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Wärmepumpe, aber welche? Und welche Speichergröße?

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  1. #1

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    Wärmepumpe, aber welche? Und welche Speichergröße?

    Hi zusammen,
    brauche mal Eure Beratung

    Als Heizung ist eine Sole-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung und Fussbodenheizung in allen Räumen gesetzt. Die Heizlast ist mit rund 6,8kW gerechnet und von anbietenden Installateuren stehen sich nun drei Konzepte gegenüber

    a) eine Wärmepumpe mit 14kw Leistung (Dimplex SI14TU), Warmwasserspeicher 500l, Flanschheizung für Warmwasser (was ist das?), Tauchheizkörper 6,0kw
    b) eine Wärmepumpe mit 10kW (Novelan), Brauchwasserspeicher 500 oder 400l, Pufferspeicher 400-500l, Heizpatrone (6,5kw oder 11kw, für Ausgleich der "Spitzen")
    c) eine Wärmepumpe mit 13,7kw Leistung (Novelan SIC14HE), Brauchwarmwasserspeicher 500l Trennpufferspeicher 800l
    (sorry für die Marken, aber ich kann nicht abschätzen, ob ggf. das Modell bei der Beantwortung der Frage relevant ist)

    Ich habe verstanden, dass die Heizung bei der Auslegung der Größen von WP und den Speichern nicht die entscheidende Rolle spielt, sondern der Warmwasserbedarf. Hier die dafür relevanten Nutzungsannahmen:
    - 4 Personenhaushalt, davon 2 Kinder im Alter von 3 und 7 (die dann mal in die Pubertät kommen...)
    - 1 Rainshower Dusche mit 18l / min Durchfluss bei Eltern, die max. 6 min duschen
    - 1 große Badewanne (350l), die am Wochenende abends gefüllt wird, wenn gleichzeitig niemand duscht

    Vom Invest her gefällt mir natürlich b am Besten. Aber wieviele "Spitzen" wird man dabei wohl haben, wo das Warmwasser nicht ausreicht? Welche Leistung sollte dann die Heizpatrone haben?

    Fehlen noch Angaben, um auf dieser Basis eine Empfehlung für a, b oder c auszusprechen?

    Auf Eure Rückmeldungen freue ich mich schon.
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  2. Wärmepumpe, aber welche? Und welche Speichergröße?

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  3. #2

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    eine Si8TU hat bei B-5 und W55 noch 6, 15 kW Heizleistung, bei W35 noch 6,89kW, die sollte ausreichen, wenn Deine Raumtemperaturen mit der Heizlast abgestimmt sind und sich perspektivisch nicht erhöhen. Ist aber auch ein Stück weit von der Quelle abhängig. Analog zur D.. finde ich die anderen Maschinen auch zu groß. Brauchwarmwasser ist sicher wichtig, aber macht auch nicht mehr als 30% der WP-Laufzeit aus(ist aber trotzdem individuell). Zur Not halt die SI11TU, die hat bei B-5 W55 noch 8,7kW oder analog. Wichtig ist, 60°C heißes Brauchwarmwasser können alle 3 nicht wirklich(Vorlauf max 62°C), da braucht es immer den Heizstab, wenn Du so hohe BWW-Temperaturen aus hygienischen Gründen fahren willst. Auch eine Frischwasserstation mit annehmbarer Schüttleistung und Temperatur ist zwar möglich, der Steuerungsaufwand ist da aber mehr als 0815.

    Beste Grüße

    Kai
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  4. #3

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    Jetzt überlegen wir mal logisch.
    1. Heizlast 6,8kW, d.h. das ist die maximal notwendige Heizleistung die selbst bei extremen Außentemperaturen ausreicht um das Haus auf der gewünschten Solltemperatur zu halten.
    2. WW Bedarf 4 Personen, Wunsch Rainshower Dusche und große Badewanne 350Liter, keine parallele Nutzung mit Dusche

    Für die Badewanne müsste man etwa 12kWh "bereitstellen". Die Durchflussmenge der Dusche spielt keine Rolle, da hier sowieso nur ein Speicherkonzept in Frage kommt.

    Würde man den Wärmeerzeuger exakt nach Heizlast dimensionieren, dann würden ihm an einem Tag am Wochenende etwa 2 Stunden fehlen um den Speicher zu laden. Das aber auch nur wenn draußen wirklich extreme Außentemperaturen herrschen, das über die ganzen 24h des Tages, und somit jedes Watt Heizleistung benötigt würde. Die restlichen Tage der Woche wird der WW bedarf wohl etwas geringer liegen.

    Unterstellen wir, dass die Heizung nicht über Nacht abgesenkt wird, oder Sperrzeiten anfallen, dann hätte der Wärmeerzeuger theoretisch 24h Zeit um den Speicher zu laden. Unterstellen wir weiterhin, dass ein 400 Liter Speicher ausreicht, dann wären das maximal um die 18kWh, also rechnerisch ein Aufschlag von 773W zur Heizlast.

    Wir landen somit bei einem Leistungsbedarf von etwa 7,6kW.

    Ich würde mich somit einmal in der 8kW Klasse umschauen, und nicht bei 10kW oder gar 14kW.

    Pufferspeicher 400-500l,....
    Auf ein Konzept mit Pufferspeicher würde ich verzichten. Wenn die Anlage passend dimensioniert wurde, und auch die Heizflächen entsprechend betrieben werden, kann man solche Konzepte auch ohne Pufferspeicher realisieren.

    Ich würde daher folgendes Konzept in den Ring werfen:

    a.) Heizflächen mit engem VA und viel Wasserinhalt
    b.) WP mit ca. 8kW Heizleistung, Heizstab nur zur Reserve
    c.) WW-Speicher mit max. 400 Litern, WW mit Vorrang betreiben
    d.) Als Kollektor eine große Fläche, langer Graben oder eine üppige Tiefenbohrung. NICHT an der Quelle sparen!

    Soll der WW Speicher aus irgendwelchen Gründen mit hohen Temperaturen betrieben werden, dann muss der Heizstab mithelfen und man könnte den Speicherinhalt noch etwas kleiner wählen.

    Für welchen Hersteller man sich dann entscheidet, das steht wiederum auf einem anderen Blatt. Hier würde ich zuerst einmal die technischen Daten studieren.
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  5. #4
    Avatar von alex2008
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    Wenn man auf höhere Wassertemperaturen im Speicher setzt (mindert die Az evtl. doch sehr Richtung 3) dann wären auch WP mit R134 als Kältemittel interessant. Da ist die Auswahl auf dem Markt halt recht überschaubar.
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