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Thema für Masterarbeit

Diskutiere Thema für Masterarbeit im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Thema für Masterarbeit

    Hallo Bauexperten,
    ich wende mich an euch, da ich mich momentan in der Situation befinde, eine Masterarbeit schreiben zu müssen/dürfen.
    Ich bin im Studiengang Bauingenieurwesen mit der Vertiefungsrichtung Baubetrieb.
    Mein Betreuer legte mir mehrere mögliche Themen vor, von denen ich eins wählen sollte. Dieses wäre nicht fest, sondern dürften noch modifiziert werden.
    Ich entschied mich für das Thema "Energieoptimierte Haustechnik - Identifikation unterschiedlicher Wirkungsgrade".
    Nach längeren Recherchen bin ich leider noch nicht sehr weit gekommen. Ich würde gerne das Thema stark eingrenzen, da es im moment noch sehr allgemein gehalten ist und ich dadurch nicht weiß wo ich anfangen soll.

    Nun die Frage an euch:
    Was meint ihr, was eine sinnvolle Eingrenzung des Themas wäre. Was ist interessant und wurde noch nicht ausgiebig behandelt?

    Ich bedanke mich jetzt schon für eure Expertenmeinung!
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  2. Thema für Masterarbeit

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  3. #2

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    Wieso allgemein gehalten? Was willst Du da eingrenzen?

    Ich könnte mir vorstellen, dass Du Dich auf bestimmte Gebäudegrößen konzentrierst, also so Dinge wie das Bundestagsgebäude oder den Kölner Dom einfach mal beiseite lassen. Eine Konzentration auf Beheizung, oder nur Klimatisierung, oder nur Elektro würde ich höchstens in Erwägung ziehen wenn Dir die Zeit davonläuft. Ansonsten gehört das alles irgendwie zusammen.

    Der Begriff "Wirkungsgrad" ist auch etwas verwirrend und sollte im Vorfeld genauer definiert werden. Mit dem Begriff "Energieoptimierte Haustechnik" habe ich auch so ein bischen mein Problem, oder meinst Du "Energieoptimierende Haustechnik"?

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ich muss ja in der Arbeit irgendwelche Erkenntnisse gewinnen. Wenn ich jetzt einfach nur die Heizungssysteme beschreibe und die dazugehörigen Wirkungsgrade raussuche ist es ja keine neue Erkenntnis.
    Ausserdem gibt es ja so viele unterschiedliche Systeme, so dass es den Umfang einer Masterarbeit sprengen würde!
    Angenommen ich würde das Thema auf Einfamilienhäuser eingrenzen. Was wäre denn hier interessant zu untersuchen? Ich kann ja das Thema beliebig ändern.
    Meine Vorstellung ist, dass ich einige bereits verbaute Heizungsanlagen (in Einfamilienhäusern) aus den 70ern, 80ern und 90ern durch moderne ersetze und schaue, ob sich das lohnt.
    Ihr seht... ich komme gerade nicht wirklich weiter ;(
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  5. #4

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    was ist mit
    Identifikation unterschiedlicher Wirkungsgrade
    gemeint?

    ich war mal im Studium "Energie und Umwelt" an der Uni Gh Kassel. Da hat sich, ich meine es war Künzel, mit dem Thema befasst, Bestandsheizungen zu bewerten. Müsste und kann ich raussuchen. Aber nur, wenn es das Thema trifft.
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  6. #5

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    Hallo peter82e,

    wie wäre es mit der Beschreibung einer der effizietemstesten Heizungsanlagen?
    Ich habe sowas schon vor einigen Jahren mal gebaut,jedoch ist jetzt jemand im Klodeckelforum der das Heizungsrad neu erfunden hat.
    xxxxxxxxxxxxx .
    Das neue daran ist,das die Wärmeenergie nicht mehr eingelagert wird (Pufferspeicher) sondern genau dahin transportiert wird wohin sie soll.
    Schau dir das einfach mal an,vielleicht ist das ja etwas für dich,es hat noch niemand so darüber berichtet.
    Geändert von R.B. (04.01.2013 um 09:56 Uhr) Grund: Es geht um Konzepte nicht um Hersteller.
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  7. #6

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    Hallo,

    also zuächst - das Thema entspricht nicht dem Studiengang! Insbesondere als Baubetriebler ist das völlig aus der Reihe.
    Geht man nun aber mal davon aus, dass Du in die Bauphysik und in Teilen in die Anlagentechnik abdriften darfst - dieser Ansatz wird tatsächlich keine neuen Erkenntnisse bringen! Das haben ganz viele Laute schon ganz oft falsch (bspw. Hersteller idealsiert jeweils zu ihren Gunsten) und auch einige durchaus mal richtig gerechnet (mein Ofenbauer hat Ende der 70er Jahre bereits Wärmepumpe gegen klassischen Grundofen als Diplomthema gehabt - Ergebnis = Grundofen unterm Strich ökologischer).
    Interessant fände ich mal eine ordentliche Arbeit, die vergleichbare Häuser einer Bestandssiedlung bzgl. der Sanierungsansätze vergleicht. Bei uns werden hervorragend gebaute Häuser aus der esten Häfte des 20 Jhd. totgedämmt, obwohl die Gebäude an sich bei optimierter Anlagentechnik und ordentlichen Holzfenstern bauphysikalisch besser dastünden. Spricht aber keiner drüber...

    Davon ab, haben Baubetriebler an sich aber genug Themen, an denen sie arbeiten könnten. Wenn ich Planmanagement und Baustellenabläufe so bewerte, laufen 90% der größeren Baustellen mit mindestens 10% Mehrkosten, die man sich schenken könnte! Und das sind bei den Baustellen, die ich dann prüfe immer min. 6-stellige Summen.

    Viel Erfolg!

    Gruß

    Micha123
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  8. #7

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    Ich kann jetzt leider nichts Fachliches beitragen, habe jedoch mal eine generelle Frage: ist dein Betreuer nicht auch dazu da, das Ganze mit dir auch mal zu erläutern? Irgendwie klingt das so, als ob du eine Karte gezogen hast und der Betreuer sagte "Ok, dann wissen sie ja Bescheid. Wir sehen uns dann ins sechs Monaten wieder!". Also aus dem Bereich Biologie kenne ich das anders - ich habe an der FH eine Diplomarbeit und an der Uni Master+Doktorarbeit geschrieben und hatte in allen drei Fällen eine adäquate Betreuung bzw. zumindest einen Grundstock, auf dem ich selbst aufbauen konnte. Spart man sich das bei euch komplett oder ist das in anderen Bereichen so üblich (kenne ja nur meinen)?
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  9. #8
    Themenstarter

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    was ist mit
    Identifikation unterschiedlicher Wirkungsgrade
    gemeint?
    Das hat mich auch von anfang an stutzig gemacht. Laut der Aussage meiner Betreuerin geht es nur um die TGA - Also nur um die Wärmeerzeugung. Aber diese Aussage hat mir auch nicht geholfen, das Thema weiter einzugrenzen um etwas sinnvolles daraus zu machen.

    Interessant fände ich mal eine ordentliche Arbeit, die vergleichbare Häuser einer Bestandssiedlung bzgl. der Sanierungsansätze vergleicht. Bei uns werden hervorragend gebaute Häuser aus der esten Häfte des 20 Jhd. totgedämmt, obwohl die Gebäude an sich bei optimierter Anlagentechnik und ordentlichen Holzfenstern bauphysikalisch besser dastünden. Spricht aber keiner drüber...
    Das hört sich interessant an, aber ich vermute, dass es da schwierig sein wird, an die entsprechenden Daten zu kommen. Die Sanierungsunternehmen lassen sich wohl nicht die Butter vom Brot nehmen.

    Davon ab, haben Baubetriebler an sich aber genug Themen, an denen sie arbeiten könnten. Wenn ich Planmanagement und Baustellenabläufe so bewerte, laufen 90% der größeren Baustellen mit mindestens 10% Mehrkosten, die man sich schenken könnte! Und das sind bei den Baustellen, die ich dann prüfe immer min. 6-stellige Summen.
    Falls ich um ein neues Thema bitte, werde ich das im Hinterkopf haben.

    Irgendwie klingt das so, als ob du eine Karte gezogen hast und der Betreuer sagte "Ok, dann wissen sie ja Bescheid. Wir sehen uns dann ins sechs Monaten wieder!".
    So bisschen habe ich auch den Eindruck. Was die Auswahl der Betreuer angeht, sieht es für mich nicht gut aus, da die anderen wohl schon ausgelastet sind.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von peter82e Beitrag anzeigen
    Das hört sich interessant an, aber ich vermute, dass es da schwierig sein wird, an die entsprechenden Daten zu kommen. Die Sanierungsunternehmen lassen sich wohl nicht die Butter vom Brot nehmen.
    Vorsicht vor dieser Interpretation Deiner Aufgabenstellung. Da ist viel Voodoo mit im Spiel, und das kann man für eine wissenschaftliche Arbeit gar nicht gebrauchen. Zudem hast Du gar nicht die Zeit um hier umfangreiche Messreihen zu fahren, womit jeder der ein bischen Ahnung von der Materie hat, Deine Arbeit ruckzuck aushebeln kann. Die "Benotung" ist dann reine Glückssache.

    Das siehst Du bereits am Beitrag von Micha, der die Begriffe "totgedämmt" (was für ein Unsinn), oder "ordentliche Holzfenster" (was spielt das für eine Rolle), oder auch "Grundofen war in den 70er Jahren ökologischer" (wir leben im Jahr 2013) nutzt.

    Wenn es nach Aussage Deiner Betreuerin ausschließlich um die TGA geht, also die Wärmeerzeugung, dann kannst Du das Thema Bauphysik hinten anstellen und den Wärmebedarf pro Jahr als konstant betrachten. Man könnte auch mit einem Verlauf des Wärmebedarf über ein typ. Jahr rechnen, denn der Wirkungsgrad eines Wärmeerzeugers ist von vielen Faktoren abhängig.

    Man würde also zuerst einmal die Anforderungen definieren. Das wären dann so Dinge wie möglichst konstante Raumtemperatur (Wohlfühltemperatur), oder auch die WW-Erzeugung die in einem EFH nötig ist. Dann würde man überlegen, wie man diese Anforderungen erfüllt, sprich wie die Energie in die Räume geliefert wird, damit diese die gewünschte RT erreichen. Das können wasserführende Heizflächen sein (wohl die gängigste Variante) oder bei DV-WP könnte auch Direktkondensation eine Möglichkeit sein, oder man überträgt die Energie in die Luft und führt diese dann den Räumen zu. Wenn Du Dich noch ein bischen auf´s Glatteis begeben möchtest, dann kannst Du auch das Thema IR ansprechen.

    Nun fehlt zum Schließen dieser Kette noch der Wärmeerzeuger an sich. Hier gibt es auch mehrere Möglichkeiten (Holz, Gas, Öl, el. Strom). Wenn es um den Wirkungsgrad geht, dann spielt bei der Gesamtbetrachtung nicht nur der Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers eine Rolle, sondern der komplette Anlagenwirkungsgrad ist zu betrachten.

    Hast Du danach noch ein paar "leere Blätter übrig", dann kannst Du auch noch in Richtung Primärenergie etc. abschweifen.

    Aus dem Thema kann man schon etwas machen, man muss halt erst einmal die Anforderungen definieren. Dann den Umfang der Masterarbeit im Hinterkopf behalten und darauf achten, dass es nicht zu langweilig wird und dass alles durch Fakten belegbar ist.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
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    Das Thema an sich ist so alt wie der Energieverbrauch bzw. die Mühen um an die entsprechenden Resourcen zu kommen

    Prof. Dr.-Ing H. Bach hat sich da und in anderen Publikationen über die technische Seite ausgelassen.

    Wenns ums *praktische identifizieren* geht dann wirds natürlich aufwändig (wenns um nen *wissenschaftlich haltbaren Nachweis* geht).
    Vor allem werden dann schnell viele Werbeparolen platzen und die daraus resultierenden Irreführungen auf dem Prüfstand stehen. Das kann Glaubenskriege provozieren .

    Es bräuchte erst mal ein Model *soll* quasi als Referenzmodell.
    Dann brauchts jede Menge Schnittstellenbetrachtungen ....
    jede Menge Mess- und Regeltechnik ...
    um zum Schluss eine *Bewertung* vornehmen zu können.

    Zwischendurch meldet sich dann noch der gesunde Menschenverstand, der ne Schnittstelle mit 98% Wirkungsgrad in Frage stellt wenn das Ergebnis zu 65% nutzlos verpufft .....

    Wie sich der Bogen zur Fachrichtung Bauing. da schließen soll ist mir allerdings noch nicht so ganz klar ....

    Die Aufgabenstellung fröhnt populärer Denke obs die Ergebnisse dann auch tun ---> ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ich danke euch für die ehrlichen Antworten! Werde morgen erstmal meine Betreuerin anrufen und nach einem neuen Thema fragen. Dieser Ansatz führt mich scheinbar nicht weiter.
    Gruß,
    Peter
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  13. #12

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    Zitat Zitat von peter82e Beitrag anzeigen
    ......Dieser Ansatz führt mich scheinbar nicht weiter.
    keine Ahnung, denn ich habe noch nicht verstanden, wie DEIN Ansatz aussehen soll.

    Zitat Zitat von peter82e Beitrag anzeigen
    Werde morgen erstmal meine Betreuerin anrufen und nach einem neuen Thema fragen.
    Das wäre keine schlechte Idee, zumindest mal um die Frage-/Aufgabenstellung genauer zu klären.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das siehst Du bereits am Beitrag von Micha, der die Begriffe "totgedämmt" (was für ein Unsinn), oder "ordentliche Holzfenster" (was spielt das für eine Rolle), oder auch "Grundofen war in den 70er Jahren ökologischer" (wir leben im Jahr 2013) nutzt.
    Hallo,

    nun ja, hier bei uns sind die meisten Bestandgebäude in den 20er und 30er-jahren und meist mit viel Geld errichet worden. Irgendwann wurde sie von Schwerkraftheizung auf Erdgas umgebaut, wobei die Leistung viel zu hoch angesetzt wurde und die Vorlauftemperaturen auch bei Brennwertgeräten fast nie unter 60 °C liegen. Die Fenster ließ man zunächst meist drin, waren ja noch gut (war also noch Farbe drauf).
    Jetzt läuft die 2. Welle durch den Bestand, dabei war dann meist ein Energieberater im Spiel, der eine neue Heizung, neue Fenster und Türen und natürlich eine ordentliche Dämmung und Kunstharzputz empfahl. So wird denn aus diesen klassisch schönen Architektenhäsuern mit wunderbar gestalteten Türen und architektonisch gut gegliederten Fenstern eine "totgedämmte" Hütte mit Baumarktfenstern, wie man sie auch in Neubaugebieten sehen darf. "Totgedämmt" meint also nicht den in Foren öfter diskutierten Aspekt in Bezug auf die Bauphysik, vielmehr nimmt man diesen an sich guten Gebäuden Ihre "Seele". So ein altes Gebäude könnte mit neuen (Holz)fenstern, die die alte Gliederung aufweisen, einer Überarbeitung oder einem modernen Nachbau und ggf. einer Luftschihtdämmung bei einer neuen ordentlich eingestellten Brennwertheizung ihren Charakter bewahren. Soviel dazu...

    Zum Thema Master-Arbeit:
    Der Student studiert Bauwesen mit Vertiefung im Baubetrieb. Nun sind die meisten Profs in dem Bereich eher Theoretiker, die in keiner Firma überleben konnten, jedoch ist hier der Themenansatz so falsch, dass man da gar nicht starten braucht.
    Der Student sollte hier mal schauen, wohin die Reise mal beruflich gehen soll und sich in die Richtung orientieren. Ich habe ja auch noch den Master nachgeschoben, an sich wusste da jeder genau, was er ungefähr und bei welchem Prof und ggf. mit welcher Firma, welche Institut er das starten könnte...


    Gruß

    Micha123
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Micha123 Beitrag anzeigen
    So wird denn aus diesen klassisch schönen Architektenhäsuern mit wunderbar gestalteten Türen und architektonisch gut gegliederten Fenstern eine "totgedämmte" Hütte mit Baumarktfenstern, wie man sie auch in Neubaugebieten sehen darf. "Totgedämmt" meint also nicht den in Foren öfter diskutierten Aspekt in Bezug auf die Bauphysik, vielmehr nimmt man diesen an sich guten Gebäuden Ihre "Seele". So ein altes Gebäude könnte mit neuen (Holz)fenstern, die die alte Gliederung aufweisen, einer Überarbeitung oder einem modernen Nachbau und ggf. einer Luftschihtdämmung bei einer neuen ordentlich eingestellten Brennwertheizung ihren Charakter bewahren. Soviel dazu...
    Es wird ja niemand dazu gezwungen sein Haus grundlos energetisch zu sanieren, man muss aber jedem freistellen wie er mit seinem Eigentum um geht. In meinen Augen sind viele (die Mehrzahl?) der Gebäude aus den 20er oder 30er Jahren nicht erhaltenswert, denn es handelt sich weder um Denkmäler noch um Glanztaten der Architektur, und nach fast 100 Jahren haben sie ihr Nutzungsende so ziemlich erreicht. Das mag auch im Auge des Betrachters liegen, aber wer der Meinung ist ein Glanzstück deutscher Architektur zu besitzen, der kann sich ja von der EnEV befreien lassen. Die Argumentation dürfte aber nicht einfach werden.

    Abgesehen davon müssen es nicht zwingend ein WDVS und Baumarktfenster sein, es gibt auch andere Ansätze, zumindest für den der sie bezahlen kann, aber wer so ein Schmuckstück besitzt und es erhalten möchte, für den spielen Kosten wohl eher eine untergeordnete Rolle.

    Fakt ist, und das wird wohl niemand bestreiten, dass es immer schwieriger wird solche älteren Gebäude sinnvoll und bezahlbar zu beheizen. Das führt zwangsweise dazu, dass Gebäude allein schon aufgrund mangelhafter Beheizung geschädigt werden, und diese Situation wird sich eher noch verschärfen als entspannen. Man muss sich also fragen, bin ich bereit diese Kosten zu schultern, oder saniere ich das Gebäude grundlegend bzw. ist Abriss vielleicht die einzige sinnvolle Alternative?

    Nichts hält ewig.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Es wird ja niemand dazu gezwungen sein Haus grundlos energetisch zu sanieren, man muss aber jedem freistellen wie er mit seinem Eigentum um geht. In meinen Augen sind viele (die Mehrzahl?) der Gebäude aus den 20er oder 30er Jahren nicht erhaltenswert, denn es handelt sich weder um Denkmäler noch um Glanztaten der Architektur, und nach fast 100 Jahren haben sie ihr Nutzungsende so ziemlich erreicht. Das mag auch im Auge des Betrachters liegen, aber wer der Meinung ist ein Glanzstück deutscher Architektur zu besitzen, der kann sich ja von der EnEV befreien lassen. Die Argumentation dürfte aber nicht einfach werden.

    Abgesehen davon müssen es nicht zwingend ein WDVS und Baumarktfenster sein, es gibt auch andere Ansätze, zumindest für den der sie bezahlen kann, aber wer so ein Schmuckstück besitzt und es erhalten möchte, für den spielen Kosten wohl eher eine untergeordnete Rolle.

    Fakt ist, und das wird wohl niemand bestreiten, dass es immer schwieriger wird solche älteren Gebäude sinnvoll und bezahlbar zu beheizen. Das führt zwangsweise dazu, dass Gebäude allein schon aufgrund mangelhafter Beheizung geschädigt werden, und diese Situation wird sich eher noch verschärfen als entspannen. Man muss sich also fragen, bin ich bereit diese Kosten zu schultern, oder saniere ich das Gebäude grundlegend bzw. ist Abriss vielleicht die einzige sinnvolle Alternative?

    Nichts hält ewig.

    Gruß
    Ralf
    Na ja, hier wohnten früher die Vorstände von Siemens und der AEG und drum herum verteilte sich alles bis zum Angstellten in mittlerer Führungsebene. An sich sind hier alls Steinhäuser sehr werthaltig gebaut.
    Meine Mutter wohnt in einem 1933 gebauten EFH, ca. 100 m2, sogar noch der originale Putz und originale Berliner Kastenfenster. Die Heizung läuft auf 21 °C durch (man ist ja Rentnerin) und kommt mit ihren 5 kW auch im tiefen Winter hin. Gasverbrauch sind max. 20.000 kWh, Reparaturen in den letzten Jahren für ca. 200 EUR am Brennwertgerät. Gaskosten (inkl. Warmwasser von 85 EUR im Monat. Wenn man nun mal annimmt, dass man Fenster, Türen etc. tauscht, das Dach neu macht (inkl. Dämmung) und dann noch Fassade und Keller dämmt - was steht da als Größe im Raum??? Selbst wenn sie nur noch 20 EUR Heizkosten im Monat hätte müsste sie vermutlich 1000 Jahre alt werden, denn im Gegensatz zum nunmehr 80 Jahre unveränderten Haus, wird eine moderne Dämmung und eine neue Kunststoffhaustür wohl nicht so lang halten...
    Wir können hier aber abbrechen, es ging ja um ein Thema fürs Studieren.

    Gruß

    Micha123
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