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  1. #1

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    Frage Schimmel im kompletten Dachstuhl

    Hallo!

    Im September habe ich mir ein Haus gekauft, Bj. 1972, Bungalow, Massivbau, voll verklinkert, Walmdach.

    Aufbau Geschossdecke -> Dachboden.

    Dachboden
    -------------- Teerpappe
    ======= Dämmung
    _________ Dampfsperre
    IIIIIIIIIIIIII Beton
    ######## Holzvertäfelung
    EG

    Die Dachschrägen sind unisoliert. Die Dachpfannen sind in Docken eingefasst.
    Es sind keine Lüftungspfannen vorhanden, jedoch eine Dachluke die seitlich zu öffnen ist. Bei dem derzeitigen unbeständigem Wetter kann ich diese also nicht geöffnet lassen (auch keinen Spalt -> getestet)


    Ich habe nun festgestellt, dass der gesamte Dachstuhl stark am Schimmeln ist. Bei der Besichtigung im August und auch später im Oktober bei diversen Arbeiten (Kabel verlegen) ist mir kein Schimmel aufgefallen, allerdings ein weißes glitzern. Nun haben meine Helfer und ich sehr schnell renoviert und dadurch viel Feuchtigkeit produziert. Innerhalb von 2 Wochen das Badezimmer komplett saniert, "Loch der Badewanne" mit Estrich aufgefüllt, neu gefliest. Dazu jeden Raum gestrichen inkl. der Holzdecken.

    Die Feuchtigkeit haben wir wohl unzureichend abgeführt, so dass sie sich jetzt auf dem Dachboden niederschlägt.

    Der graue Schimmel lässt sich einfach mit der Hand wegwischen, der weiße ist nicht wegzuwischen. Die Docken haben teilweise "graue Tropfen" (Leider kein Foto davon gemacht).
    Das Gebälk ist leicht feucht.

    Meine Fragen nun:
    Wie bekomme ich die Balken bei dieser Witterung trocken um das weitere Schimmelwachstum zu stoppen?
    Wie entferne ich den Schimmel effektiv?
    Sind weitere Sanierungsmaßnahmen notwendig? (Abschleifen, austauschen der Balken)

    Vielen Dank im voraus.

    IMAG0498.jpgIMAG0499.jpgIMAG0501.jpgIMAG0503.jpgIMAG0504.jpgIMAG0505.jpg
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  2. Schimmel im kompletten Dachstuhl

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Fachmann holen.

    Prüfen lassen: Luftdichtigkeit der Dampfsperre prüfen lassen, für eine dauerhafte Belüftung (Außenluft) des Dachraumes sorgen, drunterliegende Geschosse ausreichend lüften,
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  4. #3
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    Danke für die Antwort Taipan.

    Die Dämmung inkl. Dampfsperre liegt laut Vorbesitzer mindestens schon 15 Jahre dort. Solche Schäden sind bisher nicht aufgetreten.
    Hätten, bei einer schadhaften Dampfsperre, solche Mängel nicht schon früher auftreten müssen? Das Haus war durchgehend bewohnt.

    Welcher Fachmann wäre angebracht? Schimmelexperte, Dachdecker, Zimmermann,....?

    Gruß
    Jan
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  5. #4

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    Naja ... irgendwas muss sich geändert haben ... Vermutlich das Nutzerverhalten ...

    Du suchst wahrscheinlich einen Sachverständigen für Schäden an Gebäuden (mit Spezialisierung: Bauklimatik)
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  6. #5

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    Heizen, Entfeuchten und nach Kontrolle der Luftfeuchtigkeit mit Schimmelentferner oder Alkohol aus der Apotheke behandeln. Ich geben Taipan aber recht. Hier muss etwas getan werden, damit das geänderte Nutzerverhalten nicht nachhaltig zu Schäden führt. Habt ihr die Dachluke über die Sanierungsphase offen gehabt? So fern der Dachraum oben aber nicht bewohnbar gemacht werden soll, sind die Maßnahmen um ihn zu belüften "relativ" günstig. Horror-Szenario sieht daher anders aus Wenn es das ist, was man vermuten mag.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Heizen, Entfeuchten und nach Kontrolle der Luftfeuchtigkeit mit Schimmelentferner oder Alkohol aus der Apotheke behandeln.
    Ich würde auch massiv empfehlen zuerst einen Fachmann hinzuzuziehen (SV für Schimmel- und Feuchteschäden).

    Aber wenn denn was gemacht wird, dann genau anders herum!

    ERST desinfizieren und dann trocknen.
    Wenn man sich durch die falsche Reihenfolge thermoresistenten Schimmel herzüchtet, kannst den Dachstuhl abreißen.
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  8. #7

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    Bevor der Fachmann da war, GAR NICHTS machen. Wie soll der nach einer Irgendwasmassnahme noch vernünftig arbeiten? Anhand des Schimmelbefalls, der Wachstumsrate, der Wachstumdichte hat der Fachmann zumindest Anhaltspunkte, an welchen Stellen es tatsächlich klemmt.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von sarkas Beitrag anzeigen
    Ich würde auch massiv empfehlen zuerst einen Fachmann hinzuzuziehen (SV für Schimmel- und Feuchteschäden).
    Ich hab ja auch nicht geschrieben, das man den weglassen kann

    Aber wenn denn was gemacht wird, dann genau anders herum!

    ERST desinfizieren und dann trocknen.
    Wenn man sich durch die falsche Reihenfolge thermoresistenten Schimmel herzüchtet, kannst den Dachstuhl abreißen.
    Dat musst mir jetzt aber erklären, weil ich es wirklich nicht besser weiß. Die Sporen sind doch eh schon in der Luft und die Feuchtigkeit in der Raumluft inkl. der anstehenden Temperaturen tuen doch ihr übriges am Bauteil. Perfekter Nährboden fürn Schimmel. Ich dachte man muss erstmal verhindern, das es sich weiter ausbreitet, dann abtöten, abschleifen?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Dat musst mir jetzt aber erklären, weil ich es wirklich nicht besser weiß. Die Sporen sind doch eh schon in der Luft und die Feuchtigkeit in der Raumluft inkl. der anstehenden Temperaturen tuen doch ihr übriges am Bauteil. Perfekter Nährboden fürn Schimmel. Ich dachte man muss erstmal verhindern, das es sich weiter ausbreitet, dann abtöten, abschleifen?
    Wenn Du erst trocknest, hast Du das Problem, dass sich der Schimmel einkapselt. Dann wird es schwer die Zellwände zu knacken. Also erst knacken und dann zügig das Wasser rauspumpen. So schnell verfliegt weder Alkohol noch Essig, den man zum Knacken der Zellwände benutzen kann.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Wenn Du erst trocknest, hast Du das Problem, dass sich der Schimmel einkapselt. Dann wird es schwer die Zellwände zu knacken. Also erst knacken und dann zügig das Wasser rauspumpen. So schnell verfliegt weder Alkohol noch Essig, den man zum Knacken der Zellwände benutzen kann.
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  12. #11

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    Na ja, vielleicht mal diesen Text lesen:

    Die weithin verbreitete Ansicht, dass Pilzbefallstellen generell durch Abklopfen der Putzsubstanz bis zum Mauerwerk saniert werden müssen, ist nicht aufrecht zu halten bzw. nur in Einzelfällen sinnvoll. Bei vollständigem Entzug der Wachstumsbedingungen ist eine weitere Mycelbildung oder Neubildung von Konidienträgern ausgeschlossen. Sobald geeignete Wachstumsbedingungen nicht mehr vorliegen, wird der Pilz sich in ein inaktives Stadium zurückziehen und sein Wachstum einstellen, bevor er gänzlich austrocknet und abstirbt. Eine Beeinträchtigung der Bausubstanz durch verbleibende Schimmelpilzmycele oder einer Gesundheitsgefährdung ist den Verfassern nicht bekannt. Es hat sich allerdings bewährt, durch das Aufbringen von Tiefengrund auf die Wandfläche, rasch allergene Pilzbestandteile oder Sporen fest zu binden und dadurch der inhalativen Exposition zu entziehen.

    Bisher war mein Kenntnisstand der, wenn Du dem Schimmel die Wachstumsbedingungen entziehst, können die aktiven Sporen nicht mehr fliegen, dann gibt es auch keine gesundheitlichen Schäden. Schimmel ist unschön und kann zu gesundheitlichen Problemen führen, von einer Holzschädigung durch Schimmel ist mir nichts bekannt.

    Wachstumsbedingungen, auch hier eine Text:

    Schimmelpilze benötigen als Lebensgrundlage 4 Faktoren
    Feuchte - ausgedrückt durch die Wasserverfügbarkeit der Oberfläche (aW-Wert)
    Geeignete Temperatur
    Geeigneter pH-Wert des Wachstumssubstrates
    Organische Ernährungsgrundlage
    Nur wenn alle 4 Faktoren im richtigen Bereich vorliegen, kann der Schimmel wachsen.

    Also Erstmaßnahme Wachstumsbedingungen entziehen.

    Gruß Friedrich.
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  13. #12

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    Vielleicht mal DIESEN Text lesen:


    Es geht hier nicht um die Spore, sondern um den Fruchtkörper.
    Kurzfristig schädigt kaum ein Schimmelpilz die Holzsubstanz, aber verbleibende Biomasse (Fruchtkörper, Myzell, abgetötete Sporen etc) sind nicht ausschließlich ein gesundheitsgefährdenes Potential, sondern auch ein hygienisches.

    Wie DU schon schreibst, geht es hier um den inaktiven Zustand.
    Wenn eine Existenzgrundlage, in diesem Fall das Wasser fehlt, stirbt der Pilz nicht ab (höchstens ein kleiner Teil) - das ist eine fatale Annahme sondern er verkapselt sich (Thermoresistenz) und wird beim Eintreten von minimalen Wachstumsbedingungen wieder wachsen. Und glaub nicht, dass Du das mit einem bisschen Tiefgrund ausschließen kannst.

    Wenn VOR einer Trocknung der Schimmelpilz z. B. mit Jati oder Sanosil (Basis: Wasserstoffperoxid) desinfiziert wird, bieten sich die darin enthaltenen Fruchtsäuren als Nahrung an und zerstören den Pilz von innen. Das ist nach einer durchgeführten Trocknung kaum mehr möglich.
    Da müsstes Du z. B. abbrennen oder ähnl. Mach das mal an einem Dachstuhl.

    Man kann's richtig machen und man kann sich's schwer machen.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Wachstumsbedingungen, auch hier eine Text:

    Schimmelpilze benötigen als Lebensgrundlage 4 Faktoren
    Feuchte - ausgedrückt durch die Wasserverfügbarkeit der Oberfläche (aW-Wert)
    Geeignete Temperatur
    Geeigneter pH-Wert des Wachstumssubstrates
    Organische Ernährungsgrundlage
    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Nur wenn alle 4 Faktoren im richtigen Bereich vorliegen, kann der Schimmel wachsen.
    Das stimmt auch nicht so ganz, oder ist seeehr dehnbar.

    - Es gibt Schimmeltypen, die sich, wenn der aW-Wert nicht mehr reicht die benötigte Feuchtigkeit aus der Luft holen können

    - Schimmel wächst von etwa +3°C bis zu fast +40°C (sehr große Spanne)

    - Eine organische Ernährungsgrundlage (aus dem Untergrund) ist nur für das erste Wachstum zwingend. Danach reicht oft einfach nur Staub aus der Raumluft.

    - Hohe Alkalität stört die meisten Arten, aber selbst hier gilt das nicht uneingeschränkt

    Und weil Schimmel ein solcher Überlebenskünstler ist - ERST DESINFIZIEREN
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Gibt es irgendwo eine vernünftige Liste mit geeigneten Sachverständigen, bzw. hat jemand eine Empfehlung eines Sachverständigen der im Raum Celle tätig ist? Google bringt mir nur quatsch, vielleicht such ich nach den falschen Begriffen.
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  17. #15

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