das am Ende eine vertretbare Restschuld raus kommt und man dennoch nicht zig einschränkungen machen muss.
    Wenn man durch Reduzierung der anf. Tilgung die Finanzierung in einen grünen Bereich bringen muss, dann läuft was verkehrt. Das Argument mit der Sondertilgung hört man oft, liest sich auf dem Papier auch gut, aber nur die Wenigsten nutzen diese später wirklich.

    Wird mit den o.g. Zahlen die Tilgung auf 2% reduziert, dann spart man 230,- € im Monat. Dafür hat man selbst nach 20 Jahren, und das ist eine lange Zeit, von den ursprünglichen 280.000,- € noch gut 105.000,- € Schulden an der Backe. Jetzt kann man auch auf ordentlich Inflation hoffen, doch die Rechnung geht nur auf, wenn das Einkommen so steigt, dass zumindest die Inflation kompensiert wird. Darauf würde ich nicht wetten. Wie sich das Zinsniveau dann entwickelt, darüber kann man nur spekulieren. Es dürfte aber sehr wahrscheinlich sein, dass unter diesen Umständen die Finanzierung spannend wird.

    Wenn nämlich dann noch 2 Autos unterhalten werden müssen (wei man in der "Pampa" wohnt) und Rücklagen für irgendwann mal wieder eine Sanierung gebildet werden sollten, klingen die 2300€ schon nicht mehr so prickelnd.
    Deswegen die Lebenshaltungskosten genau durchrechnen, und nicht auf irgendwelche Pauschalen verlassen.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    im eigenen interesse ist ein gutachten vor kaufvertragsabschluss ein muss. wobei dies vermutlich auch die bank fordern wird. sprecht vorher mit der bank denn es werden von ihr oft nicht alle gutachter akzeptiert. sonst habt ihr ggf. doppelte kosten. rein vom einkommen sehe ich weniger probleme. wichtig ist eine erhoehte tilgung gleich zu anfang. am besten mal ueber onlinemakler bei verschiedenen banken anfragen. so kriegt ihr ein gefuehl fuer die verschiedenen auflagen bei einer 100%-finanzierung und so einem besonderen objekt. sicher werden einige banken gleich ablehnen, aber ich bin zuversichtlich, dass ihr beim aktuellen zinsniveau einige attraktive angebote bekommt.
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  13. #12

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    Wenn man durch Reduzierung der anf. Tilgung die Finanzierung in einen grünen Bereich bringen muss, dann läuft was verkehrt. Das Argument mit der Sondertilgung hört man oft, liest sich auf dem Papier auch gut, aber nur die Wenigsten nutzen diese später wirklich.
    Es kommt hier immer auf die individuelle Situation an.... Wenn z.B. gebaut wird während gerade 2 kleine Kinder im Haus sind und deswegen die Frau nichts verdient dann kann man niedriger anfangen, im wissen dass in ~4-5 jahren wieder ein weiterer Verdiener hinzukommt.. und wenn es nur 600€ extra sind... da kann man dann von 2% auf 3 oder 4 gehen bzw Sondertilgungen tätigen.

    auf 1% würde ich allerdings nicht gehen... 2% sollten schon drin sein.
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  14. #13
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    Finanzierung darstellbar - Kassensturz

    Guten Morgen,

    vielen Dank für die ganzen Beiträge.
    Ich habe mich jetzt mal hingesetzt und Kassensturz gemacht.

    Jährliche Kosten 1518€
    -Autos (Steuern und Versicherung); Hund (Steuern und Versicherung); Versicherungspaket (Privathaftplicht-Hausrat-Rechtschutz)
    => monatlich 127€
    monatliche Fixkosten
    - Rente mit BU (ich); Zahnzusatz (beide); Unfall (beide); Pferd; GEZ; Telekom; Handys
    => 415€
    weitere feste Kosten monatlich
    - Sprit; Tierversorgung und Rücklage Tierarzt
    => 800€

    Gesamte monatliche Kosten:
    1345€

    Nebenkosten Haus (soweit ich dies abschätzen kann)
    - Öl (2200 Liter Verbrauch, 1€/Liter) = 2200€/Jahr
    - Holz (10 Raummeter, 60€/Raummeter) = 600€
    - Gebäudeversicherung = 300€
    - Strom = 700€
    - Müll = 315€
    - Grundsteuer = ?
    - Wasser = ? da eigene Hauswasserversorgung

    Jährliche bekannte Kosten: 2115€/Jahr
    monatlich 180€/Jahr

    d.h. monatliche Fixkosten 1345€ + geschätzte Hauskosten 220€ (gerundet, weiß aber nicht, ob das passend ist) = 1565€
    zzgl. Rücklage 300€
    Gesamte Fixkosten monatlich: 1865€

    Also für Rate und Leben (Lebensmittel, Kleidung, Spaß) 2135€

    Bei einer angenommenen Rate von 1500€ wären dies dann noch 635€.

    Ich finde das auf den ersten Blick etwas eng...

    Viele Grüße
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hallo,

    ich finde das auch ziemlich knapp... Es kommen doch jeden Monat irgendwelche "vergessenen" Kosten auf einen zu. Wir haben es damals so gemacht, dass ich eine Zeit lang ein Haushaltsbuch geführt habe wo ich wirklich alle Ausgaben aufgeschrieben habe. Das würde ich dir auch empfehlen. Das Ergebnis war "ernüchternd". Wir haben auch nicht gedacht so viel auszugeben aber gerade die kleinen Beträge die man so nebenbei ausgibt, machen enorm viel aus.

    Aber zu dem Haus: Wie lange steht es schon zum Verkauf? Solche Häuser sind ja nicht jedermans Sache. Ich würde sogar behaupten, dass sie sogar nur für einen sehr kleinen Käuferkreis interessant sind. Und auch 1 ha Land wird viele eher abschrecken da man das ja auch alles unterhalten muss. Hier entstehen auch zusätzliche Kosten. Diese hast du in deiner Rechnung auch nicht berücksichtigt, was die ganze Geschichte noch enger macht. Was habt ihr auf dieser Fläche vor? Eine Wertermittlung durch einen eigenen Gutachter wird dir nur bedingt helfen. Wenn der Verkäufer auf dem angegebenen Preis besteht, kannst du nichts machen selbst wenn bei deinem Gutachten ein ganz anderer Wert rauskommt. Ich würde eher mit einem Bausachverständigen besichtigen der Mängel aufdecken kann, ich weiß aber nicht, ob so einer auch eine Wertermittlung durchführt. Du schreibst, dort wurde Ende der 90er / Anfang 2000 saniert. Das ist auch schon über 10 Jahre her! Selbst wenn alles fachmännisch gemacht wurde, musst du trotzdem damit rechnen, dass in den nächsten Jahren Kosten für z. B. neue Heizung o. ä. auf dich zukommen können.

    Auch die Nebenkosten sind nicht unerheblich. Allein die Maklergebühr dürfte bei ca. 10 T € liegen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Layla Beitrag anzeigen
    geschätzte Hauskosten 220€ (gerundet, weiß aber nicht, ob das passend ist) ) 2135€
    Je nach dem wie die "Hütte" gedämmt wurde, brauchst das alleine schon für die Heizung....sagt meine Glaskugel.

    220 € all inclusive reichen auf alle Fälle nie und nimmer für die "Hütte"!


    Zitat Zitat von Layla Beitrag anzeigen
    Verkaufspreis liegt bei 279.000€
    Da werden aber noch einige viele Tausender dazu kommen!
    Lasst die "Hütte" auf "Herz und Nieren" prüfen!
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