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Wie viel Barmittel bei Hausbau?

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  1. #1

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    Wie viel Barmittel bei Hausbau?

    Hallo liebes Forum, ich wende mich direkt mal mit einer konkreten Frage an euch!

    Wir planen einen Hausbau und möchten das Grundstück komplett aus Eigenmitteln bezahlen. Allerdings frisst dies das komplette Eigenkapital als Barmittel auf. Das bedeutet den Rest für den Hausbau müssen wir uns von der Bank leihen.

    Doch, benötigt man zum Bau auch Bargeld?

    Können die Baunebenkosten (Bauwasser, Toilette, etc.) von der Bank übernommen werden?

    Was müssen wir vorher bei der Bank klären? Beispielsweise: Wie hoch der Betrag ist, den man ohne Einreichen von Rechnungen erhält?

    Freue mich über eure Antworten!
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  2. Wie viel Barmittel bei Hausbau?

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  3. #2

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    Bei uns wurde das Grundstück "wie Eigenkapital" in die Finanzierung eingerechnet - wir hatten es auch Cash gezahlt.

    Ich sehe keinen Grund warum das bei euch anders sein sollte. D.h. die erste Rechnung wird dann halt gleich aus dem Kredit gezahlt und nicht aus Eigenmitteln.

    Allerdings fand ich es ungemein praktisch nicht wegen jeder 500 EUR Zahlung den Papierkrieg mit der Bank führen zu müssen. Ein paar tausend EUR sind sehr praktisch um den Cashflow aufrecht zu erhalten. Außerdem ist es gut Geld zu haben um Skonto zu erhalten - die Bank hat uns nicht garantiert das wir das GEld innerhalb von 7 oder 10 Tagen überwiesen hatten - durch unsere Reserve konnten wir fast überall 2 oder 3% Skonto bekommen. Für den Keller hatten wir uns dann für zwei Wochen Geld bei den Eltern geliehen - aber 2% bei einer Rechnungssumme von über 40000 EUR sollte man nicht so liegen lassen.

    Was die Bank dir ohne Rechnung gibt musst du mit der Bank selber klären - die Richtlinien sind da vermutlich unterschiedlich. Ich hab die letzten 5000 EUR ohne Beleg bekommen. Aber da war quasi alles schon fertig.
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  4. #3

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    Grundsätzlich sollte man erstmal wissen, dass Bargeld (die Scheine in der Sparbüchs oder Geldbörse) und liquide Mittel (Kapital, welches auf der Bank sofort abgreifbar ist) ein Unterschied ist

    In der Kalkulation für die Bank gehören alle Posten, die zu einem Hausbau gehören. Auch BNK sowie Aussenanlagen. Auch das Material der Eigenleistungen wie zB Malerarbeiten gehören hinein und können mit aufgenommen werden.
    Nur arbeitet jede Bank anders. Manche Banken bedienen erst das Haus, bevor man selbst den Rest ausbezahlt bekommt.

    Man sollte zu den Kalkulationen, die man der Bank gibt, auch noch Geld auf seinem Konto haben. Bauen wird meist teurer als die Kalkulation -> zusätzl. Steckdosen, Bemusterung in Fliesen und Sanitär, Erdbewegungen. Man sagt: 10% Notpuffer.

    Nennenswertes Bargeld braucht man bei schlüsselfertigem Bau kaum - etwas Trinkgeld für die Handwerker kann bewirken, dass Kleinigkeiten/Änderungen sofort umgesetzt werden
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  5. #4

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    Doch, benötigt man zum Bau auch Bargeld?
    Hallo Spacy, bitte bedenken Sie ebenfalls, das Mobiliar (abgesehen von der Küche) oft NICHT mit von der Bank finanziert wird.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Kopp82 Beitrag anzeigen
    Hallo Spacy, bitte bedenken Sie ebenfalls, das Mobiliar (abgesehen von der Küche) oft NICHT mit von der Bank finanziert wird.
    Meines Wissens wird noch nicht einmal die Küche von der Bank mit finanziert - somit hat Kopp82 recht, dass für solche Investitionen wie Mobiliar, Lampen, etc, auch noch Geld da sein muss.

    Ja, habe ich völlig unterschlagen:
    Bei uns waren es mit Lampen, Einbauregalen, HWR-Schränke (von Ikea), Rasenmäher und co, Doppelbelastung an Miete, Umzugsspedition, etc (ohne Küche, die kommt extra) so um die 10000, die wir aus eigener Tasche zusätzlich bezahlen mussten
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  7. #6

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    Wir haben den Fehler gemacht und für die ersten Raten an unseren Bauträger erst einmal das Eigenkapital zu nutzen, um Zinsen zu sparen.
    Am Ende mussten wir dann wegen einen immensen Verzögerung Bereitstellungszinsen für nichtabgerufenes Kapital aufnehmen und gleichzeitig fehlte uns das Geld, um Gutachter und Anwälte zu bezahlen...

    Hätten wir das Eigenkapital bis zum Ende verwahrt, hätten wir zwar mehr Zinsen gezahlt, hätten uns aber zwischendurch auch mal was zu Essen leisten können.
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  8. #7

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    Ich halte die Hausnummer von ca. 10.000€ für realistisch. (Eher zu wenig. Änderungen in der Hausplanung, bessere Bemusterung etc. NACH Kreditberechnung und Beantragung sind damit jedenfalls in aller Regel nicht abgedeckt. ) Diese würde ich so lange wie möglich in der eigenen Tasche lassen. Alles, was aus dem Kredit zu zahlen geht, von dort zahlen.

    Sollten die 10.000€ wider Erwarten ein halbes Jahr nach dem Einzug noch da sein, und Dir keine offenen Posten mehr einfallen, die noch in absehbarer Zeit anstehen, kannst du die Hälfte davon ja in die erste Sondertilgung stecken. Ich würde aber mal eher weniger von dieser Option ausgehen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von MartyMcFly99 Beitrag anzeigen
    Hätten wir das Eigenkapital bis zum Ende verwahrt, hätten wir zwar mehr Zinsen gezahlt, hätten uns aber zwischendurch auch mal was zu Essen leisten können.
    Das ist der Grund warum ich bei dem Begriff "Eigenkapital", gerade in Verbindung mit Baufinanzierungen, immer zur Vorsicht rate. Was bedeutet Eigenkapital?
    Manchmal wird das mit Barvermögen gleichgesetzt, manchmal auch mit dem kompletten Kapitalvermögen, aber in den seltensten Fällen steht "Eigenkapital" für flüssige Mittel die man in eine Hausfinanzierung mit einbringt.

    Man sollte bei einer Baufinanzierung niemals das komplette Vermögen einsetzen, und auch nicht alle liquiden Mittel die einem zur Verfügung stehen. Es sollte immer eine ausreichende Rücklage verbleiben. Gerade bei einem Hausbau sollten diese Rücklagen höher sein als normalerweise üblich, denn die Wahrscheinlichkeit, dass man auf die Rücklagen zurück greifen muss, ist einfach höher. Normalerweise wird empfohlen, dass man so 2-4 Monatseinkommen als jederzeit verfügbare Rücklagen hat, wobei genau betrachtet auch das Monatseinkommen eine Rolle spielt. Diese Rücklage ist während der Bauphase zu gering, denn beim Bauen hat man es mit ganz anderen Beträgen und Summen zu tun. Hier wären in meinen Augen 6-10 Monatseinkommen eine realistische Richtschnur, oder je nach Bauvorhaben (Investition) und Finanzierung (60% oder 120%?) irgendwas um die 20T€.

    d.h. Wenn sich das Grundstück nur kaufen lässt wenn ALLE verfügbaren Mittel eingesetzt werden, dann sollte man darüber nachdenken einen Teil mit Fremdkapital zu finanzieren.

    Eigenkapital das für die Finanzierung eingesetzt werden soll, wird normalerweise zu Beginn des Vorhabens eingesetzt. Bei vielen Banken hat man da gar keine andere Wahl. Wer sich hier schon bis auf´s letzte Hemd auszieht, hat später ein Problem, wenn er unerwartete Rechnungen nicht aus laufenden Einnahmen bezahlen kann, und dann wegen jeder Kleinigkeit zur Bank rennen muss.
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  11. #9

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    Liquide Mittel braucht man unbedingt während des Hausbaus. Unsere Bank war da auch recht flexibel. Größere Rechnungen hab ich der Bank gegeben und die haben die immer innerhalb von ein paar Tagen überwiesen. Außerdem lagen immer bis zu 10000 Euro auf unserem Baukonto mit denen wir kleinere Rechnungen selber überweisen konnten. Rechnungen haben wir dann gesammelt immer an unsere Bank weitergereicht. Wobei unsere Bank auch nicht alle Rechnungen sehen wollte. Hauptsache der große Teil war abgedeckt und alle Ausgaben waren plausibel.
    Aber so flexibel sind die allerwenigsten Banken!
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  12. #10

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    Also auf jedenfall Barmittel (nicht Eigenkapital was angerechnet wird) vorhalten. Eigenkapital muss in der Regel als erstes eingesetzt werden. Damit wäre dann das Geld weg. Darüber hinaus gibt es:

    1. Viele Kleinigkeiten, die finanziert werden müssen und nicht angerechnet werden. Auch wollt ihr vielleicht zusätzliche Dinge am Haus ändern, anpassen oder erweitern, die ihr jetzt noch nicht im Blick habt (also auch nicht Bestandteil der Finanzierung sind).

    2. Gibt es Banken, die erst bei einer bestimmten Summe aktiv werden und ihr zum Beispiel mit ca. 10 T€ in Vorleistung geht (hier ne Rechnung dort eine Ausgabe und Gebühr). Erst wenn diese Summe errreicht ist, könnt ihr es mit der Bank abrechnen (gegen Nachweis)...

    Also immer liquide Mittel vorbehalten, die nicht als Eigenkapital eingerechnet werden!
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