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Baumaße ^5

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  1. #1
    Avatar von Geodesy
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    Baumaße ^5

    Mal eine generelle Frage oder auch blöde Frage.

    Woher stammen in Bauzeichnugen die ^5 Maße; also so wie 2,88^5

    Warum sind z.B. Ziegel 17,5 cm und nicht 17 oder 18 cm?

    Vielleicht stehe ich gerade auf dem Schlauch, aber es fällt mir kein schlüssiger Grund ein in Millimeter zu mauern. Hat es was mit der Befestigung der Materialien zu tun?
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  2. Baumaße ^5

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Vieles wurde aus alten Zeiten übernommen wo noch in Zoll oder Fuß gerechnet wurde. Auch einfache Teilungsverhältnisse wurden gerne angewand. Ganz sicher bin ich aber auch nicht und verharre ebenfalls gespannt
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  4. #3

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    Warum die 5 hochgestellt wird, weiß ich auch nicht. Kommt aus grauer Vorzeit.....

    Das Maß (z.B 12,5 cm) stammt aus alten Mauerziegelmaßen. Es handelt sich hierbei immer um 1/8 Meter (=12,5 cm). Auf diesem 1/8-Meter-Raster basiert das ganze System. Stammt auch aus grauer Vorzeit und wurde einfach beibehalten.

    Einen echten Grund gibt es mW nicht.
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  5. #4
    Lebski
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    Das kommt von den beiden Standartsteinen: NF (NormalFormat) und DF (DünnFormat)

    Basieren auf deren Massen gibt es grössere Steine, z.B. 3 DF der hat 175 im Mass enthalten, weil es sich aus 3 einzelnen DF mit Mörteldicke 10 herstellen lässt.

    Sind also alles Rastermaße, basierend aus den 2 Standartsteinen: http://de.wikipedia.org/wiki/Steinformat
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  6. #5
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    Avatar von Geodesy
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    Warum die Hochzahl genommen wird kann ich ja erahnen.

    Maße < 1m werden in cm geschrieben z.B. 70^5
    Maße > 1m werden mit Komma geschrieben z.B. 1,20^5

    sonst könnte es zu Verwechselung kommen wenn dort auf einmal 70,5 stehen würde

    dann wird es wohl aus grauer Vorzeit so übernommen worden sein.
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  7. #6
    Avatar von Flocke
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    Die Hochzahl ist einfach verwechslungssicherer. Ein Komma wird auf dem Bau schnell übersehen. Versuch mal mit dem Zimmererbleistift eine Zahl mit Komma zu schreiben, da wird das Komma schnell zur eins ;-)
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  8. #7
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    Avatar von Geodesy
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    ah, ok, dann war ich mit meiner Befestigung der Materialien (Mörtel) ja gar nicht so verkehrt.

    Wieder was gelernt.

    PS: bezog sich jetzt auf Lebski
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  9. #8
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    Avatar von Geodesy
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    Zur Erklärung:

    Da sitzt man Abends mit ner Frau auf dem Sofa die sich Bauzeichnungen erklären lassen will und fragt dann nach ^5.

    Da guckst Du erstmal so ^^
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  10. #9

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    So anno Tuck & Dickemilch ist das 5 mm Maß gar nicht. Wer mal Pläne aus der letzten Jahrhundertwende (also von 18.. zu 19..) in die Finger kriegt, stellt fest, dass die Wände da
    6
    12
    25
    38
    51
    usw
    cm dick sind, was ja nicht zum Xtel m passt.

    Warum soll ich alles schreiben, wenns bei Wiki doch SO schön steht:

    Die Industrialisierung ermöglichte den Transport von Baumaterialien über größere Strecken und die Lieferanten mussten austauschbar sein. So wurde 1872 in Deutschland per Gesetz das so genannte „Reichsformat“ für Ziegel (heute „altes Reichsformat“) eingeführt: 25 cm × 12 cm × 6,5 cm. Damit konnte ein Gebäude aus Mauerziegeln verschiedener Herkunft erbaut werden. Für staatliche Bauten war die Anwendung dieses Formats verbindlich. Für andere Gebäude war es wirtschaftlicher geworden, normierte Ziegel zu verwenden, also auch diese herzustellen. Dieses Ziegelformat wurde 1869 von dem Berliner Baumeister Lämmerhirth vorgeschlagen. Damit wurde die Anzahl mit dem Planungsmaß 1 Kubikmeter Bauwerk verbunden. Ein Kubikmeter Mauerwerk inklusive 1 cm Fuge und üblichen Verlusten an den Ecken bestand aus 400 Ziegeln.

    Mit dem metrischen System wurde das (neue) Reichsformat mit 24 cm × 11,5 cm × 6,3 cm und das Normalformat mit 24 cm × 11,5 cm × 7,1 cm notwendig. Mit dieser Ziegelgrundfläche und einem Zentimeter Mörtelfuge waren die Bauten in 1/8-Meter-Einheiten gerastert (oktametrisches System). Durch eine fehlende oder zusätzliche Mörtelfuge bei Innen- und Außenmaßen ergibt sich immer eine Differenz von +/- 1 Zentimeter. Auf dieses Baurichtmaß genannte Raster wurden später die Maße anderer Baugewerke, wie zum Beispiel Fenster und Türen, abgestimmt und in ihren Maßen genormt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Backstein#Reichsformat
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  12. #10

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    war doonerstag, fernsehprogramm war wohl öde, da erklärt man dann der frau den sinn von vermaßungen in bauzeichnungen. muss ich meiner auch mal vorschlagen.
    anfangs waren die 1/8-meterformate auch 1/8 meter lang oder breit. die steine hatten 12,5 cm, auch 25 cm. da dann die meisten tür- und fensteröffnungen aber 1,05 m breite hatten, war den herren der din aufgefallen, das der 1/8 meter abhanden gekommen war, also wurde den steinen 10 mm in der länge und 12 mm in der höhe weggeschnitten. mit maurers mörtel waren dann die tür- und fensteröffnungen 1,01 m und der 1/8 meter war gerettet. die schreibweise mit der hochgestellten 5 kommt dann - wie schon beschrieben - von den dicken bleistiften am bau. nichts ist schlimmer, wenn anstatt des kommas eine 1 gelesen und danach gebaut wird.
    jetzt kannste heute abend auch noch den 1/8 meter erklären!
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  13. #11
    Themenstarter
    Avatar von Geodesy
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    war doonerstag, fernsehprogramm war wohl öde, da erklärt man dann der frau den sinn von vermaßungen in bauzeichnungen.
    ....
    jetzt kannste heute abend auch noch den 1/8 meter erklären!
    Tja, das lag nicht am Fernsehprogramm, sondern daran, das sie auf einmal mit Bauzeichnungen der Fa. ankam und sich das erklären lassen wollte, damit sie mitsprechen kann beim geplanten Umbau.

    Ich denke in den nächsten Monaten werde ich viel erklären müssen. Im TV ist eh nur Murks, befasse ich mich also mit Grundrissveränderung am Bau in meinem heimischen Wohnzimmer.

    Und wenn ich dann mal nix weiß, frag ich Euch halt
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